DE617237C - Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren primaerer oder sekundaerer Pyrazolonamine - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren primaerer oder sekundaerer Pyrazolonamine

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DE617237C
DE617237C DEI48772D DEI0048772D DE617237C DE 617237 C DE617237 C DE 617237C DE I48772 D DEI48772 D DE I48772D DE I0048772 D DEI0048772 D DE I0048772D DE 617237 C DE617237 C DE 617237C
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DE
Germany
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pyrazolone
amines
acids
acid
formaldehyde
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Expired
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DEI48772D
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English (en)
Inventor
Dr Max Bockmuehl
Dr Leonhard Stein
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von w-Methylsulfonsäuren primärer oder sekundärer Pyrazolonamine Bekanntlich entstehen durch Einwirkung von Aldehyden und schwefliger Säure auf aromatische Amine die co-Alkylsulfonsäuren aromatischer Amine. Man hat die gleichen Säuren aus den durch Kondensation aromatischer Amine mit Aldehyden. und Alkalibisulfit entstehenden Alkalisalzen der co-Aminometbansufosäunen durch Ansäuern gewonnen. Die Abtrennung dieser Säuren ist trotz ihrer großen Zersetzlichkeit durch ihre Unlöslichkeit oder Schwerlöslichkeit in Wasser ermöglicht. Die Übertragung der genannten Verfahren auf die Amine der Pyrazolonreihe hat bisher zu keinem Erfolg geführt, da die co-Aminoalkylsulfonsäuren dieser Reihe in Wasser "aüBerordentlich löslich sind. Infolge der Wasserlöslichkeit der Säuren und ihrer großen Zersetzlichkeit, welche bereits kurz nach dem Ansäuern der Lösungen ihrer Salze durch Geruch von schwefliger Säure erkennbar ist, sind Verfahren zur Abtrennung der freien Säuren bisher noch nicht bekanntgeworden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Aminomethylsulfonsäuren der Pyrazolonreihe aus den zugehörigen - Aminen mit Formaldehyd und schwefliger Säure oder den Salzen der entsprechenden Aminomethylsulfosäuren durch Ansäuern in fester Form dadurch gewinnen kann, daß man in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln unter völligem oder teilweisem AusschluB von Wasser arbeitet. Als organische Lösungsmittel kommen beispielsweise niedere Alkohole und Ketone in Betracht. Wenn die Aminomethylsulfonsäure in dem für die Darstellung benutzten organischen Lösungsmittel leicht löslich ist, kann auch in einer beliebigen Phase des Verfahrens ein zweites organisches Lösungsmittel, wie Äther u. a., Verwendung finden.
  • Man kann das Verfahren beispielsweise so ausführen, daß man das betreffende Amin in Alkohol löst, die molekulare Menge schweflige Säure einleitet und darauf die molekulare Menge Formaldehyd zugibt. Nach dem Animpfen kristallisieren dann meistens die neuen Säuren aus. Andernfalls kann man durch Zusatz von Äther oder anderen Lösungsmitteln die Abscheidung herbeiführen. Für-die Ausführung des Verfahrens ist die Reihenfolge bei dem Zugeben der Umsetzungsteilnehmer ohne Bedeutung. Man kann also sowohl die zunächst hergestellten Aminsulfite mit dem Formaldehyd umsetzen, als auch die Amine gleichzeitig mit dem Formaldehyd und schwefliger Säure zur Umsetzung bringen. Auch kann man zunächst die aus den Aminen mit dem Formaldehyd darstellbaren Schiffschen Basen bzw. die Methylenbisverbindungen der Amine mit schwefliger Säure in die zugehörigen Methylsulfonsäuren überführen, wobei man in letzterem Falle zur völligen Umwandlung des Amins in die MethyIsulfonsäure ein weiteres -Mol Formaldehyd hinzugibt. Mit gleichem Erfolg. kann man von den aus den entsprechenden Aminen mit Formaldehyd und Bisulfitalka@i dargestellten bekannten Alkalisalzen der Aminomethylsulfonsäuren von Pyrazolonaminen (s. z. B. Patentschrift 421 505) ausgehen und diese unter den oben gekennzeichneten Bedingungen ansäuern.
  • Das Verfahren der Darstellung bietet in mehrfacher Hinsicht Vorteile: Es bietet für die Technik Schwierigkeiten, die MonoalkylaminopyrazoIone, wie sie zur Darstellung von Heilmitteln Verwendung finden, in reiner Form zu erhalten, da die sekundären Basen leicht mit tertiären und primären Basen verunreinigt sind. Das vorliegende Verfahren schafft die Möglichkeit, die MethyIsulfonsäuren der gewünschten sekundären Basen unmittelbar aus einem rohen Amingemisch abzutrennen. Kondensiert man beispielsweise das Rohprodukt von 4=Methylamino-i-phenyl-2"3-dimethylpyrazolon, welches neben dem sekundären Amin noch, primäres und tertiäres Amin enthält, mit .Formaldehyd und schwefliger Säure in alkoholischer Lösung, so fällt sehr bald die verhältnismäßig schwerer lösliche- .w-1Methansulfönsäüxe --des -q.LMetlTylaminopyräzolons aus; während die homologe Verbindung und die- -tertiäre Base in Lösung bleiben. Da die ü)-Aminomethansülfonsäuren mit Alkali leicht in ihre Salze überführbar sind, gelingt es also leicht, ausgehend von einem Amingemisch der 4-Aminopyrazolone zu Chemisch.; reinen Salzen der a)-Methansulfonsäure sekundärer Pyrazolonamine zu gelangen.
