DE638570C - Skiwachsbuegelvorrichtung - Google Patents
SkiwachsbuegelvorrichtungInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63C—SKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
- A63C11/00—Accessories for skiing or snowboarding
- A63C11/04—Accessories for skiing or snowboarding for treating skis or snowboards
- A63C11/08—Apparatus for waxing or dewaxing
Landscapes
- Irons (AREA)
Description
12 DS α 1936
Gegenstand der Erfindung ist ein Skiwachsbügler, der von den Nachteilen bekannter,
mit Erwärmungseinrichtung versehener Skiwachsbügler frei ist, da er mit Acetylen, gewonnen
durch Einwirken von Schnee oder Schneeschmelzwasser auf Calciumcarbid, beheizt wird. Die Gewinnung von Acetylen
durch die Einwirkung von Wasser auf Calciumcarbid und die Verwendung des Acetylene
ίο für Koch- und Heizvorrichtungen ist zwar
bekannt, dagegen sind Skiwachsbügler mit einer ihr Acetylengas selbstbereitenden Beheizung
bisher nicht gebaut worden. Es ließ sich in der Tat nicht voraussehen, daß eine derartige Beheizung unter allen Umständen,
z. B. auch bei Temperaturen unter o°, sicher und rasch in Gang gebracht werden könne,
da dies möglicherweise davon abhing, ob beim Zusammenbringen von Schnee unter 0° und
ao Carbid eine für die Einleitung der eigentlichen
Dauerreaktion benötigte Anfangsmenge Schmelzwasser überhaupt und in genügend kurzer Zeit gebildet werde. Versuche haben
jedoch gezeigt, daß der Vorgang auch unter solchen Bedingungen' sicher und in kurzer
Zeit eingeleitet wird, und zwar dadurch, daß das Carbid, vermutlich, schon unter der Wirkung
der Luftfeuchtigkeit, an seiner Oberfläche einer langsamen Zersetzung unterworfen
ist, so daß an der Oberfläche solcher Carbidstückchen auch bei einer Raumtemperatur
unter o° sich durch die Zersetzungswärme eine höhere Temperatur ausbildet, wodurch beim Zusammenbringen der Carbidstückchen
mit Schnee weiteres Schmelzwasser gebildet wird, so daß der Gasentwicklungsvorgang rasch in Gang kommt.
Eine Beheizungsvorrichtung nach diesem Erfindungsgedanken ist gerade für den vorliegenden
Zweck besonders geeignet, weil hierdurch eine Flamme von beträchtlicher Wärmewirkung erzeugt wird, die weit über
den normalen Bedarf zu steigern ist, so daß auch für ungünstige Verhältnisse eine beträchtliche
Heizreserve zur Verfügung bleibt. Außerdem kann die Acetylenbeheizung eines Skiwachsbüglers als die naturgegebene insofern
angesehen werden, als Carbid, im Rucksack mitgeführt, wenig Raum und Gewicht beansprucht und andererseits Wasser nicht
mitgeführt zu werden braucht, da es in Form von Schnee in beliebigen Mengen greifbar
daliegt.
Dazu kommt, daß das Acetylen, aus engen Düsen ausströmend, eine Flamme von großer
Richtkraft erzeugt, die auch schräg nach unten brennt und daher leicht auf die zu beheizende
Fläche zu richten ist, wobei kaum die Gefahr besteht, daß sie wie die Spiritusflamme
vom Wind ausgeblasen wird. Dieser Vorzug der starkgerichteten Flamme wird
erfindungsgemäß weiterhin dahin ausgenutzt, daß die Flamme in den Winkel zweier untereinander
einen Winkel von etwa 60 ° bilden-
den, zur Griffachse mit etwa 300 geneigten
Flächen schlägt, von denen die eine glatt ist, die andere zum Ausbügeln der Schneeführungsnut
der Skilaufsohle in an sich bekannter Weise eine Aufsatzrippe besitzt, so daß
man lediglich durch Drehen der Bügelvorrichtung mit der Griffachse, jedoch ohne jede
sonstige Veränderung, bald die eine, bald die andere Fläche benutzen kann, da beide durch
die Acetylenflamme fast gleichmäßig erhitzt werden.
Im übrigen sind ohne Beschränkung auf die zuletzt beschriebene besondere Ausgestaltung
der beheizten Fläche im Rahmen des allgemein gekennzeichneten Erfindungsgedankens
zahlreiche Ausführungsformen möglich, von denen eine praktisch besonders erprobte
in der Zeichnung beispielsweise dargestellt ist.
