DE640393C - Vorrichtung zum Anlegen des jeweils untersten Papierbeutels eines Papierbeutelstapels an Rotationsumdruckmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Anlegen des jeweils untersten Papierbeutels eines Papierbeutelstapels an RotationsumdruckmaschinenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Anlegen von zu bedruckenden
Papierbehältern, wie Lohnbeutel, Briefumschläge o. dgl., an Umdruckmaschinen, insbesondere an solchen, bei denen von einem
mit abdruckfähiger Spiegelschrift versehenen Original zeilen- oder abschnittweise auf vorher
an der zu bedruckenden Stelle mit einer schnell flüchtenden Flüssigkeit angefeuchtete
Bogen umgedruckt wird.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Fördern und Anlegen
von zu bedruckenden Lohnbeuteln, Briefumschlägen o. dgl., bestehend aus einem leicht an- und abnehmbar eingerichteten
Hilfstisch, der im Bedarfsfalle an die Umdruckmaschine
unmittelbar oder etwa über einem bereits vorhandenen Anlegetisch angeordnet werden kann.
Es sind bereits Anlegetische zum selbsttätigen Fördern und Anlegen von Lohnbeuteln,
Briefumschlägen o. dgl. gebaut worden, bei denen die Mitnehmerorgane zum Zuführen der in einem Stapel aufgeschichteten
Beutel an der Oberfläche der Anlegestücke mittels Reib- und Saugwirkung zum
Angriff gelangten. Es sind ferner auch Vorrichtungen bekannt, bei denen Führungsfinger oder -zungen unter die Laschen der
Beutel, Briefumschläge o. dgl. greifen, Häufig war es notwendig, daß in diesem Falle besondere
gesteuerte Anschlagnasen zur Anwendung kamen.
Die Erfindung schafft einen Anlegetisch, der als zusätzliches Arbeitsstück an jeder
Umdruckmaschine angelegt werden kann. Dadurch ist es ermöglicht, wie bisher beliebige
Bogen zwecks Aufdruckens von einem Spiegelschriftoriginal der Maschine zuzuführen
oder aber auch, ohne eine besondere Maschine zu benötigen oder ohne zeitraubende
Änderungen an dieser Maschine vornehmen zu müssen, Lohnbeutel, Briefumschläge,'
Papierbeutel ο. dgl. anlegen zu können, um diese mit einem gewünschten Aufdruck
zu versehen.
Dieser zusätzliche Anlegetisch wird mittels einer Lasche an einem entsprechend den umzudruckenden
Zeilen seitenbeweglichen Teile, also etwa an der zeilenbreiten Anfeuchtevorrichtung,
an der GegendruckroUe oder an einem bereits vorhandenen Anlegetisch befestigt,
so daß er zwangsläufig von den vorgenannten Teilen mitgesteuert, d. h. seitlich bewegt wird. Um die Seitenbewegung zu
sichern, ist erfindungsgemäß an dem zusätzlichen Tisch eine Rolle vorgesehen, die auf
einer Schiene, die in seiner Seitenbewegungsrichtung geführt ist, läuft.
Die Arbeitsbewegung der an diesem Tisch vorgesehenen Förder- und Greif werkzeuge
wird in bekannter Weise von einem sich bewegenden Teil der Maschine entnommen, wobei
zweckmäßig die Verbindung mit diesem Teil durch einen Arm erfolgt, der auf diesem
bewegten Teil reitet. Die Beutel, Briefum-
schlage ο. dgl. werden mit geöffneter Ver- I bar gelagert ist. Die Welle.15 trägt einen
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schlußlasche, diese an der oberen Seiteä aufeinandergestapelt
und .gegebenenfalls durqhf
ein zusätzliches Gewicht beschwert. >f\
Das in dem Hilfsanlegetisch Greif- und Förderwerkzeug ist in diesem i^
sich bekannter Weise in Förderrichtung verschiebbar gelagert. Es ist flach ausgebildet und
dient gleichsam als Unterlage für die gestapelten Lohnbeutel. Auf seiner Oberseite zeigt es
eine an sich bekannte, in Vorschubrichtung geöffnete laschenartige Zunge. Diese greift nun
aber erfindungsgemäß, im Gegensatz zu den bisher bekanntgewordenen Fördervorrichtungen
ähnlicher Art, in der Weise in den geöffneten, jeweils untersten Lohnbeutel hinein,
daß die Vorderkante der unteren Wand des Lohnbeutels gegen die durch die Kröpfung
der Zunge entstandene Anschlagfläche anstößt, durch diese in seiner richtigen Förderlage
gehalten wird und auch bei der Vorwärtsbewegung des Greifwerkzeuges in richtiger
Lage der Drucklinie zugeführt wird. Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise
zur Darstellung gebracht. Es zeigen
Abb. ι die Einrichtung im Aufriß, Abb. 2 die Einrichtung im Seitenriß,
Abb. 3 das Greifwerkzeug mit dem Anlegetisch und dem darüber angeordneten Lohntütenstapel
in vergrößertem Maß stäbe.