  • Ferner sollen die nach dein neuen Verfahren erhältlichen Aminomethansulfonsäuren zur Darstellung neuer Heilmittel Verwendung finden: - Beispie;Ie 1.219 g 1-PhenyI-2, 3-dimethyl-4-methylamino-5-pyr azolon werden in iooo ccm absolutern Alkohol gelöst und nach Zugabe von 75 ccrn 4o °/oigem Formaldehyd 64 g schweflige Säure unter Kühlung eingeleitet. Beim Abkühlen kristallisiert nach einiger Zeit die i-Phenyl-2, 3-dim:ethyl-4-methylamino - 5- - pyrazolon-4-methansulfonsäure. Diegutkristallisierte Säure wird abgesaugt und mit wenig Alkohol nachgewaschen. Ausbeute fast quantitativ. Zersetzungsprodukt 131 bis 132o.
  • a. 2i9 g i-Phenyl-2, 3-dimethyl-q.-methylamino-5-pyrazolon werden in iooo ccm Aceton gelöst und in die Lösung unter Kühlung 64 g schweflige Säure eingeleitet. Nach Zusatz von 75 Ccm -4o°/oigem. Formaldehyd kristallisiert beim Animpfen die nach Beispiel i erhaltene Methansulfonsäure in fast quantitativer Ausbeute aus. Die erhaltene Säure schmilzt unter Zersetzung bei 131 bis i32°.
  • Die näch Beispiel i und 2 erhaltene Methansulfonsäure läßt sich mit Natronlauge in das entsprechende Natriumsalz überführen. In ähnlicher Weise entstehen die Magnesium-und Calciumsalze.
  • 3. 147 g i-Phenyl-2, 3-dimethyl-4-benzylamino-5-pyrazolon werden in iooo ccm absolutem Alkohol gelöst und unter Kühlung mit 38 ccm 4o °/oigem Formaldehyd versetzt. Unter weiterer Kühlung werden 32 g schweflige Säure eingeleitet. Nach einiger Zeit kristallisiert in einer Ausbeute von 9o °J, die i-Phenyl-. 2, 3 - dimethyl - 4 - benzylamino - 5 -pyrazolon-4-methansulfonsäure aus. Die Säure zersetzt sich bei 133°.
  • 4. 35 g 1-Phenyl-2, 3-dimethyl-4-methylamino-5-pyrazolon-4-methansulfonsaures Natrium werden in Zoo ccm Alkohol verteilt unJ mit ioo g einer 3,6 °/oigen alkoholischen Salzsäure -versetzt. Nach erfolgter Umsetzung wird filtriert, wobei nach kurzer Zeit die nach Beispiel i und -, erhaltene Methansulfonsäure auskristallisiert. -Zersetzungspunkt 131 bis 1320. - -5. 459 i-'CYclohexyl-z,3-dimethyl-4-methylainino-5-pyrazolon, dargestellt nach Patent Eil 003, werden in 25o ccm absolutem Alkohol gelöst, mit 15 ccm -40 °joigem Formäldehyd versetzt und in die Lösung unter Kühlung i3 g schweflige Säure eingeleitet. Auf Zusatz von Äther kristallisiert i-Cy clohexyl-2, 3-dimethyl-4-methylamino-5-pyrazo-1on-4-methansalfonsäure vom Zersetzungspunkt 153 bis 1-5q.° aus.- Ausbeute 9o °l0.
  • 6. 223 g q., ¢'-Methyl@enbis-t-phenyl-2, 3-dimethyl - 4 - methylamino - 5 - pyrazolon und 3.7,5 ccm 4oo11oiger Formaldehyd werden in iooo ccm Alkohol gelöst und in die abgekühlte Lösung 64g schweflige Säure eingeleitet. Nach kurzer Zeit kristallisiert die nach Beispiel i und 2 beschriebene i-Phenyl-2 3-dimethyl-4- methylamino-5-pyrazolon-4-metliansulfonsäure aus. Ausbeute quantitativ. Zersetzungspunkt 131 bis 132°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von co-Methylsulfonsäuren primärer oder sekundärer Pyrazolonainine durch Umsetzung der Pyrazolonamine mit Formaldehyd und schwgfliger Säure oder durch Ansäuern der pyrazolonarünoalkylsulfosauren Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von organischen- Lösungsmitteln -unter völligem oder teilweisem Ausschluß von Wasser arbeitet.
DEI48772D 1934-01-14 1934-01-14 Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren primaerer oder sekundaerer Pyrazolonamine Expired DE617237C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749305C (de) * 1941-02-05 1944-11-21 Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren von Tetrahydrochinolinbasen
CN109897002A (zh) * 2017-12-07 2019-06-18 武汉武药制药有限公司 1-苯基-2,3-二甲基-4-甲氨基吡唑啉-5-酮-n-甲基磺酸镁六水合物的制备

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749305C (de) * 1941-02-05 1944-11-21 Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren von Tetrahydrochinolinbasen
CN109897002A (zh) * 2017-12-07 2019-06-18 武汉武药制药有限公司 1-苯基-2,3-二甲基-4-甲氨基吡唑啉-5-酮-n-甲基磺酸镁六水合物的制备
CN109897002B (zh) * 2017-12-07 2022-06-17 武汉武药制药有限公司 1-苯基-2,3-二甲基-4-甲氨基吡唑啉-5-酮-n-甲基磺酸镁六水合物的制备

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