DE653053C - Das staubfreie Fuellen von Schuettgut in Behaelter mit nachgiebigen Wandungen - Google Patents

Das staubfreie Fuellen von Schuettgut in Behaelter mit nachgiebigen Wandungen

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DE653053C
DE653053C DER90407D DER0090407D DE653053C DE 653053 C DE653053 C DE 653053C DE R90407 D DER90407 D DE R90407D DE R0090407 D DER0090407 D DE R0090407D DE 653053 C DE653053 C DE 653053C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B1/00Packaging fluent solid material, e.g. powders, granular or loose fibrous material, loose masses of small articles, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
    • B65B1/04Methods of, or means for, filling the material into the containers or receptacles
    • B65B1/18Methods of, or means for, filling the material into the containers or receptacles for filling valve-bags

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Packages (AREA)

Description

  • Das staubfreie Füllen von Schüttgut in Behälter mit nachgiebigen Wandungen Die Erfindung bezieht sich darauf, Schüttgut in Behälter mit nachgiebigen Wandungen unter Vermeidung von unerwünschten Lufträumen staubmindernd zu füllen.
  • Behälter mit nachgiebigen Wandungen, wie Tüten, Beutel oder Säcke, werden üblicherweise mit aufeinanderliegenden Wandungen gestapelt. Zum Füllen spreizt man die Wandteile voneinander zur Bildung des inneren Hohlraumes. Bei offenen Säcken wird hierbei ein größerer, bei Ventilsäcken ein kleinerer Hohlraum freigegeben. Diesen füllt man dann mit dem Schüttgut. Dieses Schüttgut wirkt, mechanisch betrachtet, als Kolben in dem Zylinderraum, den der Behälter darstellt. Dies erkennt man besonders deutlich an offenen Säcken. Den Vorgang der'Füllung kann man dann bezeichnen als die Wirkung eines festen Kolbens in einem Zylinder auf eine darin ruhende Luftmasse. Diese Luftmasse wird zunächst verdichtet und dann verdrängt. Zuweilen entweicht die Luft durch das eingefüllte Schüttgut selbst, d. h. also durch die zufällig innerhalb des kolbenartigen Einfüllgutes entstehenden Zwischenräume, meist auch unter hohem Druck durch Nahtlöcher und andere kleine Undichtigkeiten der Wandungen. Dabei wird eine erhebliche Menge Staub mitgerissen, je nachdem, welche Kräfte auf die Luft wirken und wie groß oder klein die Einzelteile des Schüttgutes sind.
  • Der Füllvorgang wird durch den Gegendruck gehemmt, und wenn nicht durch die Poren des Sackstoffes etwas Luft entweichen kann, so faßt der Sack die vorgesehene Menge des Füllgutes nicht. Wird der gefüllte Sack abgenommen, so zeigt sich auch hier wieder nach einiger Zeit, daß der Sack hätte erheblich kleiner sein können, wenn die Außenluft nicht in den Sack hätte eindringen können.
  • Zur Abhilfe dieser Erscheinung hat man gelegentlich das Schüttgut an Saugrüsseln entlang in . die Behälter gefüllt. Während außen Schüttgut in den Behälter fiel, entwich durch den Saugrüssel im Innern die Luft als Staubwolke. Auch andere Mittel zur Behebung des Nachteiles sind vorgeschlagen worden. In jedem Fall waren aber besondere Geräte notwendig.
  • Nach der Erfindung wird derart staubmindernd gefüllt, daß der Widerstand von die Wandungen dicht aneinanderhaltenden Mitteln den in den Behälter eintretenden Füllstrom nur zonenweise nach dem Behälterböden vordringen läßt. Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden zu diesem Zweck die Behälterwandungen von außen durch Druckmittel gegeneinandergepreßt, die allmählich (zonenweise) unter dem Gewicht des Füllgutes den Füllraum nach dem Behälterboden zu freigeben. Nach einer anderen Ausführungsform sind die die Wandungen dicht aneinanderhaltenden Mittel innerhalb der Behälterwandungen angeordnet, jedoch derart, daß diese Befestigungen sich durch den Drucle des Füllmittels voneinander lösen. Durch diesen neuartigen Arbeitsvorgang ist es möglich, Schüttgut, selbst in staubförmigem Zustand, in Behälter aller Größen einzuführen, ohne daß eine nennenswerte Staubentwicklung entsteht: Die Zubehörteile und auch die Maßnahmen zur Durchführung des Verfahrens sind dabei so einfach, daß sie selbst in kleinen Betrieben in der leichtesten Weise benutzt werden können. Besondere Geräte sind meist nicht erforderlich; selbst Ungeübte können das neue Verfahren benutzen, ohne Fehler zu machen.
