DE613692C - Verfahren zum Absaeuern und Nachbehandeln von frisch gesponnener Kupferseide - Google Patents

Verfahren zum Absaeuern und Nachbehandeln von frisch gesponnener Kupferseide

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DE613692C
DE613692C DEB158003D DEB0158003D DE613692C DE 613692 C DE613692 C DE 613692C DE B158003 D DEB158003 D DE B158003D DE B0158003 D DEB0158003 D DE B0158003D DE 613692 C DE613692 C DE 613692C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/02Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from solutions of cellulose in acids, bases or salts
    • D01F2/04Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from solutions of cellulose in acids, bases or salts from cuprammonium solutions

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Description

  • Verfahren zum Absäuern und Nachbehandeln von frisch gesponnener Kupferseide Die Erfindung bezieht sich auf das Absäuern und Nachbehandeln von frisch gesponnener Kupferkunstseide.
  • Es ist bei der Herstellung von Kunstseide bekannt, den Faden in aufsteigender Richtung im Gegenstrom mit einer Flüssigkeit zu behandeln. Um dies zu erreichen, werden die Fäden an einer oder zwei Vorrichtungen, die zum Zuführen und zum Abstreifen der Behandlungsflüssigkeit dienen, gleitend entlang geführt. Diese Vorrichtungen müssen unvermeidlich :eine ganz erhebliche Spannung des Fadens, hervorgerufen durch die Reibung des Fadens an den Vorrichtungen, bewirken.
  • Nach einem anderen Vorschlag wird der Faden in aufsteigender Richtung im Gegenstrom der Flüssigkeitseinwirkung dadurch unterworfen, daß er durch ein enges Rohr geführt wird, durch welches eine Flüssigkeit entgegen der Bewegungsrichtung des Fadens hindurchgepreßt wird, so daß notwendigerweise eine Verstreckung des Fadens eintritt, d. h. also, daß auch in diesem Fall erhebliche Spannungen des Fadens erfolgen.
  • Schließlich ist es bei der Herstellung von Kupferseide bekanntgeworden, den Faden zunächst zu strecken und ihn danach unter Schrumpfung einer Behandlung mit einei Härteflüssigkeit zu unterwerfen. Der Faden wird hierbei in absteigender Richtung und im Gleichstrom mit der Behandlungsflüssigkeit geführt. Das -Wesen der Erfindung besteht darin, daß das Absäuerri und die Nachbehandlung des frisch gesponnenen Kupferseidefadens am frei hängenden, in aufsteigender Richtung und ohne zusätzliche Spannung geführten Faden im Gegenstrom. vorgenommen wird. Der Hinweis, daß auf den Faden eine zusätzliche Spannung nicht ausgeübt werden soll, bringt zum Ausdruck, daß außer der durch das Eigengewicht und dem Gewicht der anhaftenden Flüssigkeit erzeugten Spannung keine weitere Spannung auf den Faden wirkt.
  • Durch die Anweisung, den Faden in aufsteigender Richtung unter Ausschaltung möglichst jeder Spannung zu führen, wird ein erheblicher technischer Fortschritt erzielt.. Man kommt dadurch nicht nur mit einem Minimum an Säuremenge aus, sondern ist auch in der Lage, die Konzentration der Säure an der praktisch überhaupt nur denkbaren unteren Grenze zu halten. Hierdurch werden Vorteile in verschiedener Richtung erzielt. Einmal ist der Aufwand an Säure gering, dann aber hat die geringe Säurekonzentration auch noch den Vorteil, daß das an die Säurebehandlung anschließende Auswaschen wesentlich leichter und schneller durchgeführt werden kann.
  • Es hat sich gezeigt, daß man bei einem Faden, auf welchen im Behandlungsabschnitt eine zusätzliche Spannung nicht ausgeübt wird; nur eine so geringe Menge an Entkupferungsmittel anzuwenden hat, daß man sich sehr erheblich den theoretisch erforderlichen Beträgen nähert.
