DE640159C - Teilvorrichtung fuer Zickzackstanzen - Google Patents
Teilvorrichtung fuer ZickzackstanzenInfo
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Description
Es sind Pressen zum Ausstanzen, z. B. von Blechteilen, insbesondere von Scheiben, bekannt,
bei welchen ganze Blechtafeln in der Längs- und Querrichtung unter das Stanzwerkzeug
geführt werden", und zwar derart, daß zuerst eine Reihe von Ausstanzungen in der Längsrichtung erfolgt, hierauf die Tafel
in der Querrichtung verschoben wird, worauf alsdann eine neue Reihe von Ausstanzungen
in der Längsrichtung erfolgt. Hierbei können die Ausstanzungen der einzelnen Reihen genau
in einer Flucht liegen oder versetzt.
Bei diesen Pressen erfolgt der Vorschub des Materials mittels eines von Hand oder
von einem Schaltgetriebe bewegten Schlittens unter Zuhilfenahme von Teilstangen oder
aber mittels komplizierter Schaltgetriebe ohne Teilstangen. Alle bisher bekannten Vorrichtungen
dieser Art weisen aber gewisse
ao Mangel auf. Bei Pressen mit von Hand bewegtem Vorschub können Fehlstanzungen
oder Ungenauigkeiten durch ungleichmäßigen Handvorschub, sei es durch Unachtsamkeit
oder infolge von Übermüdung der Bedienung, erfolgen. Bei Pressen mit Schaltgetrieben
bestehen die Mängel hauptsächlich darin, daß der Vorschub'schon nach kurzer Zeit ungenau
arbeitet und. es vorkommt, daß infolge der Ungenauigkeiten in der Übertragung der Bewegung
auf den Vorschub des Materials bei den Ausstanzungen ein sogenanntes Überschneiden
erfolgt, oder aber daß sich von einer Ausstanzung zur anderen zu breite Stege ergeben.
Diese Ungenauigkeiten machen sich dann ganz besonders unliebsam bemerkbar, wenn es sich um das Ausstanzen z. B. bedruckter
Scheiben handelt, weil dann Ausstanzung und Aufdruck nicht mehr übereinstimmen.
Man kennt auch schon Teilvorrichtungen für Zickzackstanzen zur Herstellung von
Reihenstanzungen in Tafeln aus Blech o. dgl. mit einem auf das Werkzeug hin verschiebbaren
Schlitten, auf welchem ein zweiter, die Spannzangen für die Werkstofftafeln tragender
Schlitten senkrecht zur Verschiebungsrichtung des unteren gleitet, sowie mit Quer-
und Längsteilschienen, in deren Teilungsaussparungen selbsttätig gesteuerte Einfallstifte
oder -klinken zur Begrenzung der Schaltwege der Schlitten einfallen und unter ständig wirkendem
Druck gegen die Anschlagflächen der Aussparungen herangeführt werden.
Nach dem vorbeschriebenen Stand der Technik ist demnach als bekannt anzusehen,
daß bei S tanz vor richtungen, in denen Tafeln verarbeitet werden, diese Tafeln unter ständig
wirkendem Druck gegen Anschläge, die die Teilung des Stanzbildes bestimmen, herangeführt,
werden. Bei all den bekannten Einrichtungen handelt es sich aber darum, daß die Verschiebung der Tafeln von Hand oder auf
mechanischem Wege erfolgt. Ferner ist es bekannt, den ständig wirkenden Druck durch
federbetätigte Zugvorrichtungen zu erreichen.
Diesen bekannten Ausführungen gegenüber besteht die Erfindung· darin, daß zum Verschieben
der Schlitten keine mechanische, son-
dem eine pneumatische Einrichtung dient, welche als pneumatische Feder wirkt. Die
Vorteile der pneumatischen Einrichtung bestehen darin, daß sie in beiden Seitenverschie^
bungsrichtungen wirkend ausgebildet werden kann. Dadurch wird von Abstand zu Ab^
stand, d. h. von einer Stanzung zur anderen, jedwedes Spiel vermieden,.wie dies bei Anwendung
von Hand- oder Getriebevorschüben
ίο unvermeidlich ist. Die Vermeidung eines
Spiels durch die Anwendung der pneumatischen Einrichtung bürgt also für einen gleichmäßigen Vorschub des Materials und
demnach auch für eine stets genaue Lage des Werkstückes zum Werkzeug, so daß also jetzt
Überschneidung-en, zu breite Stege oder Fehlstanzungen bei bedruckten Werkstücken vermieden
werden.
