DE628265C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und bevorzugten Teilnehmerstellen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und bevorzugten Teilnehmerstellen

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DE628265C
DE628265C DEL74430D DEL0074430D DE628265C DE 628265 C DE628265 C DE 628265C DE L74430 D DEL74430 D DE L74430D DE L0074430 D DEL0074430 D DE L0074430D DE 628265 C DE628265 C DE 628265C
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DE
Germany
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relay
contact
line
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current
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Expired
Application number
DEL74430D
Other languages
English (en)
Inventor
Theodor Korthaeuer
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0016Arrangements providing connection between exchanges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 3. APRIL 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 628265 KLASSE 21 a3 GRUPPE 36 oi
C. Lorenz Akt.-Ges. in Berlin-Tempelhof*)
Teilnehmerstellen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. März 1929 ab
Vorliegende Erfindung betrifft eine Anord nung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welcher über dieselben Verbindungseinrichtungen und Leitungen sowohl bevorzugte als auch gewöhnliche Teilnehmer ihre Verbindungen herstellen können. Die Verbindungen erstrecken sich über mehrere Ämter, und die Aussendung der Einstellstromstöße über die Verbindungsleitungen erfolgt mittels Wechselstromes.
Gemäß vorliegender Erfindung kann ein bevorzugter Teilnehmer, wenn die von ihm gewünschte Teilnehmerstelle besetzt ist, über die Verbindungsleitung eine Aufschaltung auf die besetzte Leitung bewirken.
Bei Verbindungen, welche innerhalb eines Amtes hergestellt sind, wird die Aufschaltung eines bevorzugten Teilnehmers auf eine von ihm gewünschte besetzte Leitung in der Weise ausgeführt, daß durch Tastendruck von Seiten des bevorzugten Teilnehmers ein Relais zum Ansprechen kommt, wodurch eine Sprechverständigung zwischen dem bevorzugten Teilnehmer und der besetzten Teilnehmersteile hergestellt ist.
Diese Anordnung kann aber für Anlagen, bei welchen die Verbindungen sich über mehrere Vermittlungsstellen erstrecken und die Aussendung der Einstellstromstöße durch Wechselstrom über die Verbindungsleitungen ausgeführt wird, nicht angewendet werden, da dadurch sich erhebliche Schwierigkeiten in der Schaltungsanordnung ergeben würden.
Außerdem sind Anordnungen bekanntgeworden, bei welchen über dieselben Verbindungsleitungen Verbindungen verschiedenartiger Wertigkeit hergestellt werden. Dabei wird eine Verbindung entsprechend ihrer Wertigkeit von Schalteinrichtungen gesteuert, welche je nach der Anzahl vor den Ein-Stellstromstößen ausgesandter Stromstöße in verschiedener Weise zur Wirkung gebracht werden» Die Schalteinrichtungen sind den Verbindungsleitungen zugeordnet, und jeder Teilnehmer kann sowohl eine hochwertige als auch eine gewöhnliche Verbindung herstellen.
Gemäß vorliegender Erfindung können die bevorzugten Teilnehmer stellen nach Herstellung der Verbindung durch Aussendung einer Stromstoßreihe, die aus mehr als zehn Stromstoßen besteht, die Aufschaltung auf die besetzte Leitung bewirken. Die Aufschaltung wird bewirkt durch eine an der Verbindungs leitung vorgesehene Schalteinrichtung, ζ. Β. durch ein Mitlaufwerk. Derartige durch mehr als zehn Stromstöße beeinflußbare, an Ver
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
' Theodor Korthäuer in Berlin-Siemensstadt.
bindungsleitungen vorgesehene Mitlaufwerke sind bereits zur Bewirkung der Auslösung einer Verbindung vorgeschlagen worden.
