DE628453C - Schienenkontakt fuer Gleisfahrzeuge - Google Patents
Schienenkontakt fuer GleisfahrzeugeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L1/00—Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
- B61L1/02—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts
- B61L1/025—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts actuated by variation of resistance or by piezoelectricity
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
Man ist schon lange bestrebt, die Zugsicherung in Ergänzung des bisher üblichen
Systems selbsttätig mittels Schienenkontakte durchzuführen, durch die das vom Zug
befahrene Gleis oder festgelegte Fahrstraßen erst freigegeben werden, wenn sämtliche in
das Gleis eingefahrenen Achsen es auch wieder verlassen haben. Die Schienenkontakte
beruhen allgemein auf dem Gedanken, durch eine den Kontakt passierende Achse einen
Impuls zu erzeugen. Zur Erzeugung dieser Stromimpulse hat man bereits die mannigfaltigsten
Einrichtungen in Vorschlag gebracht.
Die einfachste Anordnung bestand in unter oder neben den Schienen angeordneten mechanischen
Kontakten, die durch die über sie hinwegfahrenden Räder betätigt werden. Diese Kontakte waren jedoch für schnell
fahrende Züge nicht geeignet, da sie zu träge waren; überdies froren sie auch leicht fest.
Es wurden auch Quecksilberkontakte verwendet, jedoch sind diese ebenfalls sehr träge, so daß sie für den vorliegenden Zweck
as nicht in Betracht kommen. -Eine weitere Ausführung
geht dahin, zwei aneinanderstoßende Schienen zu isolieren und zwischen ihnen durch die über den Schienenstoß fahrenden
Räder den Kontakt herstellen zu lassen. Auch diese Ausführung ist für Achsenzählung unbrauchbar, da der Schienenstoß leicht durch
herabfallende Kohleteilchen oder andere leitende Körper überbrückt werden kann.
Eine andere Gruppe der Vorschläge zur Erzeugung der Stromimpulse hatte die Erregung
eines Induktionsstromes durch die ein Magnetfeld durchfahrenden Räder zum Gegenstand.
Es gibt dafür zwei Möglichkeiten, und zwar entweder die Verwendung eines ^konstanten Magnetfeldes oder eines Wechselfeldes.
Die erste hat den Nachteil, daß ein zufällig im Magnetfeld stehenbleibendes Rad sowohl beim Einfahren als auch beim Ausfahren
einen Impuls erzeugt, der Kontakt also doppelt betätigt wird; überdies müßte das Feld sehr stark sein, um auf langsam
durchfahrende Räder zu reagieren, wodurch wiederum bei schneller Fahrt die Relais gefährdet
werden. Die zweite Möglichkeit ist wieder mit dem Nachteil behaftet, daß die
Stromversorgung der Streckenmagnete sehr schwierig ist, so daß solche Vorrichtungen
nur innerhalb von Bahnhöfen verwendet werden können; überdies müßte bei schnell fahrenden
Zügen ein Wechselstrom von mehr als 50 Perioden/Sek. verwendet werden, da bei
einem beispielsweise mit 100 km/Std. fahrenden Zug jeder Impuls nur etwa V125 Sek.
dauert.
Schließlich sind auch bereits Schienenkontakte bekanntgeworden, bei welchen die
Stromimpulse unmittelbar durch die unter
dem Achsendruck erfolgende Durchbiegung der Schiene ausgelöst werden, indem hierdurch
die Große eines mit der Schiene verbundenen Widerstandes verändert wurHe.
Einer der diesbezüglichen Vorschläge ging dahin, den, einen beweglichen Teil des Widerstandes
an der Schiene selbst und den anderen beweglichen Teil desselben mit dem Erdboden
zu verbinden. Diese Anordnung ist jedoch ίο unzuverlässig, weil infolge der sich mit der
Zeit einstellenden Änderung des Gleises oder des Bahnkörpers eine bestimmte Relativlage
der Schiene zum Erdboden auf die Dauer nicht vorhanden ist. Zur Vermeidung dieses
bereits früher erkannten Nachteils wurde vorgeschlagen, mittels eines verwickelten Hebelsystems
beide beweglichen Teile des veränderlichen Widerstandes durch dieSchienendurchbiegung
zu beeinflussen, den einen mehr, den anderen weniger. Durch das hierzu erforderliche
,Hebelsystem in Verbindung mit dem in dieses eingeschalteten großen Reibungswiderstand
erhält die ganze Einrichtung aber ein so hohes Maß an Trägheit, daß
.es zur Erzeugung sehr schnell aufeinanderfolgender Stromimpulse, wie sie zur Achsenzählung
nötig sind, ganz ungeeignet wird.
