DE63592C - Verfahren zur Herstellung einer concentrirten, nicht alkoholischen Myrrhenharzlösung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer concentrirten, nicht alkoholischen Myrrhenharzlösung

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DE63592C
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A. FLÜGGE, Apotheker, in Frankfurt a. M., Salzhaus 3
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

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  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1891 ab.
Die Myrrhe ist ein Gummiharz, bestehend aus ca. 3 pCt. ätherischem OeI, ca. 30 bis 35 pCt. Harz und ca. 65 pCt. wasserlöslichem Gummi (Arabin, Bassonin, diversen Salzen und Verunreinigungen, als Sand u. s. w.).
Als einziges Mittel, um die Harze aus der Myrrhe vollständig zu extrahiren, war bisher starker Alkohol bekannt.
In Aether, Petroleumäther, Benzin, Schwefelkohlenstoff, Amylalkohol, ätherischen Oelen u. s. w. ist das Myrrhenharz nur in sehr geringem Mafse oder nur einzelne Bestandtheile desselben löslich. Ebenso war die Löslichkeit der Myrrhenharze in Fetten und fetten Oelen unmöglich.
Alle neueren Werke über Pharmacie und Chemie besagen, dafs die Myrrhe in fetten Oelen unlöslich sei oder erwähnen nichts darüber. In dem Lehrbuch der Chemie von Berzelius findet sich aufser der Angabe, dafs die Myrrhe in fetten und flüchtigen Oelen unlöslich sei, nur die Bemerkung, dafs das mit Alkohol aus der Myrrhe extrahirte Harz, nach Abscheidung des Alkohols mit Aether behandelt — welcher davon 5 pCt. weiches Harz auflöst —, nur theilweise in Mandelöl löslich sei. Von dem sogenannten harten Myrrhenharze, welches ca. 25 pCt. der Myrrhe beträgt und als Myrrhensäure zu betrachten ist, geht dabei nichts in Lösung.
Der Erfinder erreicht nun die Lösung des Myrrhenharzes auf folgende Weise:
Die Myrrhe wird gepulvert und mit Ricinusöl Übergossen und unter Zuhülfenahme einer geringen Menge Alkohols (ca. Y5 des angewendeten Oeles) in einem geschlossenen Gefäfse unter häufigem Umrühren digerirt.
Nach ca. 8 Tagen ist das Harz vollständig gelöst. Die Lösung wird dann von dem ungelöst gebliebenen Gummi abfiltrirt und der Alkohol unter Anwendung gelinder Wärme verjagt.
Die Lösung ist vollständig klar, von hellbrauner Farbe und hat den angenehmen aromatischen Geruch und gewürzhaften bitteren Geschmack der Myrrhe.
Durch Salpetersäure ist die Identität des Myrrhenharzes chemisch nachzuweisen.
Die Lösung soll eventuell mit anderen Oelen oder Fetten verdünnt zu Einbalsamirungs- und Conservirungszwecken verwendet werden.
Eine alkoholische Lösung ist hierzu nicht geeignet, da die Harze der Myrrhe, sobald dieselben mit wässerigen Flüssigkeiten zusammentreffen, sich ausscheiden, eine Durchtränkung also unmöglich ist.
Man kann auch in der Weise verfahren, dafs man zuerst das Myrrhenharz mit Alkohol extrahirt, die gewonnene alkoholische Lösung mit Ricinusöl versetzt und dann den Alkohol abdestillirt. Auch in diesem Falle erhält man eine klare Lösung von Myrrhenharz in Ricinusöl.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung einer concentrirten, nichtalkoholischen Myrrhenharzlösung, darin bestehend, dafs man Myrrhe mit Ricinusöl bei Gegenwart eines gewissen Procentsatzes Alkohol digerirt (welcher nach erfolgter Lösung abgedampft wird), die Mischung stehen läfst, bis sich die wasserlöslichen Bestandtheile der Myrrhe abgesetzt haben, die überstehende klare Lösung dann abzieht und filtrirt.
  2. 2. Eine Abänderung dieses Verfahrens, darin bestehend, dafs man zuerst das Myrrhenharz mit Alkohol extrahirt, die gewonnene alkoholische Lösung mit Ricinusöl versetzt und dann den Alkohol abdestillirt.
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