DE643759C - Vorrichtung zum Herstellen eines Buchblocks aus zwei Gruppen von mit Schlitzen versehenen Blaettern durch Einfuehren von Baendern - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen eines Buchblocks aus zwei Gruppen von mit Schlitzen versehenen Blaettern durch Einfuehren von Baendern

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DE643759C
DE643759C DEB170972D DEB0170972D DE643759C DE 643759 C DE643759 C DE 643759C DE B170972 D DEB170972 D DE B170972D DE B0170972 D DEB0170972 D DE B0170972D DE 643759 C DE643759 C DE 643759C
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needles
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Herstellen eines Buchblocks aus zwei Gruppen von mit Schlitzen versehenen Blättern durch Einführen von Bändern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die dazu dienen soll, lose Blätter, die in der Nähe ihres hinteren Randes mit Schlitzen versehen sind, durch Bänder zu vereinigen. Die zu bindenden Blätter bestehen dabei aus zwei ' Gruppen, die sich durch den Abstand ihrer Schlitze vom oberen und unteren Blattrande unterscheiden. Die zu den beiden Gruppen gehörenden Blätter sind abwechselnd angeordnet, und jedes Band wird abwechselnd durch den Schlitz eines Blattes hindurchgezogen und um den hinteren Rand des nächsten Blattes herumgelegt.
  • Derartige Blätter und ein derartiges Einbindeverfahren sind bekannt, -jedoch geschah diese Art der Heftung bisher ausschließlich von Hand.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun eine Vorrichtung, die diese Heftung maschinell bewirkt. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Gruppen von Bandführungsnadeln vorhanden sind, daß -der Blattträger selbsttätig parallel mit den Nadeln hin und her bewegt wird, daß die Nadeln der beiden Gruppen abwechselnd im Arbeitstakt in ihrer Querrichtung bewegt werden und daß jede Nadel auf mehreren gesteuerten Trägern ruht, die sich beim Aufschieben des Blattes auf die Nadel nacheinander selbsttätig von der Nadel ablösen. Weitere Merkmale der Erfindung sind, daß die Querbewegung der Nadelgruppe durch ständig umlaufende Nokkenscheiben veranlaßt wird, ferner daß das Ablösen der Nadelträger von den Nadeln durch Anschläge erfolgt, welche mit dem Blattträger fest verbunden sind.
  • Zwar sind Vorrichtungen, welche dazu dienen, Bänder in Blattschlitze einzuführen, um einen Buchblock herzustellen, und die geschlitzten Blätter zu demjenigen Maschinenteil, welcher das Band in den Schlitz maschinell einführt, vor dem Einführen genau auszurichten, nicht mehr neu, jedoch ist es mit dieser Vorrichtung nicht möglich, die besondere, eingangs angegebene Heftung der Blätter zu erzeugen.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Es zeigt Abb. i eine Draufsicht, Abb. 2 -einen Schnitt nach Linie A-B der Abb. i, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie C-D der Abb.2, -Abb. q. eine Seitenansicht der Nadelhalte-. einrichtung, Abb.5 eine Sicht auf die Nadelhalteeinrichtung nach Abb. q. unter Fortlassung der Nadel, Abb. 6 eine Sicht auf die Nadel, Abb.7 die Anordnung der Anschläge am Blattträger zur Betätigung der Nadelhalteorgane, Abb. 8 eine Ansicht der Nockenscheibe für die Betätigung des die Nadelhalteeinrichtung tragenden Trägers, Abb.9 eine Teilansicht auf mehrere durch ein Bandpaar geheftete Blätter, Abb. io mehrere zusarninengeheftete Buchblätter. die harmonikaartig auseinandergt-,@ogen sind, um die Führung des durcllgelien<l6W Bandpaares zu zeigen.
  • In einem Standgehä Lise i sind bei 2 und 3 Gleitbahnen angebracht, in denen der Blattträger 4 hin und her gleitet. Er wird durch die an der Kurbelscheibe 5 angelenkte Schubstange 6, die bei 7 am Blattträger -i gelagert ist, nach Art eines Kurbelgetriebes hin und her bewegt. Der Blattträger 4 besitzt eine teilweise ausgesparte Auflagefläche 8, auf die das mit Bandführungsschlitzen 9 versehene Blatt io von Hand oder mechanisch aufgelegt wird, uin alsdann auf das Band bzw. die Bänder aufgereiht zu werden.