Abb. i, 2 und 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. In den Abb. 1 und 2 sind bevorzugte Teilnehmerstellen A1 und A2 dargestellt, welche mit einer Stromstoßsendeeinrichtung ausgerüstet sind, mittels welcher sie elf Stromstöße aussenden können. Die Abb. 3 zeigt eine Vermittlungsstelle VM I, eine Verbindungsleitung L, bestehend aus zwei Adern α und b, und eine Vermittlungsstelle VMII, zu welcher die von der Vermittlungsstelle VMI kommende 2adrige Verbmdungsleitung L führt. Über die 2adrige Verbindungsleitung L können sowohl Verbindungen von der Vermittlungsstelle VMI zu der Vermittlungsstelle VM-II und umgekehrt hergestellt werden. Es sind in den Abbildungen nur die Schaltungseinzelheiten dargestellt, die zum Verständnis des Ernudungsgedankens erforderlich sind.
Die Teilnehmerstelle A1 der Abb. 1 besitzt eine gewöhnliche Nummernscheibe mit Leerlauf. In bekannter Weise wird der Kontakt M1 beim Ablauf der Nummernscheibe entsprechend der gezogenen Ziffer unterbrochen. Da es sich bei der Teilnehmerstelle A1 um eine bevorzugte handelt, ist ein Kontakt tu vorgesehen, mittels dessen 'es ermöglicht wird,· mit der gewöhnlichen Nummernscheibe elf Stromstöße auszusenden. Bei der Herstellung der \7erbindung ist der Kontakt W2 durch die Taste T2 kurzgeschlossen, so daß die Betätigung des Kontaktes n2 während dieser Zeit unwirksam ist. Zur Abgabe von elf Stromstößen wird die Taste T2 geöffnet und eine Null gewählt. Dadurch kommen elf Stromstöße zustande. Die Taste T2 kann to mit der Nummernscheibe mechanisch so verbunden werden, daß bei eingenommener Ruhestellung die Taste T2 wiederum geschlossen wird.
In der Abb. 2 ist eine weitere Ausführungsform für eine bevorzugte Teilnehmerstelle A2 gezeigt, bei welcher die Abgabe des elften Stromstoßes mit Hilfe des Relais R ausgesandt wird. Durch die Taste T2 ist die Wicklung I kurzgeschlossen, so daß die Nummernscheibe bei Herstellung einer Verbindung in gewöhnlicher Weise arbeitet. Soll ein elfter Stromstoß ausgesandt werden, so wird die Taste T2 geöffnet, so daß beim Aufziehen der Nummernscheibe der Kurzschluß der Wicklung I des Relais R durch den Kontakt. 11Sa1 aufgehoben wird. - Ebenso werden die Kontakte nsa2 und nsait wenn die Nummernscheibe aufgezogen wird, umgelegt. Das Relais R kann infolgedessen über die geschlossene Teilnehmerschleife ansprechen. Der Kontakt r wird geöffnet, bewirkt aber zunächst keine Öffnung der Teilnehmerschleife, da derselbe durch den Kontakt nsaB überbrückt ist. Beim Ablauf der Nummernscheibe wird die Schleife in bekannter Weise durch den Kontakt nsi entsprechend der gezogenen Ziffer unterbrochen. Das Relais R bleibt während der Schleifenunterbrechungen angesprochen, da die durch den Kontakt nsa,, kurzgeschlossene Wicklung II als Verzögerungsrelais wirkt. Befindet sich die Nummernscheibe wiederum in ihrer Ruhelage, so kehren die Kontakte nsau nsa2 und nsaa in ihre Anfangsstellung zurück, so daß beim öffnen des Kontaktes nsas die Schleife erneut unterbrochen wird. Der Kurzschluß über die Wicklung II des Relais R ist durch den Kontakt MJa2 aufgehoben, so daß das Relais R verzögert abfällt, da über den Kontakt HSa1 die Wicklung I kurzgeschlossen ist. Durch den Kontakt r wird die Schleife wiederum geschlossen. Die Wicklung I des Relais R wird dabei zweckmäßig so bemessen, daß die Abfallzeit des Relais der Unterbrechungszeit einer Nummernscheibenunterbrechung entspricht. Mit Hilfe dieser Einrichtung kann also beim öffnen der Taste T2 und beim Wählen der Ziffer Null eine Stromstoßzahl, bestehend aus elf Stromstößen, ausgesandt werden.
