DE670202C - Schaltungsanordnung fuer Hochfrequenztelefonieverkehr, insbesondere ueber Starkstromleitungen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Hochfrequenztelefonieverkehr, insbesondere ueber Starkstromleitungen

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DE670202C
DE670202C DEA77659D DEA0077659D DE670202C DE 670202 C DE670202 C DE 670202C DE A77659 D DEA77659 D DE A77659D DE A0077659 D DEA0077659 D DE A0077659D DE 670202 C DE670202 C DE 670202C
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    • H04B3/54Systems for transmission via power distribution lines
    • H04B3/544Setting up communications; Call and signalling arrangements

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 13. JANUAR 1939
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a3 GRUPPE 47oi
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin
Schaltungsanordnung für Hochfrequenztelefonieverkehr, insbesondere über Starkstromleitungen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. November 1935 ab
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Hochfrequenztelefonieverkehr, insbesondere über Starkstromleitungen, mit Wahlanruf für eine beliebige Anzahl von Teilnehmern, von denen einzelne bevorzugt in ein bestellendes Gespräch eintreten können.
Es sind bereits Einrichtungen zum Hochfrequenztelefonieverkehr über Starkstromleitungen bekannt, bei denen an eine einzige Trägerwellenstation mehrere niederfrequente Teilnehmerstationen angeschlossen sind. Trotzdem wird jedem dieser Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, mit jeder anderen entfernten Hochfrequenzsitationbzw.hieran angeschlossenen Niederfrequenzteilnehmern zu verkehren. Es ist auch bereits bekannt, bei derartigen Anlagen die übrigen Teilnehmer eines solchen Hochfrequenznachrichtensystems vom Ruf auszuschließen und auch vom Verkehr, wenn über den oder die Übertragungskanäle eine Verbindung durdhgeschaltet und aufrechterhalten wird.
In vielen Fällen ist es nun wünschenswert, daß ein Teilnehmer auch in ein bereits bestehendes Gespräch eintreten bzw. dieses unterbrechen kann. Dies gilt beispielsweise für den Lastverteiler in elektrischen Energieverteilungsanlagen, der eine beschränkte Verkehrsund Sprechmöglichkeit auch dann haben muß, wenn sich ein anderes Gespräch auf der Leitung befindet; denn aus betrieblichen Gründen ist es oft erforderlich, daß er seine Anweisungen einer einzelnen oder mehreren Stationen bevorzugt mitteilen kann. Zu diesem Zweck ist bereits eine Schaltung zum Zusammenschluß verschiedener Hochfrequenzselbstanschlußanlagen bekannt, bei der ein bevorzugter Teilnehmer des einen Sprechbezirkes sich auf ein bestehendes Gespräch im zweiten Sprechbezirk an der Übergangsstelle aufschalten kann. Die Aufschaltung auf bestehende Gespräche hat jedoch keinen Zweck, wenn das bestehende Gespräch erst im Aufbau begriffen ist. In diesem Falle treffen nämlich die Wahlstromzeichen zum Aufbau des bestehenden Gespräches mit den anderen Wahlstromzeichen zur Aufschaltung zusammen und können von den Empfangsstationen nicht getrennt werden. Infolgedessen entsteht eine Fehlverbindung, die erst beendet wird, wenn der anrufende und der sich auf schaltende Teilnehmer ihre Geräte in die Ruhelage gebracht haben, so daß die Aufschaltung in vielen Fällen unzulässig verzögert wird. Gemäß der Erfindung wird diese Verzögerung durch Schaltmittel vermieden, welche die Herstel-
lung von Verbindungen durch einen bevorzugten Teilnehmer verhindern, wenn Rufstromzeichen von irgendeiner anderen bevorzugten Teilnehmerstelle der Übertragungseinrichtung ausgesandt werden. Bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird also ein Ruf auf alle Fälle erst vollständig durchgeführt, bevor ein bevorzugtes Gespräch durchgeführt werden kann. Zweckmäßig wird die Fernsprechanlage mit Ruf rückmeldung, Besetztzeichen und mit zeitabhängigen Mitteln ausgerüstet, um die einzelnen Schaltungen der Übertragungseinrichtung in richtiger Folge arbeiten zu lassen und dadurch eine weitgehende Ver-Wendungsfähigkeit der Anlage und geringe Störungen zu erzielen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei die Abb. ι und 2 Teile einer einzigen Schaltungsao anordnung bilden. Die Verbindungsleitungen, die in beiden Abbildungen gleich gezeichnet sind, führen von Teilen der Abb. 1 zu Teilen der Abb. 2. Die jeweiligen Anschlüsse an die Pole der Stromquellen sind in den Abbildüngen mit -f- und — bezeichnet; die Schaltungsanordnung ist im übrigen im Ruhezustand der Anlage dargestellt.
Im rechten Teil der Abb. 2 oben ist eine Kraftleitung 1 dargestellt, die eine Anzahl Trägerstromstationen 2, 3, 4 aufweist.
Diese einzelnen Trägerstromstationen können in gleicher Weise aufgebaut sein, je mit einem Trägerstromsender und Trägerstromempfänger für Gegenverkehr, beispielsweise auf einer einzigen Trägerwelle. Jede Station ist mit Schaltmitteln versehen, durch die der Ruf zwischen den einzelnen Stationen durch bekannte Rufeinrichtungen bewirkt werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel erfolgt der Ruf durch Tonfrequenz, mit der der Träger moduliert wird, wobei die Tonfrequenz im Rhythmus der ausMSiendenden Stromstoß reihen getastet wird. Für die Erfindung ist weiterhin wesentlich, daß der Ton für ein gewisses Zeitintervall vor und im Anschluß an die Auswahlstromstöße nicht unterbrochen (Dauerstrich) gegeben wird.
