DE647702C - Verfahren zum Herstellen von Presslingen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Presslingen

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DE647702C DEM125886D DEM0125886D DE647702C DE 647702 C DE647702 C DE 647702C DE M125886 D DEM125886 D DE M125886D DE M0125886 D DEM0125886 D DE M0125886D DE 647702 C DE647702 C DE 647702C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/14Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Preßlingen Nach dem vorliegenden Verfahren werden Preßlinge hergestellt aus feinkörniger oder staubförmiger Steinkohle oder Schwelkoksgrus mit Pechtorf und einem bituminösen Stoff, wobei die Erfindung darin gesehen wird, daß nach Vermischung des bituminösen Stoffes mit etwa 5 bis i o % des zur Verwendung kommenden Rohtorfes unter Erwärmung auf etwa 8o° C diese Mischung mit dem aus Kohle oder Koks und der restlichen größeren Torfmenge bestehenden Hauptgut vermengt und das Ganze durch ein mehrstufiges Preßverfahren mit stufenförmiger Druckerhöhung zu einem weitgehend entwässerten Preßkuchen verarbeitet wird, der dann zerkleinert wird, worauf weiter entwässert wird und schließlich Formlinge gepreßt werden. Der Pechtorf dient hierbei als eigentliches Bindemittel, während der bituminöse Stoff nur abdichtend gegen Feuchtigkeitsaufnahme wirkt. Dieser besteht aus Teer, Pech, Asphalt oder auch Harzen verschiedenen Ursprungs. Beim Abbindungsvorigang der fertigen Preßlinge gleich nach dem Pressen. tritt die zusammenziehende Wirkung des Bindemittels Pechtorf nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit ein. In der Zwischenzeit soll der geringe Zusatz des bituminösen Stoffes dazu dienen, die rreßlinge gegen Aufnahme von Feuchtigkeit zu schützen., wenn sie im Freien lagern. Unter Pechtorf ist der schwarze oder braune, gut zersetzte Torf zu verstehen, der im Moor unter dem jüngeren Fuchs- oder Weißtorf liegt.
  • Bisher stellt man Preßlinge in der Pegel aus Steinkohle her mit einem Zusatz von Steinkohlenteerpech als Bindemittel. Dieser Zusatz, der je nach der Beschaffenheit der Kohle etwa 7 bis io % der Rohmasse beträgt, ist verhältnismäßig teuer und trägt dazu bei, die sonst bei der Steinkohle schon bestehenden Nebenwirkungen beim Verbrennungsvorgang, das Rauchen und Rufgen, sowie das Festbacken auf dem Rost zu erhöhen. Bei dem vorliegenden Verfahren beträgt der Zusatz nur etwa i bis 3 0;o auf fertige Preßlinge berechnet, so daß an Bitumen gespart wird. Ferner wird auch die Rauch- und Bußbildung wesentlich durch die Wirkung des Torfzusatzes herabgemindert und das Festbacken auf dem Rost vermieden. Auch der Aschegehalt der Preßlinge wird durch den Torfzusatz vermindert, denn während in der Regel die Steinkohle etwa i o bis 17, % Asche hat, sind im Torf nur etwa z bis ¢ % As:che vorhanden.
  • Durch die Verwendung des Torfes zur Herstellung heizkräftiger Preßlinge wird gleichzeitig eine nutzbringende Torfveredelung erreicht, was im volkswirtschaftlichen Interesse liegt.
  • Es ist auch bekannt, Preßlinge herzustellen, indem man pulverförmigen Torf mit Wasser zu einem dünnflüssigen Schlamm verreibt und denselben als Bindemittel Sem Rohgut Kohle o. dgl. mit oder ohne Bitumen zusetzt, um dann dieses Mischgut zu Preßlingen, zu verpresen. Das bedingt, daß das Wass«' in den Preßlingen verbleibt und daher dä!x., Wassergehalt verhältnismäßig sehr hoch ist, was nicht als wünschenswert anzusehen ist.