An Hand der Abb. 3 wird nun die Herstellung einer Verbindung von der Vermittlungsstelle VMI über die Leitung L zur Vermittlungsstelle VMII beschrieben. Selbstverständlich kann auch eine Verbindung von der Vermittlungsstelle VMII zur Vermittlungsstelle VMI hergestellt werden. Es sei angenommen, daß ein bevorzugter Teilnehmer der Vermittlungsstelle VMI eine Verbindung mit einem Teilnehmer der Vermittlungsstelle VMII wünscht. Die Herstellung der Verbindung von der Vermittlungsstelle VMI zur Vermittlungsstelle FMII erfolgt in der Weise, daß über die 2adrige Leitung L Wechselstromstöße ausgesandt werden.
Es sei angenommen, daß der gewünschte Teilnehmer der Vermittlungsstelle VMII frei ist. Der Aufbau der Verbindung vollzieht sich dann folgendermaßen:
Beim Abnehmen des Hörers von seiten no der Teilnehmerstellen A1 oder A2 (Abb. 1 bzw. Abb. 2) wird in bekannter Weise der Anrufsucher AS der Vermittlungsstelle VMI, an welcher der anrufende Teilnehmer angeschlossen ist, angeschaltet, der die anrufende ng Teilnehmerleitung aufsucht. Hat sich der Anrufsucher AS auf die anrufende Teilnehmerleitung eingestellt, so entsteht folgender Stromkreis für das Relais /: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais /, Schaltarm G1 des Anrufsuchers AS, Teilnehmerschleife, Schaltarm bt des Anrufsuchers.AS, Wicklung II des
Relais /,- Erde. Durch das Ansprechen des Relais/ wird ein Stromkreis für das Relais V gebildet, der über Erde, Batterie, Widerstand Wi1, Wicklung des Relais F, Arbeitskontakt ι i, Erde verläuft. Das Relais F spricht in diesem Stromkreise an und betätigt seinen Kontakt 2v. Das Relais U kann noch nicht ansprechen, da es über den Kontakt ι i kurz geschlossen ist.
ίο Hat der Anruf sucher AS die anrufende Teilnehmerleitung gefunden, so kann der Teilnehmer durchAussenden von zwei Stromstoßreihen den Leitungswähler LW auf eine zur Vermittlungsstelle FM II führende Verbindungsleitung einstellen. Die Einstellung des Leitungswählers wird nicht beschrieben, und die einzelnen Schaltungseinzelheiten desselben sind in der Abb. 3 nicht dargestellt. Ist der Leitungswähler LW z. B. auf die Verbindungsleitung L eingestellt und ist diese frei, so kann das Relais P wie folgt ansprechen: Erde, Arbeitskontakt 5 v, Ruhekontakt 6u, Wicklungen I und H-des Relais/1, Schaltarm c2 des LeitungsWählers LW, Ruhekontakt 17 c, Wicklung I des Relais J1, Batterie, Erde. Das Relais F ist während der ganzen Stromstoßgabe angesprochen, während das Relais U nur bei der Aussendung der einzelnen Stromstoßreihen ansprechen kann und nach jeder Stromstoßreihe wiederum abfällt. Durch das Ansprechen des Relais P werden die Kontakte Jp, 8 p, 9p und 4p umgelegt. Durch Schließen des Kontaktes Jp wird die Wicklung I des Relais P kurzgeschlossen, wodurch in bekannter Weise der Leitungswähler LW gesperrt wird. Die Leitung wird durch Schließen der Kontakte 8p und 9p zum Leitungswähler LW durchgeschaltet, Das Relais Z1 spricht in dem oben beschriebenen Stromkreise ebenfalls an und schaltet eine in der Abb. 3 nicht näher dargestellte Wechselstromquelle an die Adern α und b der Verbindungsleitung L über die Kontakte 10 I1 und 1111 an. Durch Anschalten dieser Wechselstromquelle wird am ankommenden Ende der Verbindungsleitung L über die Übertrager C1 und U2 das Wechselstromrelais W erregt.
