DE65203C - Bremsschieber für Luftdruckbremsen - Google Patents

Bremsschieber für Luftdruckbremsen

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DE65203C
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DE
Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65203D
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English (en)
Original Assignee
G. KnORR in Berlin S.O., Köpenickerstrafse 109H
Publication of DE65203C publication Critical patent/DE65203C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/04Driver's valves
    • B60T15/048Controlling pressure brakes of railway vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Bremsschieber soll dazu dienen,, Luftdruckbremsen von der Lokomotive aus in Thätigkeit zu setzen, einen selbstthätigen Abschlufs der Ausblaseöifnung nach der Bremsung herbeizuführen und in dem Hauptluftbehälter einen höheren Druck als in der Leitung zu erhalten. Um die Bremsen anzulegen, mufs Druckluft aus der Leitung ins Freie abgelassen werden, während durch Einlassen von Druckluft aus dem Hauptluftbehälter in die Leitung die Bremsen gelöst werden. Die Anschlüsse der Leitung und des Hauptluftbehälters sind in der zugehörigen Zeichnung angegeben. Die Einrichtung und Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Der Schieber 5 ist mit zwei ungleich grofsen Kolben K und K1 verbunden, auf welche der Druck der Leitung bezw. des Hauptluftbehälters einseitig wirkt. Die Gegenseite beider Kolben ist nur von der atmosphärischen Luft beeinflufst. Die im Hauptluftbehälter erzeugte Druckluft tritt in die Schieberkammer ein und drückt auf den Kolben K. Der Druck des Kolbens überträgt sich auf den Handhebel H, welcher durch eine beliebige geeignete Sperrvorrichtung J in seiner Mittellage festgehalten wird. Sobald jedoch der Lokomotivführer den Hebel H nach oben drückt, macht der Schieber S den zur Leitung führenden Kanal frei, und es kann nun die Druckluft nach den an der Leitung angeschlossenen Bremsapparaten hinströmen. Gleichzeitig tritt dieselbe dann aber auch durch einen seitlichen Kanal L über den Kolben K1, und da dieser gröfser ist als K, so wird bald eine rückläufige Bewegung des Kolbensystems eintreten, der Schieber S wird allmälig nach unten gedrückt und die Leitung vom Hauptluftbehälter abgesperrt werden. Dabei gelangt aber der Hebel H nicht wieder bis in die gezeichnete Mittelstellung zurück, denn die rückläufige Bewegung wird aufhören, sobald die Leitung nur eben wieder gesperrt ist, also jede weitere Druckerhöhung über dem Kolben K1 aufhört, und der Hebel kommt daher in einer Lage zur Ruhe, wo seine Feststellung noch nicht erfolgt. Vermöge der genannten Verschiedenheit der Kolbengröfsen wird nun der Druck in der Leitung niedriger sein als im Hauptluftbehälter, und die Vorrichtung wirkt so als Reductionsventil zwischen Hauptluftbehälter und Leitung. Fällt der Druck in der Leitung infolge von Undichtigkeiten derselben oder steigt der Druck im Behälter infolge weiteren Arbeitens der Luftpumpe, so hebt der Behälterdruck das Kolbensystem und damit auch den Schieber S, und es wird die Leitung mit frischer Druckluft nachgespeist, bis wieder das selbstthätige Absperren erfolgt, wie vorhin beschrieben.
Zum Zwecke des Anlegens der Bremse mit mäfsiger Kraft drückt der Lokomotivführer den Handhebel H ein wenig nach unten, so dafs der Schieber um ein Geringes nach unten geht und die Luft aus der Leitung durch die Schieberhöhlung nach der freien Luft entweichen kann und also auch der Druck auf den Kolben K1 abnimmt. Läfst nun der Führer den Hebel sogleich wieder los, so bewirkt der nun vorhandene Ueberdruck auf den Kolben K eine Hebung des Schiebers, d. h. ein Unterbrechen der Ausströmung und ein Zurückgehen des Hebels H so weit, bis der-
selbe durch die Sperrvorrichtung / festgehalten wird. Um die Bremswirkung zu verstärken, braucht dies Spiel nur wiederholt zu werden.
Um ein allmäliges Oeffnen und Abschliefsen des Leitungskanals zu erzielen, hat derselbe im Schieberspiegel die Gestalt eines Vierecks, dessen Diagonale in der Richtung der Schieberbewegung liegt, so dafs das erste Oeffnen des Schiebers nur mit einem ganz kleinen und sich allmälig vergröfsernden Querschnitt erfolgt, sowohl beim Füllen, wie beim Entleeren der Leitung.
Sollen die Bremsen sogleich mit voller Kraft angelegt werden, so drückt der Lokomotivführer den Hebel H sogleich in seine tiefste Stellung und öffnet so schnell einen Kanal von grofsem Querschnitt für das Ausströmen der Luft, wodurch die gewünschte Wirkung erzielt wird. Beim Loslassen des Hebels wird derselbe sofort in seine Mittelstellung zurückgedrückt und hier festgestellt, derselbe bleibt dort so lange stehen, bis die Bremsen wieder gelöst werden sollen. Zu diesem Zwecke mufs der Hebel nach oben gedrückt werden; das Füllen der Leitung mit Druckluft erfolgt dann, wie oben beschrieben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Bremsschieber für Luftdruckbremsen, dessen Schieber 5 mit zwei ungleich grofsen Kolben K und K1 verbunden ist, von welchen der kleinere Kolben durch die Luft des Hauptbehalters, der gröfsere Kolben durch die Leitungsluft beeinflufst wird, in Verbindung mit dem Handhebel H mit Sperrvorrichtung derart, dafs nach Einleitung einer Bewegung durch Entfernen des Hebels aus seiner gesperrten Mittellage ein selbsttätiges Unterbrechen des Füllens bezw. Entleerens der Leitung erfolgt und dafs die Vorrichtung im Hauptbehälter einen höheren Druck als in der Leitung zurückhält.
  2. 2. Bei dem unter ι. gekennzeichneten Bremsschieber die zur Leitung führende Kanal- - öffnung im Schieberspiegel in Form eines . mit seiner Diagonale in der Richtung der Schieberbewegung liegenden Vierecks oder einer entsprechenden Figur derart, dafs bei der Bewegung des Schiebers die freiwerdende Durchlafsöffnung allmälig gröfser und wieder kleiner wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT65203D Bremsschieber für Luftdruckbremsen Expired - Lifetime DE65203C (de)

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