DE69089C - Maschine zur selbstthätigen Herstellung, Füllung und Schliefsung von Päckchen - Google Patents
Maschine zur selbstthätigen Herstellung, Füllung und Schliefsung von PäckchenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B65B1/00—Packaging fluent solid material, e.g. powders, granular or loose fibrous material, loose masses of small articles, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
- B65B1/02—Machines characterised by the incorporation of means for making the containers or receptacles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Herstellen, Füllen und
Schliefsen von Päckchen, welche sorgfältig abgewogene Mengen irgend eines Stoffes enthalten,
und besteht in den folgenden Vorrichtungen :
ι. zum Formen von Päckchen,
2. zum Abwägen genau bestimmter Mengen des zu verpackenden Stoffes,
3. zum Füllen der Päckchen mit diesen abgewogenen Mengen, und
4. zum .endlichen Schliefsen und Abgeben der Päckchen.
Die Vorrichtungen stehen unter einander in einem solchen Zusammenhange, dafs sie eine
selbstthätige Maschine zur Ausführung der angegebenen Operationen bilden.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Draufsicht, zum Theil waagrechter Schnitt einer
Maschine zur Herstellung und zum Füllen von Päckchen. Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt
eines Theiles nach der Linie x-x der Fig. 1. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt eines Theiles
nach der Linie y-y der Fig. 1. Fig. 4 zeigt einen Theil der Vorrichtung im Aufrifs. Fig. 5
ist die Seitenansicht zu Fig. 4. Fig. 6 zeigt die Matrize' mit den Vorrichtungen zum Aufrichten
derselben. Fig. 7 zeigt die Endansicht der Matrize und Fig. 8 dieselbe in aufrechter
Stellung. Fig. 9 zeigt einen waagrechten Schnitt der Matrize und Form mit den damit zusammenwirkenden
Faltflügeln. Fig. 10 zeigt die in Fig. 9 dargestellten Theile in geänderter Stellung.
Die Fig. ioa, iob, 10c und iod zeigen den
Vorgang der Bildung des Rohres in schaubildlichen Darstellungen j und zwar Fig. ioa das
von der Matrize aufzunehmende, an der einen Kante mit Klebstoff bestrichene Blatt, Fig. ι ο b
die horizontale Lage der Matrize zur Form, Fig. ioc die von der Matrize um die Form
gebildeten Seitenwände des jetzt u-förmigen Rohres und Fig. iod das von den Faltflügeln
fertiggestellte Rohr. Fig. 11 ist eine Ansicht des Tisches für die Umschlagblätter sammt
Bethätigungsvorrichtung. Fig. 12 ist ein waagrechter
Schnitt der Vorrichtung zur Bethätigung des Paares von Faltflügeln, welche mit der
Matrize und der Formvorrichtung zusammenwirken. Fig. 13 zeigt einen senkrechten Schnitt
durch einen der Faltflügel' und die Führung, in welcher er sich bewegt. Fig. 14 zeigt eine
Seitenansicht der dreieckigen'Faltflügel mit ihrer Bethätigungsvorrichtung und der anderen Faltvorrichtungen,
welche den Boden des Päckchens herstellen. Fig. 15 zeigt eine Draufsicht,
zum Theil den waagrechten Schnitt der in Fig. 14 dargestellten Theile, mit Ausnahme des
rückwärtigen Faltflügels. Fig. 16 bis 18 zeigen
Ansichten der Zahnstangen und Zahnräder, die in Verbindung mit Faltflügeln benutzt werden.
Fig. 17 zeigt eine Seitenansicht der Streichfinger und des Kleistertopfes, die bei der Ausbildung
der Böden der Päckchen benutzt werden. Fig. 19 zeigt eine Ansicht der Form
des Kolbens am Boden derselben und der nach auswärts herausragenden Faltflügel. Die Fig. 19*,
19a, 19b, 19c, I9d, 19ε und 19f zeigen den
Vorgang bei der Bildung des unteren Päckchenbodens in senkrechten Schnitten und schaubildlicher
Darstellung, und zwar Fig. 19* das an der Vorderseite niedergefaltete Rohr mit
darin befindlichem Schlitten, Fig. 19a die FaIt-
flügel in dem theilweise in der Faltung begriffenen Boden des Rohres vor dem Drehen,
Fig. 19b die Faltflügel, nachdem sie gedreht sind, worauf sie durch die Matrize hindurchragen,
Fig. 19 c die niedergefaltete hintere Rohrseite mit darauf ruhendem Faltflügel und die
darauf gebildeten dreieckigen, seitlichen Zwickel, Fig. 1 9 d die durch die Matrize hindurchragenden
Zwickel während des Bestreichens mit Klebstoff, Fig. 19 ε den fertigen unteren Boden
des Päckchens und Fig. 19 f das fertige Päckchen während des Abstofsens von der Form.
Fig. 20 zeigt eine Ansicht des Kolbens, der sich durch den Tisch unter der Form bewegt,
und eine der rotirenden Taschen im Schnitt. Fig. 21 zeigt die in Fig. 19 und 20 dargestellten
Theile in geänderter Stellung; der Kolben ist nämlich aus der Tasche herausgehoben.
Fig. 22 zeigt in der Seitenansicht den den Kolben oder die Platte 90 bethätigenden
Mechanismus. Fig. 23 zeigt einen waagrechten Schnitt der Führungen und der hin- und hergehenden Platte, an welcher die Kolbenstange
befestigt ist, Fig. 24 zeigt eine Ansicht des die Platte oder den Kolben 90 bethätigenden
Mechanismus. Fig. 25 ist eine Draufsicht der Sperrplatte der Welle des Trägers für die
Umschlagblätter. Fig. 26 zeigt die zur Drehung der Trägerwelle benutzte Scheibe und den mit
ihr in Eingriff tretenden hin- und hergehenden Stift. Fig. 27 ist eine Ansicht der Bethätigungsvorrichtung
für den in Fig. 26 gezeigten hin- und hergehenden Stift. Fig. 28 zeigt eine Seitenansicht eines der Bodenfaltflügel mit der
Bethätigungsvorrichtung. Fig. 29 ist eine schaubildliche Ansicht eines dieser Faltflügel. Fig. 30
ist eine Seitenansicht eines Theiles der Vorrichtung, die Wägevorrichtung und die verbindenden
Theile in vergröfsertem Mafsstabe zeigend. Fig. 31 ist eine Draufsicht eines
Theiles der Wägevorrichtung, den Ueberlaufkasten mit sich drehendem, falschem Boden
zeigend. Fig. 32 giebt einen senkrechten Schnitt des in Fig. 31 gezeigten Ueberlaufkastens.
Fig. 33 zeigt einen Schnitt desselben in vergröfsertem Mafsstabe mit den Löchern im
falschen und im echten Boden. Fig. 34 zeigt einen senkrechten Schnitt der Wägevorrichtung
mit dem Innern des Ueberlaufkastens und den Vorrichtungen zur Einstellung der Zwischenwand.
