DE749146C - Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren

Info

Publication number
DE749146C
DE749146C DEC57996D DEC0057996D DE749146C DE 749146 C DE749146 C DE 749146C DE C57996 D DEC57996 D DE C57996D DE C0057996 D DEC0057996 D DE C0057996D DE 749146 C DE749146 C DE 749146C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
production
oxycarboxylic acids
carbonyl group
necessary
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC57996D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Priority to DEC57996D priority Critical patent/DE749146C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE749146C publication Critical patent/DE749146C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von E-Oxycarbonsäuren Es wurde gefunden, daß sich cyclische Ketone mit sechsgliedrigen Kohlenstoffringen, deren Carbonylgruppe ein Glied des Ringes ist und die an den beiden zur Carbonylgruppe in 2-Stellung befindlichen C-Atoinen mindestens je ein Wasserstoffatom besitzen, in alkalischer Lösung mit Wasserstoffsuperoxyd zu Oxycarbonsäuren aufspalten lassen. Beispielsweise reagiert 2 - Cyclohexenylcyclohexanon derart, daß e-Cycloliexenyl-E-oxy-ncapronsätire gemäß folgendem Schema gebildet wird: Dieser Reaktion sind Cyclobexanon und seine Substitutionsprodukte zugänglich.
  • Zur Durchführung der Reaktion ist es vorteilhaft, in homogener Lösung zii arbeiten. Als besonders günstiges Lösungsmittel haben sich Alkohole erwiesen, die besten Ausbeuten wurden mit Methanol erzielt. Die Menge des Alkalis känn in weiten Grenzen schwanken, jedoch muß mindestens so viel Alkali zugegen sein, wie zur Neutralisation der entstehenden Oxycarbonsäure notwendig ist, da andernfalls die Reaktion zum Stillstand kommt. Das Wasserstoffsuperoxyd soll in möglichst konzentrierter- Form zur Anwendung-- kommen. In vielen Fällen ist es vorteilhaft, einen LTberschuß davon zuzusetzen. In der geschilderten Weise können beliebig substituierte r-Ox}#-carbonsäuren gewonnen «-erden.
  • Der glatte Verlauf der angegebenen Rea1ct-ion ist überraschend: denn in der Literatur wird ausdrücklich betont, daß unter den der vorliegenden Irrfindung zugrunde liegenden Bedingungen nur bei a, f3-ungesättigten Ketonen überhaupt eine Umsetzung stattfindet (vgl. E. Weitz und A. Scheffer, Ber. Dtscb. Chein. Ges., Bd. 54, S. 2330). Dabei bilden sich jedoch Ketoxyde ohne Aufspaltung <ies Ringes. Ringsprengungen der gefundenen Art lassen sich bislang nur in stark saurer Lösung durchführen, und zwar nicht mit Wasserstoffsupero_xy d, sondern mit Caroscher Säure (vgl. A. Beyer und V. Villinger, Ber. Dtsch. Chem. Ges., Bd. 32, S. 3625, Bd. 33, S. 858/862). Nach der angeführten Literatur sowie nach 1I. Stop und A. Rouve, Helv. chim. acta lad. 18, S. io8;7 bis 1125, entstehen aber Oxycarbonsäuren hierbei nur in Form ihrer Lactone.
  • Die nach dein vorliegenden Verfahren leicht Herzustellenden @-Oxycarboiis<itireii waren bisher nur sehr schwer und in schlechter Ausbeute zugänglich, zum Teil sind sie überhaupt noch unbekannt. Das Verfahren stellt daher einen wesentlichen technischen Fortschritt dar.
  • Die nach der geschilderten Methode erhaltenen Produkte oder ihre Derivate sollen als Grund- und Hilfsstoffe für plastische -lassen und Harze sowie als Zwischenprodukte zur Herstellung von Farbstoffen, Arzneimitteln und Riechstoffen verwendet werden.
    Beispiele
    i. ioo Teile 2-lletliylcyclohetanon werden
    in 5oo Teilen 1Ietlianol gelöst und nach Zu-
    gabe von -.o Teilen 1; atritimhvdroxyd, das in
    der gleichen -Menge Wasser gelöst ist, mit
    ioo Teilen 33"/,igeln Wasserstoffsuperoxyd
    versetzt. Die Temperatur der Reaktions-
    mischung steigt allmählich bis auf etwa -o°:
    tini ein weiteres Ansteigen zu vermeiden, wird
    gekühlt. Nach Beendigung der Reaktion wird
    lletlianol abdestilliert und der Rückstand nach
    vorherigem Ausäthern mit io°/oiger Salzsäure
    angesäuert. Aus dem sauren Ätherauszug
    «-erden 65,4 Teile Rückstand mit der S. Z. 38i
    erhalten; für die F-Oxyönantlis:itire berechnet
    sich eine S. Z. von 383.
    2. Zu einer Lösung von 35,0 Teilen 2-Cyclo-
    liexenylcycloliexanon und 4.o Teilen 33/,igeln
    Wasserstoffsuperoxyd in Zoo Teilen Methanol
    wird eine methanolische :\r atronlauge aus
    8 Teilen N atriumlivdroxvd in 8 Teilen Wasser
    und 4.o Teilen Methanol leinzugefügt. Es tritt
    eine Temperaturerhöhung bis 29° ein. Die
    nach 2-.stündigetn Stehen aufgearbeitete Lö-
    sting ergibt neben neutralen Anteilen die bis-
    her unbekannte -- Cyclohexenyl-a-oxycapron-
    säure in einer Rohausbeute von 31,5 Teilen.
    Nach dem Umkristallisieren zeigt sie den
    Schmelzpunkt 7o°.
    Ct2H.o0s (2i2,3) Ber. C 67,9°% H 9,5°/o
    Gef. C 68,3 °/o H 996 °/o.
    3. In ein Gemisch von 25 Teilen Cyclohexa-
    non und io Teilen N atriumhydroxyd, das in
    5o Teile-g. Wasser gelöst ist, werden unter
    starkem Rühren und Außenkühlung 9o Teile
    t 5°/oiges Wasserstoffsuperoxyd so eingetropft,
    (laß die Temperatur der -Mischung nicht über
    -1- 2o= steigt. -Nach dein Eintropfen wird
    noch so lange gerührt und gekühlt, bis bei
    I#ortlassung der Kühlung keine Selbsterwär-
    niung mehr stattfindet. Darauf wird das Was-
    ser unter verniindertein Druck abdestilliert,
    der Rückstand mit 2o°/oiger Salzsäure ange-
    säuert und mit viel Äther aufgenommen. Aus
    clean sauren :Wierauszug «-erden 15 Teile eines
    fast farblosen U)les erhalten, das nach länge-
    rem Stehen teilweise kristallisiert. Auf Grund
    seiner OH.-Zahl besteht dieses Produkt zu
    etwa '7;; aus der bekannten f-Oxvcapronsäure
    und =;'3 aus der ebenfalls bekannten Aldeliyd-
    s:itire (AdipinsI*ittrehalbaldehyd ). Durch Be-
    handlung des Rohproduktes finit -Natritunbisul-
    fit können be4de Säuren voneinander getrennt
    «-erden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: `-erfahren zur Herstellung von E-Oxycarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man auf cyclische Ketone mit sechsgliedrigem Kohlenstoffring, deren Carbonvlgruppe ein Glied des Ringes ist und die an den beiden zur Carbonylgruppe in 2-Stellung befindlichen C -Atomen mindestens je ein Wasserstoffatom besitzen, Wasserstoffsuperoxyd in Gegenwart von mindestens so viel Alkali, wie zur -Neutralisation der Oxycarhonsiiure notwendig ist, zwecktnä ßig in alkoliolischerLösungundnötigenfalls unter Kühlung, einwirken liißt. Zur Abgrenzung des AnineldtuigSgegen;tandes vorn Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht -ezogen worden.
DEC57996D 1942-02-03 1942-02-03 Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren Expired DE749146C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC57996D DE749146C (de) 1942-02-03 1942-02-03 Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC57996D DE749146C (de) 1942-02-03 1942-02-03 Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE749146C true DE749146C (de) 1944-12-04