Die Relais, Auswahlstromkreise und Teilnehmerstationen, die mit dem Hochfrequenz-5Q gerät 2 zusammenarbeiten, sind in den Abbildungen im einzelnen dargestellt. Entsprechende Stromkreise und Schaltmittel sind auch den anderen Stationen 3, 4 ... zugeordnet. In der linken Seite der Abb. 1 sind Fern-Sprechleitungen L1 bis L4 dargestellt, von denen jede an einer gewöhnlichen Fernsprechteilnehmerstation endigt, beispielsweise die Zweidrahtleitung L3 an der Station 5. Diese Teilnehmerapparate sind in bekannter Weise so ausgebildet, daß bei Abnahme des Hörbzw. Sprechgerätes von dem Gabelschalter 7 ein Gleichstrom über die Leitung, beispielsweise L3, fließt, während bei aufgelegtem Hörer 6 über den Kondensator 10 lediglich eine Wechselstromverbindung über das Läutewerk 9 möglich ist, ähnlich den bekannten ZB- bzw. ir^-Stationen. Die Leitungen L1, L2, L3 sind, wie aus der Abbildung hervorgeht und später noch enläutert werden wird, für nichtbevorzugte Teilnehmer-, die Leitung L4 dage- gen für bevorzugte Teilnehmerstatioiiien geschaltet. Die Teilnehmer der Leitungen L1, L2, L3 können über das Trägerstromgerät 2 dann keine Verbindungen aufnehmen, wenn Rufströme von dem Träger aufgenommen werden, wenn sich ein GespträchÄwischenirgendwelcihen Hochfnequenz,teilnehmern bereits abwickelt, beispielsweise zwischen dein Stationen 2 und 3, und wenn irgendeine der entfernten Stationen, beispielsweise 3 oder 4, mit dem Teilnehmer irgendeiner der Leitungen L1 bis L3 spricht. Der Teilnehmer der Leitung L4 kann dagegen zu jeder Zeit über das Trägerstromgerät 2 einen Verkehr aufnehmen, abgesehen davon, wenn gerade Ruf ströme von der Trägerstromeinrichtung aufgenommen werden. Jede der Leitungen L1, L3 und L3 ist mit einem Linienrelais 11,12,13 und 14 versehen, das stets dann zum Ansprechen kommt, wenn der Gabelumschalter betätigt ist bzw. beim Anruf von einer entfernten Station 3,4. Durch Ansprecbendieser Relais wird die betreffende Fernsprechleitung über die Leiter 15, Kontakte des Relais 16, Leiter 17 und von dort nach Betätigung einiger später noch zu beschreibender Schaltvorgänge über Kontakte des Relais 18 mit den Leitern 19 verbunden, die zu dem Eingangstransformator 20 im Sprechkanal des Trägerstromgerätes führen. Die rechte Wicklung dieses Transformators ist mit dem Trägerstromgerät durch einen Stromkreis verbunden, der den Leiter 21, die rechte Wicklung des Transformators 20, gegebenenfalls Widerstände 22 eines Dämpfungsnetzwerkes f des Reilais 47 und den Leiter 65 enthält.
Im unteren Teil der Abb. 1 ist ein Schrittschaltwerk 24 mit den Kontaktbahnen A, D vorgesehen, wodurch die verschiedenen Leitungen L1 bis L4 in Abhängigkeit von den eintreffenden Rufströmen ausgewählt werden.
In der Abb. 2 sind Entladungsgefäße 25 und 26 vorgesehen, von denen jedes im Anodienkreis ein Relais und im Gitterkreis eine Parallelschaltung von Kapazität und Widerstand enthält. Die Entladungsgefäße 25 und dienen dazu, gewisse Zeitfolgeschaltungen zu bewirken, wobei die einzelnen Zeitabschnitte durch die Abstimmungen des Kondensators und des Widerstandes eingestellt werden. Zwischen dem Gitter und der Kathode des Entladungsgerätes 25 ist der Kondensator 27 und der Widerstand 28 eingeschaltet. Der
Kondensator wird durch Anlegen an den negativen Punkt des Gitterspannungspotentiometers 42 aufgeladen. Er hält die negative Vorspannung am Gitter aufrecht, nachdem er von dem Potentiometer 42 abgeschaltet worden ist, und bestimmt dadurch die Zeit für das Ansprechen des Relais 29, das im Anodenstromkreis des Entladungsgefäßes eingeschaltet ist. Der Widerstand 30 wird unter be-· stimmten Bedingungen parallel zu dem Widerstand 28 geschaltet, wodurch die Zeit geändert werden kann. In ähnlicher Weise ist das Entladungsgefäß 26 mit einem Kondensator 31 und einem zu diesem parallel geschalteten Widerstand 32 im Gitterkreis versehen, der so abgestimmt ist, daß das im Anodenkreis dieses Entladungsgefäßes angeordnete Relais 3 3 nach einem vorbestimmten Zeitintervall zum Ansprechen kommt. Die Widerstände 34 und 35 können parallel geschaltet werden, um gewisse andere Zeitabschnitte für das Arbeiten des Entladungsgefäßes festzulegen. Eine geringe negative Vorspannung vom Potentiometer 42 wird an dem Gitter der Entladungsgefäße 25 und 26 aufrechterhalten, wodurch ein überstarker Stromanstieg zu jeder Zeit in den Anodenkreisen der Entladungsgefäße verhindert wird.