Fig. 34* giebt eine Ansicht der Bethätigungsvorrichtung des Absperrgitters der zu
den Waagschalen führenden Kanäle. Fig. 35 zeigt einen Schnitt des Tisches und einer
Tasche nebst der Vorrichtung zum Schütteln des gefüllten Päckchens. Fig. 36 giebt eine
Draufsicht der Vorrichtung zum Schliefsen des oberen Endes des Päckchens. Fig. 37 zeigt
eine Seitenansicht derselben Vorrichtung, zum Theil im Schnitt. Fig. 37a zeigt in vergröfsertem
Mafsstabe einen senkrechten Schnitt durch eine der in dem Rande angeordneten Taschen mit darin befindlichem Päckchen während
des Schliefsens des oberen Bodens. Fig. 38 zeigt eine Druntersicht der Faltflügel und der
gezahnten Gleitstange zum Schliefsen des Päckchens. Fig. 39 zeigt einen senkrechten Schnitt
eines Theiles des Tisches und eines sich drehenden Randes, der eine Anzahl. Taschen
enthält, nebst einem Kolben, um ein Päckchen aus einer Tasche des Tisches zu entfernen,
und anderen hiermit verbundenen Vorrichtungen. Fig. 40 zeigt eine Draufsicht des Schlittens
nebst Bethätigung'svorrichtung, um das Päckchen auf das endlose Tuch zu bringen. Fig. 41
zeigt den Schlitten in einer Linie mit dem Tuch. Fig. 42 zeigt die Mittel zum Zusammendrücken
des Päckchens, während es sich in der Tasche des Tisches befindet. Fig. 43 zeigt
eine schaubildliche Ansicht der zum Formen des Päckchens benutzten Form. Fig. 44 zeigt
eine Draufsicht einer Tasche mit einem Theil der Vorrichtung zum Zusammendrücken. des
Tascheninhalts. Fig. 45 zeigt eine Druntersicht eines Theiles des sich drehenden Randes
des Tisches mit Bethätigungsvorrichtung. Die Fig. 45 a, 45 b und 45 c zeigen schaubildliche
Darstellungen eines Theiles des auf dem Tisch sich drehenden Ringes. Fig. 46 zeigt eine
Ansicht des echten Bodens des Ueberlaufkastens mit seinen Oeffnungen. Fig. 47 zeigt die
Seitenansicht der Maschine in vergröfsertem Mafsstabe. Fig. 48 zeigt einen Schnitt nach
der Linie %-%, Fig. 47. Fig. 49 zeigt einen
Schnitt nach der Linie \ '-^1, Fig. 47. Fig. 50
ist ein unregelmäfsiger Querschnitt der Maschine in vergröfsertem Mafsstabe. In den verschiedenen
Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben und Zahlen gleiche Theile.
I. Vorrichtung zur Herstellung der
Säckchen.
Säckchen.
A ist das Gestell der Maschine und B (Fig. 1
und 47) eine in demselben waagrecht gelagerte Welle mit Daumen 1, mit dem ein Hebel 2
zusammenwirkt, der im Gestell A gelagert und durch eine Stange 2 x mit einem Hebel 2 x x
verbunden ist; der letztere besitzt eine Klinke 3, welche in ein Sperrrad 4 auf der senkrechten
Welle 5 eingreift, an der der Streichtisch oder die rotirende Scheibe C befestigt ist. Ueber
dem Tisch C ist ein Kleistervertheiler angebracht; derselbe besteht aus einer Platte 6
(Fig. 2), die senkrecht in am Gestell A befestigten Führungen 7 angeordnet ist.
Am oberen waagrechten Rande der Führungen 7 sind Schrauben 8 (Fig. 1 und 2) angebracht,
welche durch den oberen Theil der Platte 6 hindurchgehen, welche durch Muttern 7*
und Federn γχχ senkrecht so gestellt werden
kann, dafs die Menge des auf dem Tisch vertheilten Kleisters geregelt wird (Fig. 1, 2 und 50);
hierbei ist zu bemerken, dafs der Kleister zunächst auf den Tisch gebracht wird und bei
der Drehung des letzteren mittelst des Sperrrades 4, Klinke 3, Stange 2X, Hebel 2 und 2XX,
Daumen 1 und Welle B die erforderliche Menge Kleister oder Klebemittel unter die
Platte 6 geführt und hierdurch gleichmäfsig auf den Tisch C vertheilt wird.
Ueber diesen Tisch gehen Papierstreicher und Träger E (Fig. 1 und 47), welche aus
waagrechten Platten oder Rahmen 9 (Fig. 1) bestehen, die durch Arme an der senkrechten
Welle 10 (Fig. 47) befestigt sind; die letztere ist im Gestell A gelagert (Fig. 1, 4 und 5).
In der Nähe des Tisches C befindet sich ein Tisch 11 (Fig. 1, 1 \ und 47), der einen Stofs
Papierblätter trägt, und in der Nähe des letzteren befindet sich ein Tisch 12 (Fig. 1).
Der Tisch 11 besitzt nach aufwärts ragende Finger 50 (Fig. 11), zwischen welchen ein
Päckchen Blätter liegt, und wird von einer Feder getragen, so dafs er sich unter dem
Druck des Kleisterauftragers oder Streichers und Trägerarmes E nach abwärts bewegt und
in seine ursprüngliche Stellung zurückkehrt, wenn der Druck aufhört. Wie gezeichnet,
geht eine Stützstange 51 (Fig. 11) durch Lager
in einer Platte 54 und in einem Theil 56x
des Gestelles nach abwärts. Eine Feder 57 ist zwischen diesem Gestell und dem Bund 58
auf der Stange angeordnet; die Platte 54 (Fig. 11) ist in senkrechter Richtung stellbar,
indem eine Stützstange durch ein Lager 55 hindurchgeht und durch eine Schraube 56 in
der gewünschten Höhe gehalten wird. 52, 52 sind Führungsarme, die am Tisch 11 befestigt
sind und durch Lager in der Platte 54 hindurchgehen.
Von den am Gestell A befestigten Armen 15, 16, 17 (Fig. 47) wird eine Matrize Ex
(Fig. i, 4 bis ι o, 47 und 48) getragen, welche die Gestalt eines an beiden Enden und an einer
Seite offenen rechteckigen Rohres zeigt (Fig. iob) und am besten mit Flantschen versehene Flügel
14 trägt (Fig. 5), die mit den Wänden der Matrize an deren offener Seite am besten starr
verbunden sind (Fig. 1, 5, 9 und 10).
F (Fig. 9, 10, 12, 14 und 15) bezeichnet
eine Form, welche am Gestell der Maschine befestigt und so gestellt ist (Fig. 1 , 5, 43
und 47), dafs sie von der Matrize umfafst werden kann.
Die Matrize Ex ist derart angeordnet, dafs
sie waagrecht liegt und ihre Flügel 14 parallel zu den Tischen C, 11 und 12 (Fig. 1) stehen,
um ein Blatt Papier aufzunehmen. Sie wird nach aufwärts gedreht (Fig. 6), so dafs sie
nahezu senkrecht und parallel zur Form F steht (Fig. 50), dann gegen die letztere hin
bewegt, welche von ihr umschlossen wird, wodurch das Papier u-förmig um die Form F
herumgelegt wird (Fig. 9, 10 und ioc). Nachdem das Papier einer weiteren Bearbeitung
unterworfen worden ist, um es zu einem Rohr zu gestalten, wird die Matrize in die waagrechte
Lage zurückgebracht, um ein zweites Blatt aufzunehmen.
Diese Bewegungen werden durch die nachstehend beschriebenen Vorrichtungen herbeigeführt.
Es mag gleich hier bemerkt werden, dafs die Matrize der Gröfse nach stellbar ist,
und zwar durch die Platte 24xx und Stellschrauben
24XXX (Fig. 7, 9, 10) und der
Form F kann man irgend eine beliebige Gröfse geben, indem man sie aus zwei Theilen herstellt,
die mit Stellschrauben 60 (Fig. 14, 43, 47) versehen sind. Der stellbare Boden ist nicht
wesentlich, da die Matrize auch dann wirkt, wenn ihr Boden gegen die Form stöfst. Die
Aufsenfläche 61 der Form ist genuthet (Fig. 43, 9, 10), so dafs der mit Kleister oder Klebmittel
bestrichene Theil des Umschlagpapiers mit der Form nicht in Berührung kommt, wenn das Rohr hieraus entfernt wird.
Die Matrize ist länger als die Form und, um den Seitenflügeln, die am Umschlag bei
Herstellung des Bodens in denselben erzeugt werden, den Durchgang zu ermöglichen, sind
dreieckige Oeffnungen 59 (Fig. iob, 47) in den Seiten der Matrize angebracht. Diese sind blos
dann nothwendig, wenn die verlängerte Matrize verwendet wird; wenn die Matrize nicht unter
die Form reicht, können sie natürlich nicht vorhanden sein.
An der Seite der Matrize ist eine Kurbel 1 5 befestigt (Fig. 6), mit welcher die Lenkstange 16
(Fig. 4, 5, 6, 47, 48) verbunden ist, deren unteres Ende mit einem Hebel 17 (Fig. 6) verbunden
ist, welcher mit einem Daumen 18 (Fig. 47, 49) zusammen wirkt, dessen Welle 19
im Gestell A gelagert ist (Fig. 5, 6, 47). Wenn der Daumen sich dreht, werden der Hebel 17,
die Lenkstange 16 und die Kurbel 15 bewegt,
wodurch die Matrize aus der waagrechten Lage (Fig. 4, 5,6) in die senkrechte Lage (Fig. 8,
9, 10) gedreht wird; nachdem die Matrize ihre Aufgabe erfüllt hat, wird sie wieder in die
waagrechte Lage zurückgebracht, wie nachstehend näher erläutert werden soll, und zwar
dient die in Fig. 6 dargestellte Anordnung zum Aufrichten der Matrize in die aufrechte Stellung
und Zurückbringen in die normale Lage, dagegen die in Fig. 8 dargestellte Anordnung
zum Vorlegen gegen die Form und zum Zurückziehen von derselben.
