DE604540C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Nebenstellenanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-NebenstellenanlagenInfo
- Publication number
- DE604540C DE604540C DEF70981D DEF0070981D DE604540C DE 604540 C DE604540 C DE 604540C DE F70981 D DEF70981 D DE F70981D DE F0070981 D DEF0070981 D DE F0070981D DE 604540 C DE604540 C DE 604540C
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- DE
- Germany
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- switching
- circuit arrangement
- exchange
- relay
- inquiry
- Prior art date
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- Expired
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/42—Systems providing special services or facilities to subscribers
- H04M3/58—Arrangements for transferring received calls from one subscriber to another; Arrangements affording interim conversations between either the calling or the called party and a third party
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. OKTOBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a3 GRUPPE 54oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1931 ab
Zur Mehrfachausnutzung der Anschlußdoppelleitung von Nebenstellen sind Vorschläge
gemacht worden, die beispielsweisle unter Benutzung einer Erdtaste einzelne zusätzliche
Schalrmaßnahmen in der Nebenstellenvermittlungsstelle bewirken sollten. Um
zwei oder gar mehr solcher Schaltmaßnahmen
einzuleiten, mußte aber eine besondere, verschiedenartige Bedienungsweisie vorgeschriaben
werden, z. B. verschieden langer Tastendruck. Es ist offenbar, will man nicht komplizierte
Zeitschalter vorsehen, daß diese Bötriebsweise zu Mißverständnissen und Fehlschaltungen
führt und so die Zuverlässigkeit der Anlage in den Augen des Bedienenden in
Zweifel ziehen muß.
Im Gegensatz zu diesen nachteiligen bekannten Anordnungen hat die Erfindung eine
Schaltungsanordnung zur Mehrfachausnutzung von Anschlußdoppelleitungen zum Gegenstand,
die, ohne eine besondere Bedienungsweise für die Nebenstellentasten vorzuschreiben,
zwangsläufig bei jeweils gleichartiger Betätigung die gewollten verschiedenen Schaltmaßnahmen
in der Vermittlungsstelle bewirkt. Gemäß der Erfindung werden zur Einleitung der
Rückfrage und zur Einschaltung von Melde- und Flackerzeichen die Schalteinrichtungen
der Vermittlungsstelle in verschiedener Weise bei der jeweils gleichartigen Betätigung der
Sprechstellentaste gesteuert, je nachdem zwischen den einzelnen Betätigungein dieser Taste
Sch,altmaßnalimen anderer Art, z. B. der Aufbau der Rückfrageverbindung, vorgenommen
werden oder nicht.
Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens und weiterer erfinderischer Merkmale diene
die Zeichnung. Sie stellt eine Schaltungsanordnung für die Nebenstellenvermittlung dar,
wobei unter Fortlassung aller unwesentlichen Einzelheiten die Schaltmittel dargestellt sind,
die eine Rückfrage und ein Flackern gestatten, wenn eine Erdtaste bei der Nebenstelle
N gedrückt wird.
Die NebenstelleN ist mit einer Doppelleitung
a,b über nicht dargestellte Verteilerschaltwerke mit dem Amte verbunden. Sie erhält
ihre Mikroplionspeisung aus dem Relais / der Vermittlungsstelle, welches unter Zwischenschaltung
eines Differentialrelais X während des Gespräches erregt ist. Es dient zur
Stromstoß weitergäbe mittels seines Kontaktes 4
entweder zur Einstellung der Wähler des; Amtes oder der Rückfrageverbindung. Mit
Kontakt L2 bleibt während der Verbindung und während der Stromstoßgabe das verzögerte
Relais I erregt. Dieses bewirkt mit seinem Kontakt I2 während der Stromstoßgabe in an
sich bekannter Weise die Erregung des verzögerten Relais II, welches mit seinem Kontakt
H4 die Stromstoß verzerrende Wirkung der Drossel D verhindert.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
August Heibcl in Frankfurt a. M,
Will die Nebenstelle Rückfrage halten,, so
betätigt sie ihre Erdtaste T und erregt durch Kurzschluß der rechten Wicklung· des Relais X
dieses bis dahin unerregte Relais. Relais X ist als Doppelankerrelais ausgebildet und wird
durch den vollständigen Kurzschluß seitens der Erdtaste T in zwei Stufen erregt. Es legt
seinen Kontaktes» um und erregt damit über -f-, xs2) /2, IIe, RelaisR, Wicklung/, — das
Relais R in erster Stufe. Relais R legt seine Kontakte rl um. Der Kontakt H^ legt vorbereitend
die Drossel HD zur späteren Haltung des Amtsgespräches in Brücke zur Amtsleitung,
und der Kontakt H6 bereitet die Erregung
des Relais R in die zweite Stufe und die des Relais K. vor.
