DE665231C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Bemessung und Anzeige von Zeitspannen - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttaetigen Bemessung und Anzeige von Zeitspannen

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DE665231C
DE665231C DEW86375D DEW0086375D DE665231C DE 665231 C DE665231 C DE 665231C DE W86375 D DEW86375 D DE W86375D DE W0086375 D DEW0086375 D DE W0086375D DE 665231 C DE665231 C DE 665231C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H43/00Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed

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  • Measurement Of Predetermined Time Intervals (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur selbsttätigen Bemessung und Anzeige von Zeitspannen Die bekannten, meist mechanischen Signalzeitwerke zum Überwachen von festen oder veränderlichen Zeiträumen werden durch den Gegenstand der Erfindung für die speziellen Anforderungen verschiedener Anwendungsgebiete derart erweitert, daß ein in seiner Einrichtung und Funktion neuer Apparat entsteht. Nach der Erfindung wird zunächst die zeitabhängige Bewegung des Zeigers und Kontaktgebers durch ein mechanisches oder elektrisches Antriebswerk bekannter Ausführung auf einen Teil des Kreisumfanges beschränkt, damit der Restbogen, welcher unter dem Einfluß eines anderen mechanischen oder elektrischen Antriebes durchlaufen wird, für die Abgabe anderer Signale oder elektrische Vorbereitungen von weiteren Einrichtungen in zwangsläufiger Folge nutzbar gemacht werden kann, wobei ein Wechsel der Drehrichtung nicht eintreten muß. Hiermit ist .es zunächst möglich, .die nähere Bestimmung und Überprüfung von zwei oder mehr aufe.inanderfolgenden Zeiträumen v orzunehmen, deren Zeitmaß und Veränderungsbereich sehr voneinander abweichen, weil der Vorschub jetzt nicht mehr beiden Bereichen geineinsain, sondern jedem für sich angepaßt werden kann. Weiter ist nach der Erfindung der Restvorschub in Teilschritte aufgelöst, welche bei Hand- oder elektrischer Fernsteuerung die Bedienung zwingen, zur Herstellung der Anfangsstellung eine Reihe von Kontakten zu betätigen, deren Reihenfolge unveränderlich- ist und die zur Steuerung oder Überwachung dienen.
  • Die Erfindung betrifft noch eine weitere Verbindung von Signalen verschiedener Zeiträume und Stromkreise miteinander, welche es ermöglicht, innerhalb der Gesamtumlaufzeit des obigen Hauptsignalwerkes mit diesem beliebig ein Nebensignalwerk zu kuppeln, dessen Kontaktzeiten im Bereiche des Hauptwerkes liegen. Es ist für dieA,usführung nach dem Erfindungsgedanken nicht notwendig, daß der Anlauf des Hauptwerkes mit dem des Nebenwerkes zusammenfällt, vielmehr soll die Erfindung beide Werke voneinander unabhängig machen. Es können sogar die Nebensignale oder -zeiten beliebig zusammen oder verteilt auf die obengenannten Abschnitte von einem Umlauf des Hauptwerkes gegeben werden.
  • Ein Beispiel aus dem Betrieb eines Glühofens soll dies erläutern. Das zu glühende Gut wird in den Ofen gebracht, die Tür geschlossen und damit oder von Hand die Uhr in Bewegung gesetzt. Nach der eingestellten Zeitertönt ein Signal, und die darauf in stees gleicher Reihenfolge erforderlichen Operationen, Öffnen der Ofentür, Herausnehmen des Gutes, Neufüllung usw. bis Schließen derTür werden nunmehr entweder durch die Uhr selbsttätig mit Hilfe einer entsprechenden Zeitsteuerung oder aber durch Fortbewegung derselben von Hand in einzelnen Schritten gesteuert. Der große Vorteil ist leicht einjusehen, daß die Anforderungen an nie Aufmerksamkeit der Bedienung erheblich .gemindert werden und trotzdem die Sicherheit und Gleichmäßigkeit des Verfahrens verbessert wird.
  • Für die zusätzliche Einrichtung des Neben;: signalwerkes diene folgendes Beispiel: Es sei für eine chemische Reaktion eine Überwachung der Wärmezufuhr notwendig. Die zulässige Gesamtzeit wird am. Hauptsi:gnalwerk eingestellt. Sobald der Stoff eine bestimmte Temperatur oder, Druck erreicht hat, wird mit öder durch Einschalten des Nebenzeitbeginnes ein anderer Stoff so lange zugeleitet, wie dies nach der Dauer des Nebensignals eingestellt ist.