Family

ID=7028460

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC57996D Expired DE749146C (de) 1942-02-03 1942-02-03 Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE749146C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965903C (de) * 1953-02-21 1957-06-27 Bayer Ag Verfahren zur Gewinnung von ªŠ-Oxycapronsaeureestern aus Gemischen der vorzugsweise koinuierlichen Oxydation von Cyclohexan mit Luft

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965903C (de) * 1953-02-21 1957-06-27 Bayer Ag Verfahren zur Gewinnung von ªŠ-Oxycapronsaeureestern aus Gemischen der vorzugsweise koinuierlichen Oxydation von Cyclohexan mit Luft

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1059459B (de) Verfahren zur Herstellung des therapeutisch wertvollen 3-Sulfanilamido-5-methylisoxazols
DE749146C (de) Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren
DE574838C (de) Verfahren zur Darstellung von cyclischen Glykolen und ihren Derivaten bzw. von Ketonen
DE739438C (de) Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten
DE1101417B (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Dithiophosphonsaeureestern bzw. deren Alkalisalzen
DE696810C (de) Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsaeure
DE957123C (de) Verfahren zur Herstellung von Thioabkoemmlingen der Colchiceine
DE684725C (de) Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsaeure
DE765787C (de) Verfahren zur Herstellung von Umsetzungsprodukten von Formaldehyd mit Blausaeure
DE825684C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureestern
DE1149700B (de) Verfahren zur Herstellung von Triolen
DE870103C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit Nebennierenrindenhormonwirkung
DE887647C (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch verwertbaren Estersaeuren oder deren Salzen aus Methyl-p-tolylcarbinol oder dessen homologen bzw. analogen Verbindungen
DE858249C (de) Verfahren zur Herstellung von Chinolylketonen
AT227675B (de) Verfahren zur Herstellung von am Sauerstoff basisch Hydroxylaminen
DE537767C (de) Herstellung von Acridyl-9-carbaminsaeureestern
DE1118215B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 5-Dianilino-terephthalsaeureestern
AT206876B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Alkinylsulfonsäuren
DE969341C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeuredimethylester
DE874774C (de) Verfahren zur Herstellung von Estern mehrwertiger Alkohole
DE651613C (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktivem trans-ªð-Oxycampher
DE962885C (de) Verfahren zur Herstellung von Colchiceinsulfoxyden
DE2341062A1 (de) Neues cyclohexanpentol-derivat und verfahren zu dessen herstellung
DE1076683B (de) Verfahren zur Herstellung der Ameisensaeureester von 1-Alkinylcycloalkanolen
DE1294969B (de) Verfahren zur Herstellung von 4, 5-Dialkoxy-o-benzochinonen