Im Ruhezustand der Anlage wird der Kondensator 27 aufgeladen, und zwar gemäß einem Stromkreis, der von dem Gitter des Entladungsgefäßes über den Leiter 36, die Kontakte d, das Relais 37 (Abb. 1), den Leiter 37, die Kontakte f des Relais 38, die Kontakte b des Relais 40, die Kontakte d des Relais 38, den Leiter 41 zu einem Punkt des Gitterspannungsteilerwiderstandes 42 verläuft. Das eine Ende dieses Widerstandes ist mit der Kathode des Entladungsgefäßes verbunden und mit dem positiven Pol einer Spannungsquelle, während das entgegengesetzte Ende mit dem negativen Pol der Stromquelle verbunden ist. Durch diesen Spannungsteiler wird die Gitterspannung so weit negativ gehalten, daß das Relais 29 im Anodenkreis des Entladungsgefäßes nicht ansprechen kann. Das Relais 33 im Anodenkreis des Entladungsgefäßes 26 ist dagegen für gewöhnlich erregt, da das Gitter dieses Entladungsgefäßes im Ruhezustand vom Spannungsteiler abgetrennt und der Kondensator 31 entladen ist.
Auch im Ruhezustand sind die unteren Leiter der Fernsprechleitungen L1 bis L4 über die Kontakte g des entsprechenden Leitungsrelais mit dem positiven Pol der Stromquelle über die unteren Kontakte des Relais 16 verbunden. Der Stromkreis der unteren Ader der Leitungen L1 bis L3 verläuft über die Kontakte g des Linienrelais, die Leiter 43, die Kontakte e der Relais 44 und 45, die Kontakte c des Relais 33, die Kontakte e des Relais 46, die Kontakte / des Relais 47, den Leiter 48 und die unteren Kontakte des Relais 16 nach dem positiven Pol der Stromquelle. Der Stromkreis der unteren Ader der Telefonleitung L4 verläuft dagegen von + über die unteren Kontakte des Relais 16, über die Kontakte g des Relais 14, den Leiter 50, die Kontakte c des Relais 47, den Leiter 48 und die unteren Kontakte des Relais 16. Wenn irgendeiner der Hörer 6 von dem Gabelumschalter abgehoben worden ist, verläuft der betreffende Stromkreis auch noch über den Teilnehmerapparat, die obere Leitung und von da über die Kontakte e des betreffenden Linienrelais und die untere Wicklung des Relais zu dem negativen Pol der Stromquelle. Das betreffende Relais arbeitet dann in einer bestimmten Weise.
Wenn beispielsweise der Hörer, der an die Leitung L3 angeschlossen ist, vom Gabelumschalter entfernt wird, spricht das Relais 13 so weit an, daß ein Stromkreis zustande kommt, der über die obere Wicklung, die Kontakte c des Linienrelais 13, die Kontakte g des Relais 49, die Kontakte b des Relais 16 und die Kontakte» des Relais 18 nach dem positiven Pol der Stromquelle verläuft. Das Relais 13 spricht dadurch vollständig an und verlängert über seine Kontakte d und / die Leitung L3 über die Leiter 15, die Kontakte g und h des Relais 16, die Leiter 17 und die beiden Wicklungen des Relais 37 zum entgegengesetzten Pol der Stromquelle. Das Relais 13 schließt ferner an seinem Kontakt b einen Stromkreis von + über die Kontakte / des Relais 16 und die Wicklung des Relais 18. Das Relais 18 arbeitet demzufolge und schaltet die Telefonleitung über die Leiter 17, die Leiter 19 zum Transformator 20 des Sprechkanals des eigentlichen Hochfrequenzgerätes durch. Das Relais 18 schließt an seinem Kontakt e einen Stromkreis für einen Summer, und an seinem Kontakt / erregt es die Relais 46, 51 und die obere Wicklung des Relais 45 durch einen anderen Stromkreis. Der Summer dient zur Erzeugung des Tones für das Besetztzeichen, das in den Hörern sämtlicher Teilnehmerapparate gehört wird, wenn die Einrichtung in Betrieb ist. Das Relais 51 bewirkt gewisse Schaltvorgänge, wodurch im Gerät 2 der Empfänger für den Empfang vorbereitet wird. An der oberen Armatur α wird das Gitter des Entladungsgefäßes 39 mit negativer Vorspannung versorgt, und am unteren Kontakt wird die Anode dieses Gefäßes mit einem Empfangsübertrager 53 für die Sprach- bzw. Tonfrequenz verbunden. Das Entladungsgefäß ist ein Empfangsrohr der Schaltungsanordnung, und im Ruhezustand enthält es in seinem Anodenstromkreis das Rufrelais 40. Das Relais 51 schaltet indessen bei
seinem Ansprechen dieses Relais ab und legt den Sprachtransformator 53 in seinen Anodenstromkreis. Dieser Transformator ist mit dem Sprechkanal des Hochfrequenzgerätes verbunden. Das Relais 46 erregt an seinem Kontakt α das Relais 54, das bei seinem Ansprechen Spannung an das Hochfrequenzgerät anlegt, wodurch die Übertragungseinrichtung betriebsbereit gemacht ist. Die Wirkung der Erregung des Relais 45 wird später erläutert. Wenn das Relais 13 angesprochen hat, ist die obere Wicklung des Relais 44 über die unteren Kontakte dieses Relais erregt. Das Relais 44 spricht an und unterbricht an seinen Kontakten e den vorher geschlossenen Stromkreis von den unteren Leitern der Leitungen L1, L2, L3, und diese Leiter werden über die Kontakte d der Relais 44 und 46 mit dem Leiter 45 verbunden, der die Besetztzßichensignalströme führt, da er über den Kondensator 56 und den Widerstand 57 mit dem Summer verbunden ist. Nachdem durch Abheben des Hörers 6 vom Gabelumschalter 7 beispielsweise an der' Leitung L3 liegende Teilnehmerapparate betätigt worden sind, erhalten die Teilnehmer der Leitungen L1 und L2 beim Versuch, diese Stationen zu erreichen, das Besetztzeichen. Der untere Leiter der Leitung L4 liegt an positiver Spannung über die Kontakte b des Relais 59. Dieser Stromweg verläuft über die Kontakte b des Relais 14, den Leiter 50, Kontakt & des Relais 46, den Leiter 64 und den Kontakt b des Relais 59 nach dem positiven Pol. Beim Ansprechen des Relais 13 werden die Relais 59, 37 unmittelbar betätigt. Wenn der Teilnehmer der Leitung L4 in diesem Augenblick seinen Hörer vom Gabelumschalter abnimmt, ist seine Leitung unmittelbar parallel verbunden mit der Leitung der rufenden Station, wodurch er in die Lage versetzt wird, die Übertragungsanlage für sich in Anspruch zu nehmen. Das Relais 37 ist das Rufrelais und steuert den Wähler; nach Ansprechen des Relais 13 spricht es an und erregt über seinen Kontakt c das Relais 59, das ebenfalls unmittelbar hierauf anspricht.