  • Oder ein Beispiel eines Bades. Der erste Abschnitt des Hauptsignals entspricht etwa der Gesamtzeit, die .dem Badegast für die Benutzung der Zelle zur Verfügung steht; in dem Restteil kann die Reinigung usw. zeitlich überwacht sowie die Bereitschaft an eine mit der Einteilung freier Zellen zu beschäftigende Stelle gemeldet werden. Das Nebensignalwerk kann dann erfindungsgemäß dazu dienen, dem Gast- und Badepersonal die Überwachung der Zeit zu ermöglichen, welche der Arzt für das Bad selbst vorgeschrieben hat. Die Vorzüge einer solchen Kombination von zwei Signalzeiten, deren eine auch von der Tageszeit abhängig sein kann, sind an den Beispielen leicht erkennbar. Gegenstand der Erfindung sind ferner einigebesonders zweckentsprechende Konstruktionsteile im Zusammenhang mit,den obigen, insbesondere die Art der Kupplung des Haupt- und Nebenwerkes, die Bewegung des Hauptwerkes auch ,von Hand, ferner die Rückstellung des Nebenwerkes in die Anfangslage in Verbindung mit der jeweiligen Neueinstellung der durch die Nebensignale umgrenzten Zeitspanne.
  • Eine vorteilhafte Ergänzung erfährt .die' Signaluhr durch die Verbindung mit einer Einrichtung zur Quittierung eines von der Handverstellung des Hauptuhrwerkes .gegebenen Signals durch eine andere Stelle, welche in dieser Kombination für medizinische und gewerbliche Zwecke von großem Vorteil ist, weil die Kontrolle über Signal und Quittung von beiden Stellen aus eine absolute ist und .dabei nur geringe Aufwendungen an Leitungen, Apparaten und Ström erfordert.
  • Eine schematische Ausführung der Erfindung ist als Beispiel zur Erläuterung der Funktion in Abb. i dargestellt und im folgenden beschrieben: Die Hauptachsel wird von dem Uhrwerk i angetrieben, welches mechanisch oder elektrisch, polarisiert oder nichtpolarisiert ausgeführt sein kann. Mit der Achse :2 ist eine Nockenscheibe o. dgl. 3 verbunden, die in bekannten Weise zur Steuerung von Kontakten und q.' dient.
  • -",Ein Ausführungsbeispiel ist aus Abb. 5 zu ietehen, in der die Nockenscheibe 3 mit dem :sälierenden Nocken 3' und den von diesem @- @'E3ei seinem Umlauf um die Achse :2 nacheinander betätigten Kontakten q., q.' und q." in :der Achsrichtung gesehen dargestellt ist. Di.eVer-Bindung .der Achse :2 mit dem Uhrwerk i wird für einen Teil der vollen Umdrehung beispielsweise dadurch aufgehoben, daß der Anschlag 7 den Sperrzahn 6 aus dem Zahnrad 5 entfernt. Die Abb. q. zeigt diese Teile in der Achsrichtung gesehen. Der Sperrzahn 6 ist in der Eingriffslage gezeichnet, in der er durch die feste Verbindung seines Drehpunktes mit der Achse 2 von dem Sperr-' ras 5 mitgenommen wird. Kommt der äußere Teil des Sperrhebels 6 bei fortschreitender Drehung in den Bereich des Anschlages 7, so wird das Sperrad 5 frei und damit auch der Antrieb i. Dieser Verfolgt seinen von der Tageszeit abhängigen Weg weiter; während die Welle 2 stehenbleibt, bis durch den weiteren von den Teilen 9 und io bewirkten Antrieb .der Sperrhebel 6 wieder aus dem Bereich des Anschlages 7 entfernt ist und der zeitabhängige Antrieb von i aus wieder auf die Welle wirken kann.
