DE64094C - Wied erhol werk für Uhren - Google Patents
Wied erhol werk für UhrenInfo
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- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
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- G04B21/12—Reiterating watches or clocks
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Wiederholwerk für Uhren, bei welchem
der von Hand vorwärts gedrehte Rechen bei seiner durch Federkraft veranlafsten Rückkehr
nur dann den Stundenhammer und den Viertelstundenhammer in Thätigkeit setzt,,
wenn die Vorwärtsbewegung des Rechens so weit ausgedehnt worden war, dafs nach der
Berührung des am Rechen sitzenden Zahnes mit der Stundenstaffel noch eine geringe Verschiebung
der Achse der Stundenstaffelscheibe stattgefunden hatte und infolge dessen, erst ein
Hemmhebel ausgerückt wurde, welcher das die Hämmer beeinflussende Getriebe in den Bereich
der Hammer gelangen liefs.
Bei den bisher ausgeführten ähnlichen Wiederholwerken, bei welchen ebenfalls der
Rechen unmittelbar von Hand vorgeschoben oder gedreht wird (s. z. B. das Schweizer
Patent No. 2655), findet bei der Rückkehrbewegung des Rechens immer ein Bethätigen
der Hämmer statt, auch wenn der Rechen
nicht bis zum Anstofs seines Zahnes gegen die Stundenstaffel vorwärts bewegt war, so dafs die
unrichtige Handhabung dieser Wiederholwerke Irrthümer in der Angabe der Zeit verursacht.
Aufserdem wird bei dem vorliegenden Wiederholwerk der zweite Rechen, der Viertelstundenrechen,,
durch einen Stift gehemmt, der auf dem. die Hammer beeinflussenden Rade
sitzt und bei der Drehbewegung dieses Rades in der einen Richtung aus dem Viertelrechen
herausgleitet, bei der entgegengesetzten Drehbewegung aber zu- dem durch die Viertelstundenstaffel
bestimmten Zeitpunkt in; diesen Rechen einschnappt und denselben noch so
weit mitnimmt, bis ein mit dem Viertelrechen gelenkig verbundener Hebel, welcher beim
Ausrücken des Viertelrechens mit der Viertelstaffel in Berührung kam, von letzterer genügend
entfernt ist, um deren mit dem Minutenrade
der Uhr übereinstimmende Drehbewegung nicht zu hindern.
Die eben besqhriebene Einrichtung des Viertelrechens gewährt gegenüber den früheren:
eine leichtere Ausführung und Justirung.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein derartiges Wiedertiolwerk im Grundrifs dargestellt,
das Zifferblatt der Uhr, welches das Werk verdecken würde, ist abgenommen gedacht.
In der Mitte des Werkes ist bei n. die Viertelstaffel gezeigt, welche auf der Minutenzeigerwelle
sitzt und folglich alle Stunden eine Umdrehung mapht. Ein aus dieser Viertelstaffel
vorstehender Stift«1 dreht ein Sternrad ix
jede Stunde um einen Zahn und dadurch auch die auf der Achse des Rades zx befestigte
Stundenstaffelscheibe i um eine Staffel weiter.
Der Stern ix wird nebst der Stundenstaffel i
in der ihm jeweilig gegebenen Stellung durch den Sternkegel I erhalten. Die gemeinsame
Achse des Sternes fx und der Staffel ζ sitzt fest
in dem einen Arm eines bei m° drehbar gelagerten
Hebels m, dessen anderer Arm unter dem Einflufs einer Feder a3 steht, welche das
Bestreben hat, den Hebel m so zu drehen,,
dafs sein freier Arm gegen den Umfang: (oder einen dort gebildeten Zahn) einer ovalen
Scheibe d drückt, welche bei d° ihren excentrischen
Drehpunkt hat. Auf diese Scheibe d wirkt von der anderen Seite noch eine Feder h2
ein, welche schwächer als die Feder a3 ist, aber
dennoch kräftig genug, um, wenn der Hebel m von der Scheibe d entfernt wird, wie weiter
1 unten angegeben, eine Drehbewegung der Scheibe d nach aufsen herbeizuführen.
