DE38435C - Neuerung an Fahrrädern - Google Patents
Neuerung an FahrrädernInfo
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- DE38435C DE38435C DENDAT38435D DE38435DA DE38435C DE 38435 C DE38435 C DE 38435C DE NDAT38435 D DENDAT38435 D DE NDAT38435D DE 38435D A DE38435D A DE 38435DA DE 38435 C DE38435 C DE 38435C
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- wheels
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- friction wheels
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62K—CYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
- B62K17/00—Cycles not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
ULR. R. MAERZ in BERLIN. Neuerung an Fahrrädern.
Die vorhandenen beiden gleich grofsen Laufrä'der A und B von bedeutendem Durchmesser
können sich lose auf den Endzapfen der gekröpften Achse C drehen. Der Sitz D
der auf diesem Fahrrad fahrenden Person und das Triebwerk für die Laufrä'der befinden sich
auf einem Gestell aus zwei Seitenstücken E und E1, welche durch die beiden Verbindungen
m und η mit einander vereinigt sind. Jedes der aus dünnem Winkeleisen gebogenen
Gestellseitenstücke E E1 hat im wesentlichen die Gestalt eines Dreiecks mit einer nach
unten gerichteten schwanzartigen Gabel. Die Gabelschenkel sind den hinabgehenden Schenkeln
c cl der gekröpften Achse C parallel und
schliefsen diese zwischen sich ein, so dafs die Gestellseiten auf den Schenkeln c cl prismatisch
verschiebbar geführt sind.
Zur Verbindung des Triebwerkes mit den Laufrädern sind Keil- und Nuthenreibräder in
Anwendung gekommen. Ein Nuthenreibrad f sitzt fest an der Nabe jedes Laufrades, mit
dieser innig zu einem Constructionsstück verbunden, und in den drei oberen Ecken der
Dreieckgestellstücke E E \ befinden sich mit den Laufräderzapfen parallele Drehachsen, um
welche die Keilreibräder g und h und g·1
und h1 sich drehen können. Auf jeder Gestellseite sind diese Räder durch einen Schnurtrieb
i zur gleichartigen Umdrehung mit einander verbunden.
Für die beiden Keilreibräder g und g'
bestehen die Drehachsen aus einzelnen in den Gestellseitenecken festgemachten Zapfen, um
welche die Räder sich lose drehen.
Für die Keilreibräder h und h1 besteht die
gemeinsame Drehachse aus einer zweimal gekröpften Krummzapfenwelle k, die von einer
Gestellseite zur anderen durchgeht und in den entsprechenden Gestellseitenecken ihre Lager
fest liegen hat.
Auf der Gestellverbindung η ruht auf geeigneten Federn / der Sitz D, und an der Verbindung
m ist eine Lehne für den Nacken der fahrenden Person befestigt. Unter vorgreifende
Schultervorsprünge m : an der gepolsterten
Lehne kann die fahrende Person ihre Schultern stemmen und so im Nothfall
für die Fahrleistung die ganze Gewalt entwickeln, welche ein aus den wenig gebeugten
Knieen sich aufrichtender Mensch zwischen Füfsen und Schultern auszuüben vermag.
Die Fufstritte ο und ο 1 sitzen an den
Führungshebeln ρ bezw. pl, welche ihren
Drehstützpunkt auf der Verbindung η haben. Das andere Ende dieser Hebel steht mit
Drehzapfen durch die Pleuelstangen q und qλ
mit den beiden Kurbelzapfen der Krummzapfenwelle k in Verbindung.
Durch wechselweises Treten auf die Tritte wird die Krummzapfenwelle k umgedreht, und
die mit ihr sich bewegenden Keilreibräderpaare h g und /z1 g1 nehmen die Nuthenreibräder
f und fl in die Drehung mit, denn jene Räder werden in die Umfangsnuthen der
letzteren Räder durch das Gewicht des Triebwerkes, des Gestelles und der fahrenden
Person hineingedrückt. Dieses Gesammtgewicht ist also gestützt auf die Zapfen der Keilreibräder
und durch diese wieder auf die Naben der Laufräder.
