DE686043C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvorgaengen ueber Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvorgaengen ueber Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende RelaisInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
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- H04Q1/18—Electrical details
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Description
- Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvorgängen über Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais Zusatz zum Patent 669 218 Das Hauptpatent betrifft eine Schaltungsanordnung zur Einleitung von Schaltvorgängen in Fernsprechanlagen durch in Reihe mit Glimmlampen angeordnete Relais, deren Hauptmerkmal darin besteht, daß an der Steuerstelle des Relais die vorhandene, den Steuerstrom für das Relais liefernde Betriebsbatterie über die Sekundärwicklung eines Transformators als Vorspannung für die Glimmlampe an die Leitung angelegt ist und zur Zündung der Glimmlampe ein über die Primärwicklung des Transformators und dieselbe Batterie verlaufender Stromkreis unterbrochen wird, wodurch in der Sekundärwicklung ein die Zündung. bewirkender Induktionsstoß hervorgerufen wird.
- Die Erfindung ist eine Weiterbildung der im Hauptpatent behandelten Anordnung. Beim Hauptpatent liegt das den Schaltvorgang einleitende Relais in Reihe mit der Glimmlampe am ankommenden Ende der. Verbindungsleitung und steht unter der von der mit ihrem Pluspol geerdeten Batterie am abgehenden Ende der Leitung gelieferten Vorspannung, die meist erheblich unter der Zündspannung der Glimmlampe liegt. Die zusätzliche Spannung zur Zündung der Glimmlampe wird von einem Transformator am abgehenden Ende der Leitung geliefert, dessen Sekundärwicklung mit der Batterie in Reihe liegt. An dem Relais am ankommenden Ende der Leitung liegt das Potential Erde bzw. Null.
- Da die Verbindungsleitungen unterschiedliche Länge und Widerstandswerte aufweisen, . kann 'es vorkommen, daß bei längeren Leitungen mit hohem Widerstand die von dem Transformator gelieferte zusätzliche Spannung zur sicheren Auslösung nicht hinreicht. Diese Schwierigkeit könnte man nun leicht durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses des die zusätzliche Zündspannung liefernden Transformators, d. h. durch Erhöhung der Spannung des über die Leitung auszü#giielenden zusätzlichen Stromstoßes beseitige: Die Anlegung höherer Spannungen unmitt;e#, bar an die Leitung vermeidet man jedoch wegen der bekannten Nachteile, die dies im Gefolge hat.
- Zweck der Erfindung ist es nun, diese Schwierigkeiten. und Nachteile zu beseitigen, d. h. die Reichweite des über die Leitung ausgesandten Spannungsstoßes, ohne eine höhere Spannung unmittelbar an die Leitung zu legen, zu erhöhen und damit die Sicherheit für die Ausführung des Schaltvorganges. Erreicht wird dies dadurch, daß an den über die Verbindungsleitung und das Relais in Reihe mit der Glimmlampe verlaufenden Stromkreis neben der aus der die Betriebsspannung liefernden Batterie am abgehenden Ende der Leitung entnommenen Vorspannung eine weitere Zusatzspannung als Vorspannung für die Glimmlampe am ankommenden Ende der Leitung angelegt wird.
- " Die Erfindung ist nachstehend an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben. Beschrieben und dargestellt sind nur die zur Erläuterung des Erfindungsgedankens erforderlichen Teile.
- In dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß über die einen höheren Widerstand besitzende Leitung L eine` Gesprächsverbindung, z. B. seitens des Teilnehmers Tzal im Amt A zu dem Teilnehmer Tta. im Amt B, hergestellt wird. Unbeeinflußt durch die während des Aufbaues und des Bestehens der Verbindung über die Leitung übertragenen Stromstöße zur Ausführung der verschiedenen erforderlichen Schaltvorgänge sollen durch das am ankommenden Ende der Leitung L in Reihe mit der Glimmlampe G liegende Relais R bestimmte Schaltoperationen, z. B. die Auslösung der Verbindung nach Gesprächsschluß, ausgeführt werden.
- Da die Leitung L nun eine Leitung mit hohem Widerstand ist, wird der von dem Transformator Tr gelieferte zusätzliche Stromstoß bei Ausführung der Anordnung nach dem Hauptpatent zum sicheren Ansprechen der Glimmlampe G und des mit ihr in Reihe liegenden Relais R nicht ausreichen. Die Erhöhung der von dem Transformator Tr zu liefernden zusätzlichen Zündspannung ist nicht ausführbar wegen der Störungen, die durch die Anlegung höherer Spannungen unmittelbar an die Leitung auftreten, wie z. B. die ungewollte Beeinflussung der anderen, an der Leitung noch liegenden Einrichtungen, wie.. Relais u. dgl. Deshalb wird an Stelle des nach dem Hauptpatent an dem Relais R liegenden Null- bzw. Erdpotentials erfindungsgemäß ein positives Potential an das Relais R angelegt. Da dieses insbesondere über den hohen Widerstand der Glimmlampe n:an die Leitung angelegt wird, tritt dadurch Azeine Beeinflussung anderer, an der Leitung liegender Einrichtungen ein.
- Dieses zusätzliche Potential kann nun auf verschiedene Weise erzeugt werden, nach einem Merkmal .der Erfindung z. B. durch Anschaltung einer Zusatzbatterie. Als solche könnte z. B. bei dem geringen Stromveibrauch bequem eine Trockenbatterie verwendet werden.
- "Zach " einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das zusätzliche Potential durch den Entladestrom eines Kondensators erzeugt, der durch die vorhandene Amtsbatterie dauernd aufgeladen wird. Die Anordnung ist dem Ausführungsbeispiel zugrunde zelee. Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Durch eine an sich bekannte und nicht dargestellte Zeitschalteinrichtung, wofür z. B. ein bereits vorhandener sog. Fünf- oder Zehnsekundenschalter benutzt werden kann, wird in. den durch diesen Zeitschalter bestimmten Zeitabständen das Relais I erregt.