Der Teilnehmer wählt alsdann die Nummer derjenigen Station, die er anzurufen wünscht, mittels seiner Wählscheibe 60. Dadurch wird die Ruhestromschleife über die Teilnehmerleitung im Rhythmus der j eweils ausgesandten Stromstoßreinen unterbrochen. Wenn beispielsweise zuerst die Ziffer 8 gewählt wird, wird das Relais 37 ebensooft zum Ansprechen und Wiederabfallen kommen. Das Relais 59 dagegen fällt mit Verzögerung ab und bleibt daher während der Stromstoßaussendung angezogen. Bei der ersten Unterbrechung der Fernsprechleitung fällt das Relais 37 ab und schließt einen Stromkreis über seine Kontakte b, über die Kontakte d, das Relais 61, den letzten Kontakt und Kontaktarm der Bank C des Wählschalters 24 und von hier über den oberen Kontakt des Relais 59 und die Wicklung des Relais 62 nach Minus. Ein Parallelstromweg verläuft über den Kontaktarm der Wählerbank C1 über die unteren Kontakte des Relais 59 und die Wicklung des An-'triebsmagneten M. Beim nächsten Stromstoß spricht das Relais 37 wieder an, veranlaßt das Wiederabfallen des Magneten M, wodurch der Wahlschalter auf seinen ersten Kontakt gebracht wird. Das Relais 62 dagegen bleibt infolge seiner Abfallverzögerung angezogen. Während der nächsten Unterbrechung entsteht ein Stromkreis über die Kontakte b des Relais 37, die oberen Kontakte des Relais 62, die unteren Kontakte des Relais 59 und den Drehmagneten mit einem Parallel weg über die oberen Kontakte des Relais 59 und die Wicklung des Relais 62. Auf diese Weise spricht der Drehmagnet M im Rhythmus der empfangenen Stromstöße an und bringt den Drehwähler 24 auf den zu wählenden Kontakt, beispielsweise auf den achten Kontakt. Das Relais 62 bleibt während des Stromstoßempfangs angezogen. Der Wählerarm der Kontaktbank^ liegt an +, und alle Kontakte, abgesehen von dem ersten und letzten Kontakt, sind miteinander verbunden und über den Leiter 63 und die untere Wicklung des Relais 47 mit Minus. Das Relais 47 spricht demzufolge immer an, wenn der Kontaktarm der Bank A einen dieser miteinander verbundenen Kontakte erreicht. Das Relais spricht demzufolge an und schafft einen Haltestromkreis für sich über seine untere Wicklung und die unteren Kontakte, den Leiter 64 und die Kontakte & des Relais 59. Durch seine α-Kon- loo takte verbindet das Relais 47 den Leiter 65 mit dem Eingangskreis des Trägerstromgerätes, und zwar über die Leiter 66, die Kontakte e des Relais 61, den Leiter 67, den Kondensator 68 und den Widerstand 69 mit dem i.05 Summer. Wie oben erwähnt, ist der Summer bereits in Tätigkeit. Sobald also der Wähler seinen zweiten Kontakt erreicht, wird ein Ton über die Fernleitung nach der gerufenen Station ausgesandt. Dieser Ton hält während der ersten und zweiten Stromstoßreihe an. In der gezeichneten Verbindung ist die zweite Stromstoßreihe 0, so daß die Schrktschaltwerke am siebenten Kontakt i'hr er betreffen den Kontaktbänke zum Alihalten gebracht werden. Das Relais 62 -fällt nun ab, da sein Stromkreis in den Kontakten b des Relais 37 geöffnet worden ist. Es entsteht nun ein Stromweg von + über die Kontakte b des Relais 59, die unteren Kontakte des Relais 62, Wählerarm und den Kontakt 7 der Kontaktbank B, den Leiter68, den Kontakt/ des Re-
lais 46, den Leiter 69 und die Wicklung des Relais 61 nach —. Das Relais 61 spricht an und hält sich über seine Kontakte c und die Kontakte b des Relais 59. Das Relais 61 ändert mittels seiner Kontakte/ und des rechten Kontaktes e den Tonfrequenzkreis so, daß er nunmehr das Stromstoßrelais 37 enthält, so daß während der Aussendung der folgenden Stromstoßreihen der nach der entfernten Station ausgesandte tonfrequente Strom im Rhythmus der Stromstöße unterbrochen wird. Dieser Stromkreis verläuft nun von dem Tonfrequenzkreis des Senders über den Leiter 65, die Kontakte a des Relais 4", die Leiter 66, die rechten Kontaktee und den Kontakt/ des Relais 61, den Leiter 70, die Kontakteii des Relais 29, den Leiter 71, die oberen Kontakte des Stromstoßrelais 47 und den Leiter 67 zu dem Summer. Während
