DE346200C - Verfahren zur Erhaltung und Steigerung der Heilwirkung von Mineralschlamm - Google Patents

Verfahren zur Erhaltung und Steigerung der Heilwirkung von Mineralschlamm

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DE346200C
DE346200C DE1919346200D DE346200DD DE346200C DE 346200 C DE346200 C DE 346200C DE 1919346200 D DE1919346200 D DE 1919346200D DE 346200D D DE346200D D DE 346200DD DE 346200 C DE346200 C DE 346200C
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sludge
mineral mud
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Description

  • Verfahren zur Erhaltung und Steigerung der Heilwirkung von Mineralschlamm. Wie bekannt, wirkt wie er in der Natur beispielsweise als mit Tonerde vermischte Infusorienerde oder Kieselbaur vorkommt, außerordentlich günstig auf den menschlichen und tierischen Organismus ein. Diese vorteilhafte Wirkung von Mineralschlamm ist allerdings seit langem bekannt, man war jedoch, um dieser Wirkung teilhaftig zu werden, bisher im allgemeinen darauf angewiesen, die sogenannten Schlammkuren an Ort und Stelle zu gebrauchen. Es sei hierbei nur an die berühmten Schlammbäder von Poestyen erinnert.
  • Trotz seines anerkannten Heilwertes war daher die Verwendungsmöglichkeit des Mineralschlammes nur erine verhältnismäßig geringe, da naturgemäß nur ein verschwindend kleiner Teil` von Kranken in der Lage ist, an diejenigen Kurorte zu reisen, wo, sich Schlamm befindet, der Heilwirkungen besitzt.
  • Hauskuren mit Schlamm waren bisher deshalb von nur geringem Erfolge, weil sich bei dem Versande des Schlammes herausstellte, daß seine Wirkungsfähigkeit zurückgeht. Dies liegt wohl im wesentlichen an den Verunreinigungen, die der Schlamm enthält und die bei seiner Aufbewahrung ungünstig auf seine wertvollen - medizinischen Eigenschaften einwirken. Alle Versuche, den Schlamm auf rein chemischem bzw. mechanischem Wege von den seine Wirksamkeit beeinträchtigenden Bestandteilen zu befreien, halben bisher fehlgeschlagen. Bei Anwendung chemischer Mittel tritt nämlich- eine weitgehende Änderung der Schlammsubstanz ein, so daß die nach dieser Richtung angestellten Versuche, um den Schlamm haltbar zu machen, keinen Erfolg hatten. Durch rein mechanische Behandlung des Schlammes ist man gleichfalls zu keinem brauchbaren Ergebnis gelangt.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß die Wirkungsfähigkeit von Mineralschlamm beliebig lange erhalten und sogar gesteigert werden kann, wenn man den Schilamm der Elektrolyse unterwirft. Man verfährt hierbei so, daß der Schlamm in Wasser suspendiert und dann, zweckmäßig unter Rühren, dem elektrischen Strom ausgesetzt -wird. Hierauf lä(3f man absetzen und trennt die Flüssigkeit von dem Schlamm, beispielsweise durch Abheber. Man kann das Verfahren auch in der Weise ausführen, daß der Schlamm während der Elektrolyse sich in einem von der Kathode durch ein Diaphragma getrennten Anodenraum befindet. Bei diesem elektroosmotischem 'Verfahren bringt man die Rührvorrichtung im Ano-:lenraum an, oder man bildet die Anod; selbst als Rührer aus, der während der Elektrolyse in drehende Bewegung versetzt wird. Durch das Rühren während der Elektrolyse wird verhindert, daß sieh der Schlamm an der Anode festsetzt. Die anzuwendende Stromstärke richtet sich selbstverständlich nach der Menge sowie der Beschaffenheit des zu behandelnden Schlammes.