Es rollen nun beim in Gang zu setzenden Fahrrad die Keilreibräder oben zunächst etwas
auf den Umfangsnuthen der Räder f nach hinten. Dadurch wird unten der Gesammtschwerpunkt
von Triebwerk, Gestell und Person, der natürlich möglichst tief unter der Laufräderachse liegen mufs, nach vorn verschoben,
und es entsteht somit an den Naben der Laufräder ein Drehmoment aus der Last und dem entstandenen Abstand des Schwerpunktes
von der lothrechten Ebene, in welcher die Laufräderachse liegt. Dies Drehmoment veranlafst die Laufräder, nach vorn zu rollen.
Bei dem im Beharrungszustande seiner Bewegung befindlichen Fahrrad werden die Keilreibräderpaare
immer um so viel aus ihrer Ruhelage nach hinten in die Umfangsnuthen
der Reibräder f gerückt sein, dafs das soeben gekennzeichnete Lastdrehmoment dem zu überwindenden
gesammten Reibungsmoment beim Fahren entspricht.
Neben jedem Nuthenreibrady sitzt nach innen fest an jeder Laufradnabe ein Bremsscheibenkranz
r r1. Der Fahrende hat in jeder Hand eine Handhabe s s1 und jede letztere befindet
sich an einer Stange ff1. An jeder Gestellseite
ist eine dieser Stangen unten in der Verbindung η und oben mitten zwischen den
Achsen der Rader g und h in prismatischer
Führung festgehalten.
Zieht der Fahrende an den Handhaben diese Stangen in die Höhe, so wirkt er damit auf
je ein Kniegelenkpaar u und prefst damit auf jedem Bremsscheibenkranz zwei symmetrisch
zu den Stangen sitzende Bremsklötze v. Letztere haben nach der Zeichnung sechseckige Form.
Mit kräftigerem Anzug der Handhaben wird das gesammte Lastgewicht auf diese Bremsklötze
und auf die Bremskränze gestützt, und die Kniegelenke heben die Keilreibräder g
und h nur sehr wenig, aber doch so viel von den Nuthenreibrädern f ab, dafs eine Bewegungsübertragung
nicht mehr stattfindet. Das Triebwerk könnte jetzt selbst weiter in
Umlauf erhalten werden, das Fahrrad bleibt durch die kräftige Anziehung beider Bremsen
stehen. Durch den letzten Rest der Laufräderdrehung wird durch die Bremsstützung das
Gestell oben nach vorn bewegt, und dadurch wird das treibende Drehmoment an den Laufrädernaben
auch sofort ^aufgehoben.
Zieht der Fahrende aber nur an einer der beiden Bremsvorrichtungen, so hindert er damit
nur weniger oder mehr den Betrieb des einen entsprechenden Laufrades bis zu dessen
vollständigem Stillstande, während das andere" Laufrad durch das im Lauf erhaltene Triebwerk
weiter rollt und somit das Fahrrad um das gebremste Laufrad herumschwenkt. Man kann so je nach der Kraft, mit der man eine
solche einseitige Bremsung ausführt, in grofsen oder kleinen Curven herumfahren.
Claims (2)
- Patent-Anspruch:ι . An Fahrrädern mit zwei auf einer Achse angeordneten Laufrädern das Aufhängen des Gestells mit Triebwerk und Personensitz an den Achsen von Reibrädern, die sich auf Reibräder stützen, welche fest mit den Laufrädern verbunden sind.
- 2. An der vorstehend. unter i. geschilderten Anordnung die einseitige oder beiderseitige Auslösung der Reibräder von einander zu dem Zwecke, um das Lenken und Anhalten des bewegten Fahrrades dadurch zu be-. wirken, dafs die auf den Reibrollenzapfen lagernde Last auf an den Laufrädern achsial befindliche Bremsräder übertragen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38435C true DE38435C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=314135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38435D Expired DE38435C (de) | Neuerung an Fahrrädern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38435C (de) |
-
0
- DE DENDAT38435D patent/DE38435C/de not_active Expired
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