?-o der Aussendung der verschiedenen Rufziffern wird der Kondensator 27, der dem Vakuumgefäß 25 zugeordnet ist, geladen gehalten, und zwar über die unteren Kontakte des Relais 37 und den vorher geschaffenen Stromkreis. Die Pausen zwischen den einzelnen Stromstößen sind nicht ausreichend, um die Entladung des Kondensators 27 zu ermöglichen. Nach der letzten Stromstoßreihe, entsprechend der letzten Ziffer, bleibt das Relais 37 erregt, da der Hörer 6 vom Gabelumschalter 7 abgehoben ist, wodurch das Gitter für eine unbestimmte Zeit von seiner Spannungsquelle abgeschaltet wird. Da das Relais 46 in diesem Augenblick erregt,ist, vermag sich der Kondensator 27 nun über den Widerstand 28 zu entladen. Dieser Widerstand ist so bemessen, daß ungefähr 4 Sekunden notwendig sind, um den Kondensator so weit zu 'entladen, daß das Relais. 29 betätigt werden kann. Hierdurch wird bewirkt, daß nach Aussendung der letzten Rufziffer der Ton noch ungefähr 4 Sekunden anhält, nach welcher Zeit des Relais 29 anspricht und den Tonfrequenzsignalkreis auftrennt. Im gleichen Augenblick wird der Leiter 65 des Trägerstromgerätes mit dem oberen Ende der rechten Wicklung des Transformators 20 verbunden, und zwar gemäß folgendem Stromweg: Leiter 65, Kontakte α, das Relais 47, rechter Kontakt e und Kontakt/ des Relais 61, Leiter 70, Kontakt α des Relais 29 und Widerstände 22 nach dem oberen Ende des Transformators 20. Hierdurch ist die Anordnung für die Sprachübertragung bereitgemacht.
Der untere Leiter der Leitungen L1 und L2 ist noch von -j- abgeschaltet und mit der Besetztschiene 55 über den Leiter 43 und die Kontakte d der Relais 44 und 46 verbunden. Der untere Leiter der Leitung L4 indessen ist nicht in dieser Weise verbunden, sondern ist noch mit dem positiven Potential über den Leiter 50, die Kontakte b des Relais 46, den Leiter 64 und die Kontakte b des Relais 59 verbunden. Infolgedessen kann der Teilnehmer der Leitung L4 seinen Hörer vom Gabelumschalter abnehmen, um hierdurch das Relais 14 zu betätigen, wodurch seine Fernsprechleitung bis zu den Leitern 15 und 17 durchgeschaltet wird, so daß seine Fernsprechleitung parallel mit der Leitung L3 liegt. Der Teilnehmer der Leitung L4 kann also auch in diesem Schaltzustand der Anlage die Übertragungseinrichtung für sich in Anspruch nehmen. Am Ende des Gesprächs soll angenommen werden, daß der Teilnehmer der Leitung L3 zuerst seinen Hörer auf den Gabeloder Hakenumschalter auflegt. Hierdurch werden die Schaltmittel der betreffenden Stationen mit Ausnahme der Relais 45 und 33 in ihre Ruhestellung zurückgeführt. Wurden die Relais 45 und 33 nicht in ihrer Arbeitsstellung verbleiben, so könnte es vorkommen, daß ein vorübergehendes Schließen und öffnen des Teilnehmerstromkreises der entfernten Station nach Empfang durch die Trägerstromeinrichtung 2 das Ansprechen des Relais 40 bewirken könnte, wodurch unmittelbar negative Spannung an das Gitter des Entladungsgefäßes 26 gelegt würde gemäß folgendem Stromweg: Vom Gitter des Entladungsgefäßes 26 über die Kontakte / des Relais 58, die Kontakte b der Relais 44 und 45, die Kontakte h des Relais 38, die Kontakte a des Relais 40, die Kontakte d des Relais 38 und den Leiter 41 zu dem Spannungsteiler für die Gitterspannung. Das Relais 33 würde infolgedessen abgefallen bleiben und den Blokkierungsleiter 43 mit der Besetztschiene verbinden und diesen für eine vorbestimmte Zeit von + abgetrennt halten. Dies würde unnöitigerweise die Leitungen L1 bis L3 blokkieren und den Teilnehmer der Leitungen L3 stören, falls er unmittelbar an das erfolgte Gespräch einen erneuten Anruf tätigen will. Dieser Übelstand wird durch das Relais 45 verhindert, das angezogen bleibt, und zwar über das Relais 33 gemäß folgendem Stromweg: von Minus über die untere Wicklung des Relais 45, die Kontakte c des Relais 45, die Kontakte α des Relais 33, den Leiter 83 und die Kontakte c des Relais 59. Nachdem das Relais 44 abgefallen ist, wird die Sperrschiene über die unteren Kontakte des Relais 44, die Kontakte d des Relais 45, die Kontakte e des Relais 46, die Kontakte / des Relais 47, den Leiter 48 und die unteren Kontakte des Relais 60 mit + verbunden. Das Relais 45 schaltet über seine unteren Kontakte den Widerstand 35 parallel zu dem Widerstand 32, wodurch die Zeitspanne für die Entladung des Kondensators 31 auf ungefähr 5 Sekunden herabgesetzt wird. Nach diesem
Zeitabschnitt spricht das Relais 33 an, erregt das Relais 45 ab, welches demzufolge abfällt, so daß die Übertragungsanlage sich wieder im Ruhezustand befindet.
