DE65080C - Verfahren zur Darstellung substantiver, von aromatischen Benzoyldiaminen abgeleiteter Farbstoffe, -ä - Google Patents

Verfahren zur Darstellung substantiver, von aromatischen Benzoyldiaminen abgeleiteter Farbstoffe, -ä

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DE65080C
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Germany
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naphthol
sulfonic acid
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phenylenediamine
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SociETE Anonyme des Matieres Colorantes et produits CHIMIQUES de ST. denis in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach den bisherigen Erfahrungen besafsen nur die von aromatischen Diaminen abgeleiteten Tetrazofarbstoffe die Eigenschaft, ungeheizte Baumwolle zu färben.
Es hat sich nun gezeigt, dafs die Monoazofarbstoffe, welche sich von den Monobenzoylderivaten dieser Diamine ableiten, in gleicher Weise die bemerkenswerthe Eigenschaft besitzen, Baumwolle ohne Beizen zu färben.
In den Ber. XVII, S. 343 ist zwar ein von Nietzki entdeckter Farbstoff, ein Derivat der Diazoverbindung des acetylirten p-Phenylendiamins und der ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz) erwähnt,
.NHCOCH9
OH
N=N-C10Hi(SO3NaJ,
aber dieser Farbstoff kann wegen der Leichtigkeit, mit der er verseift wird, keine Verwendung finden.
Im Gegensatz hierzu verseifen sich die Monobenzoylderivate der Diamine schwer und liefern bei der Diazotirung und der Vereinigung mit Aminen und Phenolen Farbstoffe, welche unter den gewöhnlichen Bedingungen der Färberei vollkommen haltbar sind'. Diese Farbstoffe färben ungeheizte Baumwolle im Seifenbad.
Beispiel 1. Farbstoff aus Benzoyl-p-phenylendiamin und a-Naphtolsulfosäure (Nevile und Winther).
Man löst 21 kg Benzoyl-p-phenylendiamin in 500 1 heifsem Wasser und 25 kg Salzsäure von 210B., läfst erkalten und diazotirt bei einer Temperatür unter io° mit 7 kg Natriumnitrit. Die Lösung läfst man Y2 Stunde stehen und giefst sie dann in eine Lösung von α - Naphtolsäure (Ne vile und Winther), welche 1 5 kg Naphtol entspricht.
Der Farbstoff scheidet sich bald aus; man vollendet die Fällung mit Kochsalz, filtrirt, wäscht und preist den Niederschlag aus.
Der Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle im Seifenbad bläulichroth und Wolle im schwach sauren Bade in rothen Nuancen, welche sich bei Gegenwart von reducirenden Stoffen, wie z. B. schwefliger Säure, durch ihre Haltbarkeit auszeichnen..
Beispiel 2. Man ersetzt im Beispiel 1. die a-Naphtolsulfosäure durch 11 kg Resorcin.
. Man erhält einen Farbstoff, der an Baumwolle festhaftet und dieselbe prächtig goldgelb färbt.
Beispiel 3. Man ersetzt im Beispiel 1. das Benzoyl-p-phenylendiamin durch das entsprechende Derivat des m - Phenylendiamins und versetzt die unter denselben Bedingungen wie vorhin erhaltene Diazoverbindung mit 25 kg naphtionsaurem Natrium in einer Lösung von essigsaurem Natrium. Der erhaltene Farbstoff
in der Hitze löslich und färbt ungeheizte
Baumwolle orange.
Beispiel 4. Benzoyl - m - phenylendiamin und ß-Naphtol-ß-sulfosäure.
Der Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle orange.
Beispiel 5. Benzoyl - m - phenylendiamin und ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz).
Der Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle lachsroth.
Beispiel 6. Benzoylbenzidin und ß-Naphtola-sulfosäure:
Man rührt 28,4 kg fein gepulvertes Benzoylbenzidin mit 22 kg Salzsäure von 210B. und 50 1 Wasser zu einem Teig an, fügt dann 500 1 Wasser und 7 kg Natriumnitrit hinzu, rührt die Mischung bei einer Temperatur von + 150 2 Stunden lang um und giefst sie in eine sehr schwach ammoniakalische Lösung von ß-Naphtol-a-sulfosäure, welche 15 kgNaphtol entspricht.
Der Farbstoff ist in der Kälte unlöslich, in der Wärme wenig löslich, er färbt im Seifenbad die Baumwolle in sehr reinen, lebhaft rothen Nuancen gut an.
Beispiel 7. Benzoylbenzidin und ot-Naphtolsulfosäure. Verfahren wie im Beispiel 6. Man erhält einen granatrothen Farbstoff.
Beispiel 8. Benzoyltolidin und ß-Naphtola-sulfosäure. Man nimmt in Beispiel 6 an Stelle des Benzoylbenzidins 31,6 kg Benzoyltolidin. Der Farbstoff ist violetter als der nach Beispiel 6 erhaltene.
Beispiel 9. Benzoyltolidin und a-Naphtolsulfosäure. Der Farbstoff färbt granatviolettroth.
Alle diese Farbstoffe färben auch Wolle und Seide im neutralen Bade.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Darstellung von Azofarbstoffen, welche ungeheizte Baumwolle im Seifenbad färben, durch Zusammenbringen der Diazoderivate von Monobenzoyl-p-phenylendiatnin mit a-Naphtolsulfosäure (Nevile und Winther) oder Resorcin, Monobenzoyl-m-phenylendiamin mit Naphtionsäure, ß-Naphtol-ß-sulfosäure oder ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz), sowie durch Kuppeln der Diazoderivate des Monobenzoylbenzidins bezw. -tolidins mit a-Naphtolsulfosäure (Nevile und Winther) oder ß-Naphtöl-a-sulfosäure.
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