  • In den Seitenteilen i i und 1-2 des Standgehäuses i sind Nuten 13 angebracht, in denen plattenähnliche Gebilde 14, 15, 16 und 17, die die Nadelhaltereinrichtungen nach Abb.4 tragen, auf und ab gleiten. jedes Plattenpaar 14. 15 und l(,, 17 steht derart über ein Hebelgestänge in Verbindung, daß beim Hochgleiten der einen Platte 14 bzw. 16 die andere Platte 15 bzw. 17 sich nach unten verschiebt. Die an den Platten angelenkten Hebel 18 sind mit ihren unteren Enden an den äußeren Enden der doppelarmigen, bei i9 am Standgehäuse i drehbar gelagerten Hebel 2o angelenkt, so claß bei Drehung dieser Hebel 2o die eine der beiden angelenkten Hebelstangen 18 hoch- und die andere heruntergeht. Die Endpunkte der sich gegenüberliegenden doppelarmigen Hebel 2o sind über Stangen 21 miteinander verbunden und unterliegen der Einwirkung der Kurvenscheiben 2-2, von denen eine in Abb. 8 in vergrößertem llaßstahe lierausgezeichriet ist. Die Kurvenscheiben 22 sitzeil fest auf einer Welle 23, die über Kettenräder 24, 25 von der Antriebswelle -26 der Kurbelscheibe 5 in Drehung versetzt wird. Das Übersetzungsverhältnis der Kettenräder 25 und 24 ist 1 zu 2. Die Anordnung der einzelnen Kurvenscheiben : = zueinander ist so getroffen, daß die erste und dritte Kurvenscheibe und die zweite und vierte Kurvenscheibe gleichsinnig arbeiten, während die erste und dritte Kurvenscheibe zur zweiten und vierten Kurvenscheibe um eine halbe Umdrehung versetzt zueinander liegen. Wirken also die erste und dritte Kurvenscheibe mit ihrer höchsten Nocke 27 über die Stangen 21 auf die Platten 14 und i(-) ein und bringen diese in Höchststellung, dann ruhen die zweite und vierte Nockenscheibe mit ihrem niedrigsten Nockenteil 28 auf den Stangen 2i auf, so daß die Platten 15 und 17 ihre tiefste Stellung einnehmen. Drehen sich nun alle Nockenscheiben um ein Viertel ihres Umfanges, dann ruhen alle Stangen 21 auf der mittleren `'ockenhöhe 29, so daß alle Platten 14 bis 17 gleiche Standhöhe haben.
  • . Die Bandeinfädelnadel 3o, die bei 31 für ;die Anbringung des Bandes 32 geschlitzt ist, auf einer in Abb.4 und 5 veranschaulich-%ten Nadellialteeinriclitung angeordnet, mit der jede Platte 14 bis 17 ausgerüstet ist. Angespitzte, mit Auflagerand für die Nadel versehene Bolzen 33 und 34 greifen in Löcher 35 bzw. 36 der Nadel 3o ein, während doppelseitig angebrachte Hebel 37 und 38 mit ihren Auskerbungen bei 41 Einsprünge 39 bzw. 4o der Nadel 30 umfassen und so ein Ablösen der Nadel 30 verhindern. Die Bolzen 33 und 34 unterliegen der Einwirkung der Druckfedern 42 und können durch den bei 45 drehbar gelagerten Hebel 43 bzw. 44 durch Druck gegen die Stifte 46 bzw. 47 heruntergedrückt werden. Die doppelseitigen Hebel 37 bzw. 38, die bei 48 drehbar gelagert sind und der Einwirkung der Zugfedern 49 unterliegen, können durch die an ihnen angebrachten Stifte 50 bzw. 51 niedergedrückt werden, so daß sie die Nadel 30 freigeben.
  • An dem Blattträger 4 sind für jede Platte 14 bis 17 gesondert Anschläge 52 und 53 angebracht, die bei höchster Stellung der Platten 14 bis 17 auf die Anschlagstifte 46 und 47 bzw. 5o und 51 einer jeden Nadelhalteeinrichtung beim Vorbeigleiten des Trägers 4 einwirken, und zwar derart, daß zuerst der Bolzen 33, dann der Hebel 37, dann der Hebel 38 und schließlich der Bolzen 34 von der Nadel 3o abgelöst wird, wobei vor der Ablösung des nächsten Halteorgans sich das vorher abgelöste Halteorgan erst wieder mit der Nadel vereinigt.
