DE690473C - Verfahren zum Entwollen von Fellen - Google Patents
Verfahren zum Entwollen von FellenInfo
- Publication number
- DE690473C DE690473C DE1936D0071841 DED0071841D DE690473C DE 690473 C DE690473 C DE 690473C DE 1936D0071841 DE1936D0071841 DE 1936D0071841 DE D0071841 D DED0071841 D DE D0071841D DE 690473 C DE690473 C DE 690473C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- skins
- wool
- unrolling
- application
- glycerine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 claims description 14
- PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N Glycerine Chemical compound OCC(O)CO PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 235000011187 glycerol Nutrition 0.000 claims description 6
- 210000004243 sweat Anatomy 0.000 claims description 6
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 3
- 239000000080 wetting agent Substances 0.000 claims description 2
- 238000004851 dishwashing Methods 0.000 claims 1
- 239000003925 fat Substances 0.000 claims 1
- 239000003223 protective agent Substances 0.000 claims 1
- 210000003491 skin Anatomy 0.000 description 8
- 235000013372 meat Nutrition 0.000 description 7
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 description 5
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 3
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 2
- 230000035617 depilation Effects 0.000 description 2
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 2
- 239000003755 preservative agent Substances 0.000 description 2
- 235000002639 sodium chloride Nutrition 0.000 description 2
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 2
- 201000004384 Alopecia Diseases 0.000 description 1
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 description 1
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 208000003443 Unconsciousness Diseases 0.000 description 1
- 239000008280 blood Substances 0.000 description 1
- 210000004369 blood Anatomy 0.000 description 1
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 description 1
- 230000002951 depilatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 210000002615 epidermis Anatomy 0.000 description 1
- 208000024963 hair loss Diseases 0.000 description 1
- 230000003676 hair loss Effects 0.000 description 1
- 230000009931 harmful effect Effects 0.000 description 1
- 235000004213 low-fat Nutrition 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002674 ointment Substances 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000002335 preservative effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 238000003307 slaughter Methods 0.000 description 1
- 238000002791 soaking Methods 0.000 description 1
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 1
- 210000004872 soft tissue Anatomy 0.000 description 1
- 238000010025 steaming Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C1/00—Chemical treatment prior to tanning
- C14C1/06—Facilitating unhairing, e.g. by painting, by liming
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
- Verfahren zum Entwollen von Fellen Es ist bekannt, die Wolle geschlachteter Tiere durch Aufbringen von Enthaarungs= mitteln, sei es in Salbenform oder in wäßriger Lösung auf die Fleischseite, zu lockern, um ihre Entfernung vorzubereiten. Dadurch soll gegenüber anderen Arten der Enthaarung erreicht werden, daß idie Schwöde, welche die Haut durchdringt, das Haar nur an der Wurzel beeinflußt, um es zu lockern.
- Die bekannten Verfahren werden angewendet, nachdem zunächst,die übliche Weiche der Häute und Felle erfolgt ist. Die auf diese Weise gewonnenen Gerberwollen geben aber kein mit Schurwolle vergleichbares Erzeugnis. Die durch die weit geöffneten Poren der in der Weiche geschwellten Felle hindurchdringende. Schwöde macht nicht bei den Haarwurzeln halt. Das der Wolle anhaftende Fett, welches einen Schutz - gegen die Wirkung der Schwöde bildet, ist durch die Weiche weitgehend entfernt. Auch die .einen weiteren Schutz der Wolle gegen Beeinflussung von der Fleischseite her bildende Oberhaut wird durch ihre in der Weiche vorgenommene Lockerung unwirksam.
- Die Erfindung besteht nun *in einem Verfahren zum Schwöden von Wollfellen von der Fleischseite, bei welchem die Schwöde auf nicht geweichte Felle aufgebracht wird.
- Wenn die Felle mit Konservierungsmitteln behandelt sind, welche .die Poren verstopfen, beispielsweise mit Kochsalz, so genügt allerdings eine mechanische Entfernung des Konservierungsmittels nicht. In solchen und auch in ,anderen Fällen, in welchen eine Durchfeuchtung des Felles .erwünscht ist, werden die Felle erfindungsgemäß von der Fleischseite :abgewaschen. Es hat sich ergeben, daß das Abwaschen der Felle von der Fleischseite inicht die schädliche Wirkung dss Einweichens ergibt.
- Zur Haarlockerung ungewässerter Felle ist jede Schwöde verwendbar, die überhaupt geeignet ist, Haare zu lockern. Das Eindringen der Schwöde in die Felle kann jedoch durch den Zusatz von Glycerin zum Schwödemittel begünstigt und durch idie Menge des verwendeten Glycerins der. Beschaffenheit -der zu behandelnden Felle angepaßt wenden. Gly- cerin oder die an sich bekannten Netzmittel können auch beim Abwaschen der Fleischseite verwendet werden; dadurch kann die verwendete Wassermenge herabgesetzt und das Eindringen des Wassers geregelt werden.
- Bei fettarmen Wollen kann die Wirkung des Verfahrens dadurch ergänzt werden, daß die Wolle vor Beginn des Schwädens ader des Anfeuchtens der Fleischseite mit zusätzlichen Fettstoffen eingerieben wird.
