DE630340C - Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonderivaten

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DE630340C
DE630340C DEI50475D DEI0050475D DE630340C DE 630340 C DE630340 C DE 630340C DE I50475 D DEI50475 D DE I50475D DE I0050475 D DEI0050475 D DE I0050475D DE 630340 C DE630340 C DE 630340C
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DE
Germany
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weight
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acid
sodium
anthraquinone derivatives
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Expired
Application number
DEI50475D
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Baumann
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/56Mercapto-anthraquinones
    • C09B1/58Mercapto-anthraquinones with mercapto groups substituted by aliphatic, cycloaliphatic, araliphatic or aryl radicals
    • C09B1/60Mercapto-anthraquinones with mercapto groups substituted by aliphatic, cycloaliphatic, araliphatic or aryl radicals substituted by aliphatic, cycloaliphatic or araliphatic radicals

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonderivaten Es wurde gefunden, daß neue wertvolle Anthrachinonderiv ate erhalten werden, wenn in Mercaptoanthrachinonen das Wasserstoffatom der Mercaptogruppe durch den Rest einer aliphatischen Sulfonsäure ersetzt wird.
  • Die Umsetzung wird in der Art ausgeführt, daß inan die Mercaptoanthrachinone mit Halogenalkylsulfonsäuren umsetzt. Die neuen Anthrachinonderivate stellen wasserlösliche Produkte dar und können entweder an sich als Farbstoffe für die tierische Faser oder als Zwischenprodukte z. B. für die Herstellung von Farbstoffen Anwendung finden. Sie sind als Alkylanthrachinonthioäther aufzufassen, die im Alkylrest eine Sulfosäuregruppe tragen.
  • Die Reaktion kann in wäßriger Lösung oder in verdünnter alkoholischer Lösung bei et-,va 5o bis zoo° ausgeführt werden. Verwendet man nicht von vornherein das betreffende Mercaptan in Form eines anorganischen Salzes, so werden Ätzalkalien, Alkalicarbonate o. dgl. als säurebindende Mittel hinzugefügt. Die wasserlöslichen Tliioäther können nach beendeter Reaktion in üblicher Weise durch Aussalzen abgeschieden werden.
  • Zur Umsetzung selbst können die verschiedensten Anthrachinonmercaptane herangezogen «-erderz, wie z. B. i-Mercaptoanthrachinon, i-Amino-2-mercaptoanthrachinon, i -Amino -2- mercapto-4-arylidoanthrachinone, i # q.-Diamino-2-chlor -3-mercaptoanthrachinon, i # q.-Diamino-2 # 3-dimercaptoanthrachinon, 4. # ¢'-Diamino-3 # 3'-dimercapto-i # i'-dianthrachinonylamin usw.
  • Als Halogenalkylsulfonsäuren kommen Verbindungen, wie Chloräthanstilfonsäure, Chlorpropansulfonsäure, Oxychlorpropansulfonsäure usw., in Betracht.
  • Die neuen gelb bis schwarz gefärbten Körper bilden gut kristallisierte Alkalisalze, die in Wasser gelb, violett, -blau bis grau löslich sind und die tierische Faser aus saurem Bade in den gleichen Tönen anfärben. Die Farbstoffe egalisieren durchweg gut und besitzen zum Teil eine hervorragende Klarheit.
  • Beispiel i 3o Gewichtsteile i-Mercaptoanthrachinon werden in 8oo Gewichtsteilen 5o°/oigem Alkohol durch Zugabe von .4o Gewichtsteilen 3o°Joiger Natronlauge in der Wärme gelöst. In die - klare, rotviolette Mercaptanlösung trägt man 5o Gewichtsteile chloräthansulfonsaures Natrium ein und erhitzt so lange zum Sieden, bis die rotviolette Farbe der Lösung nach Braun umgeschlagen hat.
  • Die Aufarbeitung erfolgt in der Weise, daß man die Reaktionsmasse ansäuert, von nebenbei entstandenem Disülfid und Ausgangsmaterial abfiltriert und aus dem Filtrat die entstandene Sulfonsäure durch Aussalzen mit Chlorkalium als Ka:liumsalz isoliert.
