DE68230C - Schützenwechsel - Google Patents

Schützenwechsel

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DE68230C
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DE
Germany
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lever
boxes
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pin
stairs
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT68230D
Other languages
English (en)
Original Assignee
COVA & CO. und J. CRIVELLI in Mailand
Publication of DE68230C publication Critical patent/DE68230C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. November 1892 ab.
Die vorliegende Einrichtung zur Bewegung von Steigladen ermöglicht eine grofse Anzahl von Schützenschlägen. Sie ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dals entsprechend der Anzahl der Wechselkästen Platinenstangen mit Daumen oder Ansätzen vorgesehen sind, welche auf einen doppelarmigen, die Steiglade bethätigenden Hebel einerseits und auf zwei Stufensperrklinken andererseits wirken, die den genannten Hebel in seiner jeweiligen Lage abstutzen.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Seitenansicht eines Theiles eines Webstuhles, an welchem der Mechanismus zum Anheben der Platinenstangen angebracht ist. Fig. 2 zeigt eine vordere Ansicht der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Theile und die Fig. 3 bis 6 Seitenansichten derselben in den verschiedenen Stellungen, wobei nur die Mechanismen gezeigt sind, welche den Wechsel der besagten Theile veranlassen, während andere Mechanismen, welche die Schützenkästen bethätigen, um die Zeichnung nicht zu verwirren, fortgelassen sind.
Die Bethätigung der Messerstange e, Fig. 1, welche die Platinenstangen a 1O2α3α*, Fig. 2 bis 6, in bekannter Weise durch Vermittelung eines Jacquard - Getriebes anhebt, geschieht mit Hülfe der auf. der Welle b sitzenden Hubscheibe a, welche auf den bei d drehbar gelagerten Hebel c derart einwirkt, dafs die Messerstange e zeitweilig angehoben wird. Die Messerstange e ist mit dem Hebel c durch eine gekröpfte Lenkstange ρ q gelenkig verbunden. Diese Lenkstange ist nicht auf ihrer ganzen Länge steif, sondern ihr oberer Theil besteht aus einer doppelten Feder fg h I, Fig. 1. Die Spannung . dieser Feder kann je nach Bedarf durch eine Schraube 0 geregelt werden. Tritt eine Unregelmäfsigkeit in der Bewegung ein, beispielsweise infolge einer Beschädigung der Musterkarte oder des Treibriemens oder dadurch, dafs der Schützen nicht rechtzeitig in seinen Kasten gelangt u. s. w., so wird der Zapfen q, welcher nur von der doppelten Feder fg hl nachgiebig gehalten wird, sobald er einen Widerstand erfährt, welcher gröfser als der gewöhnliche ist, einen der Federarme ausbreiten und sich zwischen denselben einsenken, so dafs die Messerstange e sich nicht weiter aufwärts bewegt. Ist das Hindernifs beseitigt, so kann der Zapfen q dadurch wieder in seine Lage gebracht werden, dafs der Arbeiter den Fufs auf den Tritt m setzt und die Messerstange an dem Griff h von Hand anhebt.
Der Mechanismus zum Wechseln der Schützen ist aus Fig. 2 ersichtlich. Die Fig. 3 bis 6 zeigen dieselben Theile in Seitenansicht in vier verschiedenen Stellungen.
Die Vorrichtung ist an einer am Gestell.s befestigten, U-förmig ausgebildeten Tragconsole t angeordnet. Dieselbe trägt den Zapfen u, auf welchem der zweiarmige Hebel (Kastenhebel) ν drehbar sitzt, und welcher zur Führung der Platinenstangen al cfi a3 und aA dient. Diese sind mit einem Schlitz versehen, durch welchen der Zapfen u greift. Der Hebel ν trägt seinerseits zwei länge Querstifte w und n>\ den Zapfen y% an welchen die Wechselkastenstange greift, und ferner zwei Stifte gl g2, welche sich auf zwei plattenförmige Stufensperrklinken (Treppen) bl und b'2 stützen. Diese Treppen sind an der Console t bei r2 und r3 drehbar gelagert und unter sich mittelst der Schraubenfeder ρl nachgiebig verbunden. Diese Treppen
halten den Hebel ν in seiner jeweiligen Lage fest und verhindern jede rüttelnde Bewegung der Wechselkästen während deren Stillstand. An den Treppen b1 b2 befinden sich ebenfalls lange Stifte C1C2, deren Wirkungsweise weiter unten beschrieben werden soll.