Wenn die Matrize sich in der senkrechten Lage befindet, wird sie gegen die Form -F
und von derselben weg bewegt, und zwar durch einen Arm 20 (Fig. 47, 50), der am Gestell A drehbar ist, und an welchen oberhalb
seiner Achse ein Arm 21 (Fig. 8) befestigt ist, der eine Rolle 22 trägt, die an einem
Daumen 23 (Fig. 47, 49) auf der Welle 19
liegt (Fig. 8). Die Drehung des Daumens 23 wirkt auf die Arme 20 und 21 so, dafs die
Matrize vor- und rückwärts bewegt wird; die Stellungen der Matrize gegen die Form sind
in Fig. 9 und 10 gezeigt.
Die Seiten der Matrize können geschlitzt sein, wie bei 24 (Fig. 5, 10b), um die Faltflügel
G (Fig. iod, 50) aufzunehmen (Fig. 10, 12, 13, 47). Diese Flügel, welche die Enden
des Umschlagpapiers um den Rücken der Form falten, sind mit Armen 25 (Fig. 12, 13) verbunden,
welchen durch Stangen 26 und Hebel 27 Bewegung ertheilt wird (Fig. 12). Die letzteren
sind im Gestell A gelagert und stehen unter der Einwirkung von Daumen 28 (Fig. 47),
deren Wellen 29 und 29x im Gestell A gelagert
sind (Fig. 1, 12, 49). Einen Theil der
Schlitze nehmen Rollen 24x ein (Fig. 10), um
eine Beschädigung des Papiers zu verhindern, wenn die Matrize über die Form gleitet. Die
Schlitze 24 sind nicht wesentlich, da die Faltflügel der Matrize vorausgehen können.
Die Kleisteraufstreicher und Träger E E (Fig. i, 5, 47) sind derart angeordnet, dafs sie
sich drehen und in senkrechter Richtung bewegen, und zwar intermittirend. So wird einer
derselben, wenn er sich über dem Kleistertisch C befindet, herabbewegt und mit dem
Kleistertisch in Berührung gebracht, um beim Hinaufgehen Kleister von demselben mitzunehmen.
Er wird dann gedreht, bis er über den Papiertisch 11 kommt, dann wieder nach
abwärts bewegt, bis er auf dem obersten Papier liegt, und nimmt dann beim Emporgehen dieses
Papierblatt mit, indem das Papier an der mit Kleister bestrichenen Fläche kleben bleibt. Er
wird dann wieder gedreht, bis er über den Tisch 12 kommt (Fig. 1), welcher dem Kleistertisch
C gegenüberliegt, und bewegt sich wieder nach abwärts gegen den Tisch, wodurch er
das Papierblatt gewissermafsen nochmal fafst und auch, wo zwei oder mehr Träger E benutzt
werden, den Druck auf den Führerrahmen als Ganzes ausgleicht. Bei der Aufwärtsbewegung
wird der Träger in eine Stellung über der waagrecht liegenden Matrize Ex gedreht
und drückt bei der nächsten senkrechten Abwärtsbewegung auf sie selbst oder ihre
Flügel (Fig. 5). ,
Wenn der Träger auf die Matrize niedergedrückt wird, so wird eine Papierhaltevorrichtung
H mit herabreichenden Fingern (Fig. 4), welche durch Räume in und um den Träger E
hindurchgehen können, auf den Tisch niedergedrückt und letzterer unter Vermittelung des
Armes 30 und der Curvenscheibe 36 (Fig. 47) niedergehalten, wie später des Näheren ausgeführt
ist, während der Träger in Vorbereitung auf seine nächste Drehbewegung emporgeht.
Der Halter geht sodann, nach aufwärts, wobei er das Umschlagpapier auf den Flügeln
oder dem Tisch der Matrize hat. Die Träger sind an einer Welle 10 befestigt, welche im
Gestell gelagert ist (Fig. 47) und welcher eine Curvenscheibe 38 (Fig. 4, 5, 47) durch Vermittelung
eines Hebels 39 eine senkrechte Bewegung ertheilt; dieser Hebel fafst nämlich den
oberen Theil der Welle durch Rollen 41, 41, welche zwischen die an derselben befestigten
Flantschen 42, 42 eintreten. Am unteren Theil der Welle kann eine Feder angeordnet sein,
um ihr Gewicht aufzunehmen und den Druck auf die Curvenscheibe zu verringern. Die
schrittweise Drehung der Träger wird durch einen hin- und hergehenden Hebel 46 (Fig. 47)
bewerkstelligt, von dem ein Ende an einer Hülse 46x befestigt ist (Fig. 4, 5, 26), die am
Gestell aufgehängt und mit der sie umgebenden Welle 10 conaxial ist. Diese Hülse und dieser
Hebel können zwar schwingen, stehen aber in senkrechter Richtung fest. Ihre Bewegung wird
durch eine Curvenscheibe 49 (Fig. 47) hervorgerufen, welche durch Vermittelung des Hebels
48 und der Stange 47 wirkt. Vom Hebel 46 hängt ein Ansatz oder Finger 45 (Fig. 26, 47)
herab, und an der Welle 10 ist eine Platte 43 (Fig. 4, 5, 47) befestigt, die mit Einkerbungen
oder Löchern 44 versehen ist (Fig. 4, 26), derart, dafs diese der Reihe nach unter den
Finger 45 kommen; ihre Anzahl ist gleich der Anzahl der nothwendigen schrittweisen Drehbewegungen.
Der Mechanismus ist so angeordnet, dafs nach jeder Abwärtsbewegung der Träger die folgende Aufwärtsbewegung bewirkt,
dafs einer der Schlitze 44 den Finger 45 fafst; der Hebel 46 macht dann eine Drehung und
dreht die Träger in ihre nächste Stellung; diese werden dann wieder niedergedrückt, der
Hebel bewegt sich in seine ursprüngliche Stellung zurück und ist bereit, in die nächste
Einkerbung einzugreifen, wenn die Träger wieder emporzugehen beginnen. Um Drehbewegungen
der Träger während ihrer senkrechten Bewegungen zu verhindern, bringt man eine Sperrvorrichtung an, welche die Träger
gegen die Drehung feststellt, bevor sie aufser Eingriff mit dem hin- und hergehenden Finger
getreten sind und sie festgestellt hält, bis sie wieder von diesem Finger gefafst werden.
Diese Sperrvorrichtung besteht aus einer Platte 63 mit Löchern (Fig. 45, 5, 25), welche jenen in
der Platte 43 theilweise entsprechen. Diese Platte 63 ist am Gestell befestigt, und die
Welle ι ο geht durch dieselbe hindurch (Fig. 47). Mit dieser Platte wirken Stifte 64 zusammen,
die an der Welle 10 befestigt sind, wie bei 65 dargestellt. Wenn die Träger sich nach abwärts
bewegen, treten die Stifte 64 in die Löcher in der Platte 63 ein (Fig. 4, 47) und
verhindern die Welle an einer Drehung, wenn die' Scheibe 43 sich nach abwärts bewegt und
bevor der Schlitz 44 am Stift 45 vorbeigegangen ist.
• Ebenso bleiben die Stifte 64 in Eingriff, bis der Stift 45 wieder mit einem Schlitz in der
Scheibe 43 in Eingriff tritt. Der hin- und hergehende Stift 45 kann in irgend einer zweckmäfsigen
Weise' geführt werden, ebenso wie durch den Hebel 46, und es können selbstverständlich
die Sperrstifte auch am Gestell, und die Platte an der Welle befestigt sein, statt dafs man sie in der gezeichneten Weise
anbringt.
