DE615759C - Verfahren zum Impraegnieren von Pelzfellen gegen Mottenfrass o. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Impraegnieren von Pelzfellen gegen Mottenfrass o. dgl.

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DE615759C
DE615759C DE1930615759D DE615759DD DE615759C DE 615759 C DE615759 C DE 615759C DE 1930615759 D DE1930615759 D DE 1930615759D DE 615759D D DE615759D D DE 615759DD DE 615759 C DE615759 C DE 615759C
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impregnating
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skins against
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Imprägnieren von Pelzfellen gegen Mottenfraß o. dgl. Es ist in neuerer Zeit bekanntgeworden, daß man Pelzfelle gegen Insektenschädlinge, insbesondere gegen Mottenfraß, dadurch weit-0, immun machen kann, daß man. sie mit geeigneten chemischen Mitteln, insbesondere mit Naphthalinverbindungen, imprägniert. Die Imprägnierung erfolgte dabei bisher unter Benutzung entsprechender wäßriger salzhaltiger Lösungen entweder nach dem Tauchverfahren oder durch Einbürsten, Spritzen o. dgl. Hiermit sind jedoch erhebliche Nachteile verbunden, da ein derartiges Imprägnierverfahren sich nicht ohne Störung in das übliche Zurichtungsverfahren eingliedern läßt -und da überdies keineswegs die Gewähr dafür gegeben ist, daß die Mittel auch in genügender Konzentration gerade an diejenigen Stellen des Pelzes gelangt, welche dem Mottenfraß in erster Linie unterworfen sind. Bekanntlich pflegen die Pelzschädlinge ja das Haarkleid nicht an den Spitzen, sondern an den unmittelbar aus dem Leder austretenden Haarbälgen anzugreifen.
  • Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dxaß man Pelze nur dann dauernd mottenecht zu machen vermag, wenn man einen Weg findet, 'um die genannten Schutzstoffe in das Innere des Haares selbst, insbesondere der Haarwurzeln, hineinzubringen. Sie betrifft einen außerordentlich neinfachen Weg hierzu, der gleichzeitig alle chemischen Nachteile der bisherigen Imprägnierungsverfahren vermeidet. Nach der Erfindung erfolgt die Einführung der Mottenschutzmittel gemeinsam mit dem am Schluß des Zurichtevorganges dem Leder eines jeden Felles zuzuführenden Fett oder Fettlicker, und zwar von der Rückseite (Hautseite) des Pelzes aus. Auf diese Weise dringen die Schutzmittel durch 'das bei dem betreffenden -Arbeitsgang des bekannten Zurichteverfahrens noch weiche und quellfähige Leder hindurch, von unten her in die Haarkapillaren ein -und lagern sich im Innern des Haares infolgedessen in der höchsten Konzentration gerade dort ab, wo sie zur Abwehr des Mottenfraßes in erster Linie benötigt werden.
  • Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann entweder in der Weise @erfolgen, daß Iman dem Fett 'bzw. Fettlicker entsprechende Schutzstoffe anorganischerb!zw. organischer Natur (z. B. Arsensalze, Bariumsalze, Naphthalin- und Benzolderivate) beigibt, oder daß man unmittelbar Spezialfette bzw. öle benutzt bzw. beigibt, die, wie z. B. Crotonöl, Teesamenöl, Spindelbaumöl, schon selbst eine insekticide Wirkung ausüben.
  • Die Einführung des Fettes oder Fettlickers kann durch Einstreichen und Zieherlasse in erfolgen. Das Fett bzw. der Fettlicker verteilt sich, wie Untersuchungen ergeben haben, dabei nicht nur innerhalb des Leders, sondern dringt auch von innen und außen an den Wurzeln des Haarkleides empor, wobei es die ihm erfindungsgemäß beigegebenen Imprägnierun,gsmittel mitbefördert und in erster Linie an diejenigen Stellen bringt, welche besonders gefährdet sind.
  • Ganz besonders günstig werden die Verhältnisse, wenn man die erfindungsgemäß mit insekticiden Mitteln versetzte Fettsubstanz durch Einwalken in Haut 'und Haarkleid hineinbringt. In dieser Weise behandelte Felle zeigen nicht nur restlose Mottenechtheit, sondern auch eine besondere Geschmeidigkeit und Haltbarkeit des Leders, wie sie sich auf anderem Wege bisher gemeinsam mit Mbttenechtheit noch nicht hat erreichen lassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Imprägnieren von Pelzfellen gegen Mottenfraß o. dgl. unter Benutzung von insekticiden chemischen Mitteln, dadurch gekennzeichnet, äaß di Einführung dieser Mittel in fett- bkw. fettlickergelösrer Form von- der Rückseite (Hautseite) aus durch das Leder hindurch in das Haarkleid erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von insekticiden ölen bzw. Fetten ohne weitere Zugabe von Imprägnierungsmitbeln.
  3. 3. Verfahren nach. Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfühlung der Imprägnierungsmittel durch Einwalken erfolgt.
DE1930615759D 1930-11-28 1930-11-28 Verfahren zum Impraegnieren von Pelzfellen gegen Mottenfrass o. dgl. Expired DE615759C (de)

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