Wird die Taste T wieder losgelassen und dadurch Relais X wieder in. Gleichgewichtszustand
gebracht, so wird über den wieder umgelegten Kontakt xs2 und H5 Relais R über
seine Wicklung s voll erregt. Es legt jetzt auch seine Kontakte« um. Mit Kontakt/"S2
und rse wird auf die Rückfrageleitung umgeschaltet.
rs1 bereitet die Erregung des RelaisF
vor.
Die weiteren Schaltvorgänge hängen davon ab, ob der Teilnehmer nach diesem Tastendruck
seine Nummernscheibe zwecks Einstellung der Wähler der Rückfrageverbindung betätigt
oder ob er durch nochmaligen oder ■ weitere Tastendrücke das Flackerzeichen auf
die Lampe ML geben will.
Betätigt der Teilnehmer seine Nummernscheibe und läßt dadurch Relais / stoßweise
abfallen, so wird in bereits beschriebener Weise mittels Kontakt 4 die Schleife über
den Rückfrageanschluß entsprechend häufig geöffnet. Der Kontakti2 legt dabei wieder
Relais II in einen Erregerstromkreis. Beim stoßweisen Abfall des Relais/ wird femer
über den Kontakt I6 das verzögerte Relais K
angeworfen, welches sich über den eigenen Kontakt A2 für den weiteren Verlauf der
Schaltvorgänge selbst hält. Es verhindert mit seinem Kontakt A4 eine Erregung des
Relais/7 beim neuerlichen Tastendruck während oder nach Wahl der Rückfrageverbindung.
Betätigt der Teilnehmer T zwecks Auflösung der Rückfrageverbindung von neuem
seine Taste T und erregt dadurch Relais A' wieder in zwei Stufen, so wird jetzt mit Kontakt
xs2 über -(-, xs2, rst, A4, I2, Relais II', —
das verzögerte Relais II erregt, welches sich nach Abfall des Relais R in die erste Stufe
über seinen Kontakt H6 weiter hält. Dadurch
wird auch der Erregerstromkreis für die Wicklung I des Relais R geöffnet und verhindert
dadurch die Wiedererregung über seine Wicklungs beim Loslassen der Taste. Auch Relais
A^ fällt durch Öffnen des Kontaktes r/5
verzögert ab. Über die Kontakte rs2 und rse
ist der Teilnehmer iV wieder mit Amt verbunden, wobei durch Kontakt/*4 die Haltedrossel
ausgeschaltet wurde.
Das aufeinanderfolgende wiederholte Drükken der Taster hat zur Folge, daß RelaisK
nicht erregt werden kann und bei der zweiten Umlegung des Kontaktes XS2 vielmehr über
Kontakt/-S1 und A4 das Relais F anspricht.
Dieses legt sich über seinen Kontakt/4 und
die Trenntaste TT der Beamtin in einen Haltestromkreis. Über den Relaisunterbrecher
RU und den Kontakt/6 wird die Lampe ML
zum Flackern gebracht. Bei der Erregung des Relais F während des zweiten Tastendrucks
wird der Kontakt /2 geöffnet und unterbricht
den Erregerstromkreis für Relais/?, Wicklung L. Beim Wiederloslassen der Taste
kann daher Relais/? über seine Wicklung s
nicht mehr erregt werden. Auch ein wiederholtes Drücken der Taste T hat daher keinerlei
weitere Wirkung. Erst das Drücken der Taste TT durch die aufmerksam gemachte
Beamtin der Vermittlungsstelle kann durch 8g Aberregung des Relais F den ursprünglichen
Zustand wieder herstellen.
