DE67185C - Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Zuckerrohrschneidemessern, sog. Hauern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Zuckerrohrschneidemessern, sog. Hauern

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DE67185C
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rollers
tusks
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sugar cane
rolling mill
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DENDAT67185D
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W. BRÖKING in Gevelsberg i. W
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H7/00Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons
    • B21H7/10Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons knives; sickles; scythes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die aus Stahlblech hergestellten Messer, sogenannte »Hauer«, wie sie in den Zuckerrohrplantagen benutzt werden, mit an der Klinge selbst durch Ausstanzen geformtem Griff und in der Gestalt eines kurzen, breiten Hiebschwertes, werden am vorderen Ende etwas gekrümmt und nach dem Rücken hin verbreitert und erhalten eine ganz schwach verlaufende Schneide- oder Keilform an diesem Ende.
Zur Herstellung dieser Klingen dient das Verfahren und die Vorrichtung, die im Folgenden beschrieben sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist dargestellt durch
Fig. ι ein Hauer roh vorgeschnitten,
Fig. 2 ein solcher fertig gereckt und gerichtet,
Fig. 3 ein Grundrifs des neuen Walzwerkes, Fig. 4 eine Seitenansicht davon,
Fig. 5 eine Stirnansicht desselben,
Fig. 6 eine abgeänderte Ausführung des Walzwerkes.
Das nach Fig. 1 vorbereitete Messer A wird an dem vorderen Ende hellroth erhitzt, dann wird der erhitzte Theil zwischen zwei an einer Kopfseite offenen. Walzen, welche eine ganz geringe schräge Lage zu einander haben, hindurchgetrieben, wobei das Heftende, wie bei Fig. 4 angedeutet ist, gegen eine Unter- und Rücklage sich stützen kann, damit die Klinge nicht ausweichen, sondern in die Walzen eingezogen werden mufs.
Ein festes Gegenlager an der oberen Seite verhindert, dafs die Klingen zu weit in. der Richtung der Spitzen eingezogen werden, und die elastische Lagerung des unteren Widerlagers gestattet einen Rückstofs.
Infolge der nach der Klingenspitze zu conyergirenden Lage der Walzenumfänge wird das Material hier mehr zusammengeprefst oder gequetscht als nach der offenen Stirnseite der Walzen hin, und es findet daher ein allmäliges Abnehmen der breitenden Wirkung auf das rothwarme Metall statt, welch letzteres daher die in Fig. 2 dargestellte Form einnimmt
Statt cylindrischer, schräg gegen einander gestellter Walzen könnten auch ganz schwach konische Walzen genommen werden, wodurch eine ähnliche Wirkung erzielt werden kann.
Das Richten der gehärteten Messer wird in einem eigens hierzu construirten Walzwerk bewirkt, das im wesentlichen einem gewöhnlichen Biegewalzwerk ähnlich ist, aber bei welchem die Walzen ebenfalls, entsprechend dem Profil der Klinge, etwas schräg gegen einander gestellt sein müssen.
, Zum Auswalzen oder Ausbreiten der Klingenenden dient das durch die Fig. 3 bis 6 dargestellte Walzwerk.
Von einem Vorgelege CDE aus werden die in Ständern F und G gelagerten Walzen H und H1 angetrieben. Die Achsen der Walzen H und H1 stehen aber nicht wie bei einem gewöhnlichen Walzwerk parallel, sondern ganz schwach geneigt gegen einander in convergirender Richtung nach dem Vorgelege hin.
Der vordere Ständer G ist seitlich offen, wie bei J, Fig. 5, zu ersehen ist. Diese Schlitzöffnung geht um circa doppelte Messerbreite unter die Unterkante der Walzen; vor ihr ist an der Vorderseite des Ständers ein Support K
angeordnet, mit einem durch Schraube und Handrand L einstellbaren, federnd gelagerten Schlitten M, auf welchen die Heftenden der Klingen beim Auswalzen der breiten Spitzen, wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, gestutzt werden.
An der oberen Seite ist ein Gegenlager Ai1 angebracht, welches je nach Länge der Klingen fest eingestellt werden kann, und verhindert, dafs dieselben vorgezogen werden. Es bedarf dann nur des Einlegens einer warmen Klinge auf den richtig eingestellten Support und zwischen den Walzen, worauf diese die Klinge von selbst fassen und schnell durch die Walzen ziehen, so dafs sie in der Gestalt A, Fig. 4, in das Walzwerk gelegt, in der Lage und Gestalt A1 aus demselben kommt.
Die eine Walze H liegt fest, die andere H1 ist stellbar eingerichtet und läfst sich mittelst Schraube und Handrad N der anderen nähern. Es ist dies nicht nur des Abdrehens und Abschleifens wegen infolge des Verschleifses erforderlich, sondern auch um beide Walzen im richtigen Winkel zu einander einstellen zu können.
Damit der zuerst von den Walzen gefafste Schneidetheil dünner werde als der Rücken, sind die Walzen elastisch gelagert, wie aus Fig. 5 zu ersehen ist. Es können dann infolge des Andrängens des versetzten Materials die Walzen nachgeben und der zuletzt zwischen sie gelangende Rücken wird oder bleibt dicker.
Es ist nicht nothwendig, dafs die Walzen in dem geschlitzten Ständer G gelagert sind; sie können, wie Fig. 6 andeutet, als einfache Stirnwalzen oder Kopfwalzen eingerichtet sein; auch ist der Untersfützungsschlitten KLM nicht absolut nöthig, nur zur Erzielung eines ganz gleichmäfsigen Productes und rascher Arbeit vortheilhaft.
Zum Richten der so geschmiedeten Klingen dient ein Walzwerk, das mit zwei ι unteren festen Walzen und einer oberen Stell- oder Druckwalze versehen ist.
Diese Walzen liegen ebenfalls etwas geneigt gegen einander, d. h. die obere Walze zur Richtung der unteren Walze, deren Achsen parallel zu einander liegen.

Claims (2)

Patent-Anspruch:
1. Ein Verfahren zum Formen der sogen. Hauer (Zuckerrohrschneidemesser), darin bestehend, dafs die aus gewalzten Stahlstäben vorgeschnittenen Klingen am Spitzende hellroth warm gemacht und dieses Ende in ein Walzwerk mit einer offenen Stirnseite gebracht wird, dessen Walzenumhüllungsflächen da, wo sie sich zunächst stehen (in der durch ihre Achsen gelegten Ebene), zwischen sich einen keilförmigen Zwischenraum lassen, durch welchen die Klinge parallel zu den Walzenachsen hindurchgetrieben wird, wobei die Walzen cylindrisch oder konisch gestaltet, sowie als freie Stirnoder Kopfwalzen oder als beiderseits gelagerte Walzen gebaut sein können.
2. Das- zu dem unter 1. beschriebenen Verfahren erforderliche Walzwerk, gekennzeichnet durch die einen keilförmigen Raum an den sich zunächst liegenden Stellen ihrer Umhüllungsflächen bildenden konischen oder cylindrischen Walzen (HH1), wovon die eine einstellbar ist, und dem in der Fortsetzung dieses Raumes mit einem Schlitz (J) versehenen Ständer (G), an welchem ein Support (K) und Schlitten (M) zur Stütze der Klingen beim Passiren durch die Walzen angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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