Diese Scheibe d trägt an dem ihrem Drehpunkt d° gegenübergelegenen Ende eine feste,
aufrechte Achse c und auf dieser, über einander, drei fest mit einander verbundene Zahnräder,
nämlich einen Trieb s2, ein grofses Zahnrad g und
das die Hämmer bethätigende Zahnrad b. In den Trieb s2 greift der grofse Rechen ar ein, welcher
an dem. einen Arm α1 eines dreiarmigen, um a° drehbaren Hebels α gebildet ist, auf
dessen zweiten Arm α2 eine Feder ν wirkt, die
den Rechen nach aufsen zu drehen sucht. Der dritte Arm m2 des Hebels α ragt durch einen
Schlitz des Uhrgehäuses nach aufsen vor und dient zum Bewegen des Hebels α von Hand
in der Richtung des angegebenen Pfeiles.
Wenn dies geschieht, so dreht der Rechen ar
den Trieb s2 und die mit diesem verbundenen Räder g und b in der Richtung des Pfeiles t2.
Läfst man den äufseren Arm m2 los, so erfolgt die umgekehrte Drehbewegung des
Rechens und der genannten Räder s2 g h durch Vermittelung der auf den Arm α2 des Rechenhebels
α wirkenden Feder v.
In der gezeichneten Ruhestellung steht das Rad g mit dem Trieb b2 eines Getriebes b2c2e2
in Eingriff, welches durch einen Anker k so beeinflufst wird, dafs es sich nur in der Richtung
der eingezeichneten Pfeile drehen läfst. Wird daher der Arm m2 des Rechenhebels a
in' der durch den beigesetzten Pfeil angedeuteten Richtung verschoben und dadurch der
Rechen ar nach innen gedreht, und zur Einwirkung
auf den Trieb s1 gebracht, so findet, da
das Rad g durch den Trieb b2 gehemmt ist, zunächst durch Vermittelung des Rechens einerseits
und des gegen die ovale Scheibe geprefsten Stundenstaffelhebels m andererseits eine
Drehbewegung der die Räder s1 g und J>
tragenden ovalen Scheibe d um ihren Drehpunkt d ° nach innen entgegen der Wirkung ihrer Feder h2
so lange statt, bis Rad g und Trieb b2 aufser Eingriff sind, worauf der Rechen das Radsystem
s2 g b in Umdrehung versetzt. Dieses Verschieben des genannten Radsystems hat den
Zweck , die Zähne des die Hämmer beeinflussenden Rades b aufserhalb des Bereiches
der Schwänze r2 und T^ der beiden über einander
auf demselben Zapfen k2 gelagerten Hämmer/ zu bringen, so dafs die Zähne des
Rades b bei ihrer in der Richtung des Pfeiles t2 erfolgenden Drehbewegung auf die Schwänze
der Hämmer nicht einwirken können. Diese Drehbewegung des Rechens ar und der Räder
s2 g b mufs so lange fortgesetzt werden, bis
ein am Hebel α sitzender Zahn ax die ihm
gegenüberstehende Staffel der Stundenstaffelscheibe i (in der Zeichnung die Staffel 12) berührt
und dann noch den Stern ix und die
Stundenstaffelscheibe i so weit nach innen verschoben bezw. deren Traghebel m um so viel
um seinen Drehpunkt m° gedreht hat, dafs der bisher gegen die ovale Scheibe d angedrückt
gewesene Arm dieses Hebels hinreichend von der ovalen Scheibe entfernt wurde, um das
Zurückdrücken der letzteren durch deren Feder h2 zu gestatten. Durch diese Rückwärtsdrehung
der Scheibe d kommt das von derselben getragene Rad g wieder mit dem
Trieb b2 des Getriebes b2 c2 e2 in Eingriff, und
es findet dann, sobald man den äufseren Arm m2 des Rechenhebels α losläfst, Rückgang
des Rechens ar durch die Feder ν und Drehbewegung des Radsystems s2 g b in der
dem Pfeil t2 entgegengesetzten Richtung statt, wobei das jetzt mit dem Rade g im Eingriff
stehende Getriebe b2 c2 e2 diese Bewegung verlangsamt.