Wird Relais X durch eine zweite an der Teilnehmerstelle N befindliche Taste RT nur
teilweise kurzgeschlossen und dadurch Relais^T nur in die erste Stufe erregt, so kann
über die schon mehrfach ausgenutzte Anschlußleitung a, & in an sich bekannter Weise
noch eine weitere zusätzliche Schaltmaßnahme in der Vermittlungsstelle eingeleitet werden.
Es kann z.B. über die Kontaktexi und a:s4
ein Rufrelais O erregt werden zwecks Anrufes eines Platzes im Amt oder anderer Stellen.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1ooi. Schaltungsanordnung für Fernsprech-Nebenstellenanlagen, bei welchen Amtsund Rückfragegespräche über dieselbe Neben&tellenanschlußleitung geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die i°5 Schalteinrichtungen (R, F) in der Vermittlungsstelle, welche Rückfragegespräche vermitteln und während einer Amtsverbindung die Melde- und Flackerzeichengahe steuern, unabhängig von der Dauer einer Schaltmaßnahme an der Nebenstelle in verschiedener Weise betätigt werden, je nachdem zwischen aufeinanderfolgenden gleichartigen Schaltmaßnahmen (Druck auf Taste RT) Schaltmaßnahmen anderer Art (Nummernwahl) an der Sprechstelle vorgenommen werden oder nicht.
- 2. Schaltungsanordnung mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Betätigung des Schaltmittels sowohl die Einleitung der Rückfrage als auch die Einschaltung der Zeichen durch Er-regung einer der Schalteinrichtungen (R) der Vermittlungsstelle vorbereitet.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch, gekennzeichnet, daß die Schaltmaßnahmen zur Einstellung der Wähler zwecks Aufbau der Rückfrageverbindungen eine Erregung der anderen, dieMeldungeneinleitendea'Schalteinrichtungen (F) bei folgender neuerlicher Betätigung des Schaltmittels (T) der Teilnehmerstelle verhindert.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die bei mehrmaliger hintereinander erfolgender gleichartiger Betätigung des Schaltmittels der Teilnehmerstelle erregte Schalteinrichtung (F) sich nach einer bestimmten Anzahl gleichartiger Betätigungen, ohne durch weitere Betätigungen beeinflußt zu werden, bis zur Auslösung seitens der aufmerksam gemachten Bedienungsbeamtin selbst hält.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 4, dessen Schaltmittel an der Teilnehmerstelle über die Anschlußleitung ein Differentialrelais beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß das Differentialrelais in an sich bekannter Weise eine Stufenwicklung besitzt, um durch weitere Schaltmittel der Teilnehmerstelle zusätzliche S ehalt einrichtungen in der Vermittlungsstelle zu steuern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF70981D DE604540C (de) | 1931-05-10 | 1931-05-10 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Nebenstellenanlagen |
| DEF72854D DE615472C (de) | 1931-05-10 | 1932-02-21 | Schaltungsanordnung fuer Nebenstellenzentralen |
| DEN35444D DE635437C (de) | 1931-05-10 | 1933-07-07 | Schaltungsanordnung fuer Nebenstellenanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF70981D DE604540C (de) | 1931-05-10 | 1931-05-10 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Nebenstellenanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE604540C true DE604540C (de) | 1934-10-23 |
Family
ID=7111483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF70981D Expired DE604540C (de) | 1931-05-10 | 1931-05-10 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Nebenstellenanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE604540C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943954C (de) * | 1953-11-15 | 1956-06-07 | Standard Elek Zitaets Ges Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
| DE1112757B (de) * | 1959-07-10 | 1961-08-17 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung zur Trennung und Unterscheidung von Signal- und Tastwahlkennzeichen |
-
1931
- 1931-05-10 DE DEF70981D patent/DE604540C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943954C (de) * | 1953-11-15 | 1956-06-07 | Standard Elek Zitaets Ges Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
| DE1112757B (de) * | 1959-07-10 | 1961-08-17 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung zur Trennung und Unterscheidung von Signal- und Tastwahlkennzeichen |
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