Jede Platinenstange α1 α2 α3 α4 ist mit zwei Hebedaumen d\ cf\, d\ d\, d\ d\, d\ d\ versehen, welche in ihrer Höhenlage mit Hülfe von !Befestigungsschrauben eingestellt werden können. Diese Daumen bezwecken, den Hebel ν von den Treppen b1 b2 abzuheben und dann denselben und mit ihm die Wechselkästen in der Stellung festzuhalten, welche sie in einem gewissen Zeitpunkt einnehmen müssen. Die Platinenstange, welche in Thätigkeit kommen soll, wird während 3/g einer Umdrehung der Hubscheibe a, Fig. i, hoch gehalten, so dafs die Treppen b1 b2 Zeit haben, die gewünschte Stellung einzunehmen. Das Spiel des Mechanismus ergiebt sich,. wenn man z. B. die Vorgänge verfolgt, welche eintreten, wenn die Vorrichtung aus der in Fig. 5 dargestellten Stellung, bei welcher der dritte Kasten /3 der Wechsellade in Thätigkeit ist, in die in Fig. 3 gezeigte Stellung übergeht, bei welcher der erste Kasten fl als thätig dargestellt ist.
Um diese Verstellung einzuleiten, mufs das Messer die Platinenstange a1 anheben, was mit Hülfe eine Mustermaschine in bekannter Weise geschieht. Bei der Aufwärtsbewegung der Platinenstange a1 schieben die Daumen d\ d\ die Stifte c1 und c2 zur Seite, so dafs die Treppen b1 b2 den Hebel ν freigeben. Gleichzeitig ergreift der Daumen d\ den Stift n> und bewirkt somit eine Drehung des Hebels v, so dafs der Stift n>1 ,sich auf den anderen Daumen if2] legt. Hierdurch senken sich dieKästen, so dafs die Abtheilung f1 die Lage der Abtheilung fs einnimmt und in einer Höhe mit der Schützenbahn auf der Lade ο1 liegt. Die Treppe b2 wird nach rechts geschoben, so dafs der Stift g2 sich auf ihre unterste Stufe legen kann.
Die Schraubenfeder ρ1 zieht hierbei die Treppe b1 gegen den Stift g1, die Platinenstange a1 senkt sich und die genannten Theile behalten die eingenommene Stellung so lange bei, bis die Musterkette eine andere Stellung erheischt.
Wie. aus den Fig. 3 bis 6 ersichtlich ist, nehmen die Theile bei jeder anderen Stellung des Wechselkastens eine entsprechend verschiedene Stellung ein. Der Wechsel aus der einen Lage in die andere in beliebiger Reihenfolge erfolgt in ganz analoger Weise wie der Wechsel aus der in Fig. 5 dargestellten in die in Fig. 3 dargestellte Stellung. Wie durch Anheben der Platinenstange ax der Kasten f1 in Thätigkeit versetzt wurde, können auch die Kästen /2/3/4 durch Anheben der entsprechenden Platinenstangen a2 a3 oder a4 in Wirksamkeit treten.
Eine Schraubenfeder m1 gleicht das Gewicht der Wechselkästen vollständig-aus, indem sie den durch letztere auf den Hebel ν ausgeübten Widerstand auf das. geringste Mafs beschränkt. Sämmtliche. Stifte sowie das äufsere freie Ende des Zapfens u sind mit Stahlröhren versehen, welche sich frei drehen können und Reibung und Abnutzung verringern.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung ist für vier Wechselkästen bestimmt, jedoch kann natürlich auch eine beliebig gröfsere Anzahl angeordnet werden. Ein nach dieser Art gebauter Webstuhl kann in der Minute 180 Schläge ausführen, wenn nicht die Gröfse des Stuhles selbst einen so schnellen Gang unmöglich macht.
Bei dieser Einrichtung erfolgen die Bewegungen zuverlässig und zwangläufig, wobei das Zusammenspiel ohne Zwischenschaltung besonderer Kräfte erzielt wird, so dafs die Theile" im Gleichgewicht gehalten werden. Der vom Messer durchschrittene Weg ist verhältnifsmäfsig kurz. '
Das Messer hält die Kästen in ihrer Lage mit Hülfe der Platinenstangen während 3/8 der Umdrehung der Welle fest und seine Wirkung wird durch die der Treppen ersetzt, wenn die Platinenstangen sich abwärts bewegen.
Der Drehzapfen des Hebels ν dient den Platinenstangen nur zur Führung und beeinflufst die Hebung derselben nicht. Infolge dieses Umstandes und der geringen Neigung zu spielen, sind die Theile stets im Gleichgewicht und die Abnutzung wird gering. Die grofse Einfachheit der ganzen Anordnung erleichtert die Aufstellung und Handhabung derselben. Eingetretene Unregelmäfsigkeiten können durch den gewöhnlichen Arbeiter, ohne Mithülfe des Werkführers, richtiggestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Schützenwechsel für Webstühle, bei welchem der Stellungswechsel eines die Wechselkästen beeinflussenden doppelarmigen Hebels durch Platinenstangen mit Daumenpaaren vermittelt wird , welche einerseits auf zwei Stifte des Hebels, andererseits auf zwei den Hebel in der jeweilig eingestellten Lage abstützende Stufensperrklinken (Treppen) einwirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT68230D Schützenwechsel Expired - Lifetime DE68230C (de)

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