DE62379C - Apparat zum Abziehen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten - Google Patents

Apparat zum Abziehen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten

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DE62379C
DE62379C DENDAT62379D DE62379DA DE62379C DE 62379 C DE62379 C DE 62379C DE NDAT62379 D DENDAT62379 D DE NDAT62379D DE 62379D A DE62379D A DE 62379DA DE 62379 C DE62379 C DE 62379C
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Germany
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liquid
air
valve
filter
pistons
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62379D
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Original Assignee
H. MÜLLER in Neu:-tadt bei Stolpen
Publication of DE62379C publication Critical patent/DE62379C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/02Beer engines or like manually-operable pumping apparatus

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1891 ab.
Diese Erfindung hat den Zweck, das Verzapfen von Bier und sonstigen kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten aus, abgesehen von der Zapföffnung, fest verschlossenen Schenkfässern mit möglichst wenig Kohlensäureverlust, und zwar ohne Luft-, Kohlensäure- oder sonstigen Druck zu gestatten.
Um dies zu ermöglichen, verwendet man einen wie in Fig. 1 in der Vorderansicht im theilweisen Aufrifs und in Fig. 2 in der Seitenansicht dargestellten Apparat, von welchem die Fig. 3, 4, 5 und 6 Einzelheiten zeigen. Derselbe besteht aus einem durch ein Saugrohr s1 und eine Anstechtülle t mit dem Schenkfafs f in Verbindung stehenden Cylinder c, in welchem mittelst eines Hebelwerkes zwei Kolben 0 o1 von und gegen einander zu bewegen sind, sowie aus einem mit Watte ausgestopften Filter w, durch welches, wenn sich beim Abzapfen die Luft über dem Flüssigkeitsspiegel im Schenkfafs verdünnt, die zur zweckentsprechenden Aufhebung dieser Luftverdünnung nöthige Luft gereinigt in das Schenkfafs über den Flüssigkeitsspiegel einströmen kann.
Das Abzapfen mittelst dieses Apparates und das Einlassen der nöthigen Luft in das Schenkfafs geht in folgender Weise vor sich:
Durch Ziehen des Winkelhebels i aus der Stellung I in die Stellung II werden die Kolben 0 o1 infolge der IJeberiragung der Bewegung desselben mittelst der Verbindungsstange b, des Winkelhebels i1,' des Doppelhebels e auf die an die Kolbenstangen 0' o1' angreifenden Stangen nn1 aus einander bewegt und der Flüssigkeit gestattet, durch das Saugrohr s x unter Hebung des Saugventils s in den Cylinder einzutreten, um dann beim Wiederzurückbewegen des Wirikelhebels i in die Stellung I und Gegeneinanderbewegen der Kolben durch das Druckrohr d unter Hebung des Druckventils u nach dem Ausschankstutzen getrieben zu werden. Da sich nun infolge dieses Abzapfens die über dem Flüssigkeitsspiegel im Schenkfafs vorhandene Luft bei jedem Kolbengang immer mehr und mehr verdünnt, so würde es nicht möglich sein, sämmtliche in dem Schenkfafs enthaltene Flüssigkeit aus demselben abzuzapfen, wenn nicht wieder die nöthige Luft zur Aufhebung der Luftverdünnung in zweckentsprechender Weise in das Schenkfafs eingeführt würde.
Es ist deshalb bei diesem Apparat, um sämmtliche in dem Schenkfafs enthaltene Flüssigkeit abzapfen zu können, die Vorkehrung getroffen, dafs bei jedem Kolbengang, und zwar jedesmal ziemlich am Schlufs der Saugperiode, mittelst eines an dem Doppelhebel e sitzenden Daumens m ein an das Filter w sich anschliefsender Hahn α geöffnet wird (vergl. Stellung I mit II, Fig. i, 5 und 6), so dafs die nöthige Luft gereinigt durch das Filter und Rohr r, unter Hebung des Ventils v, nach der Anstechtülle t und durch diese in das Fafs einströmen kann.
Das Schliefsen des Hahnes α geschieht sofort beim Rückgang des Daumens m durch den sich an den Hahnkegel anschliefsenden Gewichtshebel g selbstthätig. Das Ventil ν ist in das Rohr r eingeschaltet, um ein Durchdringen moussirender, schäumender Flüssigkeit durch das Rohr r nach dem Filter w zu verhindern; im übrigen soll es auch dem übermäfsigen
Luftzutritt zu dem Schenkfafs entgegen steuern, indem es, aus einem schweren Einsatzteller bestehend, sich nur bei bedeutender Luftverdünnung im Fafs heben läfst.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Ein Apparat zur vollständigen Entleerung von Flüssigkeitsbehältern, welche, abgesehen von der Zapföffnung, dicht verschlossen sind, darin bestehend, dafs durch ein ein Kolbenpaar (οοΛ) in einem Cylinder (c) von und zu einander bewegendes Hebelwerk (i b i} e η nJ) jedesmal ziemlich in der Schlufsstellung der Kolben während der Saugperiode ein Ventil (a) geöffnet wird, so dafs durch dasselbe und durch ein Rohr (r) in einem Filter (w) gereinigte Luft unter Ueberwindung des Gewichtes eines Ventiles (v) in den Flüssigkeitsbehälter über den Flüssigkeitsspiegel strömen kann, um die durch Verdünnung der Luft über der abnehmenden Flüssigkeit hervorgerufene Spannung nach Bedarf aufzuheben. .
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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