  • Die Ausführung selbst ist für .den Erfindungsgedanken unwesentlich, es könnte beispielsweise auch an Stelle des Uhrwerkes i mit dem Sperrad 5 und dem Sperrhebel 6 ein elektrisch angetriebenes Klinkwerk auf ein Sperrad arbeiten, welches nicht am ganzen Umfang gezahnt ist und mit .der Achse :2 fest verbunden ist. Auch dieses würde wie die oben beschriebene Einrichtung die - Achse 2 nur für den Zeitraum vorwärts drehen, welcher der Verzahnung des Radumfanges entspricht, und für den nicht verzahnten Teil einen Stillstand ergeben, der nur durch Betätigung des von den Teilen 9 und io bewirkten Antriebs überwunden werden kann. Der Zeitablauf der Welle :2 kann an der Bewegung des Zeigers 8 auf einem in der Abbildung nicht gezeichneten Zifferblatt abgelesen werden. Für die Fortbewegung der Hauptachse 2 in dem Teil der vollen Umdrehung, in welchem der Antrieb i unwirksam ist, zeigt dasAusführungs-Beispiel ein Sperrad 9 irn Zusammenwirken mit einer Handtaste io, welche in beliebiger und bekannter Weise an mechanische Gestänge u. dgl. oder auch an einen Elektromagneten angeschlossen sein kann. Eine für diesenZweck besonders geeigneteAusführung ist in Abb. 2 veranschaulicht. An der Schubstange ii der Taste iö ist eine Feder 12 befestigt, deren Ende in der Ruhelage die Fort-Bewegung des mit der Achse 2 fest verbundenen Sperrades 9 nicht behindert. Wird aber die Taste io ,gegen die Wirkung der Feder 13 bewegt, so bewegt die Stange ii über die Feder 12 das Rad 9 so weit fort, wie dies der Hub gestattet. Ein Ansatz ii' an der .Stange i i legt sich in dieser Stellung gegen die Zahnflanke von 9 an und verhindert so ein Durchschleudern des Rades. Beim Nachlassen des Druckes bewegt,die Feder 13 die Teile io, i i, i2 in die Ruhelage zurück, wobei die Feder 12 senkrecht zu dieser Bewegungsrichtung dem nächsten Zahn des Rades 9 ausweicht. Die Feder 12 kann auch durch einen Hebel ersetzt werden. Für bestimmte Zwecke kann die Taste io auch so eingerichtet werden, daß die Betätigung nur durch einen Schlüssel möglich ist.
  • Zur Abgabe der weiteren Nebensignalserie ist auf der Achse 2 frei drehbar und konzentrisch dazu eine Muffe 13 angebracht, deren Zähne 14 mit den gegenüberstehenden des Zeigerfutters 8 in Eingriff gebracht werden können; ein Zeiger 15 ist ebenfalls daran befestigt sowie ein oder mehrere Nocken 16' zur Betätigung von Signalkontakten 16, die aus Arbeits- und Ruhekontakten, j e nach dem Verwendungszweck, zusammengesetzt sein können. Für die Sicherung .der Ruhestellung der beweglichen Muffe 13 ist eine feste Gegenlage 17 mit Zähnen 18 vorgesehen, welche in eine oder mehrere evtl. federnde Zähne der Muffe 13 eingreifen. Die letztere Kupplung ermöglicht es, den Zeiger 15 und die damit verbundenen Nocken 16' in jeder beliebigen Stellung zu den Kontakten festzuhalten, während das Eingreifen der Zähne 14 mit denen des Futters von 8 beide Zeiger unter beliebigen Winkeln miteinander kuppelt und seine synchrone Bewegung durch das Werk i oder die Taste io erzwingt. Die Umsteuerung kann mit bekannten Mitteln elektrisch oder mechanisch erfolgen, eine besonders zweckmäßige und einfache Einrichtung ist in der Abb. i dargestellt. Die Tasten ig und 2o betätigen den zweiarmigen Hebel 21, der in den Endlagen .gerastet sein kann und mit dem eine Stange 22 kraftschlüssig verbunden ist. Diese kann nach Bedarf zur Betätigung von Kontakten 