Gemäß dem anderen Vorschlag der obengenannten Art sollte der eine bewegliche Teil
eines Metalloxydul Widerstandes an zwei auseinander liegenden Punkten der Schiene und
der andere bewegliche Teil desselben an einem zwischen diesen beiden Punkten gelegenen
dritten Punkt der Schiene befestigt werden. Eine derartige Anordnung kann jedoch infolge
des äußerst geringen Maßes der Schienendurchbiegung nur in Verbindung mit den erwähnten sehr empfindlichen Metalloxydulwiderständen verwendet werden, jedoch ist
die Benutzung derartiger Widerstände wegen ihrer Unzuverlässigkeit und ihrer starken
Beeinflußbarkeit durch die Witterung in dem eine überaus hohe Sicherheit erfordernden
Bahnbetrieb unzweckmäßig. Dazu kommt noch, daß die zur Erzielung der bei Metalloxydulwiderständen
erforderlichen dauernden Anpressung der beiden Widerstandsteile gegeneinander notwendige, aus vielen Teilen
bestehende Konstruktion ebenfalls eine verhältnismäßig hohe Trägheit besitzt, die sie
für die Acnsenzählung ungeeignet mächt.
Die) obengenannten Nachteile sind nun beim Erfindungsgegenstand dadurch vermieden,
daß zur Änderung der Größe des Wider-Standes nicht die Schienendurchbiegung selbst
benutzt wird, sondern die durch diese Durchbiegung bewirkte Längenänderung des Schienenfußes, wobei die beiden gegeneinander
beweglichen Teile des Widerstandes nur an zwei voneinander entfernten Punkten
des Schienenfußes befestigt sind. Die bei der Durchbiegung der Schiene hervorgerufene
Längenänderung des Schienenfußes wird auf die beweglichen Teile des Widerstandes übertragen,
und diese Bewegung reicht zur merk- 6g liehen Änderung der Größe beliebiger Widerstände
aus, so daß hierdurch erst die zuverlässige Ausbildung derartiger Schienenkontakte
insbesondere für die Achsenzählung ermöglicht wird.
Als Widerstand wird zweckmäßig ein aus ein oder mehreren miteinander in loser oder
fester Berührung stehenden elektrisch mehr oder, weniger gut leitenden Teilen bestehender
Körper verwendet, dessen einzelne Teile durch die Verformung der Schiene gegeneinandergepreßt
werden. Ein solcher Widerstand kann beispielsweise aus miteinander in Berührung stehenden Kohle- oder Graphitplättchen
oder Kohle- oder Graphitkörnern bestehen oder aus einem druckempfindlichen Körper, dessen Druckänderungen Strom oder
Stromänderungen erzeugen.
Um eine Beschädigung des Widerstandes durch einen allzu hohen Achsdruck bzw. eine
allzu große Verformung der Schiene zu verhindern, kann man zwischen den Widerstand
und die Schiene elastisch nachgiebige Puffer (Gummi, Feder, Luftkissen) einschalten.
Ebenso· ist es zweckmäßig, zur Ausschaltung des Einflusses der Wärmedehnung zwischen
den Widerstand und die Schiene ein diese Wärmedehnung kompensierendes Organ einzusehalten.
Der Widerstand wird zweckmäßig in ein wasserdichtes Gehäuse eingeschlossen, wobei
man zwecks Vermeidung der Notwendigkeit der dichten Durchführung der Hebel durch
die Gehäusewandung die Anordnung so treffen kann, daß die beiden beweglichen Teile des
Widerstandes an je einer, gegenüberliegenden Gehäusewandung befestigt sind und der
Druck von außen durch die Gehäusewandung auf -den Widerstand übertragen wird. Um
den Widerstand noch besser gegen äußere Einflüsse zu schützen, kann das Gehäuse auch
mit öl gefüllt werden.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel des Schienenkontaktes gemäß der Erfindung
schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt den Schienenkontakt mit dem dazugehörigen Relais, und
Abb. 2 zeigt den veränderlichen Widerstand in vergrößertem Maßstab.
