DE587206C - Relaisanordnung fuer Schwachstrom-, insbesondere Fernmeldeanlagen - Google Patents

Relaisanordnung fuer Schwachstrom-, insbesondere Fernmeldeanlagen

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Publication number
DE587206C
DE587206C DE1930587206D DE587206DD DE587206C DE 587206 C DE587206 C DE 587206C DE 1930587206 D DE1930587206 D DE 1930587206D DE 587206D D DE587206D D DE 587206DD DE 587206 C DE587206 C DE 587206C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
switching
winding
switching action
stage
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Expired
Application number
DE1930587206D
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Stich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Application granted granted Critical
Publication of DE587206C publication Critical patent/DE587206C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
31. OKTOBER 1933
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a3 GRUPPE 37 oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1930 ab
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Relaisanordnung für Schwachstrom-, insbesondere Fernmeldeanlagen und verfolgt den Zweck, mit Hilfe gleicher Schaltmaßnahmen bei Anwendung möglichst weniger Schaltmittel einen Schaltvorgang zu erzielen und denselben wieder aufzuheben, was dadurch erreicht wird, daß ein zur Herbeiführung des gewünschten Schaltvorganges dienendes Stufenrelais bei Einleitung einer vorübergehenden Schaltmaßnahme durch einen Kondensatorlade- ader -entladestrom in erster Stufe und bei Beendigung der Schaltmaßnahme in einem Haltestromkreis voll erregt wird und
15. daß bei nochmaliger Herbeiführung der gleichen Schaltmaßnahme das Relais zwecks Beendigung des Schaltvorganges über eine Gegenwicklung zum Abfall gebracht wird.
Es ist demnach erfindungsgemäß als Hilfsrelais nur ein einziges Stufenrelais verwandt worden, während bei den bekanntgewordenen Anordnungen, bei welchen mit Hilfe gleicher Schaltmaßnähmen ein Schaltvorgang erzielt wird und wieder aufzuheben ist, eine größere
25, Anzahl von Hilfsrelais, beispielsweise · drei Hilfsrelais, erforderlich ist.
Der Erfindungsgegenstand läßt sich auf allen möglichen Gebieten verwenden und wird besonders vorteilhaft in Fernsprechanlagen,
z. B. zum Herstellen und Wiederaufheben einer Rückfrageverbindung oder z. B. zum An- und Abschalten von Verstärkern usw., verwendet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Erfindung ist auf das Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Es sind nur die zum Verständnis des Erfindungsgegenstandes erforderlichen Schalteinrichtungen dargestellt..
Im Ausführungsbeispiel ist eine Schaltungsanordnung für einen Teilnehmer in Fernsprechanlagen gezeigt worden. Die erfindungsgemäße Anordnung soll hier dazu verwandt werden, dem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben, seine Leitung, über welche für ihn z. B. eine Verbindung mit dem Amt besteht, auf eine andere Verbindung, z. B. Rückfrageverbindung, umzulegen. Besteht z. B. über die Teilnehmerleitung L1 mit den Adern a1 und b1 eine Verbindung und beabsichtigt der Teilnehmer zwecks Rückfrage eine Verbindung über die Leitung L2 mit den Adern α2 und b2 herzustellen, so betätigt er vorübergehend die an der Teilnehmerstelle angeordnete Taste t. An den Teilnehmeradern liegen die beiden Wicklungen I und II des Differentialrelais X, über welche die Speisung des Teilnehmers erfolgt. Hat nun der
'■') Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Johannes Stich in Berlin-Siemensstadt.
Teilnehmer T bei einer bestehenden Verbindung, wie weiter oben angenommen wurde, den Hörer vom Haken genommen, so ist die Teilnehmerschleife geschlossen und das Relais X1 dessen Wicklungen differential geschaltet sind, spricht nicht an. Wird nun die Taste t gedrückt, so wird die Wicklung II des Differentialrelais X in folgendem Stromkreise kurzgeschlossen: Erde, Tastet, Wicklung II ίο des Relais X1 Erde. Dadurch spricht das Relais X über seine Wicklung I, den Hakenumschalter der Teilnehmerstation T und die Taste t an. Das Relais X öffnet seinen Kontakt ix und schließt den Kontakt2x. Über den Kontakt ι χ war der Kondensator Ko in folgendem Stromkreise aufgeladen worden: Erde, Batterie, Widerstand W%, Kondensator Ko, Erde. Beim Schließen des Kontaktes 2 χ entladet sich der Kondensator Ko über die Wicklung I des als Stufenrelais ausgebildeten Relais Y, welches dadurch in erster Stufe anspricht und seinen Kontakt 33;, welcher als einziger in der ersten Stufe betätigt wird, schließt. Da das Relais X auch seinen Kontakt 4.x geschlossen hat, liegt der Wicklung II des Relais Y1 welche in Reihe mit dem Widerstand W3 liegt, der Widerstand W2 parallel. Dieser Widerstand ist so bemessen, daß die Wicklung II des Relais Y sich über den Kontakt 3 y hält, aber nicht in zweiter Stufe zum Ansprechen kommt. Erst wenn der Teilnehmer T die Taste t wieder losläßt, wodurch der Gleichgewichtszustand für das Relais X wiederhergestellt