CH184875A - Verfahren zur Darstellung von omega-Methylsulfonsäuren primärer oder sekundärer Pyrazolonamine. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von omega-Methylsulfonsäuren primärer oder sekundärer Pyrazolonamine.

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CH184875A
CH184875A CH184875DA CH184875A CH 184875 A CH184875 A CH 184875A CH 184875D A CH184875D A CH 184875DA CH 184875 A CH184875 A CH 184875A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     omega-Methylsulfonsäuren    primärer oder sekundärer       Pyrazolonamine.            Bekantlich    entstehen durch     Einwirkung     von Aldehyden     und        schwefliger        .Säure    auf  aromatische Amine die     omega-Alkylsulfon-          säuren        aromatischer        Amine.    Man hat die  gleichen Säuren aus den durch     Kondensation          aromatischer    Amine mit Aldehyden     und    Al  kalibisulfit     

  entstehenden        Alkalisalzen    der       omega-Aminomethansulfonsäuren    durch An  säuern gewonnen. Die     Abtrennung    dieser  Säuren ist trotz ihrer grossen     Zersetzlichkeit          dureh    ihre     Unlöslichkeit    oder Schwerlöslich  keit in Wasser     ermöglicht.    Bei der     Über-          tragung    der genannten Verfahren auf die  Amine der     Pyrazolreihe    konnten bisher die       omega-Methansulfonsäuren    nicht isoliert wer  den.

   Die     omega    -     Aminoalkylsulfonsäuren     dieser     Reihe    sind in     Wasser    ausserordentlich  löslich und zersetzen sich bereits kurz nach  dem Ansäuern der Lösungen ihrer Salze,     was     durch den     Geruch    von schwefliger Säure er  kennbar ist.

           Es        wurde        nun    gefunden, dass man die       Aminomethylsulfonsäuren    der     Pyrazolonreihe     in     fester    Form     gewinnen    kann, wenn man  die     Pyrazolonamine,        Formaldehyd        und     schweflige Säure in Gegenwart eines orga  nischen     Lösungsmittels    bei einem     Wasser-          gehalt,des        Reaktionsgemisches    von     höchstens     5 % aufeinander einwirken     lässt:

      Es können  so     zum        Beispiel        Methansulfonsäuren    der       PyrazoIonamine,    die die     Aminogruppe    in 4  Stellung tragen, besonders solche der all  gemeinen Formel  
EMI0001.0054     
           worin        R,    für einen sechsgliedrigen     aroma-          tischen    oder     hydroaromatischen    Kohlen  wasserstoffrest,     R2    für     Methyl    oder einen  sechsgliedrigen hydroaromatischen Kohlen  wasserstoffrest und     R3    für     Wasserstoff,

            Alkyl    oder einen     sechsgliedrigen    aroma  tischen oder     hydroaromatischen    Kohlenwas  serstoffrest stehen, in     fester    Form erhalten  werden, zum Beispiel     1-Phenyl-2i,3-dimethyl-          4        -methylamino-    5     -pyrazolon-4-methansulf        on-          säure,        1-Cyclohegyyl,2,,3-idimethyl-4-methyl-          amino-5-pyrazolon-4-methansulfonsäure,        1-(4-          methylcyclohegyl)    - 2,

  3     -dimethyl    -4-     methyl-          amino-5-pyrazolon-4-methansulfonsäure,        1-          para-Tolyl-        2,3        -dimethyl=4-methylamino-    5     -          pyrazolon-4-methansulfonsäure,        1-Phenyl-2-          cyclohegyl    - 3     -methyl    -4     -'methylamino-        5-pyr-          azolon-4-methansulfonsäure,    1-P.henyl-2-(4       inethyl-cyclohegyl)

  -3-methyl-4-methylamino-          5-pyrazolon-4-methansulfonsäure,        1-Plienyl-          2   <B>2</B>     ,3        -dimethyl-4-äthylamino-5-pyrazolon-4-me-          thansulfon.säure,        1-Phenyl-2;

  3-dimethyl-4-          phenylamino    - 5 -     pyrazolon    - 4 -     methansulf        on-          säure,        1-Cyclohegyl-2,3-.dimethyl-4-amino-5-          pyrazolon-4-methan.sulfonsäure.    Als organi  sche     Lösungsmittel    kommen     beispielsweise     niedere Alkohole und     Ketone,        wie    Methyl  alkohol,     Äthylalkohol,        Propylalkohol,        Iso-          propylalkohol,        Aceton,