Der Belegungsstromstoß ist von kurzer
So Dauer und wird in folgender Weise ausgeführt:
Durch Umlegen des Kontaktes 12% wird über Erde, Arbeitskontakt 12%, Wicklung des Verzögerungsrelais V1, Batterie, Erde das Relais V1 erregt. Das Relais V1 spricht an und legt den Kontakt 13^1 um, wodurch das Relais C wie folgt erregt wird: Erde, Arbeitskontakt 5©, Arbeitskontakt Jp, Wicklung II des Relais P, Schaltarm C2 des Leitungswählers LW, Arbeitskontakt 13^1, Wicklung des Relais C1 Batterie, Erde. Das Relais C spricht an und öffnet den Kontakt 17 c, wodurch die Wicklung I des Relais J1 abgeschaltet wird. Durch Schljeßen des Kontaktes 16 c wird das Relais N in folgenden Stromkreis eingeschaltet: Erde, Arbeitskontakt 16 c, Wicklung des Relais N, Batterie, Erde. Das Relais J1 kann über seine Wicklung II nicht ansprechen, da der Kontakt 15 c geöffnet ist. Über die Kontakte 1Oi1 und Hi1 wird die Wechselstromquelle von der Leitung L abgeschaltet, so daß das Wechselstromrelais W am ankommenden Ende der Leitung L aberregt wird.
Durch das kurze Ansprechen des Wechselstromrelais W am ankommenden Ende der Leitung L werden folgende Schaltvorgänge ausgeführt:
Das Relais V2 wird in folgendem Stromkreise erregt: Erde, Batterie, Wicklung des Verzögerungsrelais V2, Arbeitskontakt 24«.', Ruhekontakt 2IM1, Erde. Das Relais F2 spricht in diesem Stromkreise an und schaltet das Relais U1 in folgenden Erregerstromkreis ein: Erde, Batterie, Arbeitskontakt 22 vit Arbeitskontakt 23 w, Wicklung des Verzögerungsrelais U1, Erde. Das Relais F2 wird dabei kurzgeschlossen. Dieses kann aber nicht abfallen, da der Erregerstromstoß für das Relais W nur von kurzer Dauer ist und der Kontakt 23 w wieder geöffnet wird. Das Relais F2 hat sich währenddessen in folgenden Haltestromkreis eingeschaltet: Erde, Batterie, Wicklung des Verzögerungsrelais F2, Widerstand Wii; Arbeitskontakt 25 V2, Erde. Das Relais U1 ist nicht angesprochen, da es über den Kontakt 23 ze/ kurzgeschlossen ist. Das * Besetztsein der Verbindungsleitung L am ankommenden Ende ist also durch das angesprochene Relais F2 gekennzeichnet.