In einem Gestell ι ist die Drucktrommel 2 gelagert, die mit einer Gegendruckwalze 3
zusammenarbeitet. Vor der Druckwalze ist ein fester Anlegetisch 4 angeordnet, der zum
Anlegen loser Blätter, Formulare usw. dient, und über dem in an sich bekannter Weise in der
Nähe der Druckwalze eine Anfeuchtvorrichtung 5 sich befindet, die zum Anfeuchten der
zu bedruckenden Blätter, Lohntüten usw. dient. Zum selbsttätigen Anlegen von Lohntüten,
Beuteln o. dgl. ist nun über dem Anlegetisch 4 ein kleinerer Anlegetisch 6 angeordnet,
der einerseits mittels einer Lasche 7 an der Anfeuchtvorrichtung 5 befestigt ist
und andererseits mittels einer Rolle 8 auf einer am Tisch 4 vorgesehenen, zur Drucktrommel
parallelen Laufschiene 9 ruht. In dem Anlegetisch 6 ist das Greifwerkzeug ver^
schiebbar gelagert, das als flacher Schieber 10 ausgebildet ist, der auf seiner Oberseite eine
in die Vorschubrichtung gerichtete zungenartige Lasche 11 trägt. An der Unterseite
des Schiebers 10 ist ein Hebel 12 angelenkt,
dessen freies Ende einen halbkreisförmigen Ausschnitt besitzt, mittels dessen.fler Hebel 12
eine parallel zur Drucktrommei .angeordnete
Traverse 13 umfaßt, deren Enden in Armen 14
gelagert sind, die mit einer Welle ,15 fest verbunden
sind, die am Maschinengestell 1 drehfest mit ihr verbundenen Hebel 16, an dem
^ ein Hebelgestänge 17 angelenkt ist, das andererseits
fest mit einer im Maschinengestell '.gelagerten Welle 18 verbunden ist, die einen
■ an seinem freien Ende mit einer Rolle 20 ver-"
sehenen Hebel 19 trägt. Die Rolle 20 wird in einem kurvenförmigen Ausschnitt 21 einer
Exzenterscheibe 22 geführt, die mit einer am Maschinengestell gelagerten Antriebswelle 23.
fest verbunden ist. Mittels der Kurvenscheibe 22 wird über das Hebelgestänge 19,
17, 16 der Welle 15 eine Drehbewegung erteilt,
wodurch die in den Armen 14 gelagerte Traverse 13 parallel zu sich selbst eine hin
und her gehende Bewegung erhält, die durch den auf der Traverse 13 ruhenden Hebel 12
auf den Schieber 10 übertragen wird. Über dem Schieber 10 liegen gestapelt die Lohntüten
24 mit ihrer öffnung 25 nach unten. Die Verschlußlaschen der Tüten sind geöffnet
und strecken sich über den Schieber hinaus, derart, daß in der Anfangsstellung die
Zunge 11 unterhalb der Verschlußlasche der untersten Tüte 24 liegt und sich bei der Vorschubbewegung
unter der Lasche hinweg auf die öffnung "25 zu und in dieselbe hineinbewegt,
bis der Öffnungsrand gegen die Verbindungsstelle zwischen Schieber und Zunge
stößt, worauf die Mitnahme der untersten Tüte zwangsläufig erfolgt, und diese von dem
Anlegetisch 6 hinunter, unter der Anfeuchtvorrichtung 5 hindurch, gegen die Druck- ·
trommel bzw. die Vortransportwalzen 26, 27 bewegt und von diesen oder auch unmittelbar
von Drucktrommel und Gegendruckwalze erfaßt wird.
Um eine sichere Auflage auf dem Anlegetisch 6 und ein sicheres Nachrutschen der
Lohntüten zu erreichen, werden dieselben zweckmäßig durch ein auf dem Lohntütenstapel
aufgelegtes Gewicht 28 beschwert. Zur Verhinderung der Mitnahme benachbarter Tüten sind an den Seiten des Lohntütenstapeis
in bekannter Weise einstellbare Bremsbacken 29 vorgesehen, außerdem wird zweckmäßig
an der Vorderkante des Anlegetisches 6 ein Vorderanschlag 30 vorgesehen, gegen den
sich die vorderen Enden der Lohntüten legen. Zwischen dem Anschlag 30 und der Vorderkante
des Tisches 6 ist natürlich ein für den Durchgang der untersten Lohntüte ausreichender
freier Spalt 31 vorgesehen.
