DE560550C - Strombegrenzer fuer Anlagen mit mehreren Stromkreisen - Google Patents

Strombegrenzer fuer Anlagen mit mehreren Stromkreisen

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DE560550C
DE560550C DEJ29745D DEJ0029745D DE560550C DE 560550 C DE560550 C DE 560550C DE J29745 D DEJ29745 D DE J29745D DE J0029745 D DEJ0029745 D DE J0029745D DE 560550 C DE560550 C DE 560550C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/24Electromagnetic mechanisms
    • H01H71/2472Electromagnetic mechanisms with rotatable armatures

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6.0KT0BER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 560550 KLASSE 21 c GRUPPE
2)r.-3ng. C. f). Hugo Junkers in Dessau Strombegrenzer für Anlagen mit mehreren Stromkreisen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1926 ab
Für elektrische Anlagen mit mehreren Stromkreisen sind Stromunterbrecher bekannt, die bei Zuschaltung eines Stromverbrauchers (z. B. eines Beleuchtungskörpers) minder wichtige Stromverbraucher (z. B. Heizkörper) abschalten, wenn andernfalls der hochstzulässige Gesamtstrom überschritten würde oder wenn eine gleichzeitige Einschaltung bestimmter Stromkreise verhütet werden soll, etwa wenn während der Beleuchtungszeit Heizapparate nicht in Betrieb sein dürfen. Hierzu dienten magnetisch betätigte Schalter im abzuschaltenden Stromkreis, deren Magnetspulen vom nicht abzuschaltenden Stromkreis oder vom Gesamtstrom durchflossen waren. Das Wiedereinschalten des Stromes geschah bei diesen Schaltern entweder von Hand oder, wenn ihr Magnet nur vom nicht abzuschaltenden Teilstrom durch-
ao flössen war, bei Nachlassen dieses Teilstromes und damit auch der Anziehungskraft des Magnets durch Zurückfallen des Ankers in die den Stromschluß herstellende Lage.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung dieser Art Stromunterbrecher und bezweckt die Erhöhung der Empfindlichkeit und des Arbeitsbereiches, so daß der Unterbrecher schon bei verhältnismäßig geringer Stromentnahme aus der nicht abzuschaltenden Leitung, beispielsweise bei der Einschaltung einer einzelnen Lampe oder weniger Lampen, in Tätigkeit tritt, andererseits aber auch bei voller Belastung im nicht abzuschaltenden Stromkreis keinen unzulässigen Spannungsabfall hervorruft. Ferner wird die Kontaktbetätigung für das Ein- und Ausschalten gegenüber der bekannten Vorrichtung verbessert.
Diese Vorteile werden erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Wiedereinschalten des abgeschalteten Stromkreises nicht durch den in bekannter Weise im nicht abzuschaltenden Stromkreise liegenden Abschaltmagnet erfolgt, sondern durch einen zweiten, im Nebenschluß liegenden Magnet, der für gewohnlich stromlos ist und nur im Augenblick der Wiedereinschaltung von Strom durchflossen wird. Ein wesentlicher Teil der Erfindung besteht ferner darin, daß der Erregerstrom dieses Nebenschlußmagnets über einen Schalter fließt, der durch die Abschaltbewegung des vom Abschaltmagnet betätigten Ankers in Vorbereitungsstellung gebfacht, durch dessen Rückkehr in die Ausgangsstellung geschlossen und durch die Weiterbewegung des Ankers des Einschaltmagnets wieder geöffnet wird. Dabei kann das Ausschalten des Stromes durch eine besondere Hilfskraft erfolgen (z. B. Feder- oder Gewichtskraft), die durch den Abschaltmagnet nur ausgelöst wird. Diese Hilfskraft darf sehr groß sein, da sie beim Wiedereinschalten nicht von dem sehr empfindlichen, nur wenig Amp erewin düngen aufweisenden Abschaltmagnet überwunden zu werden braucht, sondem ihre Wiederspannung durch den beliebig stark auszubildenden Einschaltmagnet erfolgt.
Die Zeichnung zeigt schematisch den neuen Strombegrenzer und dessen Anordnung in der Gesamtanlage, welche beispielsweise eine Beleuchtungsanlage L und einen elektrischen Flüssigkeitserhitzer F umfaßt. Dieser Strom-
begrenzer S, zu dem die innerhalb der punktierten Linie liegenden Einrichtungen gehören, bewirkt, daß die Speisung des Flüssigkeitserhitzers F mit Strom so lange unterbrachen wird, als die Beleuchtungsanlage L ganz oder zum Teil eingeschaltet ist.
Von der Hauptstromleitung i, 2 sind einerseits die Leitungen 3, 3' und 4 zum Flüssigkeitserhitzer F, andererseits die Leitungen 5, 5' und 6 zur Beleuchtungsanlage L abgezweigt.
Der Strombegrenzer S ist wie folgt aufgebaut : Der Eisenkern 7 eines Elektromagnets (Abschaltmagnet) trägt eine Wicklung 8, die im Leitungszweig 5, 5' der Beleuchtungsanlage L liegt. Der Anker 9 dieses Elektromagnets schwingt um den Drehpunkt 10, wobei die Feder 21 ihn vom Kern 7 abzuziehen sucht; seine Verlängerung22 trägt eine Sperrnase 26, und ferner ist mit- ihm ein Federarm 11 mit Kontaktniete 12 verbunden, deren Gegenkontaktniete 13 auf dem Federarm 14 sitzt, der am Sockel 15 befestigt ist. 16 ist der Kern eines zweiten Magnets des Einschaltmagnets, dessen Wicklung 17 einerseits durch die Leitung 18 mit der Leitung S, andererseits über die Kontakteinrichtung 11 bis 15 durch die Leitung 19 mit der Leitung 6 verbunden ist, also im Nebenschluß unmittelbar am Netz liegt. An dem um Drehpunkt 24 schwingbaren Anker 20 des Einschaltmagnets 16, 17 ist eine Kippröhre 23 bekannter Bauart befestigt. Das äußere Ende 25 des Ankers *20 kann mit der Sperrnase 26 des Ankers 9 zum Eingriff kommen. Die Kontakte 28 und 29 der Kippröhre sind mit der Leitung 3 bzw. 3' verbunden und stehen unter sich durch die Quecksilberfüllung 27 in Verbindung, wenn der Anker 20, wie gezeichnet, auf der Sperrnase 26 auf ruht. In der gleichen Lage hebt ein auf dem Anker 20 sitzender Stift 30 mit seinem oberen Ende den Federarm 14, so daß der Kontakt 12, 13 unterbrochen ist.
Die Vorrichtung'arbeitet wie folgt:
Sobald die Beleuchtungsanlage L ganz oder zum Teil eingeschaltet wird, durchfließt der Lichtstrom die Wicklung 8 des Abschaltmagnets 7, so daß letzterer seinen Anker 9 anzieht. Dadurch entfernt sich der Sperrhaken 26 vom Ende 25 des Ankers 20, und dieser schwingt infolge seines Eisengewichtes mitsamt der Kippröhre 23 nach unten bis zum Anschlag 31. Dabei läuft der Quecksilberinhalt 27 der Kippröhre 23 nach rechts, und die Verbindung zwischen den Kontakten 28, 29 wird unterbrochen, somit auch die Stromzufuhr zum Flüssigkeitserhitzer F-Gleichzeitig bewegt sich der Kontaktarm 14 mit Kontakt 13 nach unten bis zum Anschlag 32. Da sich der Kontakt 12 beim Anziehen , des Ankers 9 nach unten bewegt hat, wird trotz des Fallens des Kontaktes 13 noch keine Verbindung mit dem Kontakt 12 hergestellt, und die Spule 17 des Einschaltmagnets 16 bleibt stromlos. Wird nun aber die Beleuchtungsanlage L ausgeschaltet, so läßt der Abschaltmagnet 7 seinen Anker 9 wieder los, und die Feder 21 zieht ihn vom Magnet ab. Dadurch hebt sich der Kontakt 12 bis zur Benahrung mit seinem Gegenkontakt 13, und die Stromzufuhr zur Spule 17 wird geschlossen. Der Magnet 16 wird erregt und zieht seinen Anker 20 an, so· daß dessen Ende 25 wieder mit dem Sperrhaken 26 zum Eingriff kommt. Gleichzeitig wird durch den Stift 30 die Feder 14 angehoben, womit der Kontakt 12, 13 wieder unterbrochen und die Spule 17 stromlos wird. Durch die Aufwärtsbewegung des Ankers 20 ist das Quecksilber 27 wieder nach links gelaufen und stellt die Verbindung zwischen den Kontakten 28 und 29 wieder her und damit auch die Stromzufuhr zum Flüssigkeitserhitzer F.
Es ist nun noch eine weitere Anordnung vorgesehen, die verhindern soll, daß die Stromzufuhr zum Flüssigkeitserhitzer F hergestellt wird, wenn die Flüssigkeit schon genügend heiß ist. Zu diesem Zweck ist im Flüssigkeitserhitzer ein mit leicht siedender Flüssigkeit gefülltes Gefäß 33 angebracht, welches durch das Rohr 34 mit dom Innern der mit Membranboden 35 versehenen Dose 36 verbunden ist. Die Membran wirkt durch das Zwischenstück "40 auf den Arm 38 eines um ein Gelenk 37 schwingbaren Winkelhebels, dessen anderer Arm 39 sich gegen den Anker 9 legt. Wenn der Inhalt des Flüssigkeitserhitzers so warm ist, daß die in der Kapsel 33 eingeschlossene Flüssigkeit ver- too dampft, baucht sich der Membranboden 35 unter dem Dampfdruck nach unten aus und drückt unter Vermittlung des Winkelhebels 38, 39 den Anker 9 nach links gegen den Kern des Abschaltmagnets. In diesem Falle kann also die Erregung des Einschaltmagnets 17, 18 und damit das Wiedereinschalten des Flüssigkeitserhitzers F nicht erfolgen, auch wenn der Abschaltmagnet 7, 8 stromlos wird. Erst wenn die Temperatur der Flüssigkeit so no weit gesunken ist, daß der Druck in der Kapsel 33 nachläßt, geht der Membranboden 35 wieder nach oben und gibt damit den Anker 9 frei, so daß letzterer sich vom Kern 7 wegbewegen und in der vorbeschriebenen Weise arbeiten kann.

Claims (5)

  1. Patentansprijche :
    i. Strombegrenzer für Anlagen mit zwei oder mehr Stromkreisen, von denen ein Teil stromlos sein soll, wenn der
    andere Teil stromdurchflossen ist, und bei welchem das Abschalten des stromlos zu machenden Teils durch einen im nicht abzuschaltenden Stromkreis liegenden Magnet (Abschaltmagnet) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Wiedereinschalten durch einen in einem besonderen Stromkreis (18, 19) liegenden Einschaltmagnet (16, 17) erfolgt, welcher seinen Strom über einen Schalter (12, 13) erhält, der durch die Abschaltbewegung des vom Abschaltmagnet (7, 8) betätigten Ankers (9) in Vorbereitungsstellung, durch dessen Rückkehr in die Ausgangslage in die Einschaltstellung und durch die Weiterbewegung des Ankers (20) des Einschaltmagnets C16, 17) wieder in die Abschaltstellung gebracht wird.
  2. 2. Strombegrenzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (9) des Abschaltmagnets eine Sperrvorrichtung (26) betätigt, die den Anker (20) des Einschaltmagnets, nachdem er von diesem Magnet angezogen ist, in seiner Stellung festhält, auch wenn der Einschaltmagnet stromlos wird.
  3. 3. Strombegrenzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (20) des Einschaltmagnets (16, 17) auf eine Vorrichtung (30) einwirkt, die dessen Stromkreis (bei 12, 13) öffnet, wenn der Anker vom Magnet (16, 17) angezogen und in die Sperrvorrichtung (26) des vom Abschaltmagnet (7, 8) betätigten Ankers (9) eingeschnappt ist.
  4. 4. Strombegrenzer nach einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Anker (9) des Abschaltmagnets (7, 8) (Abschaltanker 9) als auch der Anker (20) des Einschaltmagnets (Einschaltanker 20) je auf ein Glied eines im Stromkreis (18, 19) des Einschaltmagnets liegenden Kontaktpaares (12, 13) einwirken, derart, daß der Kontakt geschlossen wird, wenn der Abschaltanker « (9) bei nicht angezogenem Einschaltanker (20) losgelassen wird, und daß er geöffnet wird, wenn der Einschaltanker (20) bei nicht angezogenem Abschaltanker (9) angezogen wird, daß ferner Einrichtungen (Anschlag 32) vorgesehen sind, die ein Schließen des Kontaktes (12, 13) und damit ein Schließen des im abzuschaltenden Stromkreise liegenden Schalters (23) verhindern, solange der Abschaltanker (9) angezogen ist.
  5. 5. Strombegrenzer nach einem der Ansprüche ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf die vom Anker (9) des Abschaltmagnets betätigte Hilfskraftauslösevorrichtung (Sperre 25, 26) außerdem eine fremd betätigte Vorrichtung (35 bis 40) (temperatur- oder druckempfindliches Glied, Wassermangelsicherung, von Hand betätigte Sperrvorrichtung o. dgl.) einwirkt, die die Einschaltung auch bei stromlosem Abschaltmagnet so lange verhindert, als die Sicherheitsvorrichtung in Tätigkeit ist, so daß erst nach deren Außerwirkungtreten der abgeschaltete Stromkreis wieder geschlossen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEJ29745D 1926-12-14 1926-12-14 Strombegrenzer fuer Anlagen mit mehreren Stromkreisen Expired DE560550C (de)

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