DE675040C - Verfahren zum Bleichen von Bastfasern - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Bastfasern

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DE675040C
DE675040C DEE44236D DEE0044236D DE675040C DE 675040 C DE675040 C DE 675040C DE E44236 D DEE44236 D DE E44236D DE E0044236 D DEE0044236 D DE E0044236D DE 675040 C DE675040 C DE 675040C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06L—DRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
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    • D—TEXTILES; PAPER
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    • D06L4/70—Multi-step processes

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Bleichen von Bastfasern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bleichen von Bastfasern, wie Flachs, Hanf, Hede oder W:erg u. dgl., in Form. von Garnen, Geweben, Kreuzspulen und Rohfasain unter Verwendung von Superoxyd- und Hypochl-oritbädern und besteht darin, daß man das zu bleichende Gut nach einer Vorbehandlung mit verdünnter Alkalilauge zunächst der Einwirkung einer alkalischen Superoxydlösung unterwirft, dann der Reihenfolge nach spült, z. B. mit Salzsäure absäuert, erneut spült, mit einer alkalischen HypochloritfIatte behandelt, wieder spült, entchlort, spült und die Behandlungsweise unter Weglassung des zuerst angeführten Alkalibades wiederholt.
  • Man hat schon länger festgestellt, daß mit der Wirkung von aufeinanderfolgenden Super-.oxyd- und Chlorbädern. wohl ein besserer Bleicheffekt erreicht wird als mit Chlor allein; aber ein VolIweiß konnte doch - trotz kostspieliger und lang ieriger Operationen -kaum e erzielt werden. "w E, rst neuere Verfahren, wie sie in den österreichischen Patentschriften 121 537 und 125 682 beschrieben sind, brachten hier eine Änderung. Nach diesen Verfahren wird in der zweitien Stufe, nach vorhergehender Superoxyd- und S.Ddabehandlung, eine mit Salzsäure angesäuerte Hypfo,dlil,oritl,ösung angewendet.
  • Der mit dem neuen Bleichverfahren erzielte Effekt wird lediglich durch die abwechselnde Behandlung van ätzalkalischen Superoxydbädern mit intensivem Absäuren und anschließender Chlorbleiche erreicht. Hierdurch wird dem. Bleicher die Möglichkeit gegeben, sparsam und ökonomisch zu arbeiten, da die Säure und Chl-orflotten Lartlaufend verwendet werden, während nach den obigen bekannt,-n Verfahren die Flotte der zweiten Stufe, nicht weiterverwendet werden 'kann. Hier liegt in dem Verfahren gemäß der Erfindung ein großer Vorteil, da Chlar einen beträchtlichen Teil' der Bleichunlziosten ausmacht und in der alten Flatte, die fortlaufend verwendet wird, n.c>ch etwa 40 % des aktiven Chlors enthalten sind. Dann ist auch jedem Bleicher bekannt, daß eine alte Chl.orflotte viel bleichenergischer ist als ein frisch angesetztes Chlorbad.
  • Au sf ührung s b eisp iel. 1. Arbeitsgang Das Material wird in alkalischer Flotte einige Stunden - je nach Beschaffenheit des Materials - genetzt. Man verwendet etwa 2 bis ioo/o calcinierte Soda vom Gewicht der Ware oder auch entsprechende Mengen Ätzalkal.i. Die Temperatur soll möglichst 7o' nicht überschreiten. Nach dem Netz-en gut heiß und 1,alt spülen.
  • II. Arbeitsgang Ätzalkalische Superoxydbleiche im Flottenverhältnis von 1: 8 bis i - i o während 4 Stunden, 2 Stunden kalt und in weiteren 2 Stunden allmählich ansteigend bi'a*iif etwa 70'. Bei schwer zu bleichenden Materialich kann. d##2# Einwirkungsdauer veriä l(kert iund#die Te-eratur auf 8o' erhöht #v-e ,.rden., 'Das bad enthält o , 3 bis i witksamen stoff, etwa o,5 bis 2% Ätznatron und*#etiva 1,5 0,10 Wasserglas vom Gewicht der Ware. Man arbeitet zweckmäßig mit Natriumsuperüxyd !ohne weitere Zusätze vin Natronlauge.
  • ZD Nach einer Bleichdauer von etwa 4 Stunden "vird gut gespült.
  • - 111. Arbeitsgang Intensives Absäuren mit 5 bis iog Salzsäure konz. im Liter während i bis 2 Stunden, hierauf gutspülen.
  • IV. Arbeitsgang Etwa 2 Stunden Chloren mit einer alkalisehen Hypoochloritflotte, die etwa 2 bis 8g aktiv-es Chlor im Liter enthält. Hierauf wird gespült, entchlort und wiederum gut gespült. Damit ist der Bleichprozeß zur Erzielung einer 1/2 Bleiche beendet. Urn Vollbleiche zu erreichen, wird Arbeitsgaqg2, 3 und 4, je nach Beschaffenheit der Rohware niit der 114hen oder gleichen Konzentratign, wiederel holt.

Claims (1)

  1. PATr,NTANSPRUCH: Verfahren zum Bleichen von Bastfasern unter Verwendung von Superoxyd- und Hypochloritbädern, dadurch gekennzeichnet, daß man das zu bleichende Gut nach einer Vorbehandlung mit verdünnter Alkalilauge zunächst der Einwirkung einer alkalischen Superoxydlösung unterwirft, dann der Reihenfolgenach spült, absäuert, erneut spült, mit >einer alkalischen Hyp-ochloritflotte behandelt, wieder spült, entchlort, spült -Lind die Behandl-Lingsweise unter Weglassung des zuerst angefübrten Alkalibades wiederholt.
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