Abb. ι zeigt die Einrichtung des Skiwachsbüglers
im Schnitt von der Seite, Abb. 2 im Schnitt von oben gesehen. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen
aus drei Teilen, dem Griff, dem Gasbehälter "5 mit eingeschlossenem Carbidbehälter und dem
Büglerkörper. Der Hohlraum b des mit der Verschlußkappe c versehenen Griffes α kann
mit Wasser oder Schnee gefüllt werden. In dem konisch gezogenen Griff α (Abb. 1) sitzt
die Schraube e mit einer Bohrung, durch welche der Docht/ unmittelbar in den Carbidbehälter
g führt. Der Griff α ist mit einer die Hitzeübertragung dämpfenden Isolierzwischenlage
h mit dem Verschlußdeckel i und einer Gegenmutter k verschraubt. Das
Luftloch d der Verschlußkappe c soll dem Docht / eine bessere Ansaugfähigkeit ermöglichen.
Der Docht/ führt dem Carbidbehälter g die erforderliche Menge Wasser zu. Die
Dicke und die Dichte des Dochtes f richten sich nach der erforderlichen Flammengröße.
Der Carbidbehälter g liegt, wie in Abb. 1 ersichtlich, mit Ausnahme der Verschraubungsstelle
völlig frei im Gasbehälter 11. Die Abb. 3 zeigt für sich, vom Griff α aus gesehen, den
Carbidbehälter g, in dessen Boden kleine Bohrungen / derart angeordnet sind, daß etwa
mit dem ausströmenden Gas mitgeführte feste Teilchen die Röhre m, in Abb. 1 und 2
nicht direkt erreichen und verstopfen können. Durch die an ihrem unteren Ende mit einem
Gewinde versehene Röhre m (Abb. 1 und 2) wird der Büglerkörper ο mit dem Gasbehälter
η zusammengeschraubt und durch die Gegenmutter r gesichert. Die Isolierzwischenlage
q, welche nach bekanntem Muster durch Kühlrippen ergänzt werden kann, verhindert
die zu starke Erhitzung des Gasbehälters η durch den Büglerkörper 0. Das obere Ende
der Röhre m zeigt eine Verjüngung, auf welche das an beiden Enden mit Innenge- \
winde sowie mit den vier Bohrungen t versehene Brennerrohr s aufgesteckt wird. Seine
vier Bohrungen t gestatten dem Gas den Zu-• tritt in den Hohlraum des Büglerkörpers 0.
In der Mitte der Breite des Büglerkörpers ο ist eine Aufsatzrippe y ausgeprägt oder aufgenietet,
welche zum Ausbügeln der Schneeführungsnut in der Skilaufsohle dient, wie in Abb. 6 zeichnerisch dargestellt ist. Die hinteren
Luftkanäle/; in Abb. 1 und 2 sind derart
angeordnet, daß ein Ersticken der Flamme unmöglich ist. Die zum Aufbügeln des Skiwachses
dienenden Außenflächen des Büglerkörpers 0 bilden miteinander einen Winkel
von etwa 6o°. Die seitlichen Deckel μ des Büglerkörpers ο werden, wie aus Abb. 2 ersichtlich,
durch die Schrauben χ an den Enden des Brennerrohres j befestigt. Abb. 4
zeigt einen dieser Deckel u mit den drei Luftlöchern ν und einem zentralen Loch w.
