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Sackfüilmaschine Die Erfindung betrifft eine Sackfüllmaschine mit
Sackklemme und Füllrohr, das mit einer Wägevorrichtung verbunden ist und bei Erreichen
eines vorbestimmten, in den Sack eingefüllten Ladegutes absackt und in der abgesackten
Stellung durch eine Sperrung festgehalten wird, durch deren Aufhebung der Füllvorgang
eingeleitet wird.
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Die bekannten Sackfüllmaschinen dieser Art, bei denen durch das Aufstecken
eines Sackes die Sackklemme ohne zusätzlichen Handgriff erst angehoben und dann
in die Schließlage gebracht wird, ärbeitEn so, daß sich die Sackklemme etwas vom
Füllrohr hebt, wenn die Waage bei Erreichen eines vorbestimmten, in den Sack eingefüllten
Ladegewichtes nach unten durchschlägt. Sobald der Sack sein volles Gewicht hat und
die Waage nach unten durchgeschlagen ist, wird der Waagenteil mit dem Füllrohr durch
einen Haken in der unteren Stellung festgehalten. Der Sack wird abgehoben und durch
einen neuen leeren ersetzt. Der unter dem Sackstuhl befindliche Sperrhaken wird
dann zur Lösung der Sperrung bei diesen bekannten Absackwaagen durch einen Fußhebel
zurückgedrückt, so daß er die Waage wieder freigibt und nunmehr das Füllrohr in
die neue Füllstellung geht. Es konnte dabei geschehen, daß der Arbeiter einen falschen
Fußhebel trat, abgesehen davon, daß zur Auslösung der Sperrung ein besonderer Arbeitsgang,
nämlich die Betätigung eines Fußhebels, erforderlich war.
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Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Aufhebung der Sperrung
der Wägevorrichtung mittels der durch das Aufstecken eines Sackes betätigten, zuerst
angehobenen und dann selbsttätig -in die Klemmlage zurückfallenden Sackklemme erfolgt.
Dadurch, daß schon beim Aufschieben des Sackstutzens und dem dadurch erfolgenden
Festklemmen des Sackes durch die Sackklemme gleichzeitig auch noch die Sperrung
aufgehoben wird.
wird eine erhebliche 7eitersparnis bei Inbetriebsetzung
der Packmaschine erreicht. Während bisher die Bedienung von drei Abfüllstutzen für
einen Arbeiter die Höchst leistung war, kann er jetzt vier Abf-ülj'!" stutzen bedienen,
da das Einschalten 'cter neuen Füllung vollkommen zwangsläufig er-" folgt.
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Es sind schon Sackfüllmaschinen bekanntgeworden, bei denen die Bewegung
der Sackklemme dazu benutzt wird, um Bewegungen in der Sackfüllmaschine auszulösen,
die vor Einleitung des Füllvorganges nötig sind. Aber bei diesen bekannten Maschinen,
bei denen Bewegungen der Sackklemme für die Einleitung des neuen Füllvorganges notwendig
sind, ist dazu die Betätigung eines besonderen Hebels erforderlich, die nach dem
Aufstecken des Ventilsackes auf das Füllrohr zu erfolgen hat. Überdies besitzen
diese bekannten Sackfüllmaschinen keine Sperrvorrichtungen, um den Sackstuhl in
seiner untersten Stellung festzuhalten.
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Die Erfindung benutzt zur selbsttätigen Auslösung der Sperrung eine
bekannte Sackklemme, die beim Aufstecken eines Sackstutzens auf das Füllrohr angehoben
wird und den Sack dann auf dem Füllrohr festhält. Durch die Erfindung wird neben
der Zeitersparnis für die Inbetriebsetzung des Füllvorganges auch erreicht, daß
die Auslösung der Sperrung niemals vor dem Aufstecken eines Sackes auf das Füllrohr
und dem Festklemmen erfolgt, was bei unachtsamer Bedienung des Auslösefußhebels
bisher leicht zu unliebsamen Störungen geführt hat. Beim Anheben der Sackklemme
durch das Aufschieben des Sackes auf das Füllrohr wird beispielsweise ein Kontakt
geschlossen, der einen Magneten betätigt, welcher die Sperrung der Wägevorrichtung
aufhebt. Es wird dabei zum Aufschieben des Sackes die Sackklemme höher angehoben
als zum Abnehmen, um im letzteren Falle das Schalten des Kontaktes zu verhindern.
Mit Vorteil werden auch kontaktlose elektrische Mittel verwendet, wie die Verschiebung
eines Eisenkernes in einer Induktionsspule.
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Die Erfindung ist im Anspruch i gekennzeichnet. Die konstruktive Ausbildung
nach Anspruch :2 soll nicht für sich allein, sondern nur in Verbindung mit dem Inhalt
des Anspruchs i geschützt sein.
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An Hand der Abbildung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Die in der Zeichnung dargestellte Absackwaage ist von der üblichen Art, bei welcher
von einem Füllhals d einem Füllrohr oder Füllschnabel b das abzufüllende Gut zugeführt
wird. Das Füllgut wird im Betriebe aus dem Füllrohr b in den Sack c eingelassen,
der auf dem Füllrohr durch eine Sackklemme m gehalten wird. Bei Erreichung des Füllgewichts
wird das Füllrohr durch den Wägemechanismus abwärts verschoben, so -.:laß es außer
Deckung mit dem Hals a kommt und dieser abgesperrt wird.
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Unterhalb des Sackstuhles d ist eine Sperrung angeordnet, die im wesentlichen
aus einem Haken s besteht, der um einen Zapfen q schwenkbar ist. Der Haken
s kann in einen Gegenhaken t eingreifen, der an einem Waagenteil befestigt
ist. Sobald die Waage nach unten durchgeschlagen ist, greift der Haken s, der unter
Spannung der Feder Z steht, die den Haken gegen den Widerhaken zu ziehen sucht,
in den Widerhaken ein. An dem Haken s ist ein Stab r befestigt, der als Anker eines
Elektromagneten ENI ausgebildet ist. Wenn der Elektromagnet EM Strom erhält, wird
der Stab r eingezogen und so der Haken s außer Eingriff mit Widerhaken t gebracht,
so daß die Waage wieder in ihre Arbeitsstellung gehen kann.
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Die Erregung des Elektromagneten erfolgt durch die Betätigung eines
Kontaktes k, der durch Leitungen mit dem Elektromagneten verbunden ist. Dieser Kontakt
k wird durch die Sackklemme in betätigt, wenn die Sackklemme in beim Aufstecken
eines neuen leeren Sackes mit der Hand des Arbeiters, die dieses Aufstecken ausübt,
zwangsläufig etwas angehoben wird und dabei die Wurzel des Zeigefingers des Arbeiters
ungefähr die Stelle za der Sackklemme na berührt. Durch das Anheben der Sackklemme
in wird der Kontakt k betätigt, der den Magneten EM
einschaltet, wodurch
die Sperrung aufgehoben wird und die Waage nach oben schnellt und die neue Füllstellung
einnimmt.
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Die Arbeitsweise der Sackklemme na ist in bekannter Weise derart,
daß bei annäherndem Erreichen des Füllgewichtes die Sackklemme etwas angehoben wird,
bevor das gleichfalls nach unten gehende Füllrohr seine tiefste Stellung erreicht
hat. Es ist dabei Vorsorge getroffen, daß durch das Anheben der Sackklemme der Kontakt
k noch nicht betätigt wird, sondern erst dann, wenn der Arbeiter beim Aufstecken
des neuen Sackes die Sackklemme mit der Hand anhebt.
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Die erfindungsgemäße Packmaschine arbeitet folgendermaßen: Wenn der
abzufüllende Sack nahezu das vorgeschriebene Gewicht erreicht hat, geht der Waagebalken
mit dem Ventilsack nach unten. Kurz vor Erreichen des tiefsten Punktes wird die
Sackklemme etwas angehoben, so daß der gefüllte Sack leicht abgestreift werden kann
oder allein von dem Füllrohr abrutscht. Bei Erreichen der tiefsten Lage des Sackstuhles
wird der Waagebalken mit Hilfe der Sperrung s, t in
seiner untersten
Lage festgehalten. Beim Aufschieben oder Aufstecken eines neuen Sackes bewegt der
Arbeiter mit der Wurzel des Zeigefingers die Sackklemme in so weit, daß der Kontakt
k geschlossen wird und dadurch der Elektromagnet erregt wird. Durch die Erregung
des Elektromagneten wird der Stab r angezogen und dadurch der Haken s aus dem Widerhaken
t gelöst, so daß nun die Waage wieder in die Füllstellung zurückschnellt.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Sperrung unter dem Sackstuhl angeordnet, was insofern von Vorteil ist, als man noch
eine Hilfseinrichtung zur Auslösung der Sperrung mit dem Fuß vorsehen kann. Es ist
aber ohne weiteres möglich, die Sperrung kurz unterhalb des Füllrohrs anzuordnen
und die Auslösung der Sperrung durch die Sackklemme m mechanisch mit Hilfe eines
Gestänges zu bewirken.
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Statt einer elektrischen Einschaltung durch Kontakte könnte auch eine
Schaltung mit Hilfe pneumatischer Mittel bewirkt werden, da bei diesen Absackwaagen
meistens Preßluft zur Verfügung steht. Ebenso ist es von Vorteil, die Erregung des
Elektromagneten EM durch kontaktlose Mittel, beispielsweise durch Verschiebung eines
Eisenkerns, in einer Induktionsspule zu bewirken, was auch vorteilhaft ist, weil
dadurch etwa staubverschmutzte Kontakte vermieden werden.