- Nach dem Verfahren der Erfindung wird eine Wolle gewonnen, welche der Schurwolle gleicher Herkunft ebenbürtig ist. Die Wolle wird in trockenem und fettigem Zustande erhalten. Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Blößen, welche erst nach dem Entwollen in die Weiche gelangen, in dieser mit Anschärfmitteln .handelt werden können, welche bei den u(# lichen Verfahren mit Rücksicht auf die Wolle vermieden werden müssen. Auch kann .die in der Blöße eingezogene Schwödemasse als Anschärfmittel für die Weiche dienen.
- Das Verfahren läßt sich sinngemäß auf das Enthaaren von Häuten und Haarfellen anwenden.
- Ausführungsbeispiele i. Ein gesalzenes Schafsfell von etwa i qm wird nach dem Ausschütteln und Abbürsten des Salzes auf der Fleischseite mit i o 1 - Wasser von 25°, das etwa i o;o Glycerin enthält, abgewaschen. Darauf werden auf der Fleischseite 25o g Schwödebrei aufgetragen, der etwa die Streichfähigkeit einer dünnen Ölfarbe hat. Die Behandlung erfolgt bei 15° Raumtemperatur. Nach etwa 45 Minuten beginnt die Haarlässigkeit, so daß nach etwa 6o Minuten die Wolle in üblicher Weise entfernt werden kann.
- z. Bei der Behandlung eines frischen Felles genügt als Vorbehandlung ein kurzes Abwaschen des Blutes. Die weitere Behandlung erfolgt wie in Beispiel i. Die Haarlässigkeit tritt schon nach 3o Minuten ein, so daß nach 45 Minuten entwollt t.i,Yerden kann.
- ;
Claims (5)
- PATRNTANSPRÜcHR: i. Verfahren zum Entwollen von Fellen durch Aufbringen der Schwöde auf die Fleischseite, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwöde auf nicht geweichte Felle aufgebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Felle vor dem Aufbringen der Schwöde von der Fleischseite her mit Wasser abgewaschen werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abwaschwasser verwendet wird, das einen Zusatz an Glycerin oder an sich bekannten Netzmitteln aufweist. ¢.
- Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schwödebrei verwendet wird, der Glycerin enthält.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wolle vor Aufbringung der Schwöde, gegebenenfalls vor dem Abwaschen des Felles, mit zusätzlichen Schutzmitteln, insbesondere Fetten, eingerieben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936D0071841 DE690473C (de) | 1936-01-07 | 1936-01-07 | Verfahren zum Entwollen von Fellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936D0071841 DE690473C (de) | 1936-01-07 | 1936-01-07 | Verfahren zum Entwollen von Fellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE690473C true DE690473C (de) | 1940-06-07 |
Family
ID=7060947
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936D0071841 Expired DE690473C (de) | 1936-01-07 | 1936-01-07 | Verfahren zum Entwollen von Fellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE690473C (de) |
-
1936
- 1936-01-07 DE DE1936D0071841 patent/DE690473C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE690473C (de) | Verfahren zum Entwollen von Fellen | |
| DE907287C (de) | Verfahren zum Veredeln von Textilien | |
| DE721845C (de) | Verfahren zum Enthaaren von Fellen | |
| DE1669354C3 (de) | Verfahren zur Entfernung von Grannenhaaren auf Pelzfellen | |
| DE1233530B (de) | Verfahren zum enzymatischen Enthaaren und bzw. oder Beizen von Haeuten und Fellen | |
| DE731279C (de) | Enthaarungstisch | |
| AT229478B (de) | Verfahren zum Entfernen des Unterhautbindegewebes von rohen Pelzfellen | |
| DE377536C (de) | Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen | |
| DE694488C (de) | Verfahren zur Herstellung von Leder | |
| DE747485C (de) | AEschern von geweichten Rohhaeuten | |
| DE657464C (de) | Verfahren zum Enthaaren von Haeuten und Fellen mittels Mikroorganismen | |
| DE708860C (de) | Verfahren zum Enthaaren von Fellen | |
| DE713870C (de) | Verfahren zum Zusammensetzen von Pelzwerk | |
| DE676991C (de) | Verfahren zum Enthaaren tierischer Haeute und Felle | |
| DE673649C (de) | Verfahren zum Enthaaren von geweichten tierischen Haeuten und Fellen | |
| DE106041C (de) | ||
| DE703461C (de) | n und Rohfellen | |
| DE646721C (de) | Verfahren zum Enthaaren und AEschern von Haeuten und Fellen | |
| DE437214C (de) | Verfahren zum Einfetten von Pelzwerk | |
| DE614828C (de) | Verfahren zur Veredelung von Pelzfellen | |
| DE324274C (de) | Gerbverfahren fuer Rauchwaren | |
| DE659244C (de) | Verfahren zum Vorgerben oder Durchgerben von Haut- oder Fellbloessen | |
| DE566769C (de) | Verfahren zum Vorbehandeln (Beizen) von Pelzhaaren zur Filzherstellung | |
| DE741009C (de) | Verfahren zum Enthaaren von Haeuten und Faellen | |
| DE605836C (de) | Verfahren zum Bearbeiten von Haarleder |