- j Bei der j edesmaligen Frregung öffnet Relais I seinen Kontakt i i und schließt seine Kontakte 2 i und 3 i, wodurch der Kondensator an die Spannung der Amtsbatterie Btz angelegt und aufgeladen wird. Am Kontakt 2i wird die eine Belegung des Kondensators C an den Minuspol und durch den Kontakt 3 i die andere Belegung an den geerdeten Pluspol der Batterie Et, gelegt. Bei Abfall des Relais l öffnen sich seine Kontakte 2 i und 31, und K ontakt i i wird geschlossen. Die positiv aufgeladene Belegung des Kondensators C liegt nun am Relais. R bzw. über dessen Wicklung an der einen Elektrode der Glimmlampe G. An deren anderen Elektrode liegt über die b-Ader der Leitung L das Potential »-« aus der Batterie Btl am abgehenden Ende der Leitung L. Da der Zeitschalter im Rhythmus von ä bis io Sekunden arbeitet, wird der Ladungsverlust des Kondersators ständig ausgeglichen, d. h. er wird dauernd in aufgeladenem Zustand gehalten.
- Durch diese Anordnung wird erreicht einerseits, daß an dem Relais R bzw. der Glimmlampe G eine zusätzliche Spannung von dem Spannungswert der Amtsbatterie Bt, liegt, andererseits wird verhindert, daß diese zusätzliche Spannung unmittelbar an der Leitung L liegt. Die durch den. Kondensator C angelegte Spannung addiert sich zu der auf der Leitung liegenden Spannung. Die Spannungsverhältnisse und Widerstände in dem Glimmlampenstromkreis sind so ausgeglichen, daß die aus der Kondensatorspannung und aus der auf der Leitung liegenden Batteriespannung resultierende Spannung zur Zündung noch .nicht ausreicht. Die Zündung erfolgt erst, wenn zur Ausführung des gewünschten Schaltvorganges, z. B. zwecks Einleitung der Auslösung der Gesprächsverbindung, die Taste T am abgehenden Ende der Leitung L geöffnet wird. Alsdann erst wird der zur Zündung der Glimmlampe erforderliche Spannungswert erreicht, die Glimmlampe G zündet, das Relais R spricht an und leitet durch Betätigung seiner Kontakte in hier nicht interessierender, an sich bekannter Weise die Schaltvorgänge zur Auslösung der Verbindung ein. Sollte es gelegentlich einmal vorkommen, daß der Auslösestromstoß über die Leitung L gerade in dem Zeitpunkt gesendet wird, da sich der Kontakt 3 i schließt, so hätte dies an sich nichts zu bedeuten, da in diesen Anlagen mit Impulswiederholung gearbeitet, d. h. der Auslösestromstoß über die Leitung L wiederholt wird und der Kontakt 3 i inzwischen wieder geöffnet ist. Die Kondensatoreinrichtung braucht nicht für jede Leitung vorgesehen zu werden, sie kann für eine Anzahl Leitungen gemeinschaftlich verwendet werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: . i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvörgängen über Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais nach Patent 669 218, dadurch gekennzeichnet, daß an den über die Verbindungsleitung (L) und das Relais (R) in Reihe mit der Glimmlampe (G) verlaufenden Stromkreis neben der aus der die Betriebsspannung liefernden Batterie (Bti) am abgehenden Ende der Leitung (L) entnommenen Vorspannung eine weitere Zusatzspannung als Vorspannung für die Glimmlampe (G) am ankommenden Ende der Leitung (L) angelegt wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Spannung als positives Potential in an sich bekannter Weise durch den Entladestrom eines aus der vorhandenen Betriebsbatterie aufgeladenen Kondensators (C) erzeugt wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzspannung (vorzugsweise mit positivem Potential) durch eine zwischen das Relais (R) un.d Erde eingeschaltete Zusatzbatterie, zweckmäßig eine Trockenbatterie, geliefert wird. q..
- Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Belegung des Kondensators (C) dauernd mit dem Relais (R) verbunden ist, während seine andere Belegung intermittierend an die Amtsbatterie (Bt2) oder Erde angeschaltet ist.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die intermittierende Anlegung der Batterie (Bi2) oder Erde an den Kondensator (C) durch die Kontakte eines Hilfsrelais (J) erfolgt, welches durch einen Zeitschalter gesteuert wird.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitschalter eine bereits vorhandene Zeitschalteinrichtung (z. B. Zehnsekundenschalter) dient.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Erzeugung des zusätzlichen Potentials einer Anzahl Leitungen gemeinschaftlich zugeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES125065D DE686043C (de) | 1936-11-25 | 1936-11-25 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvorgaengen ueber Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES125065D DE686043C (de) | 1936-11-25 | 1936-11-25 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvorgaengen ueber Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE686043C true DE686043C (de) | 1940-01-02 |
Family
ID=7536777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES125065D Expired DE686043C (de) | 1936-11-25 | 1936-11-25 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung von Schaltvorgaengen ueber Leitungen durch in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE686043C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE919478C (de) * | 1951-12-22 | 1954-10-25 | Physikalisch Tech Werkstaetten | Optische Signaleinrichtung fuer Vermittlungseinrichtungen |
-
1936
- 1936-11-25 DE DES125065D patent/DE686043C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE919478C (de) * | 1951-12-22 | 1954-10-25 | Physikalisch Tech Werkstaetten | Optische Signaleinrichtung fuer Vermittlungseinrichtungen |
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