  • Man wird natürlich, da es sich um an und für sich nur kleine gewichtsmäßige Mengen von aus dem Faden zu lösendem Kupfer handelt, immerhin einen gewissen überschuß an Entkupferungsmittel benutzen, um die - beim technischen Arbeiten kaum vermeidbaren Verluste auszugleichen und dem Verfahren die praktisch erforderliche Sicherheit zu .gewährleisten.
  • Der Faden wird frei hängend aufwärts geführt und das Entkupferungsmittel im Gegenstrom zur Anwendung gebracht,. damit der Faden von der Flüssigkeit allseitig umhüllt wird und die einzelnen Kapillarflächen dem Angriff des Entkupferungsmittels leichter zugänglich sind.
  • An das Entkupfern kann das Entsäuern und Waschen des Fadens unmittelbar angeschlossen oder auch in einem späteren Abschnitt vorgenommen werden. Die weitere Nachbehandlung erfolgt dann in einer der üblichen Verfahrensweisen, wodurch es möglich ist, die Kunstseide; in einer für die Indu-.: strie sofort verwendbaren Aufwickelform zu erhalten.
  • Die Erfindung mag an Hand folgenden Ausführungsbeispiels erläutert werden: Eine in normaler Wise hergestellte Küpferoxyda.mmoniä,kcellulöselösung mit 7,2 0;o Cellulosegehalt, - 3tq. %` Kupfer' und 7,4% Anmoniak.@vird unter Benutzung von Wasser als Fällmittel in an- sich :bekannter Weise im Trichter zu -,einem Fäden von 12o deh. mit 9o Einzelfäden bei einer -Spiüirtgeschwindigkeit von 3o mfMin versponnen: ---Der Faden wird.- um leihemlenkstänge untei Vermeidung einer zusätzlichen Spannung schräg aufwärts zu-einer zweiten Uwenkstange, die sich in einem .Abstand von @,b m- von'-der ersten befindet, geführt und in diesem Fadenlaufabschnitt dem aufsteigenden Faden entgegen mit einer verdünnten Schwefelsäure als Entkupferungsmittel behandelt. Die Schwefelsäure wird in :einer Entfernung von z m von der ersten Umlenkstange dem Faden zugeleitet. Es werden pro Minute Zoo ccm einer o,2o/oigen Schwefelsäure gebraucht. (Die Theorie würde anstatt der tatsächlich gebrauchten o, q. g Schwefelsäure nur rund o,2 g Schwefelsäure erfordern.) Nachdem der Faden die zweite Umlenkstange passiert hat, wird er schräg abwärts geleitet und hierbei in an sich bekannter Weise entsäuert und gewaschen. Dann wird er mit Hilfe einer der gebräuchlichen Trockenvorrichtungen, z. B. einer beheizten Trockentrommel, getrocknet und auf das Aufwickelorgan in Gestalt einer Spule auflaufen gelassen. Der so erhaltene Kunstseidefaden ist völlig frei von 'Kupfer und ohne weiteres für die verarbeitende Industrie verwendbar.
  • Wie bereits oben angedeutet, kann außer dem Entkupfern auch das sonstige Nachbehandeln an dem ohne zusätzliche Spannung geführten Faden' vorgenommen werden. Auch hierbei ergibt sich ganz analog wie beim Entkupfern der Vorteil, daß sowohl die Menge bzw. Konzentration des Behandlungsmittels als 'auch die Länge des zu behandelnden Fadenabschnittes auf : eiüi _ Minimum beschränkt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Absäuern und. Nach= behandeln von frisch gesponnener Kupferseide, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung am frei hängenden, in aufsteigender Richtung und ohne 'zusätzliche Spannung geführten Faden im Gegenstrom vorgenommen wird.
DEB158003D 1932-10-23 1932-10-23 Verfahren zum Absaeuern und Nachbehandeln von frisch gesponnener Kupferseide Expired DE613692C (de)

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