Der Halter H (Fig. 4, 5), der dazu benutzt wird, das Umschlagpapier abzulösen, ist an
einem Arm 30 befestigt, der an der Welle 10 geführt wird, und durch eine Stange 32, die
sich in einer Führung 33 bewegt, erhält diese Stange ihre Bewegung von einer Curvenscheibe
36 durch Vermittelung des Hebels 35 und der Stange 34 (Fig. 5, 47).
Nachdem durch die Einwirkung der MatrizeEx
und der Faltflügel G das Blatt über der Form F zu einem Rohr ausgebildet ist, treten die Theile
der Maschine in Wirksamkeit, welche den unteren Boden dieses Rohres schliefsen.
Ein Tisch 66 (Fig. 14, 15, 47, 50), von
•welchem ein Schlitten 6γ (Fig. igx) getragen
wird, wird durch eine Stange 68 und einen Hebel 69 hin- und herbewegt, welcher mit
einer Curvenscheibe 70 auf der Welle 71 (Fig. 49) in Eingriff steht; der Schlitten ist so
gestellt, dafs er sich unter der Matrize bewegt und so eine Seite des Papierrohres auf die
Form niederfaltet (Fig. 19 x). Der Anfang dieser
Vorrichtung ist auch in Fig. 14 angedeutet. Es gehen nun die winkelförmigen Faltflügel 72
(Fig. 19 a, i'9d, 50) in dem in der theilweisen
Faltung begriffenen Boden des Rohres vor und werden nach auswärts gedreht (Fig. 19b), so
dafs die Seiten des Rohres nach aufsen und durch die Oeffnungen 59 der Matrize hindurch
ausgebildet werden; diese Faltflügel 72, welche sich in entgegengesetzten Richtungen drehen,
haben die Gestalt von flachen Blättern (Fig. 14) und sind mit Triebstöcken 73 (Fig. 50) verbunden,
welche mit doppelten Zahnstangen 74 in Eingriff stehen, die sich senkrecht zu den
Wellen 73 erstrecken und durch eine Stange 75 (Fig. 50) einen Hebel 76 und eine Curvenscheibe
γγ und Welle yyx getrieben werden
(Fig. 14, 15, 16, 18, 50). Der Hebel und die
Curvenscheibe sind im Gestell der Maschine entsprechend angeordnet, die Triebstöcke 73
sind in einem Schlitten 78 (Fig. 15, 50) gelagert, welcher zum Schlitten 67 parallel ist
und durch eine Stange 79, einen Hebel 80 und eine der Gurvenscheibe 70 ähnliche Curvenscheibe
70 x auf der Welle 71 (Fig. 49) bewegt wird. . Der Faltflügel 85 (Fig. 14, 47) bewegt
sich dann beim Niederfalten des hinteren Zipfels des Bodens auf den vorderen, wobei die Seiten
des Umschlages in dreieckiger Gestalt über den Faltflügeln 72 Zusammengefaltetwerden (Fig. 19c!);
der Flügel 85 wird (Fig. 8, 14, 28, 29, 47) durch einen Arm 86 bewegt, der am Arm 20
unter dessen Achse drehbar ist und durch eine Stange 87', einen Hebel 88 und eine Curvenscheibe
89 (Fig. 49) von der Welle 19 aus angetrieben wird. Die dreieckigen Seitenzwickel
werden dann durch die Finger 81 (Fig. 17, igd) mit Kleister oder Klebstoff bestrichen,
welche Finger in Schalen 82 tauchen (Fig. 4, 17, 47), die an der Stange 20 so befestigt
sind, so dafs sie sich mit derselben bewegen. Die Finger-81 sind am Arm 20 drehbar
und werden durch den Arm 82x, Hebel 83 und die Curvenscheibe 84 (Fig. 49) ebenfalls
unter Vermittelung der Welle 19 gehoben und gesenkt (Fig. 47).
Die Faltflügel 72 drehen sich dann nach einwärts und legen die mit Kleister bestrichenen
dreieckigen Zwickel auf die vordere und rückwärtige Klappe des Säckchenbodens, wobei der
Flügel 85 zurückgezogen wird, gerade bevor die Zwickel vollständig niedergefaltet sind und
der Kolben oder die Prefsplatte 96 (Fig. 21) emporgeht und den Boden gegen den Kolben 90
drückt. Das Säckchen befindet sich in diesem Augenblick gerade über der Tasche 95 eines
Tisches J (Fig. 20), welcher weiter unten näher beschrieben werden soll.
Der Kolben 90 befindet sich innerhalb oder am Boden der Form F (Fig. 14, 19, 21, 22)
und steigt und sinkt unter Vermittelung einer Gleitstange 91, welche durch die Form hindurchgeht
und in Führungen 92 (Fig. 47) im Gestell A eingesetzt ist. Diese Gleitstange ist
mit einem Hebel 93 (Fig. 22, 47) verbunden, welcher durch eine Curvenscheibe 94 Bewegung
erhält. Dieser Hebel und die Curvenscheibenwelle sind im Gestell A gelagert, der Kolben 96
(Fig. 20) befindet sich unter der Tasche 95 und kann in derselben aufsteigen und sich auf
den geformten Boden des Säckchens legen und nach aufwärts gegen denselben drücken. Der
Boden des Säckchens wird so den entgegengesetzt gerichteten Drucken der beiden Kolben
unterworfen. Nach dem Pressen gehen beide Kolben herab und der Boden des Säckchens
befindet sich beiläufig in der Ebene des Tisches J (Fig. 50), der Kolben 90 tritt nun
aus der Tasche heraus.
Der Kolben 96 wird durch eine Gleitstange.97, Stange 98, einen Hebel 99 und eine Curvenscheibe
100 gehoben und gesenkt (Fig. 24, 49). Die letztere sitzt auf der Welle 71, und diese,
sowie der Hebel, sind im Gestell A gelagert.
Die Taschen 95 (Fig. 1) bilden eine Reihe und sind unter einander und mit einer Stützvorrichtung
verbunden, welche sie oberhalb des Tisches J an ihrer Stelle hält und eine
schrittweise Drehbewegung der Reihe gestattet.
Nach der Zeichnung sind die Taschen 95 an einem drehbaren Ringe J1 (Fig. 1, 45, 47, 50)
befestigt, der Ansätze oder Zähne 102 (Fig. 45, 45 a, 45 b, 45 c) besitzt, in welche ein Sperrkegel
103 eingreift, mit dem eine Stange 104 gelenkig verbunden ist, die an den Enden Ansätze
105 besitzt. Diese Stange wird von dem Arm 20 umfafst, der eine zur Aufnahme dieser
Stange dienende Oeffnung besitzt. Der Arm 20 bewegt bei seiner Thätigkeit die Stange 104
in entgegengesetzten Richtungen, so dafs der Sperrkegel 103 aus den Zähnen 102 ausgehoben
und zwischen dieselben gedrückt wird, wodurch der Rand sich frei drehen kann und
bei der Drehung zur geeigneten Zeit festgehalten wird und sich nicht weiter dreht,
während die übrigen Operationen ausgeführt werden.
Der Rand J1 hat einen gezahnten Umfang 106
(Fig. 1), in dessen Zähne ein Sperrkegel 107 eingreift, welcher an einem auf der Achse 101
des Rohres angebrachten Hebel 108 aufgehängt ist; dieser Hebel wird durch einen Arm 109,
Hebel 110 und eine Curvenscheibe 111 auf
"einer der Wellen 29 zum Angriff gebracht (Fig. i, 47); der Hebel ist im Gestellt, gelagert.
Die Tasche 95 und andere Taschen 95x
sind am Rande J1 befestigt, so dafs sie sich
mit demselben drehen (Fig. 1, 37, 39, 42); die einzelnen Taschen sind von oben nach
unten offen.
Um die Wirkungsweise der Maschine weiter zu verfolgen, befindet sich das Säckchen, wie
bereits bemerkt, in der Tasche 95 und wird von dem sich drehenden Rande J1 fortgeführt,
bis es unter den Füllkanal J'2 gelangt (Fig. 1, 30),
dabei ragt der obere Theil des Säckchens (Fig. 30) über die Tasche 95 hinaus, so dafsdieser
obere Theil nachher zusammengefaltet oder geschlossen werden kann, wenn das Säckchen
gefüllt ist.
