DE662974C - Verfahren zum Waschen und Kuehlen von Gasen - Google Patents

Verfahren zum Waschen und Kuehlen von Gasen

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DE662974C
DE662974C DEB170104D DEB0170104D DE662974C DE 662974 C DE662974 C DE 662974C DE B170104 D DEB170104 D DE B170104D DE B0170104 D DEB0170104 D DE B0170104D DE 662974 C DE662974 C DE 662974C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/06Spray cleaning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)
  • Separation Of Particles Using Liquids (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren zum Waschen und Kühlen von Gasen Bei den zum Waschen und Kühlen von Gasen benutzten Gaswaschern kann eine gute Waschwirkung nur dann erreicht werden, wenn die Waschflüssigkeit den Gasen eine möglichst große Oberfläche darbietet und alle Gasteilchen mit dieser in Berührung kommlen.
  • Als Waschflüssigkeit kann z. B. Waschöl zum Absorbieren von Benzol aus Schwet- und Koksofengasen wie Wasser zum Reinigen von Hochofengasen benutzt werden.
  • Um mit der geringsten Flüssigkeitsmenge auszukommen, wird die Waschflüssigkeit im Gegenstrom zu den Gasen durch den Wascher geführt.
  • Die bisher vielfach benutzten Hordenwascher erfüllen ihren Zweck nur unvollkommen, weil in ihnen die Waschflüssigkeit nur in mehr oder weniger geschlossene Strahlen zerteilt wird, welche rasch abwärts fließen und eine verhältnismäßig kleine Oberfläche besitzen. Zwischen diesen Strahlen~ finden die Gase auch genügend freien Raum, um ungewaschen hindurchzugehen.
  • Dasselbe gilt von der Einlagerung von Füllkörpern verschiedener Art. Auch sie schaffen keine wesentlich größere Flüssigkeitsoblerfläche, weil sie immer nur auf einer Seite benetzt sind und auch keine gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit gewährleisten. Dagegen verengen sie den Querschnitt des Waschers und setzen dadurch den Gasen einen erheblichen Widerstand entgegen.
  • Auch die Verteilung der Flüssigkeit in Form von Schleiern, durch welche die Gase hindurchgeführt werden, ergibt keine Vergrößerung der Berührtmgsoberfläche, vergrößert aber den Widerstand für den Gasdurchgang. Die zur Verfügung stehenden Gasdrucke sind aber meistens gering, besonders bei großen Gasmengen, und die Erhöhung des Gasdrucks erfordert teure und kraftmerzehrende Einrichtungen.
  • Es sind auch Gaswascher bekannt, bei denen die Waschflüssigkeit durch Streudüsen geleitet wird. Diese Streudüsien dienten aber teilweise nur zur Verteilung der VVaschflüssigkeit über die Fülllçörper, wie es in der amerikanischen Patentschrift 8 60 753 dargestellt ist.
  • Die oben angeführten Nachteile der Einlagerung von Füllkörpern bleiben aber bestehen.
  • Auch ist hierbei keine Gegenstromführung zwischen Gas und Flüssigkeit vorgesehen.
  • Die amerikanische Patentschrift 1 964357 beschreibt einen Gleichstromwascher, durch welchen Gase und Waschflüssigkeit in gleicher Richtung geführt werden. Durch die hierbei angewendete Art der Einspritzung dier Waschflüssigkeit von oben nach unten werden in den Kammern des Waschers einzelne Streukegel gebildet, welche nur einen Teil der Kammern ausfüllen und daher den Gasen eine verhältnismäßig kleine Flüssigkeitsobeifläche darbieten.
  • Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Mängel in folgender Weise: Der Wascher ist in eine Anzahl Kammern unterteilt, welche von unten nach oben nacheinander von n den Gasen durchströmt werden.
  • Die frische Waschflüssigkeit wird in die oberste Kammer eingeführt und in den nach unten folgenden Kammern immer wieder bei nutzt, bis sie schließlich in der untersten Kammer mit den frischen Gasen in Berührtmg kommt. Auf diese Weise wird ein volllçómmener Gegenstrom zwischen Gas und Flüssig keit erreicht und der Verbrauch an Waschflüssigkeit auf das geringste Maß beschränkt.
