AT221537B - Verfahren zum Ausfiltrieren der Restflüssigkeit aus Scheibenfiltern und Scheibenfilter zur Durchführung desselben - Google Patents
Verfahren zum Ausfiltrieren der Restflüssigkeit aus Scheibenfiltern und Scheibenfilter zur Durchführung desselbenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Ausfiltrieren der Restflüssigkeit aus Scheibenfiltern und Scheibenfilter zur Durchführung desselben Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ausfiltrieren der Restflüssigkeit aus Scheibenfiltern mit horizontalen, nur oben durchlässigen Filterplatten sowie auf Scheibenfilter zur Durchführung desselben. Bei Filtern mit horizontalen Filterplatten, welche nur an ihrer oberen Seite durchlässig sind, baut sich der Filterkuchen dementsprechend nur auf der oberen Seite der Filterplatten auf. Das ganze Filterpaket ist normalerweise dabei in einem stehenden zylindrischen Kessel eingesetzt. Ein gewisser Nachteil dieser Filter besteht darin, dass nach beendeter Filtration ein relativ grosses Volumen unfiltrierter Flüssigkeit im Behälter zurückbleibt, das nicht mehr ausgefiltert werden kann. Es kann zwar durch einen an die Filterung anschliessenden Druckvorgang ein Teil der zurückbleibenden Flüssigkeit mittels Druckluft oder Druckgas durch das Filter bzw. die Filterelemente gepresst werden. Sobald jedoch das Flüssigkeitsniveau so weit absinkt, dass die oberen Filterplatten aus der Flüssigkeit herausragen, beginnt die Druckluft oder das Druckgas durch diese freigewordenen Platten bzw. durch den darauf befindlichen Filterkuchen allmählich zu entweichen. Der Druck im Filter fällt ab, und es kommt infolge einer gewissen Trocknung zur Rissbildung in den freiliegenden Filterkuchen, wodurch das Druckmedium im erhöhten Masse und schliesslich vollständig durch die Filterplatten abströmt. Die Filtration hört damit auf. Vielfach kann daher nur die Hälfte oder sogar nur ein Drittel der im Filterkessel noch vorhandenen Flüssigkeit ausfiltriert werden. Es wurde zwar schon versucht, diesen Mangel dadurch zu beheben, dass ein zusätzlicher, allerdings bedeutend kleinerer Filter an den Hauptfilter angeschlossen wurde. Damit kann wohl eine gewisse Verbesserung erzielt werden, weil ein weiterer Teil der Flüssigkeit behandelt und eine grössere Menge Filtrat gewonnen werden kann, doch der im kleineren Filter verbleibende Rest ist trotzdem Verlust. Ausserdem hat diese Anordnung den Nachteil einer verhältnismässig teuren Zusatzeinrichtung, die sich auch räumlich störend auswirkt. Um die angeführten Nachteile auszuschalten, also hauptsächlich die letzten Reste Flüssigkeit vollständig aus dem Filter auszufiltrieren, schlägt die Erfindung vor, den bzw. die Filterkuchen auf den im Verlauf des Filtervorganges jeweils freiwerdenden Platten entsprechend diesem Freiwerden zu befeuchten. Die zugeführte Flüssigkeit hält den oder die aus der Filterflüssigkeit bereits herausgetretenen Filterkuchen nass und verhindert damit den Durchtritt von Druckmedium durch die Kuchenschicht. Ferner verhütet sie die Rissbildung im Kuchen. Zweckmässig erfolgt das Befeuchten des bzw. der Filterkuchen von oben her durch Aufbringen von Flüssigkeit auf die freiwerdenden Platten kaskadenartig. Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäss weiterer Ausbildung der Erfindung zum Befeuchten die Restflüssigkeit im Filter verwendet wird. Sie wird unten im Filter abgesaugt und auf die oberste Platte gebracht. Zum Absaugen dient eine Pumpe, die am tiefsten Punkt des Filterkessels angesetzt wird. Um ein Abschwemmen des Filterkuchens zu vermeiden, kann über der obersten Filterplatte ein Verteilblech mit Löchern angebracht sein, wodurch eine gleichmässige, feine Verteilung der Flüssigkeit auf die Filterplatte gewährleistet wird. Die überschüssige Flüssigkeit fällt von der obersten Platte über deren Rand herab auf die nächste Platte und von dort entsprechend weiter. Durch Unterdrucksetzen des Filters mit Druckluft oder Druckgas zu gleicher Zeit kann der letzte Rest von Flüssigkeit ausfiltriert werden, da die Filterplatten so lange benetzt bleiben und infolgedessen der Filterkuchen eine geschlossene, den Durchtritt des Druckgases verhindernde Masse bildet, bis keine Flüssigkeit mehr im Filter vorhanden ist. Die Filterplatten können aussen mit zusätzlichen Leitblechen versehen werden, welche dafür sorgen, dass die über den Rand des Elementes laufende Flüssigkeit auf die nächste Filterplatte gleichmässig verteilt wird. An Stelle dieser Leitbleche können auch andere Arten von Tropfrändern vorgesehen werden, oder es kann unter jeder Filterplatte eine mit Löchern versehene Verteilplatte eingebaut sein, welche vorzugsweise einen etwas grösseren Durchmesser aufweist als die Filterplatte selbst, damit die Flüssigkeit gut aufgefangen werden kann. <Desc/Clms Page number 2> In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 schematisch einen senkrechten Schnitt durch einen Filter und Fig. 2 den unteren Teil des Filterkessels mit einer besonderen Einrichtung. In dem Filterkessel 1 sind auf einer senkrecht stehenden Hohlwelle 2 eine Reihe von Filterelementen oder-platten. ? übereinander angeordnet. Die Filterplatten 3 sind auf die Welle 2 zu etwas geneigt, damit das Filtrat in ihnen besser abfliessen kann als wenn sie genau waagrecht liegen würden. Ausserdem ist eine Neigung insofern vorteilhaft, als durch sie ein gleichmässiger Überlauf über den gesamten Rand des Filterelementes gegeben ist. Die Flüssigkeit sammelt sich nämlich auf der Oberseite des Elementes wie in einer Mulde, und wenn diese voll ist, erfolgt der Überlauf ringsum. Dadurch wird der darunterliegende Kuchen von vornherein nicht einseitig befeuchtet bzw. beaufschlagt. Am Kessel 1 ist oben ein Stutzen 4 vorgesehen, durch den die zu filtrierende Flüssigkeit dem Innenraum des Kessels 1 zugeführt wird. Ein Stutzen 5 am Boden 6 des Kessels 1 dient in an sich bekannter Weise zum Austrag der Rückstände nach beendigtem Filtervorgang. Ausserdem ist noch ein weiterer Abgangsstutzen 7 am Kesselboden 6 vorhanden, der über eine Leitung 8 zu einer Pumpe 9 führt. Von der Pumpe 9 erstreckt sich eine Leitung 10 zum Deckel 11 des Filterkessels 1 und durch diesen in den Kesselinnenraum. Sie endet mit einem Austrittsstutzen 12 oberhalb des höchstgelegenen Filterelementes, so dass die austretende Flüssigkeit möglichst gleichmässig über die obere Seite des Elementes verteilt wird. Zu diesem Zweck kann ein Prall- oder Verteilerblech (nicht gezeichnet) od. dgl. am Austritt des Stutzens 12 befestigt sein. Vorteilhaft ist jedoch eine mit einem Rand versehene Verteilerplatte 13, die schwach muldenförmig gestaltet ist und über ihre gesamte Fläche Löcher 14 besitzt. Die Verteilplatte wirkt dadurch wie der Sprühkopf einer Giesskanne oder einer Brause. Zwischen den einzelnen Filterplatten 3 können ringförmige Leitbleche 15 angeordnet sein, die mit Sicherheit über die den Rand jedem Elementes laufende Flüssigkiet auf die darunter sich jeweils anschliessende Platte des Filterpaketes bzw. auf den darauf befindlichen Kuchen 16 lenkt und verteilt. Das erfindungsgemässe Verfahren geht folgendermassen vor sich. Wenn die im Kessel 1 befindliche, durch den Stutzen 4 zugeführte Filterflüssigkeit gegen Ende des Filtervorganges durch Einlassen von Druckgas oder Druckluft beispielsweise bis auf den Spiegel 17 abgesunken ist und der Zeitpunkt eintritt, bei dem der Filterkuchen 16 der freigewordenen Platten 3 durchlässig für das Druckmedium zu werden beginnt oder gar