  • Das Kaliumsalz, ein gelbes KAstallpulv er, löst sich in Wasser mit gelber Farbe, gibt eine rotbraune Küpe und in 9C°/oiger Schwefelsäure eine olivgrüne Lösung.
  • Beispiel 2 .
  • 7,2 Gewichtsteile i-An-iino-2-mercapto-4-litoluidoanthrachinon-(erhalten aus i-Ainino-2-brom-4-p-toluidoanthrachinoli durch Behandeln mit Schwefelnatrium) werden in <>o Gewichtsteilen Alkohol; i.5o Gewichtsteilen Wasser unter Zusatz von 6 Gewichtsteilen 3o°/oiger Natronlauge gelöst und von evtl. noch vorhandenem Disulfid. abfiltriert. Die blauviolette Lösung wird nach Zugabe von I2 Gewichtsteilen Chloräthansulfonsäure (Na-Salz). einige Stunden unter Rückflüß zum Sieden erhitzt. Während des Erwärmens kristallisiert der größte Teil des Reaktionsproduktes aus, das nach beendeter Reaktion direkt abgesaugt werden kann. Der in Wasser schVer lösliche, blaugrüne Farbstoff wird durch Umkristallisieren aus wäßrigeni Methanol absolut rein erhalten. Er färbt Wolle aus saurem Bade in grünblauen Tönen von guter Echtheit an.
  • Wird an Stelle des i-Amino-2-niercapto-4-toluidoaiithrachinons das Natriünisalz des 7 -Amino - 2 - mercapto - 4 - helahydroaiiilidoanthrachinons in 5o°/oigem All:oliol mit überschüssiger Chloräthansulfonsäure in derselben Weise behandelt, so erhält man einen analogen Farbstoff folgender Konstitution: Er färbt rotstichiger und -wesentlich klarer als der obenerwähntedToluidinfarbstofE.
  • Beispiel 3 3o Gewichtsteile des Natriumsalzes des i - 4-Diamino-2-chlor -3-mercaptoanthrachinons, das durch Umsetzung von i -4-Diainino-2 - 3-dichloranthrachinon mit i Mol Schwefelnatrium erhalten -werden kann, werden in 5oo Gewichtsteilen 5o°Joigein Alkohol zusaminen mit 4o Gewichtsteilen chlorätbansulfonsaurem Natrium unter Rühren am Rückflußkühler so lange zum Sieden erwärmt, bis kein Mercaptan mehr nachweisbar ist. Alsdann wird kalt abgesaugt. Zur Reinigung kann das bereits kristallisierte Rohprodukt nochmals aus Wasser unigelöst und durch Kochsalz als blauviolettes Natrltnlisa17 abge@ehlh den werden.
  • Auf Wolle gefärbt, erhält man -ein klares blaustichiges Violett von gtrteni Egalisierungsvermögen und guter Lichtechtheit.
  • Beispiel 4 1,5 Gewichtsteile des Natriumsalzes des i - 4-Diamino-2 - 3-dimercaptoanthrachinolis (dargestellt aus i - 4-Diamino-2 - 3-dichloranthrachinon mit iiberschüssigeni Schwefelnatrium), 3o Gewichtsteile chloräthansulfonsaures Natrium und 3 Gewichtsteile Soda werden in 3oo Gewichtsteilen 5o°/oigeni Alkohol mehrere Stunden rückfließend zum Sieden erhitzt. Ist ein Fortschreiten der Reaktion nicht mehr zti bemerken, so läßt man erkalten und saugt das ausgefallene Reaktionsprodukt ab. Der Farbstoff kann aus Pyridinwasser umkristallisiert -werden. CTetrocknet stellt er ein blaues Kristallpulver dar; er färbt Wolle aus saurem Bade in blauen Tönen an.
  • Beispiel 5 Wird :4 - 4'-Dialnino-i - i'-dianthrimid in Nitrobenzol bromiert, so -werden 2 Bromatome aufgenommen;- beim Verschmelzen dieses Körpers mit Schwefelnatrium entsteht ein D-imercaptan, wahrscheinlich das .4 - 4'-Diamino-3 - 3'-diniercapto-i - i'-diantliracliinonvlamin.
  • Behandelt man die alkalische Lösung des so gewonnenem Mercaptans mit überschüssiger Chloräthansulfosäure in der oben-beschriebenen Weise, so erhält man einen grünstichiggrauen Farbstoff. Der -Farbstoff ist .in Wasser relativ schwer löslich. Wolle -wird in grauen Tönen von guter Echtheit angefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Mercaptoanthrachinolie mit . Halogenallylsulfonsäuren umsetzt.
DEI50475D 1934-08-29 1934-08-30 Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonderivaten Expired DE630340C (de)

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DEI50475D DE630340C (de) 1934-08-29 1934-08-30 Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonderivaten

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