  • Den nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren behandelten Schlamm kann man dann trocknen lassen. Er ist bequem versandfähig und kann beliebig lange aufbewahrt werden, ohne in seiner Wirkungsfähigkeit zu leiden. Das nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Präparat ist von allen mechanisch und chemisch hautreizenden Bestandteilen befreit, keimfrei, nicht zersetzlich und geruchlos. Dank .dieser. besonderen Eigenschaften gestattet es die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten.
  • Mit Wasser oder anderen medizinischen Flüssigkeiten zu einer Salbe verrührt, eignet es sich sowohl bei der klinischen Behandlung wie zur Hauskur als Mittel gegen Gicht und Rheumatismus. Die Form seiner Anwendung ist eine außerordentlich mannigfache, von allgemeinen Körpereinreibungen bis zu örtlichen Applikationen, Bädern, Kataplasmen, Umschlägen und Kompressen. Ganz abgesehen aber von der Verwendung des gemäß vorliegender Erfindung hergestellten Präparates bei Krankheiten ist es auch ein Hautpflege-bzw. Körperreinigungsmittel. Bei der bisher üblichen Reinigung der Haut mittels Seife verbleiben trotz der erzielten Sauberkeit der Hautoberfläche viele Stoffwechselüberresfe in den Hautporen und verursachen hierdurch Hautausschläge und unter Umständen auch Krankheiten. Erst durch die vollkommene Entfernung dieser Stoffwechselüberreste wird der Organismus befähigt, seine Funktionen hemmungslos auszuführen und somit Krankheiten vorzubeugen. Eines der wichtigsten Ausscheidungsorgane des Körpers ist die Haut. Sie zu befähigen, ihre Aufgabe vollkommen zu erfüllen, gelingt mit Hilfe des nach voiliegendem Verfahren hergestellten Präparates, welches von allen chemisch und mechanisch hautreizenden Bestandteilen befreit ist. Verrührt man dieses Präparat zu einer Salbe und bestreicht damit alle Körperteile -von den Armen abwärts Abis zu den Füßen, so werden durch diese Behandlung die Stoffwechselüberreste .in vermehrter Weise in die Hautporen geführt und treten dann an die Hautoberfläche. Hier werden sie von der Salbe aufgenommen und am Zurücktreten gehindert. Nach der Einreibung und der dabei stattgefundd'enen Massage nimmt man zweckmäßig ein warmes Bad und spült die Salbe ab. Die Hautoberfläche wird sammetweich, und von allen Schweißteilen befreit.
  • Nicht nur für den menschlichen Organismus, sondern auch. für den von Tieren besitzt der nach vorliegendem Verfahren behandelte Schlamm eine heilende Wirkung. Er kommt hauptsächlich zur Behandlung von Haustieren in Betracht, und unter seinen zahlreichen Verwendungszwecken seien an erster Stelle die Packungen erwähnt, daue an die Stelle der bisherigen sogenannten Lehmpackungen treten. Gegenüber der Verwendung von Lehm zu Packungen besitzt der nach dem vorliegenden Verfahren behandelte Schlamm Vorteile nach verschiedenen Richtungen. Während Lehm wegen seiner oft anhaftenden Unreinigkeiten, Pflanzenreste, Holz, Muschelreste u. dgl., schädliche Folgen haben kann, ist dies bei einer unter Verwendung des nach der Anmeldung behandelten Schlammes hergestellten Salbe nicht der Fall. Diese Salbe läßt sich daher bei Tieren für alle Hautkrankheiten und Wunden als schnelle Heilung bringendes Mittel verwenden.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜciiE: z. Verfahren zur Erhaltung und Steigerung der Heilwirkung von Mineralschlamm, dadurch. gekennzeichnet, daß der in Wasser suspendierte Schlamm, zweckmäßig unter Rühren, elektrolysiert und .hierauf von der Flüssigkeit getrennt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Sehlamm während der Elektrolyse in einem von der Kathode durch ein Diaphragma getrennten Anodenraum befindet.
DE1919346200D 1919-06-14 1919-06-14 Verfahren zur Erhaltung und Steigerung der Heilwirkung von Mineralschlamm Expired DE346200C (de)

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