23 .dienen. Eine einseitig fest eingespannte Feder oder Hebel 24 verschiebt die Muffe 13 beim Eindrücken der Taste ig. Die Bewegung wird durch die festen oder verstellbaren Anschläge 25 und 26 begrenzt. Der Kontakt 16 ist durch Befestigung an dem Rad oder Radteil 27 mit Hilfe des Rades 28 drehbar befestigt, seine Einstellung durch den Hilfszeiger 29 von außen erkennbar. Die Bewegung geschieht in dem Ausführungsbeispiel durch den Schlüssel 30 und dieHilfsachse 31, welche zum Ausgleich von Herstellungsdifferenzen mit dem Rad 28 durch eine Kupplung 32 von bekannter Ausführung verbunden ist. Diese ist einmalig nachgiebig und gleichtUnregelmäßigkeiten inderHerstellung der Einzelteile aus, verhindert anderseits auch Beschädigungen des Signalwerkes .durch unrichtige Bedienung, wenn das übertragbare Drehmoment entsprechend gewählt wird. Die Kombination dieser an sich bekannten Kupplungskonstruktion mit dem Signalwerk ist daher für die Lebensdauer besonders zweckmäßig. Das Rad 27 mit dem Kontakt 16 und dem Zeiger 29 ist auf einer feststehenden Hülse 17 konzentrisch zur Welle 2 drehbar angeordnet, .die auch gleichzeitig die Haltezähne 18 tragen kann. Aus Abb. 3 ist das Zusammenarbeiten der Betätigungsachse 3 i über das Rad 28 und den Radteil 27 leicht ersichtlich. Es ist für den Erfindungsgedanken ohne Bedeutung, ob für die Verstellung in bekannter Weise Kegelräder oder deren Teile an Stelle der gezeichneten Stirnräder Anwendung finden. Für die Nullstellung des Zeigers 15 kann entweder die Kupplung 14 mit der Handstellung io benutzt werden oder nach der Erfindung die für den Zeiger 29 vorgesehene Einstellvorrichtung, welche in Abb. 3 näher gezeichnet ist. Auf dem Hebel 27 ist der Kontakt 16 befestigt und von Hand oder mit Hilfe der in Abb. i mit 27 bis 32 bezeichneten Einrichtung schwenkbar. Der Kontakt 16 nimmt die Muffe 13 mit Hilfe eines Nockens 16' mit, der gleichzeitig zur Betätigung des Kontaktes dienen kann.
  • In Abb. 6 ist die besondere Ausbildung des zugehörigen Stromlaufes für Signale mit Betätigung auf derselben Leitung .dargestellt. In diesem kann als Kontakt 3¢ einer der Kontakte q. und q.' sowie q." oder auch 16 oder 23 der Abb. i dienen. Die Lampe oder der Wecker 3 5 wird durch diesen Kontakt in Reihe mit der Lampe oder dem Wecker 36 und dem Regelwiderstand 37 einsgeschaltet und auf diese Weise von 34 nach 36 ein Signal gegeben. Soll dieses von 36 bestätigt werden, so kann durch Drücken der Taste 39 der Anker des Relais 38 angedrückt und der Haltekontakt betätigt werden. Da der Widerstand der Wicklung 38 klein ,gegenüber dem der Lampe 36 mit Vorschaltung 37 ist, wird die Lampe 35 hell aufleuchten und kann so als Quittung dienen. Durch Öffnen von 3.a. wird die Anfangsstellung wiederhergestellt, indem dann auch das Relais 38 abfällt und den Kontakt 39 wieder öffnet. Im Badebetrieb ist diese Einrichtung nach der Erfindung so anzuwenden, daß der Badewärter mit Hilfe des Handschaltwerkes 9, io der Signaluhr den Kontakt q." bzw. 3.4 schließt und durch schwaches Leuchten der Lampe 35 erkennt, daß er der Kartenausgabe bei 36 die Zelle als frei gemeldet hat. Bei Ausgabe einer Karte wird die Taste 39 gedrückt und durch helles Leuchten der Lampe 35 diese Zelle besonders kenntlich gemacht.
  • Die folgende Erläuterung soll die Wirkungsweise der Apparatur bei der Anwendung auf den Betrieb eines Heilbades zeigen.