Wenn ein Ruf von einer entfernten Station ankommt, so wird zunächst das Relais 40 erregt und trennt hierdurch unmittelbar darauf das Gitter des Entladungsgefäßes 25 von seiner Vorspannungsquelle ab, während es gleichzeitig das Gitter des Entladungsgefäßes 26 an seinen Spannungsteiler legt. Das Relais 33 fällt unmittelbar darauf ab, trennt die unteren Leiter der Leitungen L1, L2, L3 von dem positiven Potential ab und schaltet dieselben auf die Besetztleitung. Lediglich die Leitung L4 wird nicht in gleicher Weise unmittelbar umgeschaltet. Nach Ablauf der für das Ansprechen des Relais 29 notwendigen Zeit, vorzugsweise etwa 1 Sekunde, spricht dieses Relais an und schließt einen Stromkreis, der von -{- über die Kontakte d des Relais 18, den Leiter J2, die unteren Kontakte des Relais 29 und die Wicklung des Relais 38 verläuft. Das Relais 38 spricht alsdann an und verbindet die Kontakte des Relais 40 über die Kontakte c und g des Relais 38 und den Leiter 73, die Kontakte b und d des Relais 18, den Leiter 17 und die Wicklungen des Relais 37 mit dem entgegengesetzten Pol der Stromquelle. Das Relais 37 spricht daraufhin an und infolgedessen auch das Relais 40.
Das Arbeiten des Wählers während der ersten Stromstoßreihe ist das gleiche, wie es oben für die Stromstoßaussendung beschrieben worden ist. Lediglich ein zusätzlicher Haltestromkreis für das Relais 38 kommt beim Ansprechen des Relais 59 zustande, der von dem positiven Pol der Stromquelle über die Kontakte/!? des Relais 59, den Leiter 64 und die unteren Kontakte des Relais 38 und dessen Wicklung nach dem negativen Pol der Stromquelle verläuft. Es sei angenommen, daß die erste Stromstoßreihe 9 sei. Das Relais 61 spricht an nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe, und zwar gemäß folgendem Stromweg: Von -\- über die Kontakte b des Relais 59 und die unteren Kontakte b des Relais 62, Wählerarm undden neunten Kontakt der Bank B, den Leiter 74, den Kontakt g des Relais 46, den Leiter 69 und die Wicklung des Relais 61. Dieses spricht an und hält sich über seine Kontakte c und die Kontakte b des Relais 59. Das Relais 47 wurde über die Kontaktbank A erregt, als der Kontaktarm den zweiten Kontakt erreichte, unterbrach an seinem Kontakt f den vorher geschaffenen Stromkreis für den unteren Leiter der Leitung L4 nach 4- und legt an seinen Kontakt e die Besetztschiene an diese Leitung. Dieses Relais hält sich über seine unteren Kontakte, den Leiter 64, den Kontakt b, das Relais 59 und erregt an seinem Kontakte c den Summer. Für die dargestellte Schaltung kann die zweite Stromstoßreihe entsprechend der zweiten Wahlziffer 6, 7, 8 oder 9 sein. Am Ende dieser zweiten Reihe, beispielsweise nach acht Stromstößen, kommen die Wählerarme auf dem sechsten Kontakt der betreffenden Kontaktbank zur Ruhe, und das Relais 62 fällt demzufolge ab. Alsbald danach wird die Tonfrequenz in der entfernten Station dauernd unterbrochen, und die Relais 40 und 37 werden aberregt. Dann entsteht ein Stromkreis von + über die Kontakte b des Relais 32, die Kontakte d des Relais 62, die Kontakte α des Relais 61, den Leiter 75, die Kontakte e des Relais 38, den Leiter 76, den Kontaktarm 6, Kontakt der Kontaktbank D und die obere Wicklung des Relais 13. Das Relais 13 spricht an und verlängert den vorher geschaffenen Stromkreis - über seinen eigenen Kontakt c, die Kontakte d des Relais 49, die Kontakte α der Relais 16 und 49, den Leiter 76 und die Wicklung des Relais 58 bis zum negativen Pol der Stromquelle. Infolgedessen spricht das Relais 58 an und verbindet den Empfangskreis des Senders mit dem Summer über den Leiter 65, die Kontakte c des Relais 58, den Kondensator 68 und den Widerstand 69. Das Relais 58 erregt über seine Kontakte d das Relais 54, das nach seinem Ansprechen die Trägerstromeinrichtung in Betrieb setzt. Diese Betätigung bewirkt die Aussiendung eines Tonfrequenzsignals nach der rufenden Station, wodurch dem betreffenden Teilnehmer die Rückmeldung über den Empfang seines Rufes gegeben wird. An seinen unteren Kontakten legt das Relais 58 wechselnde Erregung an den Tonfrequenzverstärker 8o des Tonfrequenzkreises des. Senders. Das Summerzeichen wird hierdurch moduliert entsprechend der wechselnden Erregung und nach der entfernten Station ausgesandt. An seinem Kontakte unterbricht das Relais 58 den Stromkreis über das Gitter des Entladungsgefäßes 26 und den Gitterspannungsteil 42, wodurch der Kondensator 31 sich über dem Widerstand 32 zu entladen beginnt. In diesem Augenblick sind die Widerstände 34 und 35 vom Widerstand 32 abgeschaltet. An seinen unteren Kontakten schließt das Relais 58 erneut einen Haltestromjreis für das Relais 16 über den Leiter 77. Das Relais 58 schließt an seinen Kontakten/ einen Haltestromkreis für sich und das Relais 13. Der Stromkreis der Wicklungen dieser beiden Relais war vorher über die Kontakte d des Relais 49 geschlossen worden, von wo aus der Haltestromkreis für dieses Relais nunmehr über den Leiter 78, die Kontakte f, das Relais 58 und die Kontakte b des Relais verläuft. Infolge der Aufladung des Kon-