Über den Kontakt 28^2 wird ein Anrufsucher der Vermittlungsstelle VMII angereizt, indem das Relais An der Anlaßkette wie folgt erregt wird: Erde, Arbeitskontakt 28V2, Ruhekontakt 29 ta, Wicklung des Relais An, Batterie, Erde. Über den Kontakt 27% wird lo5 der Prüfstromkreis für den Anrufsucher, z. B. den Anrufsucher AS1, vorbereitet. Durch das Ansprechen des Relais An wird das Relais C1 über die Wicklung I wie folgt erregt: Erde, Arbeitskontakt 44 an, Wicklung I des Relais C1, Ruhekontakt 43 vs, Schaltarm d4 des Leitungs Wählers LWI, Widerstand Wi3, Batterie, Erde. Der Anrufsucher AS1 läuft an, indem der nicht dargestellte Anruf suchermagnet an einen Unterbrecher gelegt wird. Hat der Anrufsucher^4.S1 die belegte Leitung/, gefunden, so wird der Anruf sucher AS stillgesetzt, und für die Relais /2 und Ta ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung des RelaisTa, Arbeitskontakt 27 V2, Schaltarm C3 des AnrufSuchers AS1, Prüf ader, Arbeitskontakt 3Sc1, Wicklung I des Re-
läis J2, Erde. Das Relais J2 spricht in diesem Stromkreise an, ebenso das Relais Ta. Durch öffnen des Kontaktes 29 ta wird der Stromkreis für das Relais An unterbrochen. Durch Umlegen der Kontakte 52 i2 und 50 i2 wird folgender Stromkreis für das Relais F3 gebildet: Erde, Batterie, Widerstand Wi2, Wicklung des Relais F3, 52 i2, Ruhekontakt 54^1, Arbeitskontakt 5Oi2, Erde, Durch das Ansprechen des Relais F3 und. Schließen des Kontaktes 36 V3 wird das Relais K in den für das Relais Ta beschriebenen Stromkreis eingeschaltet, wodurch die Sperrung des- Anrufsuchers ausgeführt ist. Das Relais K kanu in diesem Stromkreis nicht erregt werden, da die Wicklung I im Vergleich zu dem hochohmigen Relais Ta niedrigohmig ist. Das Relais C1 wird durch öffnen des Kontaktes 43 ^3 aberregt. Durch Schließen der Kontakte 33^3 und 34W3 wird die Verbindungsleitung L zum Leitungswähler LWI durchgeschaltet. Das Relais J2 ist dabei in folgendem Stromkreise erregt: Erde, Wicklung I des Relais J2, Arbeitskontakt 34^3, Schaltarm &3 des Anruf suchers AS1, Arbeitskontakt 20 V2, Drosselspule Dr, Ruhekontakt 19.W, Schaltarm as des Anrufsuchers AS, Arbeitskontakt 33 V3, Ruhekontakt 37M2, Wicklung II des Relais J2, Batterie, Erde.
30
Nummernwahl überdieVerbindungs-
leitung L
Der anrufende Teilnehmer der Vermittlungsstelle VMI sendet nun die zur Einstellung des Leitungswählers LWI erforderlichen Stromstoßreihen aus. Die Stromstöße wirken auf das Relais J der Vermittlungsstelle VMI ein und werden auf das Relais J1, welches der Verbindungsleitung L zugeordnet ist, wie, folgt übertragen: Erde, Stromstoßkontakt 3i, Arbeitskontakt 4 p, Schaltarm ds desLeitungs-
■ Wählers LW, Wicklung I des Relais J1, Batterie, Erde. Die von dem Relais J1 empfangenen Stromstöße werden als Wechselstromstoße, indem.durch die Kontakte 1Oi1 und Hi1 stromstoßweise die Wechselstromquell'e an die Adern α und b der Leitung L angeschaltet wird, auf das Wechselstromrelais W am ankommenden Ende der Leitung!- übertragen.
Ebenso wie beim Belegungsstromstoß wird beim ersten Stromstoß der Einstellung des Leitungswählers LWI das Relais CZ1 wie folgt erregt: Erde, Batterie, Wicklung des Verzögerungsrelais F2, Arbeitskontakt 24H/, Widerstand Wi", Wicklung I des Relais U1, Erde, und "bleibt während der Aussendung der einzelnen Stromstoßreihen erregt. Durch Umlegen des Kontaktes 18M1 wird die Drosselspule Dr kurzgeschlossen, zum Zwecke, eine gute Stromstoßgabe zu erreichen. Durch den Kontakt 19 w werden die Wechselstromstöße durch öffnen und Schließen der Schleife auf das Relais J2 der Vermittlungsstelle VMII übertragen. Der Leitungswähler LWI wird dann durch diese Stromstöße in bekannter Weise auf die gewünschte Teilnehmerleitung eingestellt. Die Arbeitsweise des Leitungswählers LWI wird im Rahmen vorliegender Erfindung nicht näher geschildert.
