DE25532C - Vorrichtung zum Anzapfen von Fässern durch Herausziehen des Verschlufszapfens mittelst Schraube bei luftdichtem Verschlufs - Google Patents
Vorrichtung zum Anzapfen von Fässern durch Herausziehen des Verschlufszapfens mittelst Schraube bei luftdichtem VerschlufsInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D3/00—Apparatus or devices for controlling flow of liquids under gravity from storage containers for dispensing purposes
- B67D3/04—Liquid-dispensing taps or cocks adapted to seal and open tapping holes of casks, e.g. for beer
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
J. B. KUTTENDREIER in MÜNCHEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1883 ab.
Beim Anzapfen von Lagerfässern mit Flüssigkeiten, die darin eine Gährung durchmachten,
mittelst eines gewöhnlichen Fafshahnes ergiebt sich der Uebelstand, dafs durch das Eintreiben
desselben in das Fafs die abgesetzte Hefe aufgerüttelt und so die Flüssigkeit getrübt wird.
Die wenigen Apparate, durch welche bisher versucht wurde, diesen Mifsstand zu beseitigen,
leiden noch an dem Mangel, dafs sie nicht ohne frühere, Zeit- und Kostenaufwand bedingende
Vorbereitungen am Fafs befestigt werden können. Der vorliegende Apparat zum Anzapfen der Fässer mit schäumenden Getränken
(insbesondere Bier) und zum Abziehen der letzteren in kleinere Fässer oder in Flaschen
kann dagegen ohne solche Vorbereitungen sofort und leicht befestigt werden, gestattet auch,
dafs Fässer mit schäumenden Getränken, namentlich mit Bier, angezapft werden können, ohne dafs
die Fässer gelüftet werden, wodurch nicht nur die Kohlensäure vollständig erhalten bleibt,
sondern auch eine Trübung des Inhalts infolge Aufsteigens von Kohlensäurebläschen, welche
beim Lüften des Fasses entstehen, und infolge hierdurch bewirkter Hebung lockerer Hefe vermieden
wird, und läfst endlich einen Flüssigkeitsverlust nicht stattfinden.
Dieser in Fig. 1 und 3 im Längenschnitt, Fig. 4 in Vorderansicht, Fig. 5 im Schnitt nach
A-B der Fig. 4 von oben und in Fig. 2 in Detailansicht des Schlüssels dargestellte Apparat
besteht aus folgenden Theilen:
Ein Cylinder α mit zwei oder mehr Dillen b zum Anschrauben zweier gewöhnlichen Abfüllhähne
oder eines solchen und eines Probirhähnchens ist in den unteren Ring eines Bügels c
mit Gummidichtung eingeschraubt, so dafs er mit ihm fest verbunden ist. Der Bügel ist
oberhalb des Cylinders so weit durchlocht, dafs er leicht über die Schraube d bezw. deren
Mutter gebracht werden kann, und hat am oberen Ende eine Flügelschraube e. An ihm
ist eine Platte f befestigt, die mit einer sich nach oben verengenden Durchlochung versehen
ist und oben mittelst der Schraube g und unten mit Ansatz in einer Nuth des Bügels geführt
wird. In dem Cylinder befindet sich ein mit Leder und Gummidichtung versehener Kolben h, der entweder, wie in Fig. 1, in eine
Mutterschraube mit starkem Holzgewinde ausgedreht oder, wie in der Variante Fig. 3,
massiv und in eine Holzschraube hl zugedreht
ist und mit seiner Führungsstange i aus einem Stück besteht. Letztere ist mit einem Gewinde
versehen und läuft in der Mutter k.
Bei der Anwendung des Apparates wird in bemessenem Abstande vom Fafszapfen oberhalb
desselben ein Loch in den Fafsboden gebohrt, dann mittelst des Schlüssels, Fig. 2, die Befestigungsschraube
d eingeschraubt und, nachdem die Platte f aufwärts geschoben ist, so
dafs ihre Durchlochung mit der des Bügels congruirt, der Apparat an die Schraube d bezw.
an den Fafszapfen gebracht, dann die Platte / wieder abwärts geschoben, so dafs schliefslich
durch Anziehen der Mutter d mittelst des Schlüssels der Apparat fest an dem Fafsboden
angebracht ist und der Gummiring am Bügel
durch Druck auf ihn luftdicht abschliefst. Die Flügelschraube e dient zur Regulirung der parallelen
Richtung des Bügels mit dem Fafsboden. Hierauf öffnet man die Luftschraube / des Cylinders,
und nachdem man den Schlüssel, Fig. 2, an die Führungsstange i angesteckt hat,
wird durch Drehen derselben die Mutterholzschraube h an den Fafszapfen gedreht, so dafs
sie ihn fest umfafst, worauf durch Gegenbewegung mittelst Drehens der Mutter k der Kolben
zurück- und der Fafszapfen herausgezogen wird. Sobald die im Cylinder befindliche Luft entwichen
ist, wird die Schraube / geschlossen.
Die gleiche Manipulation findet bei der in Fig. 3 gezeigten Variation des Kolbens h statt;
jedoch wird vor der Anbringung des Apparates am Fafs um den Zapfen ein Ring m gesteckt,
und die Schraube hx bohrt sich in den
Zapfen. Letztere Construction des Kolbens ist besonders von Vortheil, wenn der Fafszapfen
so weit im Fafs steckt, dafs er beinahe oder vollständig an der Aufsenseite mit dem Fafsboden
eben liegt, oder zum Herausziehen von Fafskorken. Uebergrofse Fafszapfen können durch einen beliebigen einfachen Zapfenschneider
auf den " passenden Umfang zugeschnitten werden. Fig. ι zeigt den Kolben und Fafszapfen
vor dem Beginn des Herausziehens, Fig. 3 den vom Kolben bezw. von seiner Schraube gefafsten und Fig. 5 den herausgezogenen
Zapfen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Anzapfapparat, welcher aus einem mittelst einer einzigen Schraube d in Verbindung mit dem Bügel c und der Platte f am Fafs luftdicht befestigten Cylinder α und einem in diesem liegenden, durch die Führungsstange bezw. Schraube i und Mutter k bewegten Kolben h besteht, der entweder in eine Mutterschraube oder in eine Spitzschraube Ä1 zum Fassen des Verschlufszapfens oder Korkes endigt und wobei das Herausziehen des einen oder anderen unter luftdichtem Verschlufs geschieht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25532C true DE25532C (de) |
Family
ID=301973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25532D Active DE25532C (de) | Vorrichtung zum Anzapfen von Fässern durch Herausziehen des Verschlufszapfens mittelst Schraube bei luftdichtem Verschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25532C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3444443A1 (de) * | 1984-12-06 | 1986-03-20 | Hans 5253 Lindlar Vogt | Bierfassluefter mit abdrueckvorrichtung |
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