Die pneumatische Vorschubeinrichtung bietet gegenüber allen bisherigen selbsttätigen Vorschubeinrichtungen für Zickzackstanzungen noch den Vorteil, daß sie nicht nur eine ganz wesentliche Vereinfachung der Konstruktion, sondern auch eine Vereinfachung und Verkürzung der Umstellung auf andere Werkstückgrößen mit sich bringt. Eine ganze Anzahl komplizierter, schnellem Verschleiß unterworfener Einzelmechanismen kommt in Fortfall. Der erforderliche Arbeitsdruck ist ganz gering, so daß ein kleiner Kompressor genügt und von diesem auch gleichzeitig die Luft zum Wegblasen der Arbeitsstücke erzeugt werden kann, wofür bisher ohnehin ein besonderes Gebläse erforderlich war.
Die pneumatische Vorschubeinrichtung bietet gegenüber allen bisherigen selbsttätigen Vorschubeinrichtungen für Zickzackstanzungen noch den Vorteil, daß sie nicht nur eine ganz wesentliche Vereinfachung der Konstruktion, sondern auch eine Vereinfachung und Verkürzung der Umstellung auf andere Werkstückgrößen mit sich bringt. Eine ganze Anzahl komplizierter, schnellem Verschleiß unterworfener Einzelmechanismen kommt in Fortfall. Der erforderliche Arbeitsdruck ist ganz gering, so daß ein kleiner Kompressor genügt und von diesem auch gleichzeitig die Luft zum Wegblasen der Arbeitsstücke erzeugt werden kann, wofür bisher ohnehin ein besonderes Gebläse erforderlich war.
An sich sind pneumatische Vorschubeinrichtungen, die aus Kolben und Zylinder mit
umsteuerbarer Druckluftzufuhr bestehen, bei Stanzmaschinen nicht neu, doch handelt es
sich um Einrichtungen bei einer ganz anders gearteten Stanzmaschinengattung, die grundverschieden
von derjenigen Maschinengattung arbeiten, um die es sich bei der vorliegenden Erfindung handelt.
Die bekannten pneumatischen Vorschubeinrichtungen bestehen im wesentlichen aus
einem Zylinder, der in zwei getrennte Räume geteilt ist, in denen sich je ein Kolben befindet,
die jedoch fest auf einer gemeinsamen· Kolbenstange sitzen; dabei wird die Luft abwechselnd
in den einen und den anderen Kolbenraum geleitet, was zur Folge hat, daß die Kolbenstange, welche auch die Greifer für
das zu verarbeitende Material trägt, hin und her geschoben wird.
Diese Vorschubeinrichtungen sind so ausgebildet, daß nur hintereinanderliegende Werkstücke,
z. B. aus Streifenmaterial, herausgestanzt werden können, und zwar in der Weise,
daß für jeden Vorschub des Materials, d. h. für jede Stanzung, die von der Druckluft gesteuerten Kolben sowohl eine hin- als auch
eine hergehende Bewegung ausführen müssen, wobei die den Werkstoff fassenden Greifzangen
abwechselnd geschlossen und geöffnet werden.
'Den bei der vorliegenden Stanzmaschinengattung üblichen Vorschubeinrichtungen
" gegenüber, bei denen die die Tafeln fassenden Einspannzangen bis zur vollständigen
Aufarbeitung der Tafeln geschlossen bleiben und bei welchen in Quer- und Längsrichtung
Schlitten verschoben werden, die mit Quer- und Längsteilschienen zusammenarbeiten,
weist die vorliegende Teilvorrichtung den technischen Fortschritt auf, daß durch die An-Wendung
einer pneumatischen Vorschubeinrichtung auf die einfachste Art eine Einrichtung geschaffen ist, die nach beiden Seitenverschiebungsrichtungen
arbeitet; es wird also durch die pneumatische Vorschubeinrichtung in beiden Verschiebungsrichtungen der Einfallstift
oder die -klinke zur Begrenzung des Schaltweges sicher und gleichmäßig gegen die
Teilungsaussparungen gedrückt unter Vermeidung eines jeglichen Spiels.