  • Bei Vorrichtungen zum Abmessen und Verpacken von fettigem, pulverförmigem Material ist es schon bekannt, die Wandungen des Vorratsbehälters, aus dem das Material abgefüllt wird, aus nachgiebigem oder elastischem Stoff herzustellen, um das Material von außen her in einer Weise beeinflussen zu können, die die festen Zusammenhänge zerstört, die sich andernfalls etwa in dem Material durch :dessen Neigung zum Zusammenballen bilden können. Auch ist schon vorgeschlagen worden, die Wandungen jenes Vorratsbehälters aus flachen Säcken herzustellen, durch die Luft stoßweise hindurchgetrieben werden kann, um so abwechselnd ein Aufblasen und Zusammenfallen der Wandungen zu erzielen. Schließlich ist schon vorgeschlagen worden, solche Vorrichtungen auch doppelt wirkend zu bauen, wobei die Leistung ohne wesentliche Erhöhung der Betriebskosten verdoppelt wird. Demgegenüber handelt es sich bei dem Gegenstande der Erfindung nicht um eine Ausgestaltung eines Behälters, aus dem fettiges oder pulverförmiges Material entnommen werden soll, sondern um Hüllen, in die Material unter Vermeidung von Staubbildung hineingefüllt werden soll.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einigen Ausjührungsbeispielen dargestellt. Abb. i veranschaulicht schematisch die Wirkungsweise.
  • Die Abb. 2 -bis 5 stellen Ausführungsformen von Behältern mit nachgiebigen und aufeinanderlegenden Wandungen dar.
  • Abb. 6 ist das Schemabild einer Andruckvorrichtung nach der Erfindung.
  • Im einzelnen läßt die Abb. i einen z. B. genähten Sack erkennen, dessen Innenraum in bekannter Weise durch ein einseitig angeordnetes Ventil 6 zugänglich ist. In den Ventilkanal ist ein Füllrohr 7 eingeführt. Mit io ist das auslaufende Schüttgut (Kalk, Zement, Dünger, Salz) bezeichnet; 8 sind Linien, längs deren die beiden Sackwandungen leicht miteinander verheftet sind, z. B. durch Verklebung mittels eines dünnen Klebstoffstreifens oder aber dadurch, daß von außen entsprechend geformte Druckmittel sich gegen die Sackwandungen legen; io ist der aus dem Rohr 7 ausfließende Schüttgutstrom. Man erkennt, daß er zunächst eine ursprünglich vorhandene Reihe von Befestigungslinien 8 ausrinandergedrückt hat; dann hat sich das . Schüttgut auf dem Behälterboden ausgebreitet und beginnt nun, wie bei 9 schematisch angedeutet ist, die übrigen Haftstellen allmählich auseinanderzudrücken.
  • Ausdrücklich sei betont, daß das dargestellte Beispiel nur die grundsätzliche Wirkungsweise der Erfindung veranschaulichen soll. Keineswegs will sich die Erfindung darauf beschränken, daß etwa gerade an der gezeichneten Stelle des Behälters der Füllvorgang beginnt oder daß die Haftstellen in der angedeuteten Reihenfolge auseinandergedrückt werden oder schließlich daß der Schüttgutstroin die aus Abb. i zu entneh-* niende Form und Stärke hat.
  • Nach Abb. 2 ist ein Behälter i; dessen ganzer Oberrand 2 eine Öffnung bildet; mit Aneinanderheftungen 3 in Art einer Steppung versehen.
  • Der Sack i nach Abb. 3 ist am Oberrande zugenäht. Er besitzt einseitig eine Ventilöffnung 2. Im übrigen sind die nachgiebigen Wandungen durch waagerecht verlaufende Reihen spärlicher Punkte von Verbindungsmitteln aneinändergeheftet, die z. B. durch Aufwalzen von .nicht sogleich trocknendem Klebstoff bei der Sackherstellung angebracht werden können. .
  • Abb. ¢ zeigt die gleiche Sackform, nur daß dort die Linien, längs deren die Wände aneinandergeheftet sind, längs verlaufen, so daß sie, wie auch die Abb. i bereits erkennen ließ, dem einlaufenden Schüttgut eine gewisse Führung geben. .
  • Bei der Ausführung nach Abb. 5 ist der Behälter i mit einer Einfüllöffnung 2 und außen umlaufenden Bändern 4 versehen, die ebenfalls die Sackwandungen dicht aufeinanderlegen; 5 sind Befestigungen, die sich unter dem Druck des Schüttgutes lösen. Vorzugsweise sind dabei die Befestigungen 4., 5 so. ausgestaltet, daß sie nicht verschleißen, sondern sehr oft verwendet werden können.
  • Für den Fachmann, der sich in die Erfindung vertieft, ist es nach Kenntnis des Grundgedankens und der Ausführungsbeispiele ohne weiteres möglich, zahlreiche andere Formen zu finden, mit deren Hilfe die Sackwandungen nachgiebig aufeinander befestigt werden können, z. B. durch federnde Klemmen; die nur längs einer Sacklängskante wirken oder auch längs beiden.
