DE62051C - Bremsschuh mit einer die Reibungsfläche bildenden keilförmigen Einlage - Google Patents

Bremsschuh mit einer die Reibungsfläche bildenden keilförmigen Einlage

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Publication number
DE62051C
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DE
Germany
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wedge
brake shoe
wheel
shaped insert
friction surface
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62051D
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English (en)
Original Assignee
J. DES GEORGES in Lyon, 44 Place de la Republique
Publication of DE62051C publication Critical patent/DE62051C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D49/00Brakes with a braking member co-operating with the periphery of a drum, wheel-rim, or the like
    • F16D49/16Brakes with two brake-blocks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegender Schuh besteht aus einem Keil mit ebenen oder krummen Flächen, der in einem Lager gleitet, das wie die gewöhnlichen Schuhe dem Rad genähert oder von demselben entfernt werden kann. Dieser Keil, der sich also bei der Annäherung des Lagers an den Radreifen des Rades anlegt, ist derart eingerichtet, dafs die Reibung des Rades ihn in der Richtung seiner Keilfläche mitzieht, während eine Feder ihn nach der entgegengesetzten Richtung treibt.
Die Handhabung der Bremse beschränkt sich also darauf, dafs man den Schuh in Berührung mit dem Rad bringt und dadurch eine Reibung hervorruft, die grofs genug ist, um die Wirkung der Feder zu überwinden, die bestrebt ist, den Keil vom Rade abzuziehen. Es richtet sich also die Bremsung nach der Geschwindigkeit, denn genau im Verhältnifs zu derselben verschiebt sich der Keil zwischen Lager und Rad bis zur gänzlichen Hemmung des letzteren.
Da auf diese Weise die Handhabung der Bremse bedeutend weniger Kraftanstrengung erfordert, so genügt dazu ein Fufstritt, den man .unterhalb des Kutschers oder Schaffners anbringt, um das Fahrzeug im Fall der Gefahr zum Stillstand zu bringen. Selbstverständlich kann man dazu auch alle möglichen anderen Mittel anwenden, wie Schrauben, Hebel etc.
Die Zeichnung zeigt einige Anwendungsarten dieses Systems.
Die Fig. 1 bis 4 stellen einen Bremsschuh mit gerader Keilfläche dar, der aus einem Gehäuse B und einem Keil C besteht, welcher in einer schwalbenschwanzförmigen Rinne der Vorderfläche des Gehäuses läuft. Der Keil wird in seinem Hub von einer oder mehreren Federn aufgehalten, die, im Gehäuse B sitzend, auf die am Keil befindliche Nase D wirken.
Das Lager B ist mit dem Bremsmechanismus durch einen Zapfen A verbunden, auf dem es etwas schwingen kann, um das Anlegen des Keiles auf seiner ganzen Länge zu sichern.
In Fig. ι steht der Schuh zurück, während zugleich der Keil durch die Feder zurückgeschoben ist. Wenn nun auch durch die Einwirkung auf den Fufstritt, auf die Schraube oder auf irgend ein beliebiges Glied der Schuh dem Rad genähert wird, wird doch die daraus entstehende Reibung anfangs nicht grofs genug sein, um den Widerstand der Federn zu bewältigen, und der Schuh wird wie eine gewöhnliche Bremse wirken. Sobald man aber den Druck vergröfsert, wird die Reibung die Oberhand über die Federspannung gewinnen, der Keil wird, wie in Fig. 4 ersichtlich, hineingezogen und wird sich mehr und mehr zwischen Gehäuse und Rad keilen, bis er einen vollständigen Stillstand des letzteren herbeiführt. Damit diese Keilung ihre ganze Kraft ausüben kann, mufs man dafür sorgen, dafs das Lager des Keiles nicht zurück zu gehen vermag. Diese Bedingung wird natürlich erfüllt, wenn man eine Schraube zur Annäherung des Schuhes benutzt; wirkt man aber auf den Schuh mittelst eines Hebels oder eines Fufstrittes ein, was am häufigsten geschehen wird, so mufs man das Zurückgehen des Lagers durch eine am Hebel oder Fufstritt angebrachte Hemmung verhüten.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, in welcher Weise der Fufstritt für dieses Bremssystem nutzbar gemacht werden kann.
Die Schuhe B sitzen auf Hebeln E, die auf den Enden der quer laufenden Welle F aufgekeilt sind; letztere ist durch eine Lenkstange G mit dem Fufstritt P verbunden, der sich unter dem Fufse des Kutschers befindet. Infolge eines Druckes mit dem Fufs senkt sich der Fufstritt und hakt sich nach und nach in die Zähne der kreisförmigen Zahnstange H ein, die ihn dadurch am Zurückgehen hindert und den Schuhen bei deren Einkeilen als Stützpunkt dient.
Die Zahnstange H ist in / gelenkig gelagert und wird durch die Feder / in den am Fufstritt befindlichen Zahn eingelegt. Will man also die Bremse aufser Thätigkeit setzen, so braucht man sich nur mit der Ferse gegen den Kopf der Zahnstange zu stemmen, um den Fufstritt freizulegen, der dann sofort unter der Einwirkung der Feder K in die Höhe geht und die Schuhe mit zurückzieht.
In Fig. 6 ist ein Schuh dargestellt, der dem vorhergehenden ganz ähnlich ist, nur dafs der Keil in krummer Linie verläuft.
Fig. 7 zeigt einen vollständig kreisförmigen Keil, der um eine Achse A drehbar ist und durch eine spiralförmige Feder R bethätigt wird. Es ist leicht einzusehen, dafs diese Schuhe genau wie die anderen wirken, indem sie sich zwischen Rad und Lager einkeilen.
Die soeben beschriebenen Anordnungen müssen in ihrer Form der Gestalt und dem Gewicht des Wagens angepafst werden und werden verschieden ausfallen, je nachdem der Wagen für maschinelle oder thierische Zugkraft gebaut ist und auf Schienen oder auf einer Strafse läuft. Die Verschiebung der Schuhe kann auch mittelst Dampfkraft, Elektricität, comprimirter Luft oder hydraulischer Uebertragungen erfolgen. Die Feder R, die zur Spannung des Keiles dient, kann auch durch eine hydraulische Feder, comprimirte Luft oder durch irgend ein anderes Mittel ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bremsschuh mit einer die Reibungsfläche bildenden keilförmigen Einlage C, welcher, durch eine beliebige Vorrichtung an das Rad angeprefst, wie ein gewöhnlicher Bremsschuh wirkt, wohingegen die keilförmige Einlage G nach Ueberwindung des Druckes einer dem Drehungssinne des Rades entgegengesetzt auf dieselbe wirkenden Feder R durch die Drehung des Rades fester angezogen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62051D Bremsschuh mit einer die Reibungsfläche bildenden keilförmigen Einlage Expired - Lifetime DE62051C (de)

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