DE615795C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren

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DE615795C
DE615795C DEI48005D DEI0048005D DE615795C DE 615795 C DE615795 C DE 615795C DE I48005 D DEI48005 D DE I48005D DE I0048005 D DEI0048005 D DE I0048005D DE 615795 C DE615795 C DE 615795C
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DEI48005D
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Inventor
Dr Hans Grotowsky
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäuren-Bekanntlich wirkt Schwefelsäure auf Styrol und andere vinylsubstituerte aromatische Verbindungen außerordentlich leicht polymerisierend.
  • Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß im Gegensatz hierzu Chlorsulfonsäure an Styrol und dessen Analoge in glatter Weise angelagert werden kann., ohne daß Polymerisation erfolgt, wenn man die Reaktion in einem Lösungsmittel vor sich gehen läßt.
  • In der entstehenden Sulfonsäure, vermutlich i-Phenyl-i-chloräthan-2-sulfonsäure, ist das Chloratom sehr leicht beweglich. Schon beim -Eingießen des Reaktionsgemisches in Wasser erfolgt Austausch des Chlors gegen eine Hydroxylgruppe, wobei wahrscheinhcb die i-Phenyl-i-oxyäthan-2-sulfonsäure entsteht. Da sich das Chloratom und die Hydroxylgruppe auch gegen andere Reste mit Leichtigkeit austauschen lassen, eignet sich die neue Säure als Zwischenprodukt zur Herstellung von Farbstoffen, Textilhilfsmitteln u. a. m.
  • Es ist bekannt, daß bei der Behandlung von Phenoläthern mit Aminosulfönsäure der Sulfonsäurerest in glatter Weise an den aromatischen Kern herantritt. Es ist weiterhin bekannt, daß bei der Umsetzung von Styrol oder anderen Aryläthylenen, wie z. B. Anethol, mit Aminosulfonsäure die Sulfonsäuregruppe in die Seitenkette unter Erhaltung der Vinylgruppe dieser Kette eintritt. Demgegenüber findet. bei dem Verfahren dieser Erfindung eine Addition der Chlorsulfonsäune an den Vinylrest des Aryläthylenmoleküls unter Bildung eines Aryläthanderivates statt, in analoger Weise, wie z. B. bei der bekannten Anlagerung von Chlorwasserstoff oder Chlorjod an Styrol. Die erfindungsgemäße Anlagerung von Chlorsulfonsäure an Aryläthylene nimmt also einen grundsätzlich anderen Verlauf als die bekannte Reaktion. von Aryläthylenen mit Aminosuifons.äure. Beispiel i i8o Teile Chlorsulfonsäure werden unter Rühren imd Abkühlen auf i o' mit i 8o Teilen Äther gemischt; zu dieser Mischung werden innerhalb 15 Minuten i 5o Teile Styrol zugegeben. Nach kurzer Zeit ist die Anlagerung beendet. Man !erhält so eine ätherische Lösung des Anlagerungsproduktes von Chlorsulfonsäure an Styrol, die unmittelbar zu chemischen Umsetzungen verwendet werden kann, Gibt man die Lösung auf Eis (35o Teile), so scheidet sich in geringer Menge leine als Nebenprodukt entstandene Verbindung in gut ausgebildeten Kristallen ab, die als Sulfon anzusprechen ist. Aus dem Filtrat erhält man durch Aussalzen mit Chlornatrium oder Natriumsulfat, gegebenenfalls nach vorhergehender Neutralisation, das phenyloxyäthansulfonsaure Natron in einer Ausbeute von etwa 27o Teilen. Die Analyse dieses Salzes ergab folgende Werte : 43,1 % C, 4,1 % H, 14,1 % S (berechnet für C$ H9 O S 03 N a 42,86 % C, 4,o % H, 14,29 % S).