II. Mechanismen zum selbstthätigen Abmessen und Einfüllen gewogener
Mengen körniger, pulverförmiger und ähnlicher Materialien in das in der
Tasche enthaltene Säckchen. K (Fig. 30 bis 34, 46) bezeichnet einen
Trichter, der einen Vorrath des zu verpackenden Materials aufnimmt. Mit diesem steht ein
Paternosterwerk L (Fig. 50) in Verbindung, dessen endloses Tuch das Material vom Trichter
zu einem oberen Trichter 112 (Fig. 47) führt;
unter dem letzten Trichter ist ein oben und unten offener Kasten 113 (Fig. 34) angebracht,
welcher auf einer Unterlage 117 von einem Punkt unter dem Trichter 112 aus bis zu
einem Punkt über einer Oeffnung 118 in der
Unterlage 117 beweglich ist. Bei der gezeichneten Anordnung ist der Kasten mittelst
eines beweglichen Seitenstückes 114 stellbar, das mit einer Platte 115 (Fig. 30) verbunden .
und an einem Bolzen 116x x mittelst einer
Mutter 116 und eines Gewindes 116 x befestigt
ist. Die Platte 115 dient zum Verschliefsen der Oeffnung im Boden der Kammer 130
(Fig. 34), welche zwischen dem Trichter 112 und dem Kasten 113 liegt.· -Der Kasten und
die mit demselben verbundenen Theile erhalten eine hin- und hergehende Bewegung auf der
Unterlage 117 mittelst einer Curvenscheibe 123 auf der Welle 29 (Fig. 30), die eine Drehwelle
121 bethätigt; der Arm 122 dieser Drehwelle
ist durch eine Stange i22x mit dem
Kasten verbunden (Fig. 30, 34).
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Das aus dem Trichter 112 ausfallende
Material fällt durch den Kasten 130 in das Mals oder den Kasten 113, indem die
Curvenscheibe so gestaltet und eingestellt ist, dafs das Mafs hinreichend lange unter dem
Trichter bleiben kann, um gänzlich gefüllt zu werden. Das Mafs wird sodann vorwärts bewegt,
die Platte 115 umschliefst den Boden des Kastens 130 und das Mafs läfst, wenn es
über die Oeffnung 118 kommt, seinen Inhalt durch diese Oeffnung in einen oder mehrere
Kanäle 120 (Fig. 30, 34) fallen, welche es zu den unterhalb gelegenen Wagschalen führen.
Bei der gezeichneten Einrichtung (Fig. 34) gehen zwei Kanäle von der Oeffnung 118 aus.
Eine drehbare Ablenkungsplatte 124 wird durch eine Curvenscheibe 128 und die Verbindungen
(Fig. 34x) gestellt, so dafs der Inhalt des Mafses zuerst in den einen Zweig des
Kanales und dann in den anderen geleitet wird. Unter jedem Zweige des Kanales sind zwei
gesonderte Waagschalen M (Fig. 34, 47) angeordnet.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung liefert auf die Waagschalen dieser Vorrichtungen
abwechselnd abgemessene Mengen des Materials, die etwas geringer sind, als das beabsichtigte
Gewicht. Das volle Gewicht des Materials in jeder Waagschale wird durch die nunmehr zu beschreibenden Vorrichtungen erhalten.
In einen Trichter 131 (Fig. 30 bis 33, 46)
wird eine gewisse Menge des einzufallenden Materials gebracht. Diese Zuführung geschieht
durch eine Oeffnung 129 im Kasten 130, welche
zum Trichter 131 (Fig. 30, 31, 34) führt.
Im Boden des Trichters 131 ist eine oder
besser zwei Oeffnungen 144 (Fig. 32, 46) in verschiedenen Abständen von der Mitte angebracht.
An dem mit diesen Löchern versehenen Boden ist eine sich drehende Scheibe oder ein falscher Boden 132 (Fig. 30, 31, 32)
befestigt, in welchem ein oder mehrere Kreise von Löchern angebracht sind, die von der
Mitte des Trichterkastens ebenso weit abstehen, wie das oder die Löcher 144, so dafs die
Löeher in der sich drehenden Scheibe mit den Löchern des Trichterbodens zusammenfallen
können, wenn die Scheibe sich dreht (Fig. 32). In der gezeichneten Einrichtung wird die
Scheibe durch eine Welle 133 (Fig. 30, 32) gedreht, welche in deren Mitte befestigt ist
und durch geeignete Vorrichtungen getrieben wird. Unter^ dem Boden des Kastens oder
Trichters 131 sind Kanäle 145, 146 (Fig. 33)
befestigt, so dafs sie das durch die Oeffnungen 144 hindurchfallende Material aufnehmen,
und diese Kanäle führen zu den zwei Waagschalen der Wägevorrichtung; die Verbindung
erfolgt durch einen Kanal, der am Waagbalken . befestigt und so angeordnet ist, dafs, wenn der Waagbalken niedergedrückt ist,
er durch . ihn hindurchgehendes Material an eine Stelle aufserhalb des Waagbalkens wirft.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Es wird Material in den Kasten
oder Trichter 131 eingeführt und einzelne Körner oder kleine Mengen derselben legen
sich natürlich in die Löcher oder Oeffnungen der sich drehenden Scheibe oder des falschen
Bodens; wenn diese Löcher sich vor die Löcher 144 im Boden des Kastens stellen,
fällt das Material hindurch in die Kanäle 145, welche es zu den Waagschalen führen, wodurch
eine allmälige und am besten intermittirende Zuleitung des Materials erzielt wird.
Diese Zuleitung wird abgesperrt, sobald das Gewicht in der Waagschale ausreicht, um den
Waagbalken niederzudrücken. Das Material, welches durch die Kanäle 145, 146 "anlangt,
nachdem der Waagbalken niedergedrückt ist, geht durch einen Trichter 152 (Fig. 30) zum
Behälter K zurück, und eine zu grofse Ansammlung des Materials im Kasten .131 wird
verhindert, indem man demselben eine Austrittsöffhung 147 (Fig. 31, 46) giebt, die mit demselben
Trichter durch ein Rohr 148 (Fig. 30) in Verbindung steht. Der kleine Kanal, der
am Waagbalken befestigt ist, ist mit 150 bezeichnet (Fig. 30). In geeigneten Zwischenräumen
kommt ein Kolben 149 (Fig. 30, 47) auf den Inhalt der Waagschale herab und bewirkt,
dafs sie ihren Inhalt in das Rohr J2 entleert, welches ihn in ein Säckchen leitet,
das in einer Tasche 95 steht.
In der Platte J ist eine Oeffhungy mit einem
daran angebrachten Rohr 153 (Fig. 1) angeordnet, welches in der Bahn der Taschen
steht. Quer über diese Oeffhung ist eine Brücke 154 gelegt, auf welcher die Säckchen
während des Füllens liegen.
Wenn nun der Boden des Päckchens nicht gut geklebt oder geschlossen sein sollte, so
öffnet er sich und läfst den Inhalt des Päckchens durch die Oeffnungj (Fig. 1) entweichen
und in das Rohr 153 eintreten, durch welches derselbe in einen Kasten oder sonstigen Sammler
geleitet wird.
Der Rand J1 geht nur um einen Zahn vor, und das Säckchen, dessen Boden gut geschlossen
ist und das seinen Inhalt zurückgehalten hat, wird über die Stifte 155 (Fig. 1, 35)
geführt. Diese Stifte gehen durch den Boden des Tisches J nahe am Umfang desselben und
sind mit einer Flachfeder oder federnden Platte 156 (Fig. 35) verbunden. Die letztere
ist an einem Hebel 157 befestigt, der am Rahmen A drehbar ist und einen Zahn 158
trägt, welcher von einem Sperrrade 15g
(Fig· 351 47; 49) gefafst wird, dessen Zähne
unregelmäfsig sind. Hierdurch wird dem Säckchen eine Schüttelbewegung ertheilt, während
es über den Stiften geht.
Da die Feder ι 56 raschwirkend ist, so senkt sie die Stifte rasch, und zwar ein wenig vor
dem Herabgehen des Päckchens, sodann fällt das letztere auf den Tisch und erhält noch
einen weiteren Stofs.