          Methyläthylketon,     ferner Essigester und Benzol in Betracht.  Wenn     .die        Aminomethylsulfonsäure        in    dem  für die Darstellung benutzten     organischen          Lösungsmittel    leicht löslich ist, kann auch  in einer beliebigen Phase des Verfahrens ein  zweites     organisches    Lösungsmittel, in wel  chem sie schwer löslich     ist,    wie Äther und  andere,     Verwendung    finden:

         Man    kann das Verfahren beispielsweise  so     ausführen"dass    man das betreffende Amin  in Alkohol löst, die molekulare Menge  schweflige Säure einleitet und darauf die  molekulare Menge Formaldehyd zugibt. Nach  dem     Animpfen    kristallisieren     dann    meistens  die Säuren     aus.        Andernfalls    kann man durch  Zusatz von Äther oder andern     Lösungs-          mitteln    die     Abscheidung    herbeiführen. Für  die     Ausführung    des Verfahrens ist die         Reihenfolge    bei dem Zugeben der Um  setzungsteilnehmer ohne Bedeutung.

   Man  kann also sowohl die zunächst     hergestellten          Aminsulfite        mit    dem Formaldehyd um  setzen, als auch die Amine gleichzeitig     mit     dem Formaldehyd und schwefliger Säure zur  Umsetzung bringen.

   Auch kann man zu  nächst die aus den Aminen mit dem Form  aldehyd darstellbaren     Schiffschen        Basen          bezw.    die     Methylenbisverbindungen    :der  Amine mit schwefliger Säure in die zugehö  rigen     Methylsulfonsäuren        überführen,    wobei  man in letzterem Falle zur völligen Um  wandlung des Amins in     .Methylsulfonsäure     ein     weiteres    Hol     Formaldehyd        hinzugibt.          Dabei    ist es     zweckmässig,

          mit    in Wasser  mischbaren Lösungsmitteln zu arbeiten.  



  Wichtig für das Verfahren ist es, dass  keine     nennenswerte    Menge von Wasser zu  gegen ist. Bei der Umsetzung der     Pyrazolon-          amine    mit Formaldehyd und schwefliger  Säure lässt sich die Anwesenheit von Wasser  nicht ganz vermeiden, da der Formaldehyd  in wässeriger Lösung zugegeben werden  muss. Die Menge des Wassers in :dem Ge  samtvolumen des Reaktionsgemisches soll  jedoch     höchstens    5     %    betragen.  



  Es bietet für die Technik     Schwierig-          keiten,    die     Monoalkylaminopyrazolone,    wie  sie zur Darstellung von     Heilmitteln    Verwen  dung finden, in reiner Form zu erhalten, da  die sekundären Basen leicht mit     tertiären     und primären Basen verunreinigt sind. Das  vorliegende Verfahren ermöglicht, die     Me-          thylsulfonsäuren    der gewünschten sekun  dären Basen     unmittelbar    aus einem rohen       Amingemisch    abzutrennen.

   Kondensiert man  beispielsweise das Rohprodukt von     4-Methyl-          amino-l-phenyl-2,3-dimethylpyrazolon,    wel  ches     neben,dem        sekundären    Amin noch pri  märes und     tertiäres    Amin enthält, mit  Formaldehyd und schwefliger Säure     in    alko  holischer Lösung, so fällt sehr bald die ver  hältnismässig schwerer lösliche     omega-Me-          thansulfonsäure    des     4-Methylaminopyrazo-          lons    aus,     während,die    homologe Verbindung  und die tertiäre Base in Lösung bleiben.

   Da      die     omeba    -     Aminomethansulfonsäuren    mit  Alkali leicht in ihre Salze     überführbar    sind,  gelingt es also leicht, ausgehend von einem       Amingemisch    der     4-Aminopyrazolone,    zu  chemisch reinen Salzen der     omega--1lethan-          sulfonsäure    sekundärer     Pyrazolonamine    zu  gelangen.  



  Die nach dem Verfahren erhältlichen       Aminomethansulfonsäuren    sollen zur Dar  stellung neuer Heilmittel Verwendung finden.    <I>Beispiele:</I>  1. 219 g     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-methyl-          amino-5-pyrazolon    werden in 1000     ein'    abso  lutem Alkohol gelöst und nach     Zugabe    von  75     cm3    40prozentigem Formaldehyd 64 g  schweflige Säure unter Kühlung eingeleitet.

