DE46987C - Einrückvorrichtung für springende 1 Sekunde - Google Patents

Einrückvorrichtung für springende 1 Sekunde

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DE46987C
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DE
Germany
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wheel
lever
jumping
chronograph
seconds
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Application number
DENDAT46987D
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R. LANGE in Glashütte bei Dresden
Publication of DE46987C publication Critical patent/DE46987C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F7/00Apparatus for measuring unknown time intervals by non-electric means
    • G04F7/04Apparatus for measuring unknown time intervals by non-electric means using a mechanical oscillator
    • G04F7/08Watches or clocks with stop devices, e.g. chronograph

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1888 ab.
Vorliegende Erfindung hat eine Einrichtung zum Gegenstande, durch welche der Sekundenzeiger einer Uhr entweder den durch die Unruheschwingung bedingten Bruchtheil einer Sekunde (gewöhnlich 0,2 Sekunde) oder eine springende Vollsekunde (seconde morte) anzeigen kann, so dafs eine mit dieser Einrichtung ausgestattete Uhr für wissenschaftliche Zwecke verwendbar ist.
Die neue Anordnung der Theile zur Umwandlung einer springenden in eine schleichende Sekunde ist in Fig. 1 im Grundrifs, in Fig. 2 in Ansicht in Richtung des Pfeiles P, in Fig. 3 in eben solcher Ansicht in Richtung des Pfeiles P1 ersichtlich, während Fig. 4 und 5 zwei andere Stellungen der Theile bei Umwandlung der Uhr in einen Chronographen darstellen.
Das in der Zeichnung weggelassene Werk der Uhr schliefst sich an die Achse k1 des Rades Z1 an, und die eingeleitete Drehbewegung wird durch Rad / auf das Chronographrad a übertragen.
- Unter dem auf der Sekundenzeigerachse lose sitzenden Chronographrade α ist das Sekundenspringrad b, welches auf genannter Achse festsitzt, mit 60 Zähnen angeordnet; beide Räder sind durch eine feine Spiralfeder b1 mit einander verbunden. Zur Weiterbewegung des Rades b und des auf dessen Achse sitzenden Sekundenzeigers in springenden Vollsekunden (seconde morte) sitzt auf einer in der Brücke d2 gelagerten Achse c1 ein kleines Auslöserädchen c, welches bei springender Vollsekunde unter Vermittelung eines Armes c2 einen bei d1 in der Brücke d2 drehbar gelagerten Hebel d aus den Zähnen des Rades b auslöst, wodurch letzteres von Sekunde zu Sekunde gehemmt wird und der auf dessen Achse sitzende Sekundenzeiger eine volle Sekunde weiter springt. Auf Welle c1 sitzt aufserdem noch ein Rädchen a1, welches mit dem Chronographrade α beständig in Eingriff steht. Hebel d wird bei springender Vollsekunde durch eine feine Feder dB in die Zähne des Rades b eingerückt.
Beim Anzeigen des Bruchtheiles einer Sekunde (0,2 Sekunde) wird Hebel d aus den Zähnen des Springrades b ausgerückt; letzteres wird hierdurch frei und dreht sich so lange nach vorwärts, bis ein kleiner, aus dem Rade b nach oben vorstehender Stift f gegen die eine Begrenzung des in der Scheibe des Rades α befindlichen Schlitzes g antrifft. Dabei gehen beide Räder α und b gemeinsam und zeigen 0,2 Sekunde an.
h ist ein Schaltrad mit Erhöhungen und Vertiefungen; an dem unteren Theile desselben schliefst sich ein Sperrrad h1 an, in dessen Zähne ein durch Feder hs angedrückter Zahn h2 eingreift, welcher durch Druck auf den Hebel h3 ein Fortbewegen der Räder h h1 bewirkt. Hebel ha, welcher bei h* drehbar an der Uhrunterplatte befestigt ist, legt sich mit seiner einen Kante gegen Stift h5 an, der durch die Uhroberplatte hindurchgeht und an dem bei h6 drehbaren Hebel h.1 befestigt ist. Durch eine unter der Uhroberplatte liegende starke Feder i, die bei i1 drehbar an der Unterseite der genannten Platte befestigt ist und sich mit ihrem hakenförmigen Ende gegen den Stift h5 anlegt, wird das lange Ende des Hebels h1 beständig
nach innen gedruckt, welches den oben genannten Hebel hs trägt.