Ein Theil des Umfanges 159 ist nicht gezahnt,
wie bei 160 (Fig. 35), so dafs hier das Schütteln unterbrochen wird und die Stifte
unter den Tisch herabgesenkt werden, wenn die Taschen sich in Bewegung befinden.
Die Bewegung der Tasche, welche das Päckchen über die Schüttelstifte wegführt, bringt es
in die Stellung, in welcher der Obertheil desselben geschlossen und das Päckchen im
wesentlichen fertiggestellt wird. In dieser Stellung ruht das Päckchen auf einem Kolben
198 (Fig. i, 37, 50), welcher, wie aus Fig. 37 zu ersehen ist, durch eine Oeffnung
im Boden des Tisches J hindurchgeht. Diese Kolben sind mit Hebeln 199 und 200 (Fig. 50)
verbunden und werden durch eine Curvenscheibe 201 getrieben, die an der Welle 202
befestigt ist (Fig. 50). Nachdem das Päckchen über dem Kolben 198 zum Stillstand gelangt
ist, bewegt sich dieser Kolben nach abwärts und nimmt das gefüllte Päckchen mit, worauf
er sich nach aufwärts bewegt. Während dieser Aufwärtsbewegung kommen die Faltvorrichtungen,
die im wesentlichen mit jenen übereinstimmen, die beim Falten des Bodens des Säckchens benutzt werden und schon beschrieben
worden sind, zurThätigkeit (Fig.36,37).
Eine Platte 185 (Fig. 37, 47, 50) bewegt sich nach einwärts, um den Rücken des Säckchens
niederzuhalten, und dreieckige Faltflügel 184 folgen dicht auf diese Platte und ergreifen die
nach aufwärts stehenden Seiten des Päckchens. Diese Faltflügel beginnen sich nach aufsen zu
drehen, während das Päckchen um das letzte Stück auf den Kolben 198 (Fig. 1, 50) gehoben
wird, und wenn das Säckchen wieder auf die Höhe des Tisches J gehoben worden
ist, wird der Rückenlappen auf den Säckcheninhalt niedergefaltet und die Seitenzipfel nach
aufsen gedreht; die Platte 185 wird dann
zurückgezogen und der Faltflügel 192 vorwärts bewegt (Fig. 37), um den vorderen Lappen auf
den Säckcheninhalt und über den Rückenlappen niederzufalten. Dieser Faltflügel 192
ist an einer Gleitstange 194 (Fig. 50) befestigt, welche in der festen Führung durch eine
federnde Zunge I94X (Fig. 36) hin- und herbewegt
wird, und trägt am Obertheil Reibrolien 193 (Fig. 50). Die Stange 194 erhält
hin- und hergehende Bewegung durch den Daumen 197 (Fig. 36) und durch Vermittelung
des Hebels 196 und der Stange 195 (Fig. 50). Während der Einwärtsbewegung der Gleitstange
194 wird der Flügel 192 (Fig. 36) etwas oberhalb der Tasche durch die Feder i94x
gehalten, bis dieser Flügel sehr nahe am oberen Theile des Säckchens steht oder geradezu
daraufliegt. Sodann bewegt sich der Kolben 180 (Fig. 37, 47, 50) nach abwärts, wie später aus
einandergesetzt wird, und kommt mit dem Kolben 193 in Berührung und drückt den
Flügel 192 auf den oberen Theil des Säckchens
während des letzten Theiles der Einwärtsbewegung desselben nieder.
Das beschriebene Verfahren des Niederfaltens des oberen Theiles des Säckchens, wonach das
Säckchen gesenkt und dann allmälig, während das Niederfalten der ersten Lappen vor sich
geht, gehoben wird, und wonach der Faltflügel, welcher den vorderen Lappen niederlegt,
den Lappen oberhalb der Tasche und oberhalb des Sä'ckcheninhalts fafst, während
das Sä'ckchen selbst, wie später erläutert wird, durch den beweglichen Theil 161 (Fig. 50)
der Tasche zusammengedrückt wird, ist von grofser Wichtigkeit, da man auf diese Weise
einen rechteckigen Obertheil am Säckchen erhalten kann, ohne in dem letzteren eine feste,
zur Formgebung dienende Vorrichtung benutzen zu müssen. Die körnige Füllung des Päckchens würde natürlich keinen hinreichenden
Widerstand bieten, um zur Formgebung beitragen zu können; aber in Verbindung mit
den eigenartigen angegebenen Bewegungen bietet der Inhalt einen genügenden Widerstand, um
das richtige Falten des Obertheiles zu erzielen.
Bevor die übrigen Vorgänge beim Falten des Obertheiles des Päckchens beschrieben
werden sollen, soll noch bemerkt werden, dafs, nachdem der Kolben 198 (Fig. 50) seine
Arbeit verrichtet hat und das Säckchen bis auf die Höhe des Tisches J gehoben hat, das
Päckchen in der Tasche, in welcher es bisher lose lag, fest gefafst und zusammengedrückt
wird. Richtiger gesagt, die bewegliche Seite der Tasche bewegt sich nach einwärts, während
der Kolben das Päckchen hebt. Dies wird dadurch bewerkstelligt, dafs man die Tasche aus Theilen zusammensetzt (Fig. 42, 44),
wobei ein Theil 161 beweglich ist und am anderen Theil geführt ,wird. Der bewegliche
Theil 161 wird nach einwärts geschoben, so dafs er das Päckchen in der Tasche festklemmt.
Dies wird durch eine Gleitstange 163 (Fig. 42, 50) bewerkstelligt, die sich in Führungen an der
Oberseite des Tisches J bewegt und Rollen 162 trägt, die mit der beweglichen Seite 161 der
Tasche in Berührung kommen. Die Stange wird zu geeigneter Zeit durch eine Curvenscheibe
166 auf Welle 202 (Fig. 47, 50), Hebel 165 und Stange 164 (Fig. 42) nach einwärts
bewegt, und das Päckchen, wird während der ganzen Dauer des Faltens seines Obertheiles
festgeklemmt und dann freigegeben, wenn die Reihe von Taschen wieder die schrittweise Drehbewegung beginnt.
Um nun zum Falten des Obertheiles des Säckchens zurückzukehren: Es ist nothwendig,
die nach aufsen gebogenen dreieckigen Seitenzipfel mit Klebstoff zu bestreichen. Nachdem
dies geschehen ist, drehen sich die Faltflügel 184 (Fig. 38, 50) nach einwärts und legen diese
Zipfel auf die vorderen und hinteren Lappen des oberen Bodens. Der Faltflügel 192 (Fig. 50)
wird vor der Einwärtsbewegung der winkelförmigen Faltflügel zurückgezogen. Diese winkelförmigen
Faltflügel 184 werden dann in ihre ursprüngliche Stellung zurückgezogen und der
Kolben oder die Druckplatte 180 (Fig. 47, 50) geht wieder herab auf den gefalteten Obertheil
des Päckchens und drückt die mit Klebstoff bestrichenen Theile zusammen. Der Kolben 180
wird durch eine Curvenscheibe 182 auf der Welle 183 unter Vermittelung der Stangen 181 x
in Bewegung gesetzt und in Führungen 181 geführt (Fig. 37, 47, 50).
Der in den Zeichnungen dargestellte Mechanismus zum Antrieb der winkelförmigen Faltflügel
184 (Fig. 36, 37) besteht, um ihnen, die hin- und hergehende Bewegung zu ertheilen,
aus der Curvenscheibe 187, dem Hebel 186 und der Gleitstange 185 x, die mit dem Hebel
durch eine Stange verbunden ist (Fig. 36).
Die Faltflügel liegen parallel zur Stange 18 5 *
und sind mit derselben durch Wellen mit Triebstöcken verbunden, welche in eine Zahnstange
188 eingreifen (Fig. 37, 50), welche durch eine Curvenscheibe 191 (Fig. 47) bewegt
wird, und zwar durch Vermittelung eines Hebels 190 und einer Stange 189 (Fig. 38).
Der Faltflügel 185 wird durch eine Curvenscheibe 191 xxxx unter Vermittelung des Hebels
191 x x x, der Stange 191 x x und der Gleitstange
191 x bethätigt (Fig. 36).
III. Vorrichtung zum Auftragen des Klebemittels auf die dreieckigen Zipfel
an der Oberseite des Säckchens.