Für die Umsteuerung der Schlitten nach erfolgter Bewegung in der Längs- bzw. Querrichtung
muß die Luftzufuhr zu den Luftzylindern umgesteuert werden, was beispielsweise dadurch erfolgen kann, daß ein Schieberkasten
durch eine geeignete Einrichtung betätigt wird, derart, daß die Druckluftzufuhr wechselweise von der einen oder anderen
Seite her in die Zylinder eingeführt wird.
So kann beispielsweise die Bewegung der Luftzylinder für die Querbewegung der
Tafeln für die Umsteuerung der Druckluftleitung in dem Luftzylinder für die Längsbewegung
der Tafel nutzbar gemacht werden, und zwar dadurch, daß am Luftzylinder für die Querbewegung eine Zahnstange mit
Lücken vorgesehen ist oder der Luftzylinder eine Stange besitzt, die in Abständen kleine,
gegebenenfalls verstellbare Zahnstangen trägt, die mit einem Ritzel in Eingriff gebracht sind,
durch welches eine Steuerscheibe für den Schieberkasten absatzweise gedreht wird.
Die Zuführung der einem Verteilerkasten zugeleiteten Druckluft in verschiedene Kanäle
durch Steuerung des Verteilerkastens mittels Drehschiebers ist an. sich nicht neu, doch ist
es nicht bekanntgeworden, die Steuerung des Schieberkastens durch die Bewegung des
Luftzylinders erfolgen zu lassen, wodurch ein einfacher Aufbau zustande kommt, der
sich als besonders zweckmäßig erweist.
Sodann erfolgt die Rückführung der Einrichtung zur Verschiebung der Tafel in die
Anfangsstellung selbsttätig pneumatisch, und zwar dadurch, daß nach vollendeter Querverschiebung
des Längsteilluftzylinders und erfolgter letzter Ausstanzung die Druckluft
im umgekehrten Sinn dem Querteilluftzylinder zugeführt und dieser am Ende seiner
Rückwärtsbewegung über seine Anfangsarbeitsstellung sich hinausbewegt, wobei der
S zusätzliche Weg zum Umsteuern der Luftleitung in den Querteilluftzylindern nutzbar
gemacht wird, und zwar dadurch, daß der Luftzylinder bei seiner Rückwärtsbewegung
auf einen Hebelarm auftrifft und diesen mitnimmt, der seinerseits einen zum Schieberkasten
gehörigen Steuerhebel derart umlegt, daß eine Umsteuerung der Druckluftzuführung
erfolgt.-
Schließlich sind für die Luftzylinder der Querbewegung Puffer, beispielsweise Federn,
vorgesehen, die einesteils den Stoß der Luftzylinder am Ende der Rückwärtsbewegung
auffangen und andernteils die zusätzliche Bewegung der Zylinder gestatten.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel zur. Darstellung gebracht.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel zur. Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht der neuen Presse;
Fig. 2 stellt eine Seitenansicht dar, wäh-, rend
Fig. 3 in größerem Maßstab eine Draufsicht darstellt;
Fig. 4 ist eine Teilseitenansicht;
Fig. 5 ist eine Einzelheit der Fig. 4;
Fig. 5 ist eine Einzelheit der Fig. 4;
Fig. 6 zeigt im Schnitt und größeren Maßstab eine Einzelheit der Fig. 2;
Fig. 7 zeigt in Seitenansicht einen Teil der Längsteilanschlagschiene;
Fig. 8 und 9 zeigen im Schnitt die Lagerung des Kolbens und des Zylinders;
Fig. 10 zeigt in Seitenansicht die Einrichtung zum Halten der Tafel;
Fig. 11 zeigt in Draufsicht eine ausge-
+0 stanzte Tafel und läßt die versetzte Anordnung der Ausstanzungen erkennen;
Fig. 12 stellt eine Seitenansicht der Querteilanschlagschiene
dar;
Fig. 13 zeigt in Draufsicht eine andere ausgestanzte
Tafel, wobei jedoch nicht versetzt zueinander liegende Rechtecke ausgestanzt sind.