zur Rissbildung neigt, dann wird die unterhalb des Spiegels 17 befindliche Flüssigkeit durch die Pumpe 9 allmählich abgesaugt. Sie wird über die Leitung 10, den Stutzen 12 und die Verteilplatte 13 auf die oberste Filterplatte aufgerieselt. Ein Teil davon filtriert mit Unterstützung des Druckmediums durch diese Platte, ein weiterer, im allgemeinen grösserer Teil fliesst über die Kante des Elementes ab und gelangt infolge Ablenkung durch das zwischen den Rändern der Filterplatten angeordnete Leitblech 15 auf die darunter befindliche Platte 3. Hier wiederholt sich der geschilderte Vorgang ebenso wie bei allen folgenden Platten. Auf diese Weise kann die Filterflüssigkeit restlos ausgefiltert werden. Das erfindungsgemässe Verfahren kann auch angewendet werden, wenn beispielsweise in der pharmazeutischen Chemie der Filterkuchen mit nur wenig Flüssigkeit ausgewaschen oder ausextrahiert werden darf. Zu diesem Zweck ist am Abgangsstutzen 18 der Hohlwelle 2 eine Abzweigleitung 19 angebracht (Fig. 2). Diese Leitung 19 verbindet den Stutzen 18 mit der Leitung 8. Ventile 20, 21 und 22 ermöglichen ein Absperren der ihnen zugehörigen Leitungen entsprechend den Anforderungen für den Flüssigkeitslauf. Es wird bei dieser Anwendungsart nur wenig Flüssigkeit in den Filterkessel l gegeben, z. B. ein Drittel des Volumens. Diese Flüssigkeit wird durch die Pumpe 9 umgewälzt, wobei der Ansaug der Pumpe am Klarlauf 18 erfolgt. Die Ventile 20 und 22 sind geschlossen, das Absperrorgan 21 ist geöffnet. Die gleiche Flüssigkeitsmenge wird also mehrmals durch den bzw. die Filterkuchen 16 gedrückt. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Ausfiltrieren der Restflüssigkeit aus Scheibenfiltern mit horizontalen, nur oben durchlässigen Filterplatten, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Filterkuchen (16) auf den im Verlauf des Filtervorganges jeweils freiwerdenden Platten (3) entsprechend diesem Freiwerden befeuchtet werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Filterkuchen (16) von oben her durch Aufbringen von Flüssigkeit auf die freiwerdenden Platten (3) kaskadenartig befeuchtet werden.3. Verfahren nach Ansprch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Befeuchten die im Filter noch vorhandene Restflüssigkeit verwendet wird, wobei die Restflüssigkeit vom Boden (6) des Filterkessels (1) abgesaugt und auf die oberste Filterplatte gebracht wird.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit dem Aufbringen der EMI2.15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Befeuchten Filtrat verwendet wird, wodurch der Filterkuchen gleichzeitig ausgewaschen oder extrahiert wird.6. Scheibenfilter zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der obersten Filterplatte eine Verteilvorrichtung zum gleichmässigen Verteilen der Flüssigkeit auf die oberste Filterplatte vorgesehen ist.7. Scheibenfilter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilvorrichtung aus einer Platte (13) mit Löchern (14) besteht. <Desc/Clms Page number 3>8. Scheibenfilter nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Filterplatten (3) durchbrochene Verteilplatten (13) angeordnet sind.9. Scheibenfilter nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Filterplatten Leitbleche (15) vorgesehen sind, durch die die Flüssigkeit gleichmässig von einer Filterplatte auf die andere geführt wird.10. Scheibenfilter nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an die Klarlaufleitung (18) eine Verbindungsleitung (19) angeschlossen ist, durch die das Filtrat auf die Filterkuchen aufgebracht wird.11. Scheibenfilter nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterplatten muldenartig ausgebildet sind.
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