Ferner wurden durch diese Rückwärtsdrehu'ng der ovalen Scheibe d auch die
Zähne des Rades b wieder in den Bereich der Schwänze der Hämmer/ gebracht, so dafs
nun die letzteren, welche durch den Eihflufs der auf ihre Stifte t und uλ einwirkenden,
bei χ befestigten Federn stets nach aufsen gedrängt werden, in Thätigkeit kommen und
gegen die bei \ am Umfang des Gehäuses über einander befestigten Schlagfedern schlagen,
von welchen sie (die Hämmer) nach vollendetem Schlag durch eine Feder r etwas abgehoben
werden.
Das Rad b hat 1 5 Zähne, von denen 12 nur
auf den Schwanz des unteren oder Stundenhammers, die übrigen 3 mit 1, 2 und 3 bezeichneten
nur auf den Schwanz des oberen oder Viertelstundenhammers einwirken. Die
Zähne 1, 2 und 3 sind nämlich an einer besonderen, auf b befestigten Platte gebildet und
liegen um so viel höher als die anderen 12 Zähne, dafs sie über den Schwanz des
Stundenhammers frei hinweggehen können. Jedoch kann die Einrichtung auch so sein, dafs
die Zähne 1, 2 und 3 die doppelte Höhe der anderen Zähne haben und folglich beide Hämmer
bethätigen. Das Rad b wird beim Einwärtsdrehen des Rechens um einen solchen Betrag herumgedreht,
dafs die Zähne 1, 2 und 3 und dann noch so viel von den übrigen 12 Zähnen
hinter die Schwänze der Hämmer kommen, als der zu schlagenden Stunde entsprechen,
was durch den Anstofs des Zahnes ax des
Rechenhebels α gegen die betreffende Staffel
der Stundenstaffelscheibe i bestimmt wird. Die Lücke zwischen dem Zahn 1 und dem
nächsten der 12 andere'n Zähne ist gröfser als
die Lücke zwischen zwei benachbarten der letzteren, um zu erreichen, dafs, nachdem die
Stunden geschlagen sind, ein gewisser Zeitraum verfliefst, ehe die Viertelstunden geschlagen
werden.
Damit nun das Rad b bei seinem Rückgang einen, zwei oder alle drei Zähne i, 2 und 3
nur dann auf den Viertelstundenhammer zur. Einwirkung bringt, wenn die Uhr '/4, V2 oder
3J1 zeigt, ist eine Hemmvorrichtung für das
Raab vorgesehen, deren Einrichtung folgende ist.
Von ,der oberen Fläche des Rades b springt ein Stift W2 vor, welcher in der Ruhestellung
des Werkes hinter dem ersten, zweiten, dritten oder vierten Zahn eines kleinen Rechens ρ
liegt, je nachden das Werk eben die volle Stunde oder aufser .der verflossenen vollen
Stunde auch noch '/4, Y2 oder 3^ geschlagen
hatte. Dieser Rechen^ ist an dem einen Arm eines doppelarmigen, um o° drehbaren Hebels
ο beweglich befestigt, und zwar derart, dafs der Rechen, wenn das Rad b . sich in der
Richtung des Pfeiles t2 dreht, durch den Stift iv'2
nach innen bewegt wird und das Hinweggleiten des Stiftes über seine Zähne gestattet.