densators 31 befindet sich das letztgenannte Relais in seinem erregten Zustand. Ein Läutestromkreis entsteht hierdurch, der folgenden Stromweg hat: Von + über die Kon-S takte b, das Relais 47, die Kontakte c, den Leiter 79, die Rufstromquelle 80, die Kontakte g des Relais 16, den linken Leiter 15, die Kontakte d des Relais 13, von hier über die obere Leitung, die Anrufglocke 9 und den Kondensator 10 des Teilnehmerapparates, die untere Leitung, die Kontakte/ des Relais 13, die Kontakte c des Relais 16 und 49 und die untere Wicklung des letztgenannten Relais nach Minus. Infolge der Einschaltung des Kondensators 10 fließt in diesem Stromkreis nur Wechselstrom, und das Gleiehstromrelais 49 kann infolgedessen nicht zum Ansprechen kommen, so daß lediglich das Läutewerk 9 betätigt wird. Die unteren Leiter der übrigen Fernsprechleitungen sind in diesem Zustand von der positiven Spannung abgeschaltet und mit der Besetztschiene verbunden. Der Strom-. kreis für den unteren Leiter der Leitung L4 verläuft über den Leiter 50, über die Kontakte c des Relais 46, die Kontakte e des Relais 47 nach der Besetztschiene und der Stromkreis des unteren Leiters der Leitungen L1, L3 über den Leiter 43, die Kontakte d des Relais 44, die unteren Kontakte des Relais 33, die Kontakte e des Relais 46, die Kontakte / des Relais 47, Leiter 48, die Kontakte i des Relais 16 nach der Besetztschiene. In diesem Augenblick sind demzufolge alle Leitungen einschließlich der Leitung L4 für den Rufempfang blockiert und demzufolge auch nicht in der Lage, den Rufempfang zu stören. Wenn der Ruf von dem Teilnehmer dadurch beantwortet wird, daß dieser seinen Hörer 6 von dem Hakenumschalter abnimmt, entsteht ein Gleichstromkreis über die obere Wicklung des Relais 49, so daß' dieses anspricht, wenigstens so weit, bis es seine Kontakte b schließt und hierdurch auch einen Stromkreis für seine obere Wicklung über die Kontakte g des Relais 18 herstellt, so daß das Relais 49 vollständig anspricht. An seinem Kontakt c unterbricht es den Stromkreis über die Telefonleitung, und mittels seiner Kontakte e schließt es einen Haltestromkreis für das Relais 13. In demselben Augenblick wird der Haltestromkreis des Relais unterbrochen, so daß dieses abfällt. Das Relais 54 dagegen bleibt über die Kontakte a des Relais 46 zunächst angezogen. Das Relais 58 versorgt über seine Kontakte b den Sprachverstärker mit Gleichstrom. Mittels seiner Kontakte c unterbricht es den Tonfrequenzsendekreis, mittels seiner Kontakte e schaltet es erneut das Gitter des Rohres 26 in negative Vorspannung, und mittels seiner Kontakte g1 öffnet es den Haltestromkreis für das Relais 16. Dieses fällt indessen ab und stellt einen Ansprechstromkreis für das Relais 18 über seine Kontakte/ und die Kontakte b des Relais 13 her. Das Relais 18 spricht nun an und schaltet den Sprechkanal der Sendeeinrichtung von dem Transformator 20 über die Leiter 19, die Leiter 17 und die Leiter 15 bis zu der ausgewählten Fernsprechleitung durch, worauf das Gespräch durchgeführt werden kann. Während des Gesprächs werden die Leitungen L1, L2 im gesperrten Zustand gehalten, da ihre unteren Leiter über den Leiter 43, die Kontakte d des Relais 44 und 46 an die Besetztschiene geschaltet sind. Die Leitung L4 dagegen kann jedoch die Trägerstromeinrichtung erreichen, da der untere Leiter dieser Leitung mit positiver' Spannung über den Leiter 50, die Kontakte b des Relais 46, den Leiter 64 und die Kontakte b des Relais 59 verbunden ist. Wenn daher der Teilnehmer dieser Leitung ein dringliches Gespräch hat, so braucht er nur seinen Hörer 6 vom Hakenumschalter 7 abzunehmen und von den sprechenden Teilnehmern Freigabe der Übertragungeinrichtung verlangen. Für den Fall, daß der Ruf nicht beantwortet wird trotz Ansprechens des betreffenden Läutewerkes, so wird der Ruf selbsttätig nach einem vorbestimmten Zeitabschnitt, z. B. 30 Sekunden, unterbrochen, wobei diese Zeit durch den Kondensator 31 und den Widerstand 32 bestimmt ist. Nachdem nämlich der Kondensator 31 genügend entladan worden ist, um das Rellais 33 zum Ansprechen zu bringen, öffnet dieses an seinem Kontakt b den Haltestromkreis für die Relais 58 und 13 und schaltet gleichzeitig den Summer ab. Das Relais 58 unterbricht beim Abfallen an seinen unteren Kontakten den Haltestromkreis für das Relais 16, das seinerseits abfällt, wodurch die ganze Einrichtung, abgesehen von dem Relais 44, in den Ruhestand gebracht ist.