167 (Fig. 36, 37, 50) ist eine in der Mitte auf einer Gleitstange 172 (Fig. 50) drehbare Kleisterscheibe, an deren Achszapfen ein Sperr-
167 (Fig. 36, 37, 50) ist eine in der Mitte auf einer Gleitstange 172 (Fig. 50) drehbare Kleisterscheibe, an deren Achszapfen ein Sperr-
rad i68 (Fig. 50) befestigt ist. 169 (Fig. 36)
bezeichnet einen um einen Arm 170 drehbaren Sperrkegel. Dieser Arm ist seinerseits wieder
mit dem Rahmen A durch eine Stange 171
verbunden. Man sieht sogleich, dafs, wenn die, Gleitplatte 172 ein- oder auswärts bewegt
wird, die Wirkung des Sperrkegels darin besteht, das Sperrrad und die drehbare Kleisterscheibe
167 sich drehen. Die Gleitplatte 172 erhält eine hin- und hergehende Bewegung
durch die Curvenscheibe 175 (Fig. 36, 47, 49), mit welcher sie durch die Stange 173 und
den Hebel 174 verbunden ist, die an den Enden der Drehwelle i74x angebracht sind;
die Stange steht (Fig. 36) mit der Platte Γ72, und der Hebel mit der Curvenscheibe 175 in
Verbindung.
176, 176 (Fig. 36, 37, 47, 50) sind Kleisteraufstreicher,
die an den Enden der an der Gleitstange 177 (Fig. 50) angebrachten Stangen befestigt
sind. Die Gleitstange erhält eine auf- und abwärts gehende Bewegung durch die Curvenscheibe 17g (Fig. 47, 50), mit welcher
sie durch die Stange 178 verbunden ist. Die Kleisteraufstreicher sind derart angeordnet, dafs
sie unmittelbar über die nach auswärts gedrehten dreieckigen Zipfel des Obertheiles des
Sä'ckchens zu stehen kommen (Fig. 36).
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Kleistertisch 167 wird so bewegt,
dafs er unter die Aufstreicher 176 (Fig. 50)" kommt; diese Aufstreicher werden dann nach
abwärts bewegt, so dafs sie mit dem Tisch in Berührung kommen und etwas Klebstoff von
demselben nehmen. Sie bewegen sich nach aufwärts und der Tisch wird zurückgezogen;
die Kleisteraufstreicher werden dann wieder nach abwärts bewegt, bis sie mit den nach
auswärts gedrehten Zipfeln des Obertheiles des Säckchens in Berührung kommen, die auf dem
winkelförmigen Faltflügel 184 (Fig. 36, 50) festgehalten werden. Auf diese Zipfel tragen
sie nun die erforderliche Menge Klebstoff auf und werden dann nach aufwärts bewegt, so
dafs sie nicht im Wege stehen, worauf die winkelförmigen Faltflügel sich nach einwärts
drehen,· um die Zipfel auf die obere Fläche des Säckchens niederzudrücken.
Wenn der Obertheil des Säckchens geschlossen ist, bewegt sich der Rand oder
Ring J1 (Fig. 1, 45, 45a, 45 b) wieder und bewirkt, dafs die das Säckchen enthaltende
Tasche 95 unter eine Dampf- oder Trockenkammer 203 (Fig. 1, 3) gelangt, die über
einem Theil des Tisches J angeordnet ist. In diese Kammer wird Dampf, wie bei 204, ein-,
gelassen, und dieser tritt bei 205 aus (Fig. 1). Der Boden der Trockenkammer ist flach und
liegt auf dem Obertheil der Säckchen, wobei er, wenn gewünscht, durch Federn niedergedrückt
wird (Fig. 3).
Nachdem das Säckchen unter der Trockenkammer hindurchgegangen ist, mufs es aus der
Tasche 95 entfernt werden. Um dies zu bewerkstelligen, benutzt man einen Kolben 206
(Fig. i, 39), der durch eine Stange 207, Hebel 208 und Curvenscheibe 209 (Fig. 47, 49)
angetrieben wird. Diese Curvenscheibe sitzt auf einer Welle 210, die im Gestell A gelagert
ist; der Kolben und das Säckchen in der gehobenen Stellung sind durch punktirte Linien
angedeutet (Fig. 39).
An einer herabhängenden Stange 206x des
Kolbens 206 ist ein Winkelhebel 211 befestigt,
der durch eine Feder 212 hochgehalten wird
(Fig· 39)·
Wenn dieser Kolben emporgeht, nimmt er den Winkelhebel 211 mit, und der Arm 213
desselben tritt in die Tasche 95 ein. Eine der am anderen Arm des Hebels drehbaren Rollen
214 stöfst an die Unterseite des Tisches J und
bewirkt, dafs der Arm 213 des Hebels 211
nach aufsen bewegt wird, wie dies durch einen Pfeil (Fig.. 39) angedeutet ist, und drückt sonach
gegen die Innenseite des beweglichen Theiles 161 der Tasche 95 (Fig. 50) und bringt
dieselbe in die offene Stellung (Fig. 44), bevor ein frisches, zu füllendes u. s. w. Säckchen aufgenommen
wird.
Wenn das Säckchen aus der Tasche 95 herausgehoben wird, befindet es sich in einer
solchen Stellung, dafs es auf ein endloses Tuch 215 (Fig. i, 39, 50) gelangt, von wo
aus es in einen Vorrathsraum geschafft, verladen oder sonstwie weiter befördert werden
kann (Fig. 39, 40, 41). Um dies zu bewerkstelligen , wird ein im Gestell A . geführter
Schlitten 216 (Fig. 39, 40, 41) mit Schlitzen 217
benutzt, welcher durch eine Stange 218, einen
Winkelhebel 219 und eine Curvenscheibe 220 bethätigt wird, die an einer im Gestell A gelagerten
Welle 221 befestigt ist.
Wenn das Säckchen die Tasche 95 verläfst, ist es in einer schiefen Stellung gegenüber dem
endlosen Tuch 215 (Fig. 1, 40).
Um das Säckchen auf dem endlosen Tuch in die richtige Läge zu bringen, sind die
Schlitze 217 th eilweise schief, so dafs sie den Schlitten sowohl nach vorwärts als auch in
schiefer Richtung führen, wie auch die Pfeile in Fig. 40 dies andeuten. Hierdurch wird das
Säckchen veranlafst, sich um den Finger 222 (Fig. i, 40) zu drehen, so dafs es in die in
Fig. 41 gezeigte Lage gelangt; dieser Finger ist an einem Gitter oder einer Wand 223 befestigt,
die am Gestell A an der Seite des endlosen Tuches 21 5 sitzt.
Am Gestell A sind Stifte 224 befestigt, welche in Schlitze 217 im Schlitten 216 eintreten;
wenn der letztere vorwärts bewegt wird, wird er wegen der oben erwähnten Schlitze
und Stifte in der vorstehend angegebenen schiefen Richtung bewegt.
Das endlose Tuch 215 wird durch eine Scheibe 225 (Fig. 30, 50) mit gezahntem Rande
weiter geführt, um welche dieses Tuch herumgeht, ferner durch eine endlose Kette oder
einen Riemen 226, eine Scheibe 227 und eine endlose Kette oder einen Riemen 228, welcher
um Scheiben 229 und 230 herumgeht. Diese Scheiben sind am Gestell A entsprechend gelagert
(Fig. 30) und die Scheibe 230 ist mit der Scheibe 142 oder deren Welle gekuppelt,
wie der obere Theil von Fig. 30 zeigt.
Den einzelnen Theilen der Maschine wird durch die Triebwelle D* (Fig. 47) Bewegung
ertheilt; dieselbe trägt einen Wurm, der in ein Würmrad auf der Welle 29 eingreift; die
letztere trägt ein Kegelrad 231, das in ein
Kegelrad 232 auf der Welle B1 eingreift. Das Kegelrad 233, ebenfalls auf der Welle B1,
greift in ein Kegelrad 234 auf der Welle 37 und treibt so die letztere.
Das Zahnrad 235 auf der Welle Bl bethätigt
das Paternosterwerk (Fig. 47).