Ingangsetzen der Presse
In dem Maschinengestell 1 ist die Antriebsgo welle bzw. Kurbelwelle 2 für das Stanzwerkzeug
in an sich bekannter Weise gelagert. Auf der Kurbelwelle 2 sitzt ein Schwungrad 3,
und zwischen diesem und der Kurbelwelle 2 ist eine Drehkeilkupplung 4 vorgesehen, die
mittels Gestänge 5 und 6 mit einem Fußhebel 7 verbunden ist, so daß beim Niederdrücken
des. Fußhebels 7 die Drehkeilkupplung 4 eingerückt wird und somit das Stanzwerkzeug
sich auf und ab bewegt. Die Drehkeilkupplung'4 wird dadurch in eingerückter
Stellung gehalten, daß eine Nase 8 eines die beiden Stangen S und 6 verbindenden, bei 9
gelagerten Hebels 10 von einer Sperrnase, Sperrklinke 11 o. dgl. festgehalten wird (vgl.
Fig. 4).
Bei Zickzackstanzen liegen die Blechtafeln 12 auf dem Tisch 13 der Presse 1 und werden
von Zangen 14 gehalten (Fig. 1 und ίο);:
außerdem sind noch verstellbare Anschläge 15 vorgesehen, so daß also die Blechtafel 12 zum
Stanzwerkzeug 16 (Fig. 3) genau eingestellt werden kann. Zwecks vollkommener Materialausnutzung
werden diese Blechtafehi 12 zickzackartig, d. h. in versetzten Reihen unter
das Stanzwerkzeug 16 geführt, und zwar dadurch,
daß die Blechtafehi 12 nicht nur in der Längsrichtung, sondern auch in der Querrichtung verschoben werden.
Längsteilung von rechts nach links go
Für die Längsteilung ist einesteils erfindungsgemäß ein Längsteilzylinder 17 und'andernteils
die bekannte Längsteilanschlagschiene 18 vorgesehen (Fig. 1, 2, 3, 7, 8
und 9). Der Längsteilzylinder 17 bewegt sich auf einer feststehenden Kolbenstange 19, die
einen Kolben 20 trägt. Die Kolbenstange 19
ist hohl ausgebildet und weist zwei Öffnungen 21, 22 für den Durchlaß von Druckluft auf.
Von einer Luftpumpenleitung 23 gelangt
die Luft, in einen Windkessel 24 (Fig. 2) und von dort durch eine Leitung 25 zu einem
Schieberkasten 26, der zwei Anschlußleitungen 2.J, 28 besitzt, die zu der linken und
rechten Seite des Längsteilzylinders 17 bzw. des Kolbens 20 führen (Fig. 2, 3, 8 und 9).
Es steht also zunächst die linke Kammer 29 unter Druck (Fig. 8), so daß also der Längsteilzylinder
17 nach links bewegt wird. Da aber der Längsteilzylinder 17 nicht in einem
Zuge nach links bewegt werden darf, sondern nur absatzweise — entsprechend dem Abstand
x, d. h. von Mitte zu Mitte der Scheibendurchmesser
—-, so ist zur Erreichung dieses Zweckes d*ie Längsteilanschlagschiene
18 vorgesehen.
Die Absätze 30 dieser Längsteilanschlagschiene 18 (Fig. 7) arbeiten mit dem bekannten
Anschlagbolzen 31 zusammen, und zwar in der bekannten Weise: In einem "Gehäuse32
ist der Anschlagbolzen 31 unter der Wirkung einer Feder 33 gelagert (Fig. 2
und 6). Dieser Bolzen 31 steht mit einem Bowdenzug 34 in Verbindung, dessen Ende
bei 35 mit einem bei 36 gelagerten doppelarmigen Hebel 37 (Fig. 2} verbunden ist, und
da der Hebel 37 von einem auf der Antriebswelle 2 angeordneten Nocken 38 gesteuert
wird, so wird bei jeder Umdrehung der Welle 2 der Bowdenzug 34 und somit auch. der Anschlagbolzen 31 angezogen. Dadurch
wird die Verbindung zwischen Längsteil-
zylinder 17 und Längsteilanschlagschieiie 18
aufgehoben, und es kann der Längsteilzylinder
17 unter dem Einfluß des in der Kammer 29
herrschenden Luftdruckes den Zylinder 17 nacii links bewegen, und da dieser die Zangen
14" trägt, so wird also demnach auch die
Blechtafel 12 mit nach links verschoben, und zwar um die Strecke χ (Fig. 3).