  • Die Welle 2 steht infolge der Ausschaltung des Zeitantriebes z- mittels der Teile 5, 6 und 7 still, bis der Badewärter durch Betätiignmg der Taste io .den Zeiger 8 auf den Beginn der Laufzeit stellt und damit den zeitabhängigen Antrieb i zur Wirkung bringt. Der Zeiger 8 bewegt sich zeitabhängig durch den Antrieb i über dem nicht gezeichneten Zifferblatt und zeigt den Ablauf der Zeit in Minuten an, die dem Badegast für die Benutzung der Zelle zur Verfügung steht. Innerhalb dieses Zeitraumes wird z. B, durch den Kontrakt 4 bei 35 Minuten ein Signal gegeben, welches auf den bevorstehenden Ablauf der Zeit aufmerksam macht. Nach beispielsweise 45 Minuten Laufzeit hört die Zeigerbewegung auf, weil die Transportklinke 6 durch den Anschlag 7 aus dem Tränsportrade 5 entfernt wird. In -dieser Stellung wird ein Kontakt 4' :dauernd oder zeitweise geschlossen, welcher .den Badegast durch ein Zeichen zum Verlassen der Zelle auffordert, evtl. gleichzeitig dem Badewärter ein entsprechendes Signal gibt. Dieser bewegt mit Hilfe seines Schlüssels 30 oder von Hand die Taste io in Abb. i und z und stellt den Zeiger 8 einen Schritt weiter auf »Ausce: Nach der Ausführung der notwendigen Arbeiten stellt der Wärter mit der gleichen Taste den Zeiger weiter auf »Freie: Damit betätigt er den Kontakt 4"; welcher dem Kontakt 34 in Abb. 6 entspricht. Damit wird die über der Kabine angebrachte Lampe 35 sowie auch die in der Kasse vorhandene Lampe 36 eingeschaltet. Die Kasse teilt dieser Zelle sogleich einen neuen Gast zu und löscht die Lampe 36 durch Drücken der Taste 39 aus, so daß eine Doppelzuteilung vermieden ist. Durch diese Handhabung leuchtet die Lampe 35 stark auf, so daß der Wärter über das Kommen des Gastes bereits benachrichtigt isst und diesem gleich die Zelle zuweisen kann, ohne daß ein Zeitverlust entsteht. Die weiterenEinrichtungen dienen zurÜberwachung, ob der Badegast die vielfach ärztlich verordneten Badezeiten genau einhält.
  • Hierzu stellt der Badewärter auf Grund _ der ärztlichen Anweisung den Zeiger 29 auf die verordnete Zeit ein, was mit Hilfe des Schlüssels 30 über die in Abb. i mit 27 bis 31 gezeichnten Teile geschieht. Der Gast ist angewiesen, vor dem Eintritt in das Bad den besonders gekennzeichrnetenKnopf 19 zu betätigen, was der Wärter evtl. durch ein vom Kontakt 23 bedientes Signal verfolgen kann. Weiter hat der Badegast durch diese Handhabe oder auch automatisch durch einen Schwimmer auch die Muffe 13 mit Hilfe der Zähne 14 an die Hauptachse 2 angekuppelt, so daß von diesem Zeitpunkt ab der bisher noch auf o stehende Zeiger 15 an der zeitabhängigen Bewegung von 8 teilnimmt. Die Anordnung ist nun nach Abb. i und 3 so getroffen, daß dann, wenn die eingestellte Badezeit vorbei ist, sich der Zeiger 15 und 29 gegenüberstehen, der Kontakt 16 in Abb. i und 3 betätigt wird, welcher dem Gast und Wärter ein Signal gibt und eine Überschreitung der Zeit anzeigt. Das Signal kann dann durch die Taste 2o abgestellt werden, wodurch der Zeiger 15 in seiner Stellung festgehalten wird, so daß auch nachträglich eine Zeitüberschreitung noch feststellbar ist. Der Wärter kann dann zu beliebiger Zeit mit Hilfe seines Schlüssels 3o den Zeiger 29 auf Null stellen, womit nach Abb. 3 auch die Nullstellung des Zeigers 15 erreicht wird.
  • Der Vorteil der Einrichtung gegenüber den bekannten ist die gute Ausnutzung derZellen, auch wird der Wärter zur Einhaltung seiner Zeiten genötigt, ferner die :direkte Verbindung mit der Zuteilungsstelle und,derenRückmeldung: Bei letzterem ist auch die Sicherheitsschaltung nach Abb. 6 von Vorteil, die es dem Wärter ermöglicht, eine durch Störung unterbliebene Freimeldung zu erkennen. Eine zuverlässige Überwachung der verordneten Badezeit ist nur mit dieser Anordnung möglich, zugleich eine Sicherung des Badegastes gegen Unfälle erreicht. Endlich ist dieBadezeit von derBenutzungszeit unabhängig und auch ungewandten Personen leicht erkennbar.