  • Abb. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform in Gestalt einer Puffervorrichtung. Der Sack -i wird in das offene Innere eines zweckmäßig U-förmigen Behälters io zwischen Puffer 13 geschoben, die die Sackwandungen aufeinanderdrücken. Der Kasten io hat zweckmäßig die Höhe des zu füllenden Behälters. Nach dieser Behältergröße richtet sich auch die Zahl der Puffer 13. Der hohe Innenraum i i ist von oben frei zugänglich und wesentlich breiter und tiefer als der gefüllte Sack. Die Stiele der Puffer 13 sitzen an Kolben 1q., die in rückwärts offenen Zylindern spielen. 1 2 ist ein Anschluß, mit dessen Hilfe der Behälter io unter Luftüberdruck gesetzt werden kann. Geschieht dies, so werden die Kolben 14 und damit die Puffer 13 gegeneinanderbewegt. Werden dagegen die Kolben 14. durch Entlastung des Kastens io entlastet, so können die Puffer 13 zurückweichen, sohald das Schüttgut sie verdrängt. Wenn man nun den Druckluftanschluß 12 des Kastens io z. B. mit dem Füllrohr einer Sackfüllmaschine derart verbindet, daß bei austretendem Füllgut die Puffer 13 entlastet sind, dagegen bei abgestelltem Füllgutstrom die Druckluft im Kasten io wirkt, so ist für den Fachmann leicht ersichtlich, daß bei Einschaltung bekannter Verzögerungsvorrichtungen die Puffer jeden frisch eingeführten Sack von außen zusammendrücken, jedoch mit dem Druck sogleich nachlassen, sobald das Schüttgut in den Sack einläuft. Es ist ferner ohne weiteres möglich, an Stelle einer Druckunterbrechung auch mit dauerndem Überdruck in dem Kasten io derart zu arbeiten, daß zwar das Gewicht des Schüttgutes die Puffer verdrängen kann, nicht jedoch der leere Sack.
  • Die neue Erfindung kann, wie beschrieben, in zahlreichen Ausführungsformen angewendet werden. In jedem Fall ergibt sich eine im wesentlichen staubfreie Einfüllung in Behälter mit nachgiebigen Wandungen. Dieser Vorteil gestattet nicht nur eine angenehmere Arbeit und einen geringeren Verschleiß der Maschinen, sondern, worauf es ganz wesentlich ankommt, eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Packraumes und eine größere Gleichmäßigkeit in der Einfüllmenge. Diese Vorteile bringt die Erfindung nicht nur dann mit sich, wenn unmittelbar Behälter mit nachgiebigen Wandungen gefüllt werden sollen, sondern auch dann, wenn die neuen Behälterformen in Kisten, Fässer o. dgl. eingesetzt und dann gefüllt werden. In vielen Fällen wird es sich künftig als zweckmäßig erweisen, Kisten, Säcke usw. nicht mehr unmittelbar mit Schüttstoffen zu füllen, sondern Behälter mit nachgiebigen, zunächst aneinanderhaftenden Wandungen in sie einzulassen und diese dann nach dem neuen Verfahren zu füllen. Derart kann man dann die Erfindung auch zur besseren Ausnutzung des Packraumes von Kisten, Fässern u. dgl. nutzbar machen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜci-iE: i. Das staubmindernde Füllen von Schüttgut in Behälter mit nachgiebigen Wandungen unter Vermeidung von unerwünschten Lufträumen, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand von die Wandungen dicht aneinanderhaltenden Mitteln den in den Behälter eintretenden Füllstrom nur zonenweise nach dem Behälterboden vordringen läßt.
  2. 2. Einrichtung zum staubmindernden Füllen von Schüttgut in Behälter mit nachgiebigen Wandungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwandungen von außen durch Druckmittel, wie z. B. federnde Puffer o. dgl., gegeneinandergepreßt werden, die allmählich (zonenweise) unter dem Gewicht des Füllgutes den Füllraum nach dem Behälterboden zu freigeben.
  3. 3. Sack zum staubmindernden Füllen von Schüttgut nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (i) aneinander befestigte, jedoch durch den Druck des Füllmittels zonenweise voneinander lösbare Innenwandungen besitzen.
DER90407D 1934-04-13 1934-04-13 Das staubfreie Fuellen von Schuettgut in Behaelter mit nachgiebigen Wandungen Expired DE653053C (de)

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DE (1) DE653053C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE867823C (de) * 1950-10-21 1953-02-19 Arno Andreas Verfahren zum Verpacken von Massenguetern wie Zement od. ae.
DE928930C (de) * 1949-06-27 1955-06-13 Richard Mundhenke Als Kreuzbodenventilsack ausgebildeter Warenbeutel fuer Haushaltspackungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928930C (de) * 1949-06-27 1955-06-13 Richard Mundhenke Als Kreuzbodenventilsack ausgebildeter Warenbeutel fuer Haushaltspackungen
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