  • Dies wird bei dem vorliegenden Verfahren vermieden; denn es wird besonders Wert auf eine weitgehende Entwässerung gelegt.
  • Beim weiterhin Bekannten wird zur Entwässerung des Brikettiergutes eine Drehtischpresse verwendet, bei der die Druckwirkung dadurch erreicht wird, daß die Kolbenfüße der Preßkolben beim Drehen des in -tvaagerechter Ebene liegenden Tisches auf eine ständig schräg ansteigende Laufbahn entlang gleiten und hierdurch die Preßkolben das Preßgut ohne Unterbrechung in die Matrizen hineindrücken. Abgesehen davon, daß hiermit die Druckwirkung nicht nur den Gegendruck des Brikettiergutes, sondern auch den Widerstand der schräg ansteigenden Gleitfläche zu überwinden hat, ist solche Presse in der Praxis erheblichem Verschleiß unterworfen mit Rücksicht auf die Anordnung der ansteigend gleitenden Kolbenfüße.
  • Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung handelt es sich dagegen nicht um einen andauernden, von einer schrägen Gleitfläche abhängigen Preßdruck, sondern um ein in mehreren Preßstufen zerlegtes Abpressen des Wassers aus dem Preßgut, wobei in der ersten Preßstufe mit niedrigem, in jeder weiteren Preßstufe mit jeweils erhöhtem Druck gepreßt wird.
  • Die Menge des Torfzusatzes als Bindemittel hängt von der Eigenart der Kohle oder des Koksgruses sowie von der Beschaffenheit des Torfes ab. Da der l,,ohtorf in der Regel etwa go0:ö Wasser enthält, ist die Art der Entwässerung des Mischgutes ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens, weil hierdurch die Herstellungskosten der Preßlinge beeinflußt werden. Wie die Entwässerung sich beispielsweise gestaltet, ist aus folgendem Beispiel zu erkennen: Es wird angenommen, daß i oao kg fertige Preßlinge aus folgendem Rohgut zusammengesetzt werden: 750 kg Steinkohlenstaub mit 50,16 Feuchtigkeit, also 7 i 3 kg Trockenkohle und 37 kg Wasser, ferner i 370 kg Rohtorf mit 9o °'o Wasser= 137k- Trockentorf und i 233 kg Wasser, ferner 20'o= 2o kg bituminöser Stoff. Die fertigen Preßlinge sollen enthalten = 7 13 kg -= 13 7 kg -,'- 2o kg Trockenmasse und i 5o kg Restwasser = 10001,-g. An Wasser sind also vorhanden = 12331--9-j- 37 kg= 1270 kg. Wenn man von dem im Rohgut enthaltenen Wasser 86 0jö durch Abpressen auf mechanischem Wege entfernt, so gehen von den i 27o kg = 1092 kg Wasser verloren, so daß im Preßgut nur noch i ß8 kg Wasser vorhanden sind. Da i 5o kg ,X,#stwasscr in den fertigen Preßlingen verbleiben sollen, sind noch 33 kg durch Nach-=#ocknung zu beseitigen. Der Wärmeaufwand für das Nachtrocknen ist daher sehr gering, wenn man die ursprünglich in der Rohmasse befindliche Wassermenge berücksichtigt.
  • Der Herstellungsvorgang der Preßlinge ist wie folgt: Der Rohtorf wird im grubenfeuchten Zustande, wie er gefördert wird, in bekannter Weise zerkleinert. Dann werden etwa 9o ojo der Rohtorfmenge in den Vormischer geleitet, während etwa i o o;'o des Rohtorfes im durchlaufenden Betrieb unter Erwärmung auf etwa 8o° C mit dem bituminösen Stoff gemischt werden. Dieses Mischgut wird dann ebenfalls dem Vormischer zugeführt und ' in demselben mit dein restlichen Rohtorf und der hinzukommenden Feinkohle oder Koks grus verbunden, um anschließend hieran im durchlaufenden Arbeitsgang durch ein mehrstufiges Preßverfahren mit stufenförmiger Druckerhöhung weitgehendst entwässert zu werden, wie dies aus obigem Beispiel ersichtlich ist.