  • Um einzelne lose Blätter mittels zweier Bandpaare, welche wechselseitig durch die einzelnen Buchblätter geführt werden, zusammenzuheften, arbeitet die neue Einrichtung wie folgt: In der in Abb. i veranschaulichten Lage des Blattträgers 4 wird ein mit Schlitzen versebenes Blatt io in die Auflage 8 eingelegt. In dieser Stellung des Blattträgers 4 haben die Platten 14 bis i7 gleiche mittlere Höhenlage. Beim Vortrieb des Blattträgers 4 durch die Schubstange 6 werden durch die erste und dritte Nockenscheibe die Platten 14 und 16 in die höchste Stellung angehoben, so daß die ihnen zugehörenden Nadeln 30 in gleicher Höhe mit den Schlitzen des Blattes io liegen. Die Nadeln 3o durchstoßen die Schlitze, wobei durch die Anschläge 52 und 53 des Blattträgers 4 infolge Einwirkung auf die Anschlagstifte 46, 50, 51 und 47 die Nadelhalteorgane 33, 37, 38 und 34 nacheinander heruntergedrückt werden, so daß das Blatt io ungehindert über die Nadel 30 hinweggleiten kann, um alsdann auf das Bandpaar 32 aufgereiht und in den Ablegekasten 54. abgelegt zu werden, der Durchlässe 55 für die Bandpaare aufweist. Der Ablegekasten 54. ist ebenfalls in den Gleitbahnen 2, 3 gleitbar gelagert, so daß er der durch die Umlenkungen der Bänder eintretenden Verkürzung nachfolgen kann. Bei der Rückwärtsbewegung des Blattträgers ¢ und der dadurch erfolgenden Drehung der Nocken 22 in Nockenhöhe 29 gelangen sämtliche Platten 14 bis 17 in die mittlere Höhenlage, so daß die Anschläge 52 und 53 berührungsfrei an den Nadelhalteeinrichtungen vorbeizugleiten vermögen. Hat der Blattträger q. die linke Ausgangsstellung wieder erreicht, wird ein neues Blatt To eingelegt, dessen Schlitze mit Abstand neben den Schlitzen des vorhergehenden Blattes liegen. Bei Blättern mit geeignet gewählter Schlitzanordnung kann diese Schlitzverlagerung durch einfache Wendung des Blattes erreicht werden. Beim neuerlichen Vortrieb des Blattträgers q. werden nunmehr durch die zweite und vierte Nockenscheibe die Platten 15 und 17 in die höchste Stellung gebracht, und es wiederholt sich nunmehr bei den Nadelhalteeinrichtungen dieser Platten und bis zur Ablage dieses Blattes in den Ablegekasten 54 das gleiche wie zuvor. Beide wechselweisen Vorgänge wiederholen sich so oft, bis der Bucheinband die notwendige Blattzahl aufweist. Das fertige Blattpaket wird dem Ablegekasten 54 entnommen, die Bänder von den Nadeln gelöst und neue Bänder eingezogen und an den Nadeln befestigt. Die-Entnahme des Blattpaketes kann auch mit Ablegekasten und Nadeln erfolgen, da die Entfernung der Nadeln und ihre Wiedereinsetzung leicht und schnell vonstatten geht, so daß das Wiedereinfädeln außerhalb des Bereiches der Maschine bewerkstelligt werden kann. Die einzelnen abgelegten Blätter werden von Hand oder durch mechanisch betätigte Finger o. dgl. aneinander angedrückt, um die erforderliche Spannung der Bänder im Blattpaket von vornherein zu erhalten. In den Abb.9 und io ist die Anbringung der Bänder zu den Blättern veranschaulicht. Es sind zwei Gruppen 56 und 57 von Blättern vorhanden, die sich durch den Abstand ihrer Schlitze 58 und 59 vom oberen und unteren Blattrande unterscheiden. Die zu den beiden Gruppen 56 und 57 gehörenden Blätter sind abwechselnd angeordnet und jedes Band 32 abwechselnd durch den Schlitz eines Blattes hindurchgezogen und um den hinteren Rand des nächsten Blattes herumgelegt, so daß sich zwei nebeneinanderliegende Bänder, wie Abb. io veranschaulicht, überkreuzen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Herstellen eines Buchblocks aus zwei Gruppen von mit Schlitzen versehenen Blättern durch Einführen von Bändern, die abwechselnd durch den Schlitz eines Blattes hindurchgezogen und um den hinteren Rand des nächsten Blattes herumgelegt werden, wobei die richtige Lage der Bandführungsnadeln zu den Schlitzen durch Führungen gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Gruppen von Bandführungsnadeln vorhanden sind, daß der Blattträger selbsttätig parallel mit den Nadeln hin und her bewegt wird, daß die Nadeln der beiden Gruppen abwechselnd im Arbeitstakt in ihrer uerrichtung bewegt werden und daß - jede- Nadel auf mehreren gesteuerten Trägern ruht, die sich beim Aufschieben des Blattes auf die Nadel nacheinander selbsttätig von der Nadel ablösen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ouerbewegung der Nadelgruppe durch ständig umlaufende Nockenscheiben veranlaßt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablösen der Nadelträger von den Nadeln durch Anschläge erfolgt, welche mit dem Blattträger fest verbunden sind.
DEB170972D 1935-09-08 1935-09-08 Vorrichtung zum Herstellen eines Buchblocks aus zwei Gruppen von mit Schlitzen versehenen Blaettern durch Einfuehren von Baendern Expired DE643759C (de)

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