DE638596C - Verfahren zur Herstellung von 4-Alkylpyridinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Alkylpyridinen

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DE638596C
DE638596C DEC49928D DEC0049928D DE638596C DE 638596 C DE638596 C DE 638596C DE C49928 D DEC49928 D DE C49928D DE C0049928 D DEC0049928 D DE C0049928D DE 638596 C DE638596 C DE 638596C
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DE
Germany
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acid
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cleavage
propylpyridine
ether
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Expired
Application number
DEC49928D
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English (en)
Inventor
Dr Rudolf Gebauer
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/06Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom containing only hydrogen and carbon atoms in addition to the ring nitrogen atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
12 OSC. 1936
AUSGEGEBEN AM
19. NOVEMBER 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 p GRUPPE loi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1934 ab
Es ist bekannt, Alkylnitropyridine durch Spaltung der entsprechendenNitropyridinmalonester herzustellen (Inaug.-Dissertation W. Burmeister, Universität Berlin 1929, S. 12). Auf entsprechende Weise zu nicht anderweitig substituierten Alkylpyridinen zu gelangen, scheiterte bisher an der Unmöglichkeit der Herstellung von am Pyridinkern nicht weiter substituierten Pyridinmalonestern (Inaug.-Disser-ο tation G. P ö h 1 e r, Technische Hochschule Berlin !93S. S. 5 und 10). Zwar haben Koenigs und Jaeschke (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 54, S. 1356) durch Kondensation von 4-Chlor-2,6-pyridindicarbonsäureestern mit Natriumäthylmalonester und Verseifung des entstandenen Esters ein Gemisch von 4-Propylpyridinpolycarbonsäuren hergestellt, das beim Erhitzen 4-Propylpyridin lieferte; doch war die Ausbeute an letzterem so mäßig, daß dies
ao als technisch, brauchbares Verfahren nicht in Frage kommt, zumal der Ausgangsester erst aus 4-Chlor-2)6-pyridindicarbonsäuredichlorid und dieses aus Chelidamsäure mittels Phosphorpentachlorid gewonnen werden muß.
Es wurde nun gefunden, daß man auf einfache Weise und mit hohen Ausbeuten zu 4-AI-kylpyridinen gelangt, wenn man 5-(y-Pyridyl)-5-alkylbarbitursäuren zunächst mit starkem Alkali spaltet und darauf einer sauren Spaltung unterzieht.
Spaltungen von Dialkylbarbitursäuren hat man bereits vorgenommen. Man arbeitete, dabei in schwach alkalischen Lösungen und erhielt Ureide der Dialkylessigsäuren. Nach dem vorliegenden Verfahren hingegen werden die durch die Spaltung mit starken Alkalilaugen erhaltenen Produkte einer weiteren Spaltung mittels Säuren unterworfen, wobei als Endprodukte die 4-Alkylpyridine gebildet werden. Wesentlich ist hierbei, daß das Erhitzen der Spaltprodukte in Gegenwart der Säure so lange fortgesetzt wird, bis keine Kohlensäure mehr abgespalten wird.
Bei der Spaltung mit starken Alkalilaugen entstehen ausschließlich alkalilösliche Spaltprodukte, die sich als Salze von a-(y'-Pyridyl) alkylcarbonsäuren erwiesen haben. Diese Säuren spalten beim Erhitzen Kohlensäure ab unter Bildung von y-Alkylpyridinen, in Gegenwart von Mineralsäuren unter Bildung der entsprechenden Salze der y-Alkylpyridine. Bemerkenswert ist hierbei, daß die Gegenwart von Mineralsäuren die Beständigkeit der a-(y'-Pyridyl)-alkylcarbonsäuren derart erhöht, daß die Kohlensäureabspaltung erst beim Eindampfen der Lösungen bis fast zur Trockne erfolgt.
Die Herstellung dieser a-(y'-Pyridyl)-alkylcarbonsäuren oder ihrer Ester wird hier nicht beansprucht.
Die für das vorliegende Verfahren erforderliehen Pyridylalkylbarbitursäuren sind leicht und in hohen Ausbeuten zugänglich.
Beispiel r
100 Gewichtsteile 5-(y-Pyridyl)-5-äthylbarbitursäure werden in 500 Raumteilen Natron-
*) Von dein Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Rudolf Gebauer in Dresden.