  • Die Böden der einzelnen Kammern besitzen düsenförmige Öffnungen für den Durchtritt der Gase, durch welche diese mit erhöhter Geschwindigkeit strömen. Unmittelbar unter diesen Öffnungen sind Streudüsen angeordnet, durch welche die Waschflüssigkeit in feiner Vèrteilung von unten nach oben, also in gleicher Richtung mit dem Gasstrom, in die einzelnen Kammem eingespritzt wird. Die zerstäubte Flüssigkeit fällt wieder zurück auf den Boden der Kammer, so daß diese mit einem feinen Flüssigkeitsregen vollständig erfüllt wird, der sich ständig erneuert. Den Gasen wird dadurch eine außerordentlich große Flüssigkeits oberfläche darglebloten und damit die Waschwirkung wesentlich gesteigert.
  • Die Gasgeschwindigkeit in den Kammern wird dabei so niedrig gewählt, etwa D, 2 m/Sek., daß die eingespritzte Flüssigkeit in ihrer Bewegung nicht beeinflußt wird. Sie sammelt sich ; auf. dem Boden der Kammer an und wird einer Pumpe zugeführt, welche sie in die nächst tiefer gelegene Kammer von neuem einspritzt. Dabei können auch zwei oder mehr Kammern gemeinsam berieselt werden.
  • Infolge des injektorartigen Einspritzens der Waschflüssigkeit in die Gasdurchgangsöffnungen der Kammerböden in gleicher Richtung mit den Gasen wird die Gasbewegung unterstützt, so daß der Wascher ganz ohne Widerstand arbeitet.
  • Sind staubhaltige Gase, z. B. Hochofengase, mit Wasser zu waschen, wobei feste Blestandteile aus den Gasen abgeschieden werden sollen, so wird die ablaufende Waschflüssigkeit zunächst durch nach außen offene, aber einen Flüssigkeitsvers chluß bildende Taschen geleitet, aus denen abgesetzte I (orper wähnend des Betriebes nach außen entfernt werden können. Die so geklärte Waschflüssigkeit -xvird dann in die darunterliegende Kammer wieder eingespritzt.
  • Durch das neue Verfahren wird daher die Waschwirkung bei geringstem Verbrauch an Waschflüssigkeit außerordentlich erhöht und der Innenraum des Waschers ohne Erzeugung eines Widerstandes voll ausgenutzt, wodurch eine wesentliche Vereinfachung und Verbilligung in Herstellung und Betrieb erreicht wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Waschen und Kühlen von Gasen in einem mehrstufigen Gegen.-stromwascher, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase durch düsenförmige Öffnungen in den Kammerböden geleitet und die Waschflüssigkeit aus unter diesen Öffnungen liegenden Streu- oder älmlichen Düsen in den Gasstrom und in die einzelnen Kammern in gleicher Richtung von unten nach oben derart eingespritzt wird, daß die Kammer vollständig von einem feinen Flüssigkeitsregen erfüllt wird, worauf die auf dem Kammerboden sich ansammelnde Waschflüssigkeit für die darunterliegendie Kammer benutzt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die in jede Kammer eingespritzte, auf dem Boden der Kammer sich ansammelnde Waschflüssigkeit zunächst durch nach außen offene, aber einlen Flüssigkeitsverschluß bildende Taschen geleitet wird, aus denen abgesetzte Körper während des Betriebes nach außen entfernt werden können, worauf die geklärte Waschflüssigkeit für die darunterliegende Kammer benutzt wird.
DEB170104D 1935-06-16 1935-06-16 Verfahren zum Waschen und Kuehlen von Gasen Expired DE662974C (de)

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DE (1) DE662974C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1078091B (de) * 1954-11-09 1960-03-24 Bayer Ag Vorrichtung zur Waschung von Gasen
DE3100005A1 (de) * 1981-01-02 1982-08-05 Achenbach Buschhütten GmbH, 5910 Kreuztal Rektifizierkolonne

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1078091B (de) * 1954-11-09 1960-03-24 Bayer Ag Vorrichtung zur Waschung von Gasen
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