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Federwaage Die Erfindung bezieht sich auf eine Federwaage, insbesondere
eine Personen- oder Haushaltwaage derjenigen bekannten Art, bei der ein die Last
unmittelbar aufnehmender Lastträger auf Schrägführungen so weit hinabläuft, bis
die Spannkraft einer Feder und die durch die Neigung der schiefen Ebene bedingte
Seitenkraft des belasteten Lastträgers sich im Gleichgewicht halten.
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Gemäß der Erfindung wird der auf den Schrägführungen bewegliche Lastträger
lediglich durch die Kraft der entsprechend gerichteten Lastausgleichfeder ständig
auf .die Führungen niedergehalten, wobei die Lastträgerbewegung durch einen seitlich
angeordneten, in der Ebene der Schrägführung nach oben verlaufenden Arm mittels
Zahnstange und Ritzen an sich bekannter Art auf eine schräg stehende Anzeigevorrichtung
übertragen wird.
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Es ergibt sich durch diese Ausführung eine sehr einfache und zweckmäßige
Lösung bei derartigen Waagen bekannter Art mit Schrägführung, indem überflüssige
Führungen. und Halteglieder vermieden sind.
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Der unmittelbar auf den zweckmäßig unter 45° verlaufenden Führungen
ruhende Lastträger wird durch die schräg nach unten gerichtete Feder niedergehalten.
Es wird also einem Abheben des Lastträgers vorgebeugt. Ferner ist die Übertragung
auf das Anzeigewerk in einfacher Weise dadurch gelöst, daß ein seitlich nach oben
in der Ebene der Schrägführungen angeordneter Arm das in gleicher Ebene liegende
Anzeigewerk betätigt. Diese Anzeigevorrichtung ist von oben sickt bar, was für Personen-,
Haushalts- oder Ge päckwaagen wichtig ist.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in der Seitenansicht
teilweise im senkrechten Schnitt dargestellt. Die Anzeigevorrichtung in Form des
üblichen Zeigerwerks ist schematisch angedeutet.
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a ist der Lastträger, der selbstverständlich beliebige geeignete Form
haben kann, also z. B. statt aus einer Plattform auch aus einer Schale o. dgl. bestehen
kann. Dieser Lastträger ruht unmittelbar auf den Schrägführungen b. Die Anzahl dieser
Schrägführungen kann beliebig sein.. In der. Regel wird man zur sicheren Lagerung
mindestens drei oder vier dieser Schrägführungen in gleichmäßiger Verteilung unterhalb
des Lastträgers a anordnen. Das Ausführungsbeispiel zeigt die Ausbildung der Schrägführungen
auf Kugeln laufend, indem sowohl am Gestell als auch am Lastträger halbzylindrische
Führungen b für die dazwischen eingeschaltete Kugel vorgesehen sind. Die Führungskörper
können unmittelbar an das Gestell bzw, an den Lastträger angegossen werden. Man
kann aber auch zwecks genauer Einstellung eine oder mehrere dieser Führungen einstellbar
einrichten. Im allgemeinen genügt es, wenn z. B. von vier Schrägführungen eine dieser
Führungen einstellbar befestigt wird.
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Die Laufflächen der Kugeln können durch glatte, korrosionsfeste Einsätze,
z. B. halbrunde Büchsen aus verchromtem Stahlblech,
nichtrostendem
Stahl o: dgl., gebildet werden, wobei diese Einsätze auswechselbar eingerichtet
werden können, indem man z. B. diese Einsatzstücke einschiebt oder in anderer gge
eigneter Weise lösbar befestigt. An den I,@z gelführungen sind Anschläge vorgesehen,
la einerseits die Höchststellung begrenzen, am rerseits das Herausfallen der Kugeln
verhindern.
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Die Feder c (oder deren mehrere) ist mit ihrem einen Ende entweder
unmittelbar oder durch Vermittlung eines Bügels oder Armes h an den Lastträger a,
angeschlossen. Das andere Ende der Feder greift an den Schraubenbolzen f an, der
mittels einer Stellmutter gegen das Waagengehäuse verschiebbar ist.
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An dem Lastträger a ist ein Arm g starr befestigt. Dieser greift mittels
eines Gelenks an die Zahnstange d an, die mit dem üblichen Ritzel e der Zeigerwelle
der Anzeigevorrichtung kämmt. i ist der Zeiger, der über einer auf der Zeichnung
nicht dargestellten Skalenscheibe kreist., -Die Wirkungsweise ist folgende: Bei
Belastung der Plattform a verschiebt sich diese parallel zu sich selbst schräg nach
unten. Dabei wird die Feder c angespannt. Die Bewegung des Lastträgers -wird durch
den Arm g auf die Zahnstange d übertragen. Durch Anbringung eines Gelenks zwischen
Arm g und Zahnstange d sowie Anbringung der üblichen, die Zahnstange d gegen das
Ritzel e andrückenden Feder oder einer geeigneten Führung bleibt die Zahnstange
stets mit dem Ritzel. im Eingriff, und das Gewicht kann mittels des Zeigers i bequem
auf der -Skala abgelesen werden. Selbstverständlich kann die Anzeigevorrichtung
auch jede gewünschte andere Ausbildung haben.
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Die Befestigung der Anzeigevorrichtung kann an einem mit dein Waagengestell
starr v erbundenenr Arm oder auch an einem beliebig gestalteten abnehmbaren Träger
erfolgen. Die Einstellung der Anzeigevorrichtung auf die Nullstellung kann in einfachster
Weise mittels der Stellschraube f erfolgen.
| :-:Außer den eingangs erwähnten Vorteilen |
| '`noch folgende hervorzuheben: |
| `'@=Uer Lastträger ruht vollkommen sicher auf |
| ,1.rr. h. |
| Führungen b. Seitliche Bewegungen und |
Schwankungen, wie sie bei Schneiden- bzw. Gelenklagerungen unvermeidlich sind, können
nicht auftreten. Ferner ist das Kippen des Lastträgers bei einseitiger, besonders
rückwärtiger Belastung sowie auch das Emporheben ausgeschlossen.
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Infolge der erheblichen Werkstoffersparnis und des einfachen Aufbaues
ergibt sich ein erleichterter Zusammenbau und eine sehr wesentliche Verbilligung
der Herstellungskosten. Dabei ist die Genauigkeit der Waage infolge der einfachen,
Totgang oder Spiel vermeidenden Übertragung erhöht.