Am ankommenden Ende der Leitung L ist ein Mitlaufschaltwerk, bestehend aus den beiden Schaltarmen I und II .und dem Magneten D, angeordnet. Dasselbe Mitlauf schaltwerk ist auch am abgehenden Ende der Verbindungsleitung L vorgesehen, da in entgegengesetzter Richtung ebenfalls eine Verbindung hergestellt wird. Dieses Mitlaufschaltwerk ist in der Abb. 3 nicht dargestellt. Die von der anrufenden Teilnehmerstelle in der Vermittlungsstelle VMI zur Einstellung des Leitungswählers LWI in der Vermittlungsstelle VMII ausgesandten Stromstöße werden auf · den Drehmagneten D des Mitlaufschaltwerkes wie folgt übertragen: Der erste Stromstoß über Erde, Stromstoßkontakt 30 ze/, Arbeitskontakt 31 ία, Schaltarm I des Mitlauf Schaltwerkes, Stellung o, Wicklung des Magneten D, Batterie, Erde, die übrigen Stromstöße über Erde, Stromstoßkontakt 30 w, Arbeitskontakt 32 U1, Schaltarm I des Mitlauf-Schaltwerkes, Wicklung des Magneten D, Batterie, Erde. Nach Beendigung jeder Stromstoßreihe, die zur Einstellung des Leitungswählers LWI dient, fällt das Relais U1, indem es über den Kontakt 23 w kurzgeschlossen wird, ab, so daß das Mitlaufschaltwerk über folgenden Stromkreis in die Anfangslage zurückgebracht wird: Erde, Unterbrecher Uhr, Ruhekontakt 32%, Schaltarm I des Mitlaufschaltwerkes, Wicklung des Magneten D, Batterie, Erde. Das Mitlauf schaltwerk bringt also bei Aussendung der gewöhnlichen Stromstoßreihen keine besondere Wirkung hervor.
Nachdem der Leitungswähler LWI in der Vermittlungsstelle FM II durch die Aussendung der beiden Stromstoß reihen von Seiten der anrufenden Teilnehmerstelle der Vermittlungsstelle VMi auf die gewünschte Teilnehmerleitung eingestellt ist, spricht, unter der no Annahme, daß diese Leitung frei ist, das Relais P1 wie folgt an: Erde, Arbeitskontakt 47^3, Ruhekontakt 48 P1, Wicklung I des Relais P1, Ruhekontakt 49M2, Schaltarm c4, nicht dargestellte Relais, Batterie, Erde. Das Relais P1 spricht in diesem Stromkreise an und schaltet sich in folgenden Haltestromkreis ein: Erde, Batterie, WicklungII des RelaisP1, Arbeitskontakt 46^1, Arbeitskontakt 45^3, Erde. Durch Umlegen des Kontaktes 48 p± wird die Wicklung II des Relais K, welche zur Wicklung I des Relais K differential ge-
schaltet ist, in den Stromkreis eingeschaltet, wodurch die Leitung gesperrt wird. Die Kontakte 42 P1 und 4Xp1 werden geschlossen und die Leitung zu der Teilnehmerstelle durchgeschaltet. Der gewünschte Teilnehmer wird wie folgt gerufen: Erde, Rufstromübertrager RU, Wicklung II des Relais C1, Ruhekontakt 40O2, Arbeitskontakt 41P1, Schaltarm &f des Leitungswählers LWl, Teilnehmerstelle, Schaltarm a4 des Leitungswählers LWI, Arbeitskontakt 42^1, Ruhekontakt 38 k, Wicklung II des Relais T2, Batterie, Erde.
Beim Melden des gewünschten Teilnehmers kommt für das Relais C1 ein Gleichstromfluß zustande, der das als Stufenrelais ausgebildete Relais C1 nur in der ersten Stufe erregt. Durch öffnen des Kontaktes 52 C1 wird der Kurzschluß für das Relais JJ2 aufgehoben, so daß dieses in folgendem Stromkreise ansprechen kann: Erde, Batterie, Widerstand Wi2, Wicklung des Relais Vs, Wicklung des Relais U2, Arbeitskontakt 50 i2, Erde. Das Relais U2 spricht in diesem Stromkreise an, und durch Umlegen des Kontaktes 40 U2 wird die Rufstromquelle von der Teilnehmerleitung ab- und die Leitung zur Teilnehmerstelle durchgeschaltet, so daß die beiden Teilnehmerstellen der Vermittlungsstellen VMI und VMII miteinander sprechen können.