Der beispielsweise aus einzelnen Graphitplatten 1 bestehende Widerstand 2 ist an der
Unterseite einer Schiene 14 mittels eines Tragarmes 3 befestigt. In einiger Entfernung
vom Arm ist an der Unterseite der Schiene ein zweiter Arm 4 vorgesehen, weleher
einen Kontakt 5 trägt, dessen Spitze sich bei gerader Lage der Schiene gegen das
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oberste Graphitplättchen des Widerstandes legt. Das Widerstandsgehäuse 6 ist über eine
Stromquelle 7 an den einen Pol der Erregerwicklung eines Elektromagneten 8 angeschlossen,
dessen anderer Pol mit dem Kontakt 5 verbunden ist. Die Erregerwicklung eines zweiten mit dem Magneten 8 gleichachsigen
Magneten 9 ist unmittelbar ■ an die Stromquelle angeschlossen und dient zur Erregung
eines ständigen magnetischen Feldes. Die beiden Magnete wirken auf den Anker 10 ein,
welcher durch eine Feder 11 gegen den Kontakt 12 gezogen wird, welcher im Stromkreis
des beispielsweise eine Achszählvorrichtung betätigenden Elektromagneten 13 liegt.
Sobald ein Zug die mit dem Schienenkontakt versehene Schiene befährt, wird die
Schiene durch den Druck jedes einzelnen Rades 15 des Zuges durchgebogen. Infolge
der dadurch bewirkten Längung des Schienenfußes wird der Abstand zwischen den beiden
Befestigungsmitteln des Widerstandes vergrößert, und der Kontakt 5 wird vom obersten
Kohleplättchen des Widerstandes etwas abgehoben. Hierdurch vergrößert sich der Widerstand im Erregerstromkreis des Magneten
8, so· daß die Feder 11 den Stromkreis
des Magneten 13 schließen kann und das Zählwerk einen Impuls erhält. Dies wiederholt
sich bei jedem Rad des Zuges, so daß also durch die Vorrichtung die Achsen des Zuges einwandfrei gezählt werden, und zwar
völlig unabhängig von der Zuggeschwindigkeit.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Schienenkontakt, bestehend aus einem an der Schiene befestigten veränderlichen Widerstand, dessen Größe durch die unter dem Druck jeder Achse des Zuges erfolgenden Verformung der Schiene geändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß beide gegeneinander beweglichen Teile (25) des Widerstandes an zwei vorzugsweise beiderseits der Stelle der größten Durchbiegung der Schiene befindlichen Punkten des Schienenfußes befestigt sind und die die Änderung der Größe des Widerstarides hervorrufende Bewegung dieser Teile durch die bei der Durchbiegung der Schiene (14) sich ergebende Längenänderung des Schienenfußes bewirkt wird.
- 2. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Teile des Widerstandes in horizontaler Richtung beweglich angeordnet sind.
- 3. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß als veränderlicher Widerstand in an sich bekannter Weise ein Kohlensäulewiderstand - dient, dessen gegeneinander bewegliche Teile an zwei Punkten der Schiene befestigt sind.
- 4. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Widerstand und der Schiene ein elastisch nachgiebiger Puffer (Gummi oder Luftkissen, Feder) vorgesehen ist, der die Radstöße zwar dämpft, aber jeden einzelnen Stoß auf den Widerstand überträgt.
- 5. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Widerstand und die Schiene Mittel zur Ausgleichung der Wärmedehnung der Schiene eingeschaltet sind.
- 6. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand in ein wasserdichtes Gehäuse (6) eingeschlossen ist, durch dessen nachgiebige Wandungen die Schienenverformung auf den in seinem Inneren befindlichen Widerstand übertragen wird.
- 7. Schienenkontakt nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mit öl, Glycerin o. dgl. gefüllt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER90671D DE628453C (de) | 1934-05-25 | 1934-05-25 | Schienenkontakt fuer Gleisfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER90671D DE628453C (de) | 1934-05-25 | 1934-05-25 | Schienenkontakt fuer Gleisfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628453C true DE628453C (de) | 1936-04-04 |
Family
ID=7418408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER90671D Expired DE628453C (de) | 1934-05-25 | 1934-05-25 | Schienenkontakt fuer Gleisfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628453C (de) |
-
1934
- 1934-05-25 DE DER90671D patent/DE628453C/de not_active Expired
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