Das Relais 44 bleibt nach Unterbrechung des Rufstromes angezogen, wenn der Ruf nicht beantwortet ist, sein Haltestromkreis verläuft über seine eigenen Kontakte c und die Kontakte d des Relais 45. Der Zweck dieser Maßnahme ist, dem rufenden Teilnehmer die Antwort zu einer späteren Zeit unabhängig von der Stellung des Relais 33 zu ermöglichen. Dieses Relais verbindet in seiner erregten Stellung alle nidhtbevorzugten Lei« tungen mit + über den_Leiter 43, die Kontakte d des Relais 44, die Kontakte e des Relais 46, die Kontakte / des Relais 47, den Leiter 48 und die unteren Kontakte des Relais 16. Auf diese Weise kann der gerufene Teilnehmer, nachdem der Anruf beendet ist, dadurch antworten, daß er den Hörer vom Gabelumschalter abnimmt. Hierdurch wird bewirkt, daß der gerufene Teil-
nehmer blockiert wird, wenn das Läutewerk durch irgendeinen Ton stillgesetzt wird, der in dem Empfänger der Trägerstromeinrichtung 2 ankommt und der das Ansprechen der Relais 40 und 33 bewirken könnte. Die Elektronenentladungsgefäße 20 gestatten eine weitere Funktion, nämlich die, daß alle Leitungen L1, L2, L3 mit nichtbevorzugter Sprech-'möglichkeit während eines Gesprächs zwischen den -entfernten Stationen 3 und 4 gesperrt gehalten werden. Das Relais 40 wird während eines Gesprächs zwischen entfernten Teilnehmern intermittierend erregt und legt infolgedessen intermittierend negative Vorspannung an das Gitter des Entladungsgefäßes 26. Dieses verursacht unmittelbar die Aberregung des Relais 33, welches an seinen Kontakten c die positive Spannung von diesen Leitungen abschaltet und an die Kontakte d Summerstrom anlegt. Der Summer ist über die Kontakte b erregt. Nach Beendigung des Gespräches oder während einer genügend langen Pause während des Gesprächs tritt die Entladung des Kondensators 33 über Widerstände 32, 35 ein, die nun parallel geschaltet sind, wodurch das Relais 33 zum Ansprechen kommt und die Blockierung aufhält. Die Zeit für diesen Vorgang wird zweckmäßig auf 10 Sekunden bemessen. Die Widerstände 22 und 85 enthalten ein Dämpfungsnetzwerk, das mit dem Sprechkanal der Trägerstromeinrichtung während des Gespräches über verschiedene Leitungen verbunden ist, die geringere Dämpfung aufweisen als andere Leitungen.
Z. B. können die Leitungen L2, L3, L4 kurz gegenüber der Leitung L1 sein. Infolgedessen ist während einer Sprachübertragung über diese Leitung das Dämpfungsnetzwerk 22, 85 in den Sprechkanal eingeschaltet und so bemessen, daß die Signalintensitäten, die von allen Leitungen aufgenommen werden können, gleich groß sind. Dies wird durch ein Relais 86 bewirkt, das in Abhängigkeit von den Relais 12, 13, 14 über den betreffenden S tromkreis zum Ansprechen gebracht wird.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Hochfrequenztelefonieverikefhr, insbesondere über Starkstromleitungen, mit Wahlanruf für eine beliebige Anzahl von Teilnehmern, von denen einzelne bevorzugt in ein bestehendes Gespräch eintreten können, gekennzeichnet durch Sdhaltmittel (c, 46, e, 47 in Verbindung mit k, 16, g, 14), weiche die Herstellung von Verbindungen durch einen bevorzugten Teilnehmer verhindern, wenn Ruf stromzeichen von irgendeiner anderen bevorzugten oder nichtbevorzugten Teilnehmerstelle der Über- übungseinrichtung ausgesendet werden.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei welcher mehrere Niederfrequenzteilnehmer 'an einem Hochfrequenzgerät angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Blockierung auch dann durchgeführt wird, wenn einer der Niederfreqüenzteilnehmer gegenüber anderen Niederfrequenzteilnehmern zu bevorzugen ist, und zwar dadurch, daß beim Ansprechen des Rufrelais auch die bevorzugte Leitung auf die Besetztschiene geschaltet wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rufempfangsvorrichtung die Besetztschiene an die Leitung der bevorzugten Teilnehmer anlegt, wenn Rufströme für einen Niederfrequenzteilnehmer am Hachfrequenzgerät eintreffen oder von irgendeiner Außenstation nach irgendeiner an- deren Außenstation gegeben werden.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ruf mit Tonfrequenz erfolgt, mit welchem der hochfrequente Träger moduliert wird, und die Blockierung von dem Auftreten dieser Tonfrequenz abhängig gemacht ist.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Ruf rückmeldung mit Tonfrequenz erfolgt.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anruf, einer Station nach vollendeter Auswahl nur für eine bestimmte Zeit gegeben wird und daß nach Ablauf dieser Zeit lediglich die angerufene Station und die bevorzugte Station im nichtblockierten Zustand gehalten wird.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung zweier abhängiger Schaltvorgänge Entladungsgefäße vorgesehen sind, in deren Anodenkreis ein Relais liegt, das erst dann zum Ansprechen kommen kann, wenn sich ein im Gitterkreis des Entladungsgefäßes angeordneter Kondensator über Widerstände entladen hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA77659D 1934-11-14 1935-11-15 Schaltungsanordnung fuer Hochfrequenztelefonieverkehr, insbesondere ueber Starkstromleitungen Expired DE670202C (de)

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