k ist eine bei kl drehbar gelagerte Wippe, deren vorderes Ende sich abwechselnd gegen die Erhöhungen und in die Vertiefungen des Schaltrades h an- bezw. einlegt, was durch Feder k2 gesichert wird. In der Mitte der Wippe k ist ein Rad I gelagert, das abwechselnd in das Chronographrad ein- und aus demselben ausgeschaltet wird. Gegen das Schaltrad h legen sich aufser dem Ende der Wippe k noch an der bei m1 drehbare Hebel m, der durch Feder m2 beständig gegen die Zähne des Rades b gedrückt wird, sowie der bei n1 drehbar gelagerte Nullhebel n, der mittelst eines Stiftes durch eine Feder w2 beständig in der Richtung gegen ein auf dem Chronographrade a sitzendes Herz ο gedrückt wird.
Das Weiterschreiten des Sperrrades h1 um mehr als einen Zahn wird durch eine in dessen Zähne eingreifende Feder ρ verhindert. Zur Einrückung des Hebels d in die Zähne des Sekundenspringrades b ist nahe an der Peripherie der Uhroberplatte bei q1 im Hebel q drehbar gelagert, dessen nach der Mitte zu gelegenes Ende abgeschrägt ist. Gegen diese Abschrägung legt sich ein Stift #2 an, der, durch die Uhroberplatte hindurchgehend, seitlich aus dem bei r1 drehbaren Hebel r vorsteht. Das freie Ende des letzteren hält für gewöhnlich den Hebel d aufser Eingriff mit dem Rade b, giebt jedoch zwecks Einrückens von d in b denselben frei, um diesen Hebel d durch Wirkung der Feder d3 in die Zähne des Rades b zu schieben.
Die Umwandlung der Uhr zunächst in seconde morte und dann in Chronograph oder umgekehrt erfolgt in folgender Weise.
Befinden sich die Theile in der Nullstellung (Fig. 4), so wird durch Drücken auf den Hebel h3 das Sperrrad h1 um einen Zahn weiter gerückt. Mit diesem Weiterrücken dreht sich die Erhöhung 1, Fig. 4, so weit, dafs das freie Ende der Wippe k in die nächste Vertiefung 2, Fig. 5, einfällt; hierdurch greift das an der Wippe sitzende Rad / in das Chronographrad a ein (Fig. 5), so dafs die Uhr von XII oder Null an bei ihrem Laufe in springende Vollsekunde umgewandelt ist, nachdem Hebel d durch Hebel q eingeschaltet ist (Fig. 5).
Beim Umwandeln der Uhr in Chronograph bleibt Rad / im Eingriff mit dem Chronographrade, es wird aber der Hebel d durch Zurückschieben des Hebels q aus den Zähnen des Rades b ausgerückt, so dafs sich infolge der gespannten Spirale b1 der Stift f gegen die Begrenzungskante von g anlegt, so dafs beide Räder gemeinsam 0,2 Sekunde weiter schreiten.
Bei dieser einmaligen Weiterrückung des Sperrrades h1 sind die beiden anderen sich gegen das Schaltrad h anlegenden Hebel m und η auf den Erhöhungen von h stehen geblieben, so dafs diese Hebel ihre Stellung nicht verändern konnten.
Beim zweiten Druck auf Hebel h3 jedoch fällt das vordere Ende des Hebels m in die nächste Vertiefung (Fig. 1), wodurch Springrad b mit dem auf dessen Achse steckenden Zeiger angehalten wird.
Ein dritter Druck auf Hebel h& läfst auch den Nullhebel η in die entsprechende Vertiefung eintreten (Fig. 4)^wodurch das andere Ende desselben sich gegen die Aufsenfläche des Herzens ο anlegt, um durch den Druck der Feder w2 das Springrad b auf seine Nullstellung zurückzuführen.
Um die Uhr wie gewöhnlich weiter gehen zu lassen, braucht, wenn sie vorher als springende Vollsekunde gelaufen ist, nur noch Hebel q auf seine Ausgangsstellung zurückgeschoben zu werden.
Beim gewöhnlichen Laufe der Uhr dreht sich dann Rad Z1 lose, wodurch auch Rad Z lose in Drehung versetzt wird.
Bei wiederholter Umwandlung der Uhr in seconde morte oder Chronograph wird von neuem auf den Hebel h3 gedrückt (Fig. 5).

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Unter Benutzung des durch D.R. P. No. 27626 geschützten Zwischenschaltrades, zwecks der Verwandlung des Uhrsekundenzeigers in springende Vollsekunde oder Chronograph, die Anordnung eines Schaltrades h und eines Sperrrades h1 auf gemeinsamer Achse, welche Räder durch den federnden Hebel /z2 h3 hs zeitweise in Drehung versetzt werden, in Verbindung:
    a) mit der ein Zwischenrad Z tragenden Wippe k, welche beim Einfallen in das Schaltrad h das Rad / einrückt, um den Sekundenzeiger als Chronograph (0,2 Sekunden) oder, nach Einrücken des Hebels d in das Sekundenspringrad b, als springende Vollsekunde kufen zu lassen;
    b) mit dem in das Schaltrad h einfallenden Hebel m zur Hemmung der Drehbewegung des Sekundenspringrades b, und
    c) mit dem in das Schaltrad h einfallenden Hebel η zur Zurückführung des Sekundenspringrades auf die Null- oder Ausgangsstellung.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46987D Einrückvorrichtung für springende 1 Sekunde Expired - Lifetime DE46987C (de)

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