wird und dasselbe abfällt, wird durch den sich öffnenden Kontakt 4 χ der Nebenschluß für die Wicklung II des Relais Y aufgehoben, und das Relais Y zieht in zweiter Stufe durch. In dieser Stufe öffnet es seine Kontakte83/ und iiy und schließt seine Kontakte 7y, xoy und 53;. Durch Öffnen der Kontakte 83/ und 11 y wird der Teilnehmer T von der Amtsleitung abgeschaltet. Es sind selbstverständlich Einrichtungen vorhanden, welche während der Rückfrage die Amtsverbindung aufrechterhalten, dieselben sind aber, da sie für den Erfindungsgegenstand ohne Belang sind, nicht gezeigt worden. Über die Kontakte 731 und ioy werden die Adern α1 und 61 der Teilnehmerleitung L1 an die Adern ar und b2 der Rückfrageleitung L2 gelegt. Das Schließen des Kontaktes 5 y ist für die Wicklung III des Relais Y1 weiche als Gegeimvieklung ausgebildet ist, ohne Wirkung, da der Kontakt 6 χ im Gleichgewichtszustand des DifferentialrelaisX . geöffnet ist. Das Relais Y hält sich über seine Wicklung II und seinen Kontakt 33).
Hat nun der Teilnehmer T Rückfrage gehalten, so betätigt er wiederum vorübergehend seine Taste t, das Relais X kommt über seine Wicklung I zum Ansprechen und schließt seine Kontakte 2x, j\.x und 6x. Über den Kontakt 2 χ erhält die Wicklung I des Relais Y wieder einen Kondensatorstromstoß, - welcher aber auf diese Wicklung nur vorübergehende Wirkung ausübt. Über den Kontakt 4.x wird der Wicklung II des Relais Y wieder der Widerstand W2 parallel gelegt, es fällt hierdurch das Relais Y zwar nicht ab, dasselbe wird aber geschwächt. Über den Kontakt 6 χ wird folgender Stromkreis für die Gegenwicklung III des Relais Y geschlossen: Erde, Wicklung III, Kontakte 53»., 6x, Batterie, Erde. Durch Erregen dieser Wicklung wird das Relais Y zum Abfallen gebracht; es werden demnach die Kontakte 7 y und 1Oy1 über welche die Rückfrageverbindung bestand, geöffnet, und über die Kontakte 831 und 11 y wird die Verbindung zum Amt wiederhergestellt. Es ist somit der Anfangszustand wieder erreicht.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Relaisanordnung für Schwachstrom-, insbesondere Fernmeldeanlagen zur Herbeiführung und Aufhebung eines Schaltvorganges mit Hilfe gleicher Schaltmaßnahmen, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Herbeiführung des gewünschten Schaltvorganges dienendes Stufenrelais (F) bei Einleitung einer vorübergehenden Schaltmaßnahme (Drücken der Tasten t) durch einen Kondensatorlade- oder entladestrom in erster Stufe und bei Beendigung der Schaltmaßnahme in einem Haltestromkreis voll erregt wird und daß bei nochmaliger Herbeiführung der gleichen Schaltmaßnahme das Relais zwecks Beendigung des Schaltvorganges über eine Gegenwicklung (31III) zum Abfall gebracht wird.
2. Relaisanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu der im Haltestromkreis liegenden Wicklung (II) des Relais während der Dauer der Schaltmaßnahme ein Widerstand (JV2) parallel geschältet ist, welcher die volle Erregung des Relais in zweiter Stufe erst nach Aufhebung der Schaltmaßnahme ermöglicht.
3. Relaisanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stufenrelais eine Gegenwicklung (III) besitzt, deren Stromkreis bei voller Erregung des ■ Relais vorbereitet und bei nochmaliger Herbeiführung der Schaltmaßnahme zwecks Aberregung des Relais vollendet wird.
4. Relaisanordnung nach Anspruch 1 für Fernsprechnebenstellenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine vorübergehende Schaltmaßnahme an der Nebenstelle in der Vermittlungsstelle ein
Relais (X) beeinflußt wird, welches nach Beendigung der Schaltmaßnahme die volle Erregung des die Teilnehmerleitung auf die Rückfrageleitung (durch die Kontakte Jy und loy) umschaltenden Stufenrelais
(F) bewirkt und bei Wiederholung der gleichen Schaltmaßnahme an der Nebenstelle die Aufhebung der Rückfrageverbindung durch Aberregung des Stufenrelais herbeiführt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930587206D 1930-05-25 1930-05-25 Relaisanordnung fuer Schwachstrom-, insbesondere Fernmeldeanlagen Expired DE587206C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE587206T 1930-05-25

Publications (1)

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DE587206C true DE587206C (de) 1933-10-31

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ID=6572158

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930587206D Expired DE587206C (de) 1930-05-25 1930-05-25 Relaisanordnung fuer Schwachstrom-, insbesondere Fernmeldeanlagen

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DE (1) DE587206C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746253C (de) * 1938-04-06 1944-06-15 Normalzeit G M B H Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und besonderen Verbindungswegen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746253C (de) * 1938-04-06 1944-06-15 Normalzeit G M B H Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und besonderen Verbindungswegen

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