DE394380C - Verfahren zur Herstellung von Kuenstler- und Dekorationsfarben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuenstler- und Dekorationsfarben

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DE394380C
DE394380C DEK81665D DEK0081665D DE394380C DE 394380 C DE394380 C DE 394380C DE K81665 D DEK81665 D DE K81665D DE K0081665 D DEK0081665 D DE K0081665D DE 394380 C DE394380 C DE 394380C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/06Artists' paints

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Künstler- und Dekorationsfarben. Nach dem heutigen Stande der Maltechnik werden zur Zeit im wesentlichen vier Hauptsysteme von Künstlerfarben unterschieden i. die älteren Ölfarben, 2. Farben mit Zusatz von langsam verdunstenden ätherischen Ölen wie Copaivaöl (Harzölfarben), 3. die Öl-Wachs-Harz-Balsamfarben des Systems Mussini (mit Bernsteinfirnis, Edelharzen u. dgl.), q:. die reinen Ölfarben.
  • (Vgl. Handwörterbuch der Naturwissenschaften Kap. Farben Band III, Enzyklopädie der technischen Chemie von F. Ullmann, Kap. Malerfarben Band VII.) Bei den aufgeführten Systemen finden als ölige Bindemittel Anwendung: Lein- und Mohnöl, seltener Nußöl - und als Kriegsersatzmittel Fichtensamenöl; als halbfeste werden die Balsame; als feste Harze verwendet. Künstliche ölige Bindemittel sind die Ölfirnisse, Öllacke und Harzlacke. Als Verdünnungsmittel dienen bei den genannten Farben: Terpentinöl und dessen Ersatzmittel, ferner ätherische Öle wie Rosmarin-, Lavendel-, Spik- und Nelkenöl, sowie Copaivabalsam.
  • Zu den aufgeführten, schon lange bekannten vier Malverfahren sind in neuerer Zeit hinzugetreten: 5. eine Kombination der Ölmalerei mit den Wasserfarben, wobei in abwechselnder Benutzung ein wässeriges Malmittel, bestehend aus Gemischen von gelösten bzw. emulgierten eiweiß-, fett- und seifenartigen Stoffen, und ein wasserunlösliches Befestigungsmittel, aus Wachs und Harzlösungen bestehend, 'zur Anwendung gelangt. Schließlich ist noch 6. ein Verfahren bekannt geworden, welches sich auf die schon im griechischen Altertum verwendete Wachsmalerei gründet und für dieses Verfahren ein neues Farbenbindemittel einführt. Zu diesem Zweck wird der in Wasser unlösliche Farbkörper mit Emulsionen fester Kohlenwasserstoffe oder auch unter weiterem Zusetzen eines geeigneten Colloids als Emulsionator verwendet.
  • Bei den von uns durchgeführten, eingehenden Versuchen haben wir festgestellt, daß sich nach dem vorliegenden Verfahren ein neues System für Künstler- und Dekorationsfarben dadurch herstellen läßt, daß man statt der fetten Öle Lösungen von Pflanzenwachs (wie Carauba) oller billiges Erdwachs (wie Ceresin, Paraffin) in anorganischen oder organischen Wachslösungsmitteln (wie Schwefelkohlenstoff, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff" Dekalin) verwendet und mit den Pigmenten - wie sonst bei der fabrikatorischen Gewinnung vonKünstlerfarben üblich - zu einer zum Malen geeigneten, gebrauchsfertigen Masse vermengt. Ein geringer Zusatz von Harzspiritus, Terpentin- und Leinöl, der sich je nach der Schwere des verwandten Pigments richtet, dient, wie auch sonst in der Kunstmalerei, zur Erhöhung der Bindekraft und Elastizität. Es werden auf diese Weise direkt in der Malerei verwundungsfähige Farben erzielt, welche sich gegenüber den zuvor aufgeführten sechs Malverfahren durch eine Vereinfachung und Verbilligung kennzeichnen.
  • Die bei, dem vorliegenden Verfahren Anwendung findenden flüchtigen Lösungsmittel verdunsten allmählich nach dem Aufstrich, während sich die haftenden Pigmente sowohl mit saugendem, halbsaugendem, als auch wenig saugendem Untergrund dauerhaft verbinden. Durch nachträgliches Lackieren mit einem Mastixfirnis kann - wie auch sonst in der Kunstmalerei - die eingeschlagene Malerei wieder herausgeholt und die Leuchtkraft und Dauerhaftigkeit gesichert werden. Die Farben können auf den verschiedensten Untergründen zur Malerei Verwendung finden. So haften sie z. B. dauerhaft auf Leinewand, auf Holz, auf Kunststein, auf Papier und Pergament, auf Eisen, ferner eignen sie sich zur Freskomalerei auf Mörtel und Zement und zum Malen auf Seide.
  • Neben dem großen Kreis von Verwendungsmöglichkeiten der Farben ist wesentlich i. die Einfachheit der Darstellung, 2. die durch die Wahl der verwendeten Stoffe bedingte Verbilligung gegenüber Ölfarben und solchen mit Bienenwachs, 3. der bei der jetzigen wirtschaftlichen Lage Deutschlands wichtige Umstand, daß die erforderlichen Stoffe im Inland gewonnen werden können.
  • Schließlich bedeutet die Erfindung noch einen großen Fortschritt in volkswirtschaftlicher Beziehung, indem nach dem. Verfahren die bisher in der Malerei fast ausschließlich verwendeten öligen Bindemittel - Lein- und Mohnöl -im wesentlichen durch Stoffe ersetzt werden, welche für die Volksernährung keine Bedeutung haben.
  • Als Beispiel für die Herstellungsmöglichkeit der obengenannten Farben sei angeführt: Beispiel für roten Zinnober
    5,o g Tetrachlorkohlenstoff,
    i,o g Ceresin,
    2,5 g Schwefelkohlenstoff,
    o,5 g Paraffin,
    2,5 g Fichtenharz,
    3,o g Alkohol,
    il i g Mastix,
    i,i g Alkohol,
    i, i g Leinöl,
    i,i g Terpentinöl,
    25 g Zinnober.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Künstler-und Dekorationsfarben, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel für die Pigmente eine Auflösung von Paraffin und Wachsarten (Pflanzen- oder Erdwachs) in anorganischen oder organischen Lösungsmitteln mit oder ohne Zusatz kleiner Mengen von Leinöl, Spiritus und Terpentinöl Verwendung findet.
DEK81665D 1922-04-20 1922-04-20 Verfahren zur Herstellung von Kuenstler- und Dekorationsfarben Expired DE394380C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2880033A1 (fr) * 2004-12-28 2006-06-30 Ghislaine Buisson Liant pour peintures a l'huile donnant une apparence mate et veloutee

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