  • Die vorstehend beschriebene Einrichtung kann auch bei der Bestrahlungstherapie zur Bestimmung der Gesamtbehandlungszeit und der Einzelheiten für die Behandlung einzelner Körperteile mit Vorteil angewendet werden.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur selbsttätigen Bemessung und Anzeige von Zeitspannen unabhängig vom absoluten Zeitpunkt - mit Kontaktwerk, dadurch gekennzeichnet, däß das Kontaktwerk (3, 4, 4', 4") nur während eines Teiles eines Umlaufes zeitabhängig bewegt wird zur Bemessung und Anzeige von Zeitspannen, während des Restes des Umlaufes dagegen der Bewegung durch einen mechanisch oder elektromagnetisch betätigten Schrittschalter (9 bis 13) unterliegt zur Abgabe von Signalen in unveränderlicher Reihenfolge, wobei ein unabhängiges Nebensignalschaltwerk mit dem Hauptschaltwerk auf beliebige Teile oder Vielfache einer Umdrehurig gekuppelt werden kann, ohne daß der Beginn .der Haupt- und Nebensignalzeit zusammenfallen müssen.
  2. 2. Signalschaltwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrittschalter (9, io) auch während der zeitabhängigen Umdrehung auf das Kontakt; werk beschleunigend einwirken kann.
  3. 3. Schrittschalter nach Anspruch 2, bestehend aus Sperrad (9) und Taster (io), dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (i2) oder ein federnder Hebel beimRückgang der Stange (Fi) in die Ruhelage senkrecht zu dieser Bewegungsrichtung ausweicht. q..
  4. Kupplung des Nebensignalschaltwerk es nach Anspruch i, -,dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungshälften Zahnräder (1q., 18) oder Teile von solchen sind, welche unter der Wirkung einer Feder oder eines federnden Hebels (2q.) begrenzt kraftschlüssig sind, wobei das übertragbare Drehmoment und der Hub durch Anschläge (25, 26) ,der Feder begrenzt wird, die durch Biegen oder_ Schrauben leicht eingestellt werden können.
  5. 5. Kontakt für das Nebensignalwerk nach Anspruch i und q., dadurch gekennzeichnet, daß dieser (i6) bis zu einem Umlauf des Hauptschaltwerkes oder Teilen desselben von Hand verstellt werden kann und bei Rückführung in .die Anfangslage einen Zeiger (i5) des Nebensignalwerkes mit in die Nullstellung zurückführt.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung des Schrittschalters (io) oder der Kupplung zwischen Haupt- und Nebensignalwerk (mittels i9, 2o) oder der Zeigerstellung (27, 28) für .den Zeiger (8) des Hauptwerkes nur .durch einen Schlüssel (30) möglich ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6 mit von außen zu betätigenden Druck-, - Zug- oder D'r ehbewegungen bei gleichzeitiger Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Staub, dadurch gekennzeichnet, daß federnde Kupplungen (32) zum Ausgleich von Ungenauigkeiten in der Herstellung und zur leichteren Auswechselung der Werke zwischen den im Gehäuse beweglichen Führungsteilen (3i) und dem Werk selbst eingeschaltet sind. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungen (32) nur ein begrenztes Drehmoment übertragen, welches keine Beschädigung des Werkes ermöglicht. g.
  9. Kontakte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ablauf ,der Kontaktzeit die Bewegung der Achse (2) des Hauptsignalwerkes durch das mit dieser gekuppelte Nebensi.gnalwerk (i3) gehemmt wird und der Kontakt (i6) bis zur Betätigung der Entkupplung in Arbeitsstellung bleibt. io.
  10. Einrichtung nach vorstehendenAnsprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß optische oder akustische Signaleinrichtungen (35) in das Gehäuse des Werkes mit eingebaut sind. ii.
  11. Einrichtung nach vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, .daß das Gehäuse des Werkes auch als Kabelverteiler dient.
  12. 12. Schalteinrichtung zu den Kontakten des Signalwerkes nach Anspruch i bis i i mit Einschaltung von zwei in Reihe geschalteten Lampen durch einen Arbeitskontakt mit längerer Schließungszeit, dadurch gekennzeichnet, .daß die Überbrückung einer Lampe (36) durch ein niederohmi:ges Relais (38) mit Haltekontakt die Leuchtstärke der anderen merklich erhöht, so daß damit ohne besondere Aufwendungen eineRückmel.dung und während .der Signale eine ständige Kontrolle erfolgt. -
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