Der Nocken 38 beeinflußt den Bowdenzug 34 und demnach auch den Anschlagbolzen 31
nur für einen Augenblick, so daß also der angehobene Bolzen 31 zunächst auf der Oberseite
39 der Schiene 18 in Richtung des Pfeiles gleitet (Fig. 7), dann in die Aussparung
40 eintritt und schließlich gegen den Ansatz 30 auftrifft. Nunmehr erfolgt die nächste Stanzung, und der soeben beschriebene Vorgang wiederholt sich, d. h. beim
Hochgang des S tanz Werkzeuges 16 steuert
ao der Nocken 3S wiederum den Bowdenzug 34, so daß also nach und nach die Stanzungen I,
II, III, IV, V und VI (Fig. 3) erfolgen. Die
■ Längsverschiebung der Blechtafel 12 von - rechts nach links ist also erfolgt, und es
as muß nun eine Verschiebung der Blechtafel
12 in' der Querrichtung, d. h. auf das Stanzwerkzeug
zu erfolgen, damit die zweite Reihe der Ausstanzungen erfolgen kann.
Querteilung von vorn nach hinten
Zur Erreichung einer Ouerteilung sind einesteils erfindungsgemäß zwei Querteilzylinder 41 und andernteils zwei bekannte Quer-
teilanschlagschienen 42 vorgesehen (Fig. 1, 2 und 3). Die Zylinder 41 sitzen auf fest angeordneten
Kolbenstangen 43, die Kolben 44 tragen. Die Druckluft gelangt von dem Windkessel 24 (Fig. 3) durch die Leitung 45
zu einem Schieberkasten 46 und von dort durch eine Leitung 47 und Leitung 48 zu den
hohlen Kolbenstangen 43 durch die öffnungen 49 zu den Kammern 50, so. daß also die Zylinder
41 nach hinten quer verschoben werden.
Es ist nun aber zu beachten, daß, solange der Längsteilzylinder 17 sich von rechts nach
links bewegt, eine Querverschiebung der Zylinder 41 nicht erfolgen darf. Zu diesem
Zweck sind die bekannten Sperrklinken 51 vorgesehen, die hier mit den Querteilzylindern
41 verbunden sind und, wie bekannt, in Rasten 52 der Querteilanschlagschienen 42
■ eingreifen, so daß die Zylinder 41 in ihrer
Stellung dauernd gehalten werden.
Wenn jedoch der Längsteilzylinder 17 seine
linksseitige Endstellung erreicht hat, dann untergreift ein Stift 53, welcher von dem
• Anschlagbolzen 31 getragen wird, einen Hebelärm
54 (Fig. 2, 3 und 6), so daß bei dem nunmehrigen Anziehen des Anschlagbolzens
31 mit Hilfe des Bowdenzuges 34 nicht nur der Anschlagbolzen 31 die Längsteilschiene
18 freigibt, sondern auch den Hebel 54 anhebt, und da dieser auf einer Schwingwelle
55 sitzt, so wird diese derart geschwungen, daß sie die zu den Querteilzylindern 41 gehörigen
Sperrklinken 51 anhebt, dadurch aus den Rasten 52 der Querteilanschlagschienen
42 heraustritt und die Querteilzylinder 41 unter dem Einfluß der in den Kammern 50
herrschenden Druckluft in der Querrichtung nach hinten verschiebt, bis die Sperrklinken
51 in die nächste Raste 52 der Querteilanschlagschiene 42 einschnappt. Nunmehr hat
die Blechtafel 12 einen Weg y (Fig. 3) nach hinten zurückgelegt, so daß jetzt die zweite
Reihe Ausstanzungen erfolgen kann, d. h. es tritt der Längsteilzylinder 17 wieder in Tätigkeit.
Längsteilung von links nach rechts
Es ist zu beachten, daß mit der Querverschiebung der Zylinder 41 gleichzeitig eine
Stange 80 (Fig. 2 und 3) mitgenommen wird, die eine Anzahl kleiner Zahnstangen 56 trägt,
die zweckmäßigerweise auf der Stange 80 ver- und feststellbar angeordnet sind, wodurch
diese Einrichtung den verschiedenen Durchmessern der Stanzteile angepaßt werden kann.
An Stelle einer Stange 80 mit einzelnen Zahnstüeken 56 kann auch eine Zahnstange Verwendung
finden, die stellenweise Lücken aufweist.