Claims (15)

  1. lauge von 20% gelöst und eine Stunde lang auf dem Wasserbade erhitzt.
  2. Alsdann wird mit Salzsäure kongosäuer gemacht und zur Trockne verdampft, wobei man durch gelegentliche Zugabe von Salzsäure dafür sorgt, daß die Masse kongosaure Reaktion behält.
  3. Der Salzrückstand wird in Wasser gelöst, mit überschüssiger Natronlauge versetzt und ausgeäthert.
  4. Nach Abdestillieren des Äthers hinterbleiben 50 g einer Base, die sich durch ihren Siedepunkt von 183-bis 186 ° und ihre sonstigen Eigenschaften als 4-Propylpyridin erweist.
  5. Beispiel 2
  6. 100 Teile5-(y-Pyridyl)-5-methylbarbitursäure, hergestellt durch Einwirkung von Halogen-
  7. • pyridin bzw.
  8. Pyridylpyridiniumhalogenid auf die entsprechende Barbitursäure mit noch einem beweglichen Wasserstoffatom am 5-Kohlenstoffatom, werden in gleicher Weise wie in Beispiel ι der Spaltung unterworfen, wobei 45 Teile 4-Äthylpyridin vom Siedepunkt 164 bis 166 ° erhalten werden.
  9. Beispiel 3
  10. Geht man bei obigem Beispiel von der aus Isobutylbarbitursäure in entsprechender Weise herstellbaren 5-(y-Pyridyl)-5-isobutylbarbitursäure aus, so · erhält man aus 100 Teilen der letzteren bei der Spaltung 50 Teile 4-Isoamylpyridin als leichtbewegliche, bei 218 bis 220° .siedende Flüssigkeit von intensivem Geruch.
  11. Beispiel 4
  12. 20 Teile 5-(y-Pyridyl)-5-äthylbarbitursäure werden in 100 Raumteilen 20 volumprozentiger Natronlauge eine Stunde lang auf dem Wasserbad am Rückflußkühler erhitzt, worauf man langsam unter Rühren 40 Raumteile Eisessig zulaufen läßt.
  13. Darauf wird noch 1 Stunde -to lang bis fast zur Beendigung der anfangs lebhaften Kohlensäureentwicklung auf dem Wasserbad am Rückfluß erhitzt, wobei das gebildete 4-Propylpyridin sich allmählich als ölschicht abscheidet.
  14. Alsdann wird noch
  15. 15 .Minuten lang zum Kochen erhitzt, gekühlt, mit Natronlauge alkalisch gemacht und ausgeäthert. Der * nach Abdestillieren des Äthers hinterbleibende Rückstand liefert bei der fraktionierten Destillation 10 Teile reines 4-Propylpyridin, entsprechend einer Ausbeute von 96% der Theorie. Da der abdestillierte Äther auch noch etwas Propylpyridin enthält, welches bei Wiederverwendung des Äthers für den gleichen Zweck wiedergewonnen wird, so ergibt sich eine fast quantitative Gesamtausbeute.
    Man kann auch mit weit geringeren Mengen Alkali, beispielsweise mit äquimolekularen Mengen Natronlauge, und darauf mit entsprechend geringeren Mengen Säure die Spaltung mit gleich guter Ausbeute durchführen. Auch kann man das Propylpyridin, statt durch Ausäthern, nach beendeter saurer Spaltung und nach dem Abstumpfen der überschüssigen Essigsäure durch Destillation gewinnen, da es mit Wasserdampf leicht flüchtig ist.
    Verfahren zur Herstellung von 4-Alkylpyridinen, dadurch gekennzeichnet, daß man 5-(y-Pyridyl)-5-alkylbarbitursäuren der Spaltung mit starken Alkalien und die so erhaltenen Spaltprodukte einer sauren Spaltung bis zur Beendigung der Kohlensäureabspaltung unterwirft.
DEC49928D 1934-12-02 1934-12-02 Verfahren zur Herstellung von 4-Alkylpyridinen Expired DE638596C (de)

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