    Beim Abkühlen kristallisiert nach     einiger          Zeit    die 1-     Phenyl    - 2, 3 -     dimethyl    -4     -methyl-          amino-5-pyrazolon-4-methansulfonsäure    aus.  Die gut     kristallisierte    Säure wird abgesaugt  und mit wenig Alkohol nachgewaschen. Aus  beute fast quantitativ. Zersetzungspunkt 131  bis<B>132'</B> C.  



  2. 219 g     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-methyl-          amino-5-pyrazolon    werden in 1000 cm' Ace  ton gelöst und in die Lösung     unter    Kühlung  64 g schweflige Säure     eingeleitet.    Nach Zu  satz von 75 cm' 40prozentigem Formaldehyd  kristallisiert beim     Animpfen    die nach     Bei-           piel    1 erhaltene     Methansulfonsäure    in fast  quantitativer Ausbeute aus. Die erhaltene  S;     ure    schmilzt unter Zersetzung bei 131 bis  132   C.  



  Die nach Beispiel 1 und 2 erhaltene     Me-          !hansulfonsäure        lä,sst    sich mit Natronlauge in  das entsprechende     Natriumsalz    überführen.  In ähnlicher Weise entstehen die Magne  sium- und     Calciumsalze.       3. 147 g     1-Phenyl-2,        3-dimethyl-4-benzyl-          amino-5-pyrazolon    werden in 1000     cm.3    abso  lutem Alkohol gelöst und unter     Kühlung    mit  38 cm' 40prozentigem Formaldehyd versetzt.       Unter    weiterer Kühlung werden 32 g  schweflige Säure eingeleitet.

   Nach einiger  Zeit kristallisiert in einer Ausbeute von 90  die 1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-benzylamino-5-         pyrazolon-4-methansulfonsäure    aus. Die Säure  zersetzt sich bei     133      C.  



  4. 45 g     1-Cyclohexyl-2,3-dimethyl-4-me-          thylamino-5-pyrazolon    (siehe Schweizer Pa  tente Nr. 173909,     18332,6)    werden in 250 cm'  absolutem Alkohol ,gelöst,     mit    15 cm'     40pro-          zentigem    Formaldehyd versetzt und in die       Lösung    unter     Kühlung    13 g schweflige     Säure     eingeleitet. Auf Zusatz von Äther kristalli  siert     1-Cyclohexyl-2;3-.dimethyl-4-methyl-          amino-5-pyrazolon-4-methansulfonsäure    vom  Zersetzungspunkt 153 bis 154' C aus. Aus  beute<B>90%.</B>  



  5. 223 g     4,4'-Methylenbis-l-phenyl-2,3-          dimethyl-4-methylamino-5-pyrazolon    der fol  genden Formel  
EMI0003.0057     
    und 37,5 cm'     40prozentiger    Formaldehyd  werden     in    1000 cm' Alkohol gelöst und in  die abgekühlte Lösung 64 g schweflige  Säure eingeleitet. Nach kurzer Zeit kristalli  siert die auch nach Beispiel 1 und 2 erhält  liche     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-methyl-amino-          5-pyrazolon-4-methansulfonsäure    aus. Aus  beute quantitativ. Zersetzungspunkt<B>131</B> bis  132   C.  



  6. 22     b    1. -     Cyclohegyl    - 2,3 -     dimethyl    -     4-          amino-5-pyrazolon    werden in 100     cm3    abso  lutem Alkohol gelöst und     mit    7,8 cm'     40pro-          zentiger        Formaldehydlösung,    sowie mit 4     ,g     schwefliger Säure versetzt. Beim Abkühlen  kristallisiert in 90prozentiger Ausbeute die  freie     1-Cyclohexyl-2,3-dimethyl-4-amino-5-          pyra.zölon-4-methansulfonsäüre    aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von amega- Methylsulfonsäuren primärer oder sekun- därer Pyrazolonamine durch Aufeinanderein- wirkenlassen von Pyrazolonaminen, Form aldehyd und schwefligerSäure,dadurch ge kennzeichnet,
    dass man die Umsetzung in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels und bei einem Wassergehalt des Reaktions- gemisches von höchstens 5 % ausführt.
CH184875D 1934-01-13 1935-01-08 Verfahren zur Darstellung von omega-Methylsulfonsäuren primärer oder sekundärer Pyrazolonamine. CH184875A (de)

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