Das Inbetriebsetzen des Skiwachsbüglers geschieht in der Weise, daß man zuerst den
Griff α mitsamt dem Verschlußdeckel i des Gasbehälters η abschraubt, den Carbidbehälterg·
etwa zur Hälfte mit Carbidstückchen füllt, zweckmäßig unter Hinzufügen einer kleinen Impfmenge Schnee, und den Gasbehälter
wieder zuschraubt. Dann wird die Verschlußkappe c des Griffes α abgehoben, in
seinen Hohlraum in Ermangelung von Wasser Schnee gestopft und die Verschlußkappe
wieder aufgesetzt. Binnen weniger Sekunden kann das Gas im Büglerkörper 0 entzündet
werden. Da der Büglerkörper sich sehr rasch erhitzt, kann mit dem Aufbügeln des Wachses
auf die Skier in kürzester-Frist" begonnen
werden. Die Flamme schlägt etwa in den Winkel der'glatten Fläche und der mit der
Aufsatzrippe y versehenen anderen Fläche, so daß beide Flächen etwa gleichmäßig erhitzt
werden. Man benutzt zunächst die glatte Fläche, .um das Wachs auf die Sohle der
Skier aufzubringen und schmelzend gleichmäßig zu verteilen. Dabei wird die Schneeführungsnut
in der Skilaufsohle ebenfalls mit Wachs vollaufen. Um diese auszubügeln, dreht man danach den Skiwachsbügler so, daß
die mit der Auf satzrippe y versehene Fläche nach unten kommt, und bügelt mit der Aufsatzrippe
y die Schneeführungsnut nachträglich aus. Die Abb. 5 und 6 zeigen die Haltung
des Skiwachsbüglers beim Gebrauch. Man arbeitet also in beiden Fällen unter dem bequemen Arbeitswinkel von etwa 300. 115.
Sollte es vorkommen, daß die Löcher des Brennerrohres t verrußen, so löst man die
beiden Endschrauben χ (Abb. 2) des letzteren, nimmt die Seitendeckel u heraus und
hebt das nur aufgesteckte Brennerrohr s ab. Nach erfolgter Reinigung setzt man die einzelnen
Teile wieder zusammen.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι. Skiwachsbügel vorrichtung, gekennzeichnet durch eine aus Schnee und Calciumcarbid ihr Acetylengas selbst erzeugende Beheizungsvorrichtung.
- 2. Skiwachsbügler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Büglerkörper mit zwei je in einem Winkel von etwa 30° zur Bügeleisengriffachse geneigt stehenden Bügelflächen versehen ist, deren eine nach bekanntem Muster völlig eben ist und deren andere mit einer in Griffachsenprojektionsrichtung verlaufenden ' Aufsatzrippe (y) zum Bügeln der Schneeführungsnut in der Skilaufsohle versehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM131198D DE638570C (de) | 1935-06-06 | 1935-06-06 | Skiwachsbuegelvorrichtung |
| CH191033D CH191033A (de) | 1935-06-06 | 1936-05-27 | Skiwachs-Bügelvorrichtung. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM131198D DE638570C (de) | 1935-06-06 | 1935-06-06 | Skiwachsbuegelvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE638570C true DE638570C (de) | 1936-11-19 |
Family
ID=7332199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM131198D Expired DE638570C (de) | 1935-06-06 | 1935-06-06 | Skiwachsbuegelvorrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH191033A (de) |
| DE (1) | DE638570C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3968345A (en) * | 1973-09-17 | 1976-07-06 | Michael Kollmeder | Combined wax and edge sharpening apparatus for skiers |
| US4334793A (en) * | 1979-03-16 | 1982-06-15 | Gold Lode, Inc. | Portable ski wax applicator |
| DE3339630A1 (de) * | 1983-11-02 | 1985-05-09 | Fritz Eichenauer GmbH & Co KG, 6744 Kandel | Vorrichtung zum wachsen von skiern |
| WO1985005044A1 (fr) * | 1984-05-04 | 1985-11-21 | Erich Gittersberger | Dispositif pour le chauffage d'objets |
| WO1987004942A1 (fr) * | 1986-02-17 | 1987-08-27 | Ernst Wenger | Appareil a main pour chauffer au moins une partie d'un objet |
-
1935
- 1935-06-06 DE DEM131198D patent/DE638570C/de not_active Expired
-
1936
- 1936-05-27 CH CH191033D patent/CH191033A/de unknown
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3968345A (en) * | 1973-09-17 | 1976-07-06 | Michael Kollmeder | Combined wax and edge sharpening apparatus for skiers |
| US4334793A (en) * | 1979-03-16 | 1982-06-15 | Gold Lode, Inc. | Portable ski wax applicator |
| DE3339630A1 (de) * | 1983-11-02 | 1985-05-09 | Fritz Eichenauer GmbH & Co KG, 6744 Kandel | Vorrichtung zum wachsen von skiern |
| WO1985005044A1 (fr) * | 1984-05-04 | 1985-11-21 | Erich Gittersberger | Dispositif pour le chauffage d'objets |
| WO1987004942A1 (fr) * | 1986-02-17 | 1987-08-27 | Ernst Wenger | Appareil a main pour chauffer au moins une partie d'un objet |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH191033A (de) | 1937-05-31 |
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