Die Zahnstücke 56 arbeiten mit einem Ritzel 57 zusammen, und da auf der Achse 58
des Ritzels 57 eine Steuerscheibe 59 sitzt, so wird, sobald das Zahnstück 56 mit dem Ritzel
57 in Eingriff gelangt, gleichzeitig eine Stange 60 angehoben, die im Innern des
Schieberkastens 26 (Fig. 2) eine Umsteuerung der Druckluftleitungen in der Weise vornimmt,
daß nunmehr die vom Windkessel 24 kommende Luft durch den Schieberkasten 26 in die andere Anschlußleitung 28 gelangt,
welche zur rechten Seite des Längsteilzylinders 17 führt (Fig. 9), so daß jetzt die Druckluft
der Kammer 61 zugeführt wird und der Längsteilzylinder 17 sich von links nach
rechts absatzweise bewegt, und zwar ebenfalls unter Zuhilfenahme des Nockens 38, des
Bowdenzuges 34 und des Anschlagbolzens 31, und dadurch die zweite Reihe Stanzungen VII
bis XI ausführt.
Anstatt vom Zylinder 41 aus den Schieberkasten 26 durch die beschriebenen mechanischen
Mittel zu steuern, kann der Zylinder 40 auch eine elektromagnetische Einrichtung beeinflussen,
die ihrerseits auf den Schieberkasten 26 einwirkt; stets aber soll die Bewegung des Zylinders 41 die Umsteuerung des
Schieberkastens veranlassen.
Wie aber Fig. 3 erkennen läßt, liegt die Stanzung XII der dritten Stanzreihe um die
Strecke ζ versetzt zu der Stanzung XI, und um diese Versetzung zu erreichen, wird die
S Blechtafel 12 nach erfolgter Ausstanzung der letzten Scheibe XI noch um die Strecke 2
weiter nach rechts verschoben, und zwar in der Zeit, in welcher die Sperrklinke 51 den
Weg α (Fig. 12) zurücklegt, mit anderen Worten: solange die Sperrklinke 51 den
Weg α durchläuft, wird noch die alte Druckrichtung (von links nach rechts) beibehalten.
Erst dann erfolgt mit Hilfe der Nockenscheibe 59 die Umsteuerung der Druckluft in
der anderen Richtung, d. h. von rechts nach links. Es beginnt also die Druckluftumsteuerung
erst im Laufe der Strecke» (Fig. 12), wodurch die versetzt liegende Ausstanzung
XII entsteht.
Nunmehr erfolgt in Abständen die Stanzung der Scheiben XIII bis XVII, so daß
also der Stift 53 unter den Hebel 62 zu liegen kommt (Fig. 3), der mit Hilfe des Bowdenzuges
34 nunmehr angehoben wird und die Sperrklinken 51 auslöst, worauf sich der Vorgang
wiederholt, d. h. die nächste Querteilverschiebung der Zylinder 41 erfolgt, so daß
also nunmehr die vierte Reihe der Ausstanzungen beginnt.
Die vorliegende Maschine arbeitet also in der allgemein bei dieser Maschinenart üblichen
Weise, 'daß zunächst eine Verschiebung
der Blechtafel 12 in Richtung von rechts nach links erfolgt, dann eine Querverschiebung
von vorn nach hinten, hierauf eine Längsverschiebung von links nach rechts, alsdann
eine erneute Querverschiebung von vorn nach hinten, nunmehr wieder eine Längsteilverschiebung
von rechts nach links usw., bis die Tafel 12 vollständig verarbeitet ist.
Rückführung der Längsteil- und Querteilzylinder von hinten nach
vorn
Die Zylinder 17 und 41 befinden sich nach
beendeter Ausstanzung der Blechtafel 12 vollständig hinten und müssen wieder in die Anfangslage
nach Fig. 3 gebracht werden. Hierzu ist zweierlei erforderlich: es muß zunächst
der Stößel des S tanz Werkzeuges stillgesetzt und ferner die Druckluft für die beiden Querteilzylinder
41 umgesteuert werden. Dies geschieht auf folgende Weise (Fig. 3 und 4).