Das Relais C1 fällt ab, aber das Relais [Z2 bleibt angesprochen, da durch den Kontakt 5ΐίί2 der Kurzschluß durch Schließen des Kontaktes 52 C1 nicht zustande kommen kann.
Aufschaltung auf die besetzte Teilnehmerleitung durch Aussendung von elf Stromstößen
Ist nach Einstellung des Leitungswählers LWI in der Vermittlungsstelle VMII der gewünschte Teilnehmer besetzt, so kann das Relais P1 nicht zum Ansprechen kommen. Die bevorzugte Teilnehmerstelle in der Vermittlungsstelle VMI hat nun durch Aussendung von elf Stromstößen die Möglichkeit, sich auf die besetzte Teilnehmerleitung aufzuschalten. Die elf Stromstöße nehmen über die Vermittlungsstelle VMI und die Verbindungsleitung L zum Wechselstromrelais W am ankommenden Ende der Leitung den für die gewohnlichen Stromstoßreihen schon beschriebenen Verlauf. Die elf Stromstöße können auf den Leitungswähler LWI der Vermittlungsstelle VMII nicht einwirken, da sich dieser bereits in der Prüfstellung befindet.
Diese Anordnung ist an sich bekannt und wird nicht weiter erläutert. Das Mitlaufschaltwerk am ankommenden Ende der Verbindungsleitung L hat infolge der elf Stromstöße die Stellung 11 eingenommen. Über den Kontakt 11 des Schaltarmes II des Mitlaufschaltwerkes und den Kontakt 2Ou1 liegt die niedrigohmige Wicklung II des Relais parallel zum Relais Ta, so daß eine Stromverstärkung auf der Prüfader des Anrufsuchers AS1 der Vermittlungsstelle VMII zustände kommt und das Relais U1 infolgedessen erregt bleibt. Durch die Stromverstärkung in der Prüfader kann das Relais K über seine Wicklung I ansprechen. Durch Umlegen der Kontakte 38 k und 39 k werden die Ruhekontakte 42 pt und 41P1 überbrückt, so daß ein Sprechweg von der anrufenden Teilnehmerstelle der Vermittlungsstelle VMI zur besetzten Teilnehmerstelle in der Vermittlungsstelle VMII hergestellt ist. Der anrufende Teilnehmer teilt nun dem gewünschten Teilnehmer mit, daß er -ihn zu sprechen wünscht. Derselbe unterbricht dann das Gespräch mit dem in der Abbildung nicht dargestellten dritten Teilnehmer, indem derselbe seinen Hörer aufhängt. Dadurch wird in bekannter Weise die Sperrung der Prüfader aufgehoben, so daß nun das Relais P1 über seine Wicklung I in der schon beschriebenen Weise zum Ansprechen kommt. Das Relais C1 kann dann sofort ansprechen, da der gewünschte Teilnehmer seinen Hörer schon abgehängt hat und infolgedessen nicht mehr gerufen zu werden braucht. Durch das Ansprechen des Relais C1 wird ein Stromkreis für das Relais U2 gebildet, so daß der gewöhnliche Sprechweg von der anrufenden Teilnehmerstelle zur gewünschten Teilnehmerstelle hergestellt ist.
Durch Nachwählen eines Stromstoßes von Seiten der anrufenden Teilnehmerstelle wird das Mitlauf schaltwerk von der Stellung 11 zur Stellung 12 fortgeschaltet, so daß der beschriebene Stromkreis für die Wicklung II des Relais U1 unterbrochen wird. Dadurch fällt dasselbe ab, und das Mitlaufschaltwerk wird in der schon beschriebenen Weise in seine Ruhestellung zurückgebracht.
