DE730662C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Getreide o. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Getreide o. dgl.

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DE730662C
DE730662C DEM142811D DEM0142811D DE730662C DE 730662 C DE730662 C DE 730662C DE M142811 D DEM142811 D DE M142811D DE M0142811 D DEM0142811 D DE M0142811D DE 730662 C DE730662 C DE 730662C
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DE
Germany
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liquid
container
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vacuum
grains
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Expired
Application number
DEM142811D
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English (en)
Inventor
Dr Eugen Fritsch
Dr-Ing Heinz Gehle
Karl Wille
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EUGEN FRITSCH DR
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Original Assignee
EUGEN FRITSCH DR
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B1/00Preparing grain for milling or like processes
    • B02B1/04Wet treatment, e.g. washing, wetting, softening

Landscapes

  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
  • Cereal-Derived Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Getreide o. dgl. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung von Getreide o. dgl. mittels Flüssigkeit, durch das man die Struktur und den Aufbau der einzelnen Körner derart beeinflussen kann, daß sich das Getreide hinsichtlich seiner Beschaffenheit für die Weiterverarbeitung besonders eignet und hochwertige Erzeugnisse ergibt.
  • Das neue Verfahren, bei dem das Getreide o. dgl. vor dem Anfeuchten in Flüssigkeit in trockenem Zustand evakuiert wird, - bes t .fit darin, (1a13 die evakuierten Körner einzeln durch die Flüssigkeit hindurchgeführt werden. Dadurch wird jedes Korn sofort nach seinem Eintritt in die Flüssigkeit vollkommen von dieser umgeben.
  • Durch die Vakuumbehandlung gemäß der Erfindung wird der Aufbau jedes Getreidekorns so beeinflußt, daß das Korn die-erforderliche Feuchtigkeitsmenge nicht nur überhaufit aufnimmt, sondern däß es die Flüssig keit, die ebenso aus gewöhnlichem Wasser wie aus irgendeiner chemischen Lösung bestehen kann, gierig an sich reißt, und zwar in einer zweckmäßigen Verteilung über die einzelnen Kornschichten. Das neue Verfahren bietet also nicht nur den Vorteil, die Vorbeliandlung des Getreides in äußerst kurzer Zeit durchzuführen, sondern es bietet auch die Möglichkeit, die einzelnen Körner in einer bis jetzt noch unbekannten Weise in ihrem Aufhau zu verbessern.
  • So lassen sich insbesondere .diejenigen Randschichten, die Sitz der backverschlechternden Eigenschaften sind und die in erster Linie mit -Mehl- bz-w. Backverbesserungsinitteln behandelt werden müssen, nunmehr bis zu einem gewünschten Maße finit irgendeiner zweckentsprechenden Flüssigkeit, z. B. finit einer chemischen Lösung, anfüllen. 1benso kann man mittels des neuen @"erihrens Flüssigkeit zwischen die Schale und en Kern der einzelnen Körner bringen, wourch erreicht wird. daß die Schalen beim chälprozeli leicht von den Körnern abringen.
  • Ferner läßt sich auch das Getreide durch as neue Verfahren besonders günstig für das (ürben vorbereiten, da die einzelnen Zellen -r Körner infolge der an dieVakuumbehandng anschließenden Feuchtigkeitsbehandlung ißerordentlich aufgebläht werden und diese ir das Mürben vorteilhafte Struktur bei-@halten, wenn man sie nach der Feuchtigdtsbehandlung in zweckmäßiger Weise ocknet. Schließlich bietet das neue Verliren auch die Möglichkeit. das Mälzverliren von Körnerfrüchten stark abzukürzen.
  • mußte z. B. Brauereigerste bislang 2o bis i Stunden in Einweichbottichen der Einirkung des Wassers ausgesetzt werden. 'erden die Gerstekörner jedoch vorher durch s Vakuum luftleer gemacht, so reißen sie e Feuchtigkeit sofort gierig an sich, worch die Einweichzeit mindestens bis zu ieni Drittel verringert wird.
  • Es ist nun zwar bereits bekannt, Getreide r einer Befeuchtung einer @'akuumtrockng auszusetzen. Dieses Verfahren diente loch lediglich der Trocknung von Getreiderten. verschiedener Feuchtigkeit auf einen °.ichen Feuchtigkeitsgrad, nicht aber der einflussung des inneren Aufbaus der einnen Getreidekörner und der zweckmäßigen ässigkeitsverteilung in den verschiedenen )rnschichten.
  • Ferner ist bereits der Vorschlag gemacht irden, das Getreide zunächst zu evakuieren, dann mit Flüssigkeit in Berührung zu ngen, diese hierauf unter Druck in die treidekörner einzupressen und zuletzt einen uckausgleich herbeizuführen. Dieses beinteVerfahren erfordert aber einen dauerni Druckwechsel, bedingt somit fortlaufend uckv erluste, gestattet kein kontinuierliches beiten und schließt trotz seiner zeitraubent kostspieligen Durchführung die Bewältiig grober Getreidemassen in verhältnisßig kurzer Zeit aus. Außerdem sollte ses bekannte Verfahren beispielsweise in Weise durchgeführt werden, cl,-3.ß das zu andelnde Getreide in einen Behandlungsälter derart eingefüllt wird, daß die einien Körner dicht- aneinander anliegen. furch wird das freie Umfließen der Körner ch die Flüssigkeit und ihr ungehindertes 2Ilen verhindert, was die gleichmäßige ssigkeitsaufnahme in den erforderlichen ngen unmöglich macht.
