DE64993C - Verfahren zur Darstellung eines rothen Farbstoffes der Rosindiilinreihe aus Indocarmin - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines rothen Farbstoffes der Rosindiilinreihe aus Indocarmin

Info

Publication number
DE64993C
DE64993C DENDAT64993D DE64993DA DE64993C DE 64993 C DE64993 C DE 64993C DE NDAT64993 D DENDAT64993 D DE NDAT64993D DE 64993D A DE64993D A DE 64993DA DE 64993 C DE64993 C DE 64993C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
indocarmine
red
rosindiiline
series
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT64993D
Other languages
English (en)
Original Assignee
TH. PETERS in Chemnitz
Publication of DE64993C publication Critical patent/DE64993C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Längste Dauer: 24. Februar 1905.
Das Verfahren betrifft die Ueberführung des rothvioletten Farbstoffes Indocarmin des Patentes Nr. 59180 in einen solchen von rein rother Nuance durch Behandeln desselben mit rauchender Schwefelsäure. Als Ausgangsmaterial dient das nach Patent-Anspruch 2. des genannten Patentes dargestellte Endproduct, welches in Form seines Natronsalzes oder auch in Form der freien Sulfosäure —. beide in jedem Fall in möglichster Reinheit und in völlig trockenem Zustande — verwendet wird.
Beispiel: 5 kg der freien Sulfosäure oder ihres Natronsalzes werden in getrocknetem Zustande allmälig eingetragen in 1 5 kg rauchende Schwefelsäure von ca. 1,915 spec. Gew. Man hat hierbei darauf zu achten, dafs die Temperatur nicht über 40 bis 50° steigt. Das Gemisch überläfst man nach vollendetem Eintragen längere Zeit sich selbst (ungefähr vier Stunden). . Hin und wieder zieht man Probe, an der man das Fortschreiten der Sulfurirung beobachtet. Der Endpunkt des Processes wird durch folgende Reactionen angezeigt:
Bildung eines ziegelrothen Niederschlages beim Auftropfenlassen des Sulfurirungsgemisches auf Eis;
Erzeugung einer rein rothen Nuance beim Ausfärben des ziegelrothen Niederschlages auf Wolle in mit Schwefelsäure angesäuerter Flotte.
Vollständige Fällung des Farbstoffes aus verdünnter wässeriger oder aus saurer Lösung durch Chlornatrium.
Intensiver Farbenumschlag aus Roth in Blau beim Uebersättigen mit. Alkali bezw. umgekehrt beim Ansäuren der verdünnten Farbstofflösung.
Nach vollendeter Sulfuration giefst man behufs Isolirung und Reinigung des Farbstoffes das gesammte Sulfurirungsgemisch auf Eis, sammelt den ausgeschiedenen ziegelrothen Niederschlag auf Filtern und befreit ihn durch Waschen mit Kochsalzlösung von anhängender Säure. Hierauf löst man ihn heifs in ca. 100 1 Wasser und setzt 75 bis 100 kg gesättigte Kochsalzlösung zu. Beim Erkalten scheidet sich der neue rothe Farbstoff in körnig krystallinischem Zustande aus. Zu einer Paste angerieben, zeigt derselbe ein chokoladenbraunes, flimmerndes Aussehen. Er löst sich ziemlich leicht in kaltem, besser in heifsem Wasser mit rother Farbe, welche einen schwachen Stich ins Bläuliche besitzt.- Letzterer verschwindet durch Zusatz einer geringen Menge mineralischer Säure, wodurch das Roth lebhafter und gelblicher wird, während umgekehrt eine kleine Quantität Alkali sofort einen sehr intensiven Farbenumschlag der wässerigen Lösung in reines Blauviolett bewirkt. Dieses Verhalten ist für den neuen Farbstoff, der im übrigen die Eigenschaften einer Polysulfosäure, wie Indocarmin, hat, äufserst charakteristisch. Aus schwach alkalischer Lösung läfst sich im Gegensatz zu Indocarmin durch Kochsalz sein Natronsalz nur äufserst schwer und nie gänzlich ausfällen. Die freie Sulfosäure krystallisirt aus concentrirten wässerigen Lösungen.in goldigen Flimmern und gleicht hierin, wie in der grünen Farbe ihrer Lösung in Schwefelsäure von 66 ° B., dem Indocarmin.

Claims (1)

  1. In schwefelsaurem Bade auf Wolle ausgefärbt, erzeugt dieser Farbstoff eine rein rothe und feurige,' in jeder Beziehung echte Nuance.
    Patenτ-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines rothen Farbstoffes durch mehrstündiges Behandeln des nach dem durch Anspruch 2. des Haupt-Patentes geschützten Verfahren hergestellten, mehrfach sulfurirten Productes mit rauchender Schwefelsäure bei 500 nicht übersteigender Temperatur, bis an einer Probe die dem neuen Farbstoff eigenthümlichen Reactionen wahrgenommen werden.
DENDAT64993D Verfahren zur Darstellung eines rothen Farbstoffes der Rosindiilinreihe aus Indocarmin Expired - Lifetime DE64993C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE64993C true DE64993C (de)

Family

ID=338821

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT64993D Expired - Lifetime DE64993C (de) Verfahren zur Darstellung eines rothen Farbstoffes der Rosindiilinreihe aus Indocarmin

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE64993C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE64993C (de) Verfahren zur Darstellung eines rothen Farbstoffes der Rosindiilinreihe aus Indocarmin
DE836800C (de) Verfahren zur Herstellung von 21-Oxy-pregnen-(5)-ol-(3)-on-(20)-Abkoemmlingen
DE470503C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten
DE253283C (de)
DE111919C (de)
DE875661C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE593633C (de) Verfahren zur Herstellung von Leuko-Schwefelsaeureestern des 3, 3'-Difluoranthrachinonazins oder seines N-Dihydroderivats
DE61662C (de) Verfahren zur Darstellung eines grünlich blauen basischen Farbstoffes aus Naphtolviolett (Neublau)
DE555081C (de) Verfahren zur Darstellung von 1íñ2-Benzanthrachinonen
DE216596C (de)
DE62191C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfosäuren rother basischer Naphtalinfarbstoffe
DE536653C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 3-Nitro-4-oxy-benzamids
DE852591C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisierten Praeparaten aus dem blutzuckersenkenden Hormon der Bauchspeicheldruese
DE521123C (de) Verfahren zur Herstellung von nicht absetzenden waesserigen Farbstoffpasten
DE914300C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Polyazofarbstoffen
DE150915C (de)
DE414427C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Phenylimino-2-naphthochinon
DE602857C (de) Verfahren zur Herstellung von Leukoschwefelsaeureestern von Kuepenfarbstoffen
DE68557C (de) Verfahren zur Darstellung blauer basischer Farbstoffe. (3
DE415317C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Arylimino-2-naphthochinonen
DE952657C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen der Phthalocyaninreihe
DE565478C (de) Verfahren zur Darstellung von auf die Baumwolle ziehenden und auf der Faser diazotierbaren Verbindungen
DE652177C (de) Verfahren zur Herstellung von Cadmiumgelb
DE912132C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE541197C (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Disazofarbstoffen