In der Praxis wird es sich, insbesondere bei Lohntüten, in der. Regel darum handeln,
jede der anzulegenden Lohntüten mit einer anderen Textzeile des Spiegelbildoriginals
zu bedrucken. Dementsprechend wird die Lohntütenanlegevorrichtung bzw. der Lohntütenanlegetisch
6 in Abhängigkeit von der Drucktrommelbewegung selbsttätig um je-
weils Zeilenbreite schrittweise verschoben, so daß jede der anzulegenden Lohntüten mit
einer anderen bzw. der nächsten Zeile des Spiegelbildoriginals bedruckt wird. Wie bereits
erwähnt, wird daher zur Ermöglichung dieser seitlichen Verschiebung der Anlege^
vorrichtung die Schieberbewegung über die Traverse 13 übertragen, auf der der am
Greif werkzeug angelenkte Hebel 12 verschiebbar ruht. Die schrittweise seitliche Verschiebung
der Anlegevorrichtung, die im übrigen synchron mit der zum Zwecke des zeilenweisen
Abdruckens erforderlichen Seitwärtsbewegung der Anfeuchtvorrichtung erfolgen muß, wird zweckmäßig durch die zur Anfeuchterbewegung
dienenden, an sich bekannten Mittel bewirkt, indem der Anlegetisch 6 durch die Lasche 7 mit dem Anfeuchtergehäuse
fest verbunden wird. Diese schrittweise Seitwärtsbewegung des Anfeuchters und damit der Anlegevorrichtung wird durch
die Schraubenspindel 32 bewirkt. Diese wird in an sich ' bekannter Weise, z. B. durch
Sperrad und Sperrklinke, absatzweise gedreht, die durch einen an der Drucktrommel angeordneten
Anschlag 35 über ein Hebelgestänge 36, 37 in Abhängigkeit von der Drucktrommelbewegung
betätigt werden.
Der Anlegetischö kann dieser Seitwärtsbewegung
vermöge der Rolle 8 und des auf der Traverse verschiebbar aufliegenden Hebels 12 zwanglos folgen.
Die Wirkungsweise der ganzen Vorrichtung ergibt sich nach dem Vorstehenden ohne
weiteres.
Bei Inbetriebsetzung der Vervielfältigungseinrichtung wird von der Drucktrommel aus
über den in der Zeichnung angedeuteten Kettentrieb die Welle 23 mit der Kurvenscheibe 22
angetrieben, wodurch die Welle 18 vermittels des Hebels 19 und der Rolle 20 in Drehschwingung
versetzt wird, die über das Hebelgestänge 17 auf die Welle 15 übertragen
wird. Die auf der Welle 15 mittels der Arme
+5 14 fest angeordnete Traverse 13 schwingt in
der Pfeilrichtung abwechselnd vor und zurück und überträgt die Bewegung mittels des Hebels 12 auf den Schieber 10, der bei
jedem Vorschub mit seiner Zunge 11 in die , -öffnung der jeweils untersten Lohntüte greift
jnd diese den Vortransportwalzen 26 bzw.
•i'tler Drucktrommel zuführt. Die angelegte
Lohntüte wird dabei durch die Zeilenanfeuchtvorrichtung 5 in Zeilenbreite angefeuchtet
und durch die Drucktrommel 2 und Gegendruckwalze 3 hindurchgezogen und mit der entsprechenden Zeile des Originals bedruckt.
Nach Beendigung des Druckvorganges wird die Anfeuchtvorrichtung 5 nebst der mit ihr fest verbundenen Anlegevorrichtung
um einen Zeilenabstand seitwärts geschoben. In der Zwischenzeit ist durch die Kurvenscheibe 22 der Schieber 10 wieder zurückgezogen
worden, so daß der Anlege- und Druckvorgang in der vorbeschriebenen Weise wieder beginnen kann.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Anlegen des jeweils untersten Papierbeutels eines Papierbeutelstapels
an Rotationsumdruckmaschinen, bei denen von einem Spiegelschriftoriginal zeilenweise oder abschnittweise
umgedruckt'wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein seitlich verschiebbarer und abnehmbarer
Hilfstisch (6) vorgesehen ist, der mittels einer Lasche o. dgl. an einem
seitenbeweglichen Teil der Maschine, beispielsweise einem Anlegetisch, befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Fördern
des jeweils untersten der mit geöffneter Verschlußlasche aufgestapelten Beutel (24) zur Druckstelle eine auf dem Hilfstisch
(6) angeordnete Zunge (11) in den Beutel unterhalb der Verschlußlasche
hineingeführt wird und mit ihrer durch Kröpfung entstandenen rückwärtigen Fläche (11') gegen die untere Wand des
Beutels (24) anstößt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER91392D DE640393C (de) | 1934-09-08 | 1934-09-08 | Vorrichtung zum Anlegen des jeweils untersten Papierbeutels eines Papierbeutelstapels an Rotationsumdruckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER91392D DE640393C (de) | 1934-09-08 | 1934-09-08 | Vorrichtung zum Anlegen des jeweils untersten Papierbeutels eines Papierbeutelstapels an Rotationsumdruckmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640393C true DE640393C (de) | 1937-01-04 |
Family
ID=7418564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER91392D Expired DE640393C (de) | 1934-09-08 | 1934-09-08 | Vorrichtung zum Anlegen des jeweils untersten Papierbeutels eines Papierbeutelstapels an Rotationsumdruckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640393C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2573058A1 (fr) * | 1984-11-13 | 1986-05-16 | Smh Alcatel | Procede et dispositif d'extraction d'enveloppes d'une pile d'enveloppes |
-
1934
- 1934-09-08 DE DER91392D patent/DE640393C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2573058A1 (fr) * | 1984-11-13 | 1986-05-16 | Smh Alcatel | Procede et dispositif d'extraction d'enveloppes d'une pile d'enveloppes |
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