  • sinige zur Ausübung des neuen Verfahrens ,ckmäßige @'orricl-@tungen sind in der I Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen i dargestellt.
  • Das mit irgendeiner Flüssigkeit, beispielsweise Wasser oder einer chemischen Lösung, zu behandelnde Getreide wird in einen Einschüttrichter a eingefüllt und von hier durch eine Zellenradschleuse b in einen Vakuumbehälter c eingeführt. Dieser ist gemäß Fig. i waagerecht angeordnet und trägt in seinem Innern eine Förderschnecke d, die das Getreide vom Einfallende unter dem Zellenrad b zu dem anderen Ende fördert. Auf diesem Wege durch den Vakuumbehälter werden die Zellen der Körner aufgebläht und die Poren geöffnet. Auf diese Weise wird das gesamte Getreide für Flüssigkeit besonders aufnahmefähig. Sämtliche Körner werden nämlich derart verändert. daß sie die Flüssigkeit in der gewünschten Verteilung und Menge sehr rasch aufnehmen können. In diesem Zustande fallen sie am Ende des Vakuumbehälters c in einen an diesen unmittelbar angeschlossenen senkrecht stehenden Flüssigkeitbehälter e, der eine Bauhöhe von etwa io m aufweist. Die in diesem Behälter befindliche Flüssigkeitssäule wird durch das im Behälter c befindliche Vakuum gehalten, so daß dieser Flüssigkeitsbehälter e an seinem unteren Ende keinerlei Absperrvorrichtungen, wie beispielsweie eine Schleuse, benötigt. Er mündet deshalb frei in einen Trog f, in dem eine Austragschnecke g angeordnet ist. Während das Getreide durch die hohe Flüssigkeitssäule hindurchfällt, wird es vollständig mit der zur Behandlung dienenden Flüssigkeit angereichert und dann durch die Austragschnecke g aus dem Trog f entnommen.
  • Das auf diese Weise behandelte Getreide kann daraufhin nach den verschiedensten Verfahren weiterbehandelt werden. Beispielsweise kann man es erneut in einen Vakuumapparat bringen, um es dort von der überschüssigen Feuchtigkeit oder Flüssigkeit zu befreien.
  • Wenn die Möglichkeit besteht, den Vakuumbehälter c statt waagerecht, wie dies nach Fig. i vorgesehen ist, über dem Flüssigkeitsbehälter e ebenfalls senkrecht anzuordnen, so ergibt sich daraus der Vorteil, daß man in dem Vakuumbehälter keine besondere Fördervorrichtung anzuordnen braucht, sondern das Getreide in freiem Fall durch ihn hindurchführen kann, wie dies Fig. 2 zeigt.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen, beispielsweise wenn das Vakuum in dem Behälter c nur eine geringe Höhe aufweisen kann und somit nicht ausreicht, um eine genügend hohe Flüssigkeitssäule zu halten, kann man den Flüssigkeitsbehälter e an seinem unteren Ende mit einer Austragsschleuse lt versehen, wie dies ebenfalls in Fiz.2 zezeizt ist. Außerdem kann zwischen dem Vakuumbehälter c und dem Flüssigkeitsbehälter e eine Schleuse o. dgl. i vorgesehen sein, die ein Eintreten der Flüssigkeit in den Vakuumbehälter bei zu hohem Vakuum und entsprechend zu kleiner Flüssigkeitssäule verhindert.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Flüssigkeitsbehandlung von Getreide o. dgl., das vor dem Anfeuchten in trockenem Zustande evakuiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die evakuierten Körner einzeln durch die Flüssigkeit hindurchgeführt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur` Ausübung eines Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen an einem Ende mit einer Einlaßschleuse (b) für das zu behandelnde Getreide versehenen Vakuumbehälter (c), an dessen anderem Ende ein senkrecht stehender Flüssigkeitsbehälter (e) unmittelbar angeschlossen ist, wobei dessen unteres Ende von der durch das Vakuum getragenen Flüssigkeitssäule oder durch eine Austragschleuse (h) für das behandelte Gut abgeschlossen ist.
  3. 3 Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsbehälter (e) eine Höhe von etwa io m aufweist und mit seinem unteren Ende frei über einem mit einer Austragvorrichtung (g) ausgestatteten Auffangbehälter (f) mündet. q..
  4. Vorrichtung 'nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vakuumbehälter (c) senkrecht über den ebenfalls senkrecht stehenden Flüssigkeitsbehälter (e) angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vakuumbehälter (c) waagerecht angeordnet ist und im Innern eine Förderschnecke o. dgl. (d) aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Vakuumbehälter (c) und dem Flüssigkeitsbehälter (e) eine Schleuse o. dgl. (i) vorgesehen ist.
DEM142811D 1938-09-17 1938-09-17 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Getreide o. dgl. Expired DE730662C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955647C (de) * 1953-07-11 1957-01-03 Hans Kurth Verfahren zum Anreichern von pflanzlichen Stoffen mit in Wasser geloesten Stoffen
DE1141168B (de) * 1960-08-11 1962-12-13 Baensch Ulrich Futtermittel fuer Stubenvoegel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955647C (de) * 1953-07-11 1957-01-03 Hans Kurth Verfahren zum Anreichern von pflanzlichen Stoffen mit in Wasser geloesten Stoffen
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