Wenn die Zylinder 17 und 41 die hinterste Stellung erreicht haben, dann liegt der auf der Welle 55 sitzende Hebel 63 über einer Stange 64. Wird nun nach erfolgter letzter Ausstanzung der Bowdenzug 34 angezogen, so wird die Welle 55 geschwungen, dabei drückt der Hebel 63 auf die Stange 64 (Fig. 4), die ihrerseits den bei 65 gelagerten Hebel 66 derart steuert, daß der doppelarmige Hebel 67 und 68 ebenfalls schwingt, und da das eine Hebelende 67 als Gabel bzw. Schlitz 69 ausgebildet ist, in den ein Stift 70 der Sperrklinke 11 eingreift, so wird also diese Sperrklinke 11 nach links zurückgezogen und gibt die Nase 8 frei, so daß der Hebel 10 um seine Lagerstelle 9 schwingen kann und dabei die Stangen 5 und 6 sich nach aufwärts bewegen können, was zur Folge hat, daß die Drehkeilkupplung 4 ausgerückt wird und der Werkzeugstößel zum Stillstand kommt.
Wenn die Zylinder 17 und 41 die hinterste Stellung erreicht haben, dann liegt der auf der Welle 55 sitzende Hebel 63 über einer Stange 64. Wird nun nach erfolgter letzter Ausstanzung der Bowdenzug 34 angezogen, so wird die Welle 55 geschwungen, dabei drückt der Hebel 63 auf die Stange 64 (Fig. 4), die ihrerseits den bei 65 gelagerten Hebel 66 derart steuert, daß der doppelarmige Hebel 67 und 68 ebenfalls schwingt, und da das eine Hebelende 67 als Gabel bzw. Schlitz 69 ausgebildet ist, in den ein Stift 70 der Sperrklinke 11 eingreift, so wird also diese Sperrklinke 11 nach links zurückgezogen und gibt die Nase 8 frei, so daß der Hebel 10 um seine Lagerstelle 9 schwingen kann und dabei die Stangen 5 und 6 sich nach aufwärts bewegen können, was zur Folge hat, daß die Drehkeilkupplung 4 ausgerückt wird und der Werkzeugstößel zum Stillstand kommt.
Gleichzeitig aber veranlaßt der doppelarmige Hebel 67, 68 im Innern des Steuerkastens
46 eine Umsteuerung der Druckluftleitungen, so daß nunmehr die Leitung 47 geschlossen
und die andere Leitung 71 geöffnet wird. Diese Leitung 71 steht aber mit der
Verteilerleitung 72 für die beiden Querteilzylinder 41 in Verbindung, so daß jetzt die
Druckluft durch die öffnungen 73 in die Zylinder 41 eintritt und diese nach vorn zurückbewegt.
Mit der Schwingung des doppelarmigen Hebels 67, 68 (Fig. 4) wird die Stange 74 in
Richtung des eingezeichneten Pfeiles bewegt, doch hat diese Bewegung keinen Einfluß auf
den bei 75 gelagerten Hebel 76, da der Schlitz 77 zunächst keinen Einfluß auf den Stift 78
hat. Die Stange 74 mit Schlitz 77 nimmt nun diejenige Stellung ein, wie in Fig. 5 dargestellt.
Bei der Rückführung der Querteilzylinder 41 überschreiten diese Zylinder die normale
Endlage, und es wird einesteils der Stoß von einer als Puffer wirkenden Feder 79 aufgefangen,
und andernteils wird der über die normale Endlage des Zylinders 41 hinausgehende
Weg dazu benutzt, den Hebel 76 nach links mitzunehmen (vgl. die Pfeilrichtung in
Fig. 5). Dadurch wird aber die Stange 74 nach links mitgenommen, was zur Folge hat,
daß der doppelarmige Hebel 67, 68 derart nach rechts geschwungen wird, daß einesteils
die Sperrklinke 11 wieder verschoben und andernteils im Innern des Schieberkastens 46
die Druckluftleitungen wieder derart umgesteuert werden, daß nunmehr die Druckluft
wieder durch die Leitungen 47 und 48 zu den hinteren Kammern 50 der Querteilzylinder 41
gelangt. _
Jetzt haben die Zylinder 17, 41 wieder die
Stellung nach Fig. 3 erreicht, und es ist nach erfolgtem Einlegen einer neuen Blechtafel τζ
nur erforderlich, den hochstehenden Fußhebel 7 nach abwärts zu drücken, wodurch die Nase 8 unter die Sperrklinke 11 zu liegen
kommt und die Drehkeilkupplung 4 wieder eingerückt wird.