  • Ähnlich wie mit Styrol läßt sich die Anlagerung mit dessen durch Halogen- oder Alkylgruppen substituierten Abkömmlingen durchführen.
  • Beispiel 2 Zu 6oo Teilen Chlorsulfonsäure werden unter Rühren und Abkühlen auf etwa o° 6oo Teile Äther allmählich zugefügt. Darauf setzt man 8oo Teile Safrol zu, wobei die Temperatur nicht über io° steigen soll. Man rührt das Reaktionsgemisch einige Stunden und gießt sodann das Gemisch auf Zoo Teile Eis, reinigt durch Ausäthern von geringen Mengen OL neutralisiert vorsichtig und fällt dann das Natr onsalz der entstandenen Oxysulfonsäure mit festem Kochsalz aus. Die Ausbeute an Natriumsalz der Sulfonsäure ist fast quantitativ.
  • Beispiel 3 Bei entsprechender Verfahrensweise, wie in Beispiele beschrieben, erhält man unter Verwendung von 6oo Teilen Chlorsulfonsäure, 6oo Teilen Äther und 8oo Teilen Isosafrol in fast quantitativer Ausbeute das Natriumsalz der entsprechenden Oxysulfonsäure.
  • Beispiel 4 i So Teile Chlorsulfonsäure werden unter Rühren und Abkühlen auf etwa 5° mit i 8o Teilen Äther gemischt; zu dieser Mischung gibt man im Verlaufe von etwa 1/2 Stunde 175 Teile Cumaron. Man rührt dann einige Stunden, wobei die Temperatur io° nicht übersteigen soll. Man verhält so eine ätherische Lösung des Anlagerungsproduktes von Chlorsulfonsäure an Cumaron, die unmittelbar zu chemischen Umsetzungen verwendet werden kann. Gießt man die Lösung auf 35o Teile Eis, äthert zur Abtrennung von unverändertem Cumaron aus und neutralisiert mit Natronlauge, so erhält man nach dem Verdampfen der auf diese Weise erhaltenen Lösung im Vakuum bis zur Trockne das Natriumsalz der entsprechenden Oxysulfonsäure des Cumarons. Dieses Natriumsalz kann man auch durch Aussalzen der Lösung mit festem Kochsalz :erhalten. Die Analyse dieses Salzes ergab einen S-Gehalt von 13,1 4/o gegenüber einem berechneten Wert von 13,4 % für eine Verbindung der Zusammensetzung C8 H7 0",S O3 Na. Das Molekulargewicht des Salzes wurde zu 23o bestimmt gegenüber ,einem berechneten Wert von 238.
  • Beispiel 5 Man läßt im Verlaufe von etwa 2 Stunden in igo Teile Äther die gleiche Menge Chlorsulfons.äure Beintropfen. Zu dieser Lösung fügt man dann ebenfalls unter Eiskühlung im Verlaufe von etwa g/4 Stunden i6o Teeile Inden. Man erhält so eine ätherische Lösung des Anlagerungsproduktes von Chlorsulfonsäure an Inden, die man unmittelbar zu weiteren UmsetzunZen verwenden kann. Gießt man die Lösung auf 35o Teile Eis, filtriert und äthert aus, so kann man die Sulfonsäure des. Indens mit festem Kochsalz aus der wä.ßrigen Lösung aussahen. Die Ausbeute an indensulfonsaurem Natrium beträgt etwa 14o Teile. Die Analyse dieses Salzes ergab folgende Werte: 45,9 % C, 3;6 % H, 13,6 % S (berechnet für die Verbindung der Zusammensetzung CgH90SO,3Na 45,8 % C,-3,8 % H, 13,6 % S). Danach kommt dem in der ätherischen Lösung vorliegenden primär erhaltenen Anlagerungsprodukt von Chlorsuhonsäure an Inden die Formel C9 FI8 C1 S 03H zu.

Claims (1)

  1. PATLNTANSI'ItUIAI Verfahren zur Herstellung von "Sulfonsäuren, darin bestehend, daß man Chlorsulfonsäure in. Gegenwart von Lösungsmitteln auf Aryläthylene einwirken läßt.
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