DE609467C - Saatgutbeizmittel - Google Patents

Saatgutbeizmittel

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DE609467C
DE609467C DEB120438D DEB0120438D DE609467C DE 609467 C DE609467 C DE 609467C DE B120438 D DEB120438 D DE B120438D DE B0120438 D DEB0120438 D DE B0120438D DE 609467 C DE609467 C DE 609467C
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Description

  • Saatgutbeizmittel Gegenüber der umständlichen Anwendung von Naßbeizen, die eine Einstellung von Verdünnungen, ferner Geräte, dann Trockenzeit erfordern und bei manchen Samen (Leinsamen) nicht brauchbar sind, und gegenüber der Anwendung von Gift verstäubenden, nur bedingt zur Wirkung kommenden Trockenbeizmitteln stellt die vorliegende Öl- oder Fettbeize das vorteilhafteste Mittel zum Beizen von Saatgut dar.
  • Bei den mit verschiedenem Saätgut angestellten Versuchen hat sich diese Beize gut bewährt und in der Praxis den andern bezüglich Reinlichkeit, Sicherheit und Nachwirkung als weit überlegen erwiesen.
  • Die Fettstoffe verschaffen den ihnen in genau bestimmten Dosen zugesetzten wirksamen Stoffen den Eintritt in das Gewebe des zu behandelnden Saatgutes.
  • Durch die lipoidlöslichen Eigenschaften gewisser Mittel, wie Sublimat oder Borsäure, wird das Eindringen derselben und das herinnen des Plasmaeiweißes in geringer Tiefe verursacht, wodurch das Wachstum der Pilze zurückgehalten bzw. vernichtet wird.
  • Außerdem aber reinigen die Fettstoffe das Saatgut äußerlich durch die Loslösung und Umgebung der Sporen mit einer -die Auskeimung hemmenden Ölschicht.
  • Als Träger der Reiz-, Beiz- und Schutzstoffe kommen zur Anwendung: Natürliche Öle und Fette, durch Pressen, Extrahieren oder Schmelzen aus Pflanzenteilen oder Tierkörpern gewonnen, wie Rüböl, Leinöl, Schmalz, Talg, Tran, in reinem oderverdünntem Zustande; z. B. gelöst in Kohlewasserstoffen, nebst den zur Kennzeichnung vorgeschriebenen Riech- oder Farbstoffen.
  • Wesentlich ist, daß diese Öle usw. in solchen Mengen verwendet werden, daß die Beinstoffe sich in ihnen in gelöstem oder suspendiertem Zustande befinden.
  • Als wirksame Stoffe enthält das Beizmittel geeignete, an sich bekannte, möglichst öllösliche Beinstoffe in elementarer Form oder als Verbindungen der aliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Reihe, wie Aldehyde, Säuren, Amine,. sowie die bisher benutzten organischen oder anorganischen Kupfer- oder Quecksilberverbindungen, die sich in dem fertigen Beizmittel in gelöstem oder suspendiertem Zustande in den genannten natürlichen Ölen oder Fetten befinden.
  • Man hat schon Teeröl z. B. dem Kalkstickstoff zugesetzt, was einerseits der desinfizierenden Eigenschaften der Kresole wegen geschah, andrerseits aus hygienischen Gründen, um das Stäuben zu verