DE545205C - Thermisch-elektromagnetisch wirkender UEberstromausloeser, insbesondere fuer Wechselstrom - Google Patents
Thermisch-elektromagnetisch wirkender UEberstromausloeser, insbesondere fuer WechselstromInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AW
26. FEBRUAR 1932
26. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
545 KLASSE 21 c GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom U. April 1930 ab
Zur Überwachung von Wechselstromkreisen sind Apparate bekannt geworden, die bei
auftretendem Überstrom durch magnetische Wirkung einen Abschaltvorgang herbeiführen.
Sie sprechen jedoch bei jedem Überstrom an und sind daher in vielen Fällen, z. B. zur Überwachung von Motoren, deren
zulässiger Anlaufstrom ein Ansprechen des Auslösers nicht bewirken darf, völlig ungeeignet.
Des weiteren sind magnetische Auslösevorrichtungen bekannt geworden, bei denen ein Schmelzelement bis zu einer bestimmten
Übertemperatur die Anziehung des Magnetankers verriegelt. Zur Erzielung einer hohen Abschmelztemperatur ist dabei die
Heizwicklung des Schmelzelementes als Sekundärwicklung auf dem Magneten angebracht.
Ferner hat man elektromagnetischthermische Auslösevorrichtungen vorgeschla- gen, bei denen für den Anker eines Magneten
eine konstante, vom Strom unabhängige mechanische Hemmung vorgesehen ist, die von einer vom Hauptstrom beeinflußten
thermischen Einrichtung bei auftretendem
Überstrom überwunden wird. Dabei ist die Zeitkonstante des thermischen Gliedes so gewählt,
daß dieses während der Inbetriebsetzung des Verbrauchsapparates noch nicht zur Wirkung kommt. Infolge der vom Strom
unabhängigen mechanischen Hemmvorrichtung des Ankers ist ein betriebssicheres Arbeiten
des Apparates erst nach Erreichen eines bestimmten Überstromes gewährleistet, dann
aber wird der Schaltvorgang unmittelbar ohne Zeitverzögerung eingeleitet. Außerdem
bestehen bei diesen Apparaten Schwierigkeiten, das thermische Glied gegenüber der mechanischen
Hemmung entsprechend abzugleichen und gegebenenfalls durch dieses Kräfte zu erzeugen, die die oft recht erheblichen
Gegenkräfte überwinden.
Gegenstand der Erfindung ist ein thermisch - elektromagnetisch wirkender Überstromauslöser,
der, ohne bei normalem Anlauf anzusprechen, mit einer von der Höhe der auftretenden Überströme abhängigen Zeitverzögerung
sowohl bei geringen wie auch bei beträchtlichen Überströmen zuverlässig schaltet
und leicht einstellbar ist. Dieser Effekt wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß
der Anziehungskraft des Magneten eine magnetische Kraft entgegenwirkt, die ebenso wie
die Anziehungskraft von dem zu überwachenden Strom abhängig ist. Der magnetischen
*} Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Josef Wat\ula in Langebriick.
Hemmung wirkt wiederum die Kraft eines thermischen Organs entgegen, das vom Belastungsstrom
oder in Abhängigkeit von diesem beheizt wird.
Erfolgt nun beim Einschalten des zu überwachenden Stromkreises eine Erhöhung der
Belastung, so bewirkt die magnetische Hemmung des Ankers, daß dieser seinen zugehörigen Schalter nicht auslösen kann, wenn die
ίο Belastung die zulässige Höhe nicht übersteigt. Sollte die Belastung noch höher sein (Kurzschluß),
so wird die magnetische Hemmung am Auslöser durch dessen magnetische Auslösezugkraft
überwunden. Unmittelbar nach dem Einschalten beginnt die Beheizung des thermischen Organs. Bei auftretendem Überstrom
vergrößert sich die magnetische Hemmung, und ebenfalls steigt die zu ihrer Überwindung
erforderliche Kraft des thermischen Organs. Je nach der Höhe des auftretenden
Überstromes wird die Kraft des thermischen Organs schneller oder langsamer zu dem Betrage
gesteigert, der nötig ist, um die magnetische Hemmung zu überwinden und damit ein Ansprechen des Überstromauslösers zu
bewirken.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt in schematischer Darstellung die Abbildung.
An dem Magnetgestell α ist der Anker b drehbar gelagert. Das nicht zur Lagerung
des Ankers benutzte Ende des Magnetgestelles ο besitzt zwei Polflächen (Z1 und a„.
In der Ruhestellung, welche in der Abbildung gezeigt ist, legt sich der Anker b gegen a2,
wobei die Berührungsfläche zwischen beiden im Verhältnis zu derjenigen zwischen Ci1 und b
klein gehalten ist. Ferner ist der Querschnitt des Verbindungsstückes zwischen a2 und a
gegenüber dem Querschnitt von α stark verringert. Das Magnetgestell α trägt die Auslösespule
c und die ihr als Sekundärwicklung eines Transformators zugeordnete Spule d
zur Speisung der Heizvorrichtung e. Die von e ausgestrahlte Wärme überträgt sich zum
Teil auf den Bimetallstreifen f, welcher an seinem Ende Z1 befestigt ist. Bei der Verformung
von f mit steigender Erwärmung wirkt das freie Ende/,, auf den drehbar gelagerten
Winkelhebel g, der sich mittels der Einstellvorrichtung h gegen den Anker legt.
In der gezeigten Stellung (Ruhestellung) ist der Eisenkreis des Auslösers geschlossen
über a, az, b. Wird der zu überwachende
Stromkreis eingeschaltet und tritt ein Stromstoß auf, der das zugelassene Mehrfache des
Nennstromes nicht übersteigt, so verhütet die zwischen a2 und b wirksame magnetische
Zugkraft ein Auslösen. Übersteigt jedoch der auftretende Belastungsstrom (Kurzschluß)
diesen Betrag, so wird die Polfläche Ct1 den
Anker ohne weiteres anziehen, denn ihre Streuung ist durch die Bemessung der Berührungsfläche
zwischen a„ und b und des Querschnittes
der Verbindung zwischen α und a2
stark begünstigt. Mit steigender Erwärmung hebt der Bimetallstreifen/ durch seine mechanische
Energie die magnetische Zugkraft zwischen b und a% auf. War der zu überwachende
Apparat bereits längere Zeit stark belastet, so bringen kurzzeitige unzulässige Überlastungen des Verbrauchsapparates den
Auslöser zum Ansprechen für die öffnung des Netzschalters.
Claims (4)
1. Thermisch-elektromagnetisch wirkender Überstromauslöser, insbesondere für
Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker durch das Einschalten des zu überwachenden Stromkreises einer
magnetischen Hemmung unterworfen und der entgegengesetzten Wirkung eines von Belastungsstrom oder in Abhängigkeit von
diesem beheizten thermischen Organs, z. B. eines Bimetallstreifens, ausgesetzt ist.
2. Überstromauslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen
durch die Strahlung eines elektrisehen Heizkörpers erwärmt wird, dessen
Speisung durch eine der Auslösewicklung als Sekundärwicklung eines Transformators
zugeordnete Spule erfolgt.
3. Überstromauslöser nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine solche
Gestaltung des nicht zur Lagerung dienenden Schenkels des Magnetgestelles, daß der magnetische Kreis vor dem Ansprechen
des Auslösers über eine Hilfspol- ioo fläche geschlossen ist.
4. Überstromauslöser nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bimetallstreifen auf einen drehbar gelagerten Hebel wirkt, der den Anker steuert,
und Bimetallstreifen und Hebel oder Hebel und Anker über ein einstellbares Glied
kraftschlüssige Verbindung eingehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE545205T | 1930-04-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE545205C true DE545205C (de) | 1932-02-26 |
Family
ID=6560705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930545205D Expired DE545205C (de) | 1930-04-11 | 1930-04-11 | Thermisch-elektromagnetisch wirkender UEberstromausloeser, insbesondere fuer Wechselstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE545205C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963256C (de) * | 1943-07-02 | 1957-05-02 | Siemens Ag | Elektrischer Schalter, insbesondere Motorschutzschalter mit mehreren auf ein gemeinsames Ausloeseorgan einwirkenden Ausloesern |
-
1930
- 1930-04-11 DE DE1930545205D patent/DE545205C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963256C (de) * | 1943-07-02 | 1957-05-02 | Siemens Ag | Elektrischer Schalter, insbesondere Motorschutzschalter mit mehreren auf ein gemeinsames Ausloeseorgan einwirkenden Ausloesern |
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