  • Die beim Abpressen entstehenden Preßkuchen werden alsdann im weiterlaufenden Arbeitsgang in einer geeigneten Vorrichtung zerkleinert, in einer Trockenvorrichtung in bekannter Weise bis auf den in den Preßlingen verbleibenden Wassergehalt nachgetrocknet und im Anschluß hieran auf geeigneten bekannten Pressen zu fertigen Preßlingen verpreßt.
  • Zur Anwendung des mehrstufigen Preßverfahrens mit stufenförmiger Druckerhöhung ist beispielsweise eine Vorrichtung zu verwenden, die aus einem. Drehtisch als Matrizenträger und mehreren mit dem Drehtisch zusammen arbeitenden Pressen besteht. Zur besseren Kennzeichnung des Preßverfahrens sind hier im Text die Matrizen mit fortlaufenden Buchstaben und die Pressen mit fortlaufendem Zahlen angegeben. Matrize a wird durch eine mechanische Aufgabevorrichtung in etwa 5 bis 6 cm starker Schicht gefüllt. Der Tisch dreht sich und bringt Matrize a unter Presse i. Dort findet die erste Pressung statt des in Matrize a befindlichen Gutes bis auf etwa 2o bis 25 mm Schichthöhe. Während dieses Preßvorganges wird die Matrize b gefüllt. Nach Beendigung des ersten Preßvorganges dreht sich der Tisch weiter, bis die Matrize a unter Presse 2 und die Matrize b unter Presse i steht. Das Gut in Matrize a wird abgepreßt bis auf etwa 15 bis 18 mm Schichtdicke, während das Gut in Matrize b unter Presse t gepreßt und Matrize c gefüllt wird usf. Nach dem Abpressen werden die Preßkuchen aus der Matrize mechanisch ausgestoßen; die Matrizen werden beim Weiterlauf des Drehtisches mechanisch gereinigt und wieder der Füllvorrichtung zugeführt, so daß :ein fortlaufender Arbeitsvorgang entsteht. Die ausgestoßenen Preßkuchen werden, wie schon vorstehend erwähnt, zerkleinert, das zerkleinerte Gut getrocknet und alsdann zu fertigen Preßlingen verpreßt. Die stufenförmige Druckerhöhung kennzeichnet sich dadurch, daß beim Abpressen unter Presse i mit einem niedrigen Druck von etwa 15 atü, unter Presse z mit einem erhöhten Druck von etwa 3 o atü und bei Anordnung weiterer Pressen mit entsprechend weiter steigendem Druck gearbeitet wird. Die mechanische Entwässerung wird durch dieses Verfahren bis auf etwa 85 bis 9o % des im Rohgut vorhandenen Wassers durchgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Preßlingen aus feinkörniger Steinkohle oder Schwelkoks mit Pechtorf als Bindemittel und einem bituminösen Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vermischung des bituminösen Stoffes mit etwa 5 bis io 0;o des zur Verwendung kommenden Rohtorfes unter Erwärmung auf etwa 8o° C diese Mischung mit dem aus Kohle oder Schwelkoks und der restlichen größeren Torfmenge bestehenden Hauptgut vermengt und das Ganze durch ein mehrstufiges Preßverfahren mit stufenförmiger Druckerhöhung zu einem weitgehend entwässerten Preßkuchen verarbeitet wird, der dann zerkleinert wird, worauf weiter entwässert wird und schließlich Formlinge gepreßt werden.
DEM125886D 1933-08-17 1933-08-17 Verfahren zum Herstellen von Presslingen Expired DE647702C (de)

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DEJ67161D DE735518C (de) 1933-08-17 1940-06-06 Verfahren zum Herstellen von Presslingen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051507B (de) * 1951-04-10 1959-02-26 Eduard Johannes Verfahren zur Verhuettung von Feinerzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1051507B (de) * 1951-04-10 1959-02-26 Eduard Johannes Verfahren zur Verhuettung von Feinerzen

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DE735518C (de) 1943-05-18

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