Natürlich eignet sich die Neuerung auch für andere als kreisrunde Ausstanzungen,
beispielsweise für rechteckige Aus stanzungen 81, wie Fig. 13 zeigt. Diese Figur läßt
außerdem erkennen, daß die Ausstanzungen nicht versetzt zueinander liegen, was sich
auch bei anders gestalteten Ausstanzungen, z. B. bei Scheiben, durchführen läßt.
Claims (4)
- Patentansprüche:" i. Teilvorrichtung für Zickzackstanzen zur Herstellung von Reihenstanzungen in Tafeln aus Blech o. dgl. mit einem auf das Werkzeug hin verschiebbaren Schlitten, auf welchem ein zweiter, die Spannzangen für die Werkstofftafeln tragender Schlitten senkrecht zur Verschiebungsrichtung des unteren gleitet, und mit Quer- und Längsteilschienen, in deren Teilungaussparungen selbsttätig gesteuerte Einfallstifte oder -klinken zur Einstellung der Schaltwege der Schlitten einfallen und unter ständig wirkendem Druck gegen die Anschlagflächen der Aussparungen herangeführt werden, dadurch gekennzeich-s5 net, daß die Schlitten durch eine pneumatische Vorschubeinrichtung, die in bekannter Weise aus Kolben und Zylinder mit umsteuerbarer Druckluftzufuhr besteht, bewegt werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Luftzylinder (41) für die Querbewegung der Tafeln (12) für die Umsteuerung der Druckluftleitung in dem Luftzylinder (17) für die Längsbewegung der Tafel (12) nutzbar gemacht ist, und zwar beispielsweise dadurch, daß am Luftzylinder (41) für die Querbewegung eine Zahnstange mit Lücken vorgesehen ist oder der Luftzylinder (41) eine Stange (80) besitzt, die in Abständen kleine, gegebenenfalls verstellbare Zahnstangen (56) trägt, die mit einem Ritzel (57) in Eingriff gebracht sind, durch welches eine Steuerscheibe (59) für den Schieberkasten (26) absatzweise gedreht wird.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführung der Einrichtung zur Verschiebung der Tafel (12) in die Anfangsstellung selbsttätig pneumatisch erfolgt, und zwar dadurch, daß nach vollendeter Querverschiebung des Längsteilluftzylinders (17) und erfolgter letzter Ausstanzung die Druckluft im umgekehrten Sinn dem Querteilluftzylinder (41) zugeführt und dieser am Ende seiner Rückwärtsbewegung über seine Anfangsarbeitsstellung sich hinausbewegt, wobei der zusätzliche Weg zum Umsteuern der .Luftleitung in den Querteilluftzylindern (41) nutzbar gemacht wird, und zwar dadurch, daß der Luftzylinder (41) bei seiner Rückwärtsbewegung auf einen Hebelarm (76) auftrifft und diesen mitnimmt, der seinerseits einen zum Schieberkasten (46) gehörigen Steuerhebel (67, 68) derart umlegt, daß eine Umsteuerung der Druckluftzu führung erfolgt.
- 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Luftzylinder (41) der Querbewegung Puffer, beispielsweise Federn (7g), vorgesehen sind, die einesteils den Stoß der Luftzylinder (41) am Ende der Rückwärtsbewegung auffangen und andernteils die zusätzliche Bewegung der Zylinder (41) gestatten.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA65546D DE640159C (de) | 1932-04-03 | 1932-04-03 | Teilvorrichtung fuer Zickzackstanzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA65546D DE640159C (de) | 1932-04-03 | 1932-04-03 | Teilvorrichtung fuer Zickzackstanzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640159C true DE640159C (de) | 1936-12-31 |
Family
ID=6943843
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA65546D Expired DE640159C (de) | 1932-04-03 | 1932-04-03 | Teilvorrichtung fuer Zickzackstanzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640159C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2344349A1 (fr) * | 1976-03-15 | 1977-10-14 | Amada Co Ltd | Procede et appareil pour le decoupage de flans a partir de materiaux en feuilles |
-
1932
- 1932-04-03 DE DEA65546D patent/DE640159C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2344349A1 (fr) * | 1976-03-15 | 1977-10-14 | Amada Co Ltd | Procede et appareil pour le decoupage de flans a partir de materiaux en feuilles |
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