Es ist klar, daß man nach der Stellung 11 des Mitlaufschaltwerkes weitere Stellungen schaffen kann, die noch andere Schaltmaßnahmen ermöglichen. So könnte beispielsweise die Stellung 12 zur Ausführung der Zwangsauslösung benutzt werden.
Auslösung der hergestellten Verbindung
Beim Einhängen des anrufenden Teilnehmers in der Vermittlungsstelle VMI fällt das Relais / ab, so daß in der Vermittlungsstelle VMI das Relais V aberregt wird, wodurch das Relais C der Verbindungsleitung L abgeschaltet wird. Durch das Abfallen des Relais C wird ein Stromkreis für die Wicklung II des Relais T1 gebildet: Erde, Arbeitskontakt 14 n, Ruhekontakt 15 c, Wicklung II des Relais T1, Batterie, Erde. Das Relais T1
sendet einen langen, zur Auslösung dienenden Wechselstromstoß zum anderen Ende der Verbindungsleitung L. Der Stromstoß wird beendet durch das Abfallen des Relais N.
Das Wechselstromrelais W am ankommenden Ende der Leitung L ist so lange erregt, bis das Relais V2 infolge des Kurzschlusses über die Kontakte 24 m und 21% zum Abfallen kommt. Das Relais Vz in der Vermittlungsstelle VMII wird durch das Abfallen des Relais J2 aberregt, und die Auslösung der Verbindung in der Vermittlungsstelle VM II erfolgt dann in bekannter Weise.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welcher über dieselben Verbindungseinrichtungen und; Leitungen sowohl bevorzugte als auch gewöhnliche Teilnehmerstellen ihre' Verbindungen herstellen, die Verbindungen sich über mehrere Ämter erstrecken und die Aussendung der Einstellstromstöße über die Verbindungsleitungen mittels Wechselstromes ausgeführt wird, gekennzeichnet durch eine an der Verbindungsleitung vorgesehene Schalteinrichtung (D), die seitens der bevorzugten Teilnehmerstellen nach vollständi-
    ger Herstellung der Verbindung nur durch Aussendung einer Stromstoßreihe, die aus mehr als zehn Stromstößen besteht, derart beeinflußt werden kann, daß die Aufschaltung auf die besetzte Leitung bewirkt
    wird. .
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Verbindungsleitung vorgesehene Schalteinrichtung ein Mitlaufschaltwerk ist, welches durch die zur Herstellung einer Verbindung ausgesandten Stromstöße eingestellt, aber sofort wieder in seine Ruhelage zurückgebracht wird, ohne daß ein Schaltvorgang ausgelöst wird, während durch Äussendung von mehr als +5 zehn- Stromstößen (elf Stromstöße) durch das Mitlaufschaltwerk die Aufschaltung auf eine besetzte Teilnehmerleitung bewirkt wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2 für Verbindungsieitungen, über welche in beiden Richtungen Verbindungen hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl am ankommenden als auch am abgehenden Ende ein Mitlaufschaltwerk angeordnet ist.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Zurwirkungkommen des Mitlaufschaltwerkes ein Relais erregt wird, wodurch die Sprechverbindung zwischen der anrufenden, bevorzugten Teilnehmerstelle und der besetzten Leitung hergestellt ist.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den bevorzugten Teilnehmerstellen ein Schaltmittel zugeordnet ist, mittels welchem dieselben mehr als zehn Stromstöße in einer Stromstoßreihe aussenden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL74430D 1929-03-06 1929-03-06 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und bevorzugten Teilnehmerstellen Expired DE628265C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934777C (de) * 1952-02-10 1955-11-03 Standard Elek Zitaets Ges Ag Schaltungsanordnung zur Aufschaltung auf hochwertige Verbindungen
DE1034223B (de) * 1955-06-20 1958-07-17 Telefonbau Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Notrufmeldungen ueber Anschluss-leitungen von Fernsprechanlagen

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