Sobald der Stift»"2 den Rechen ρ freigegeben
hat, wird der letztere durch eine am Hebelarm o1 angebrachte Feder s wieder nach aufsen
gedreht, bis die nahe dem Drehpunkt des Rechens ρ an diesem angebrachte Nase gegen
einen im Arm ο1 festen Stift g2 stöfst. Gleichzeitig
wird aber der Hebel 0 nebst dem Rechen ρ durch die Wirkung der ' Feder q so
um seinen Drehpunkt o° gedreht, dafs das Ende w des Armes o2 des Hebels mit der auf
der Minutenzeigerwelle sitzenden Viertelstundenstaffelscheibe η in Berührung kommt. In dieser
Lage verharren Hebel ν und Rechen ρ so lange,
bis bei der Rückkehrbewegung des Rades b dessen Stift w2 wieder hinter den ihm jetzt
gegenüberstehendenZahn desRechensj? greift und den letzteren nebst dem Hebel ο so weit mitnimmt, bis der Arm ο1 des Hebels 0 gegen
einen im Boden des Werkes festen Anschlagstift g3 liegt und der Arm 0' von der Viertelstaffelscheibe
u hinreichend entfernt ist, um deren Drehbewegung nicht zu hindern. Es ist
klar, dafs je nachdem die eine oder andere Staffel der Viertelstaffelscheibe von dem Ende w
des Hebels 0 berührt wird, der erste, zweite, dritte oder vierte Zahn des Rechens ρ in den
Bereich der Bahn des Stiftes w 2 kommt und
dann von diesem gefafst wird.
Schliefslich sei noch bemerkt, dafs durch Ersatz der Viertelstaffelscheibe durch eine gewöhnliche
runde, mit Stift n1 versehene Scheibe und durch Hinweglassüng der für das
Schlagen der Viertelstunden vorgesehenen Einrichtung das beschriebene Werk so abgeändert
werden kann, dafs es nur die vollen Stunden schlägt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Wiederholwerk für Uhren, bei welchem der oder die Hämmer f durch das Rad b nur dann in Thätigkeit gesetzt werden, wenn der behufs der Wiederholung zu verschiebende Rechen in hinreichendem Mafse bewegt wurde, und welches zu diesem Zweck so eingerichtet ist, dafs der Rechen während der Vorwärtsbewegung mit seinem Zahn αχ an der betreffenden Staffel die Stundenstaffelscheibe i, die auf dem einen Arm eines doppelarmigen Hebels m sitzt, so weit verschiebt, dafs der andere von einer Feder α3 beeinflufste Arm dieses Hebels m einen das Rad b excentrisch tragenden, infolge der Rechenbewegung verschobenen einarmigen Hebeid freigiebt und ihm gestattet, unter dem Einflüsse der Feder h2 in die Anfangsstellung zurückzuschwingen.
- 2. Ein Wiederholwerk der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Art, bei welchem für den Fall, dafs es auch die Viertelstunden schlagen soll, auf dem entsprechend gezahnten Rad b ein Stift w2 ■ angeordnet ist, der bei der Vorwärtsdrehung des Rades b einen am Hebel 0 befestigten Rechen ρ verschiebt und bei der Rückwärtsdrehung des Rades b zunächst hinter denjenigen der vier Zähne dieses Rechens greift, welcher nach der Freigabe ■ des Rechens durch Vermittelung des Hebels ρ und der Viertelstaffelscheibe η in seine Bahn geführt war, und der dann endlich noch den Rechen ρ und den Hebel 0 bis zum Anschlag an einen festen Stift g3 oder so weit bewegt, dafs das Ende n> des Hebels 0 die Drehung der Viertelstaffelscheibe nicht hindert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64094C true DE64094C (de) |
Family
ID=337987
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64094D Expired - Lifetime DE64094C (de) | Wied erhol werk für Uhren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64094C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1760549A1 (de) * | 2005-09-01 | 2007-03-07 | Montres Journe SA | Tonfeder für ein Schlagwerk einer Uhr |
-
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- DE DENDAT64094D patent/DE64094C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1760549A1 (de) * | 2005-09-01 | 2007-03-07 | Montres Journe SA | Tonfeder für ein Schlagwerk einer Uhr |
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