Das Kegelrad 236 auf der Welle 37 greift in ein Rad 237 auf der Welle B- und bethätigt
letztere. Das Kegelrad 238 auf der Welle 29 greift in ein Kegelrad 239 auf der Welle B und setzt dieselbe in Bewegung. Ein
Kegelrad 240 auf der Welle B greift in ein Kegelrad 241 auf der Welle 71 und treibt
diese. Das Kegelrad 242 auf der Welle B greift in das Kegelrad 243 auf der Welle 19
und ertheilt dieser letzteren Be\vegung.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Maschine zur selbsttätigen Herstellung von Päckchen, zum Füllen der letzteren mit Material in bestimmten Gewichtsmengen, sowie zum Schliefsen der Päckchen, dadurch gekennzeichnet, dafs nach einander je ein einzelner Papierbogen mit Klebstoff bestrichen, einer Matrize (Ex) zugeführt und durch das Zusammenwirken der letzteren mit einem Former (F) und mit Faltflügeln (G) zu einer Röhre gefaltet wird, deren unteres offenes Ende dann durch das Zusammenwirken eines mit Faltflügeln (72) versehenen Schlittens (67), eines Flügels (85) und von Kleisteraufstreichern (81) eingefaltet und zugeklebt wird, so dafs ein Säckchen entsteht, welches alsdann durch einen Kolben (90) in eine der sich über einem Tische (J) schrittweise drehenden Taschen (95) hinabgedrückt wird, worauf das zu verpackende Material durch das Zusammenwirken eines einstellbaren Mefskastens (113), einer selbsttätigen Wägevorrichtung und von Zuführungskanälen (120, 145 und 146) in abgemessener Gewichtsmenge dem Säckchen zugeführt und in dieses entleert wird, welch letzteres alsdann durch eine Schüttelvorrichtung geschüttelt und durch das Zusammenwirken von Faltflügeln (185, 193 und 184) und Kleisteraufstreichern (176) am oberen Ende eingefaltet und zugeklebt wird, worauf das nunmehr vollends geschlossene Päckchen behufs Trocknens des aufgestrichenen Klebstoffes unter eine Trockenvorrichtung (203) geführt und schliefslich aus der Maschine herausgeschoben wird.
Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine:a) eine Einrichtung zur Zuführu ng einzelner mit Klebstoff bestrichener Papierbogen zu einer Faltevorrichtung, bestehend in einer senkrechten, mit unterbrochener Bewegung drehbaren und auf- und abbeweglichen Welle (10) mit Armen (E), welch letztere nach einander von einem Kleistertisch (C) Klebstoff aufnehmen, diesen auf den obersten Bogen auf dem Papiertisch (11) aufbringen, den Bogen abheben und auf dem Tisch (12) nochmals festdrücken, um ihn dann auf eine Matrize zu legen, worauf der Papierbogen von einem Halter (H) an die Matrize angedrückt und beim Wiederhinaufgehen des Trägers auf dieser festgehalten wird;b) eine Einrichtung zum Aufeinanderfalten des beklebten Bogens zu einer Röhre, bestehend aus einer Matrize (Ex), einem mit dieser zusammenwirkenden Former (F) und den durch Stangen (26), Hebel (27) und Daumen (28) gegen die Form bewegbaren Faltflügeln (G), wobei die Matrize sich mit dem auf ihr liegenden Bogen aufrichtet und seitlich gegen den Former bewegt, so dafs der Bogen über diesen gefaltet wird, worauf die Faltflügel G die umgeschlagenen Enden des Papiers um den Rücken der Form auf einander falten;c) eine Einrichtung zum Ein falte η und Zukleben des Röhrenbodens, bestehend aus einem unterhalb des Formers hin- und herbeweglichen Schlitten (6γ) mit an diesem hin- und herbeweglichen Faltflügeln (72) zum Einfalten der einen Seite des Röhrenbodens, einem dem Schlitten gegenüber unterhalb der Matrize beweglichen Flügel 85 zum Einfalten der an deren gegenüberliegenden Seite des Röhrenbodens, und mehreren die so gebildeten seitlichen Zwickel mit Klebstoff bestreichenden Fingern (81), wobei diese Zwickel durch Einwärtsdrehen der Faltflügel (72) umgelegtwerden, während nach Rückgang der Faltflügel und des Schlittens ein von oben durch den Former niedergehender Kolben (90) und ein von unten nach oben gehender Kolben (96) die Falten des Bodentheiles an einander festdrücken und dann gemeinschaftlich niedergehen, um das Säckchen aus der Matrize heraus und in die darunter befindliche Tasche hinein zu schieben; d) eine Einrichtung zum Zuführen des zu verpackenden Materials zu einer selbsttätigen, die abgewogenen Mengen durch einen Trichter (M) und ein Rohr (J"-) in die Säckchen entleerenden Waage, in der Weise, dafs der Waage zunächst eine dem gewünschten Gewicht des zu verpackenden Materials annähernd entsprechende, abgemessene Menge zugeführt und die Gewichtsmenge durch allmälige weitere Zuführung geringerer Mengen Materials vervollständigt wird, welche Einrichtung besteht aus einem durch ein verstellbares Seitenstück (114) für bestimmte Mengen Materials einstellbaren, unten offenen .Mefskasten (113), welcher sich unter einem vom Einfülltrichter gespeisten Kasten (130) und über einer mit Auslafsöffnung (118) versehenen Unterlage (117) derart hin- und herbewegt, dafs er sich nach Aufnahme des oben eingelassenen Materials gegen die Oeffnung (118) zu bewegt, dadurch den oberen Kasten (130) unten zeitweilig abschliefst und das Material durch die Oeffnung (118) in einen zur Waage führenden Kanal entleert, worauf der Mefskasten wieder in seine frühere Lage zurückgeht, um von neuem Material aufzunehmen, und aus einem Kasten (131) mit Oeffnungen (144), in welchem sich ein mit entsprechenden Oeffnungen versehener falscher Boden dreht, dessen Oeffnungen zeitweilig mit den Oeffnungen (144) des Kastens zusammenfallen und kleinere Mengen Materials in die nach der Waage führenden Kanäle (145, 146) fallen lassen;e) eine Wägevorrichtung zum selbstthätigen Abwägen bestimmter Gewichtsmengen Materials und zum Entleeren derselben in die Säckchen, wobei am Waagebalken ein Kanal (150) angeordnet ist, welcher das durch den Kanal (145 oder 146) zugeführte Material in die Waagschale leitet und, sobald der Balken mit der Waagschale niedergeht, das zugeführte Material von der Waagschale ablenkt;f) die Anordnung eines Tisches (J), über welchem sich eine Anzahl die 'Säckchen enthaltender Taschen (95) mit unterbrochener Bewegung im Kreise dreht, zu dem Zwecke, die gefüllten Säckchen nach einander der Einwirkung einer Schüttelvorrichtung, einer Vorrichtung zum Schliefsen und Trocknen, sowie einer Abgabevorrichtung auszusetzen;g) eine Vorrichtung zum Schliefsen der Säckchen, bestehend aus Flügeln (185 und 193), die auf die dem offenen Ende der Säckchen entgegengesetzten Seiten wirken, aus hin- und hergehenden winkelförmigen Flügeln (184), welche die Seitenzipfel des offenen Endes halten, sowie aus einem sich über dem Ende des Säckchens hin- und herbewegenden Kleistertisch und aus Kleisteraufstreichern (176), die an den Seiten des Säckchens und über den Faltflügeln (184) liegen, wenn diese, abwechselnd Klebstoff aufnehmend, nach auswärts gedreht sind und den Klebstoff auf die Seitenzipfel des Säckchens übertragen, wobei nach dem Zurückgehen der Faltflügel ein Kolben (180) von oben auf das geschlossene Päckchen herabgeht und die Falten festdrückt;h) eine Vorrichtung zum Trocknen des Klebstoffes an den in den Taschen des Tisches (J) befindlichen Päckchen, bestehend aus einem in der Bahn der Taschen (95) oberhalb der letzteren angeordneten Rohre (203) mit Dampf-Einlafs- und -Auslafsöffnungen (204 und 205).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69089C true DE69089C (de) |
Family
ID=342584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69089D Expired - Lifetime DE69089C (de) | Maschine zur selbstthätigen Herstellung, Füllung und Schliefsung von Päckchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69089C (de) |
-
0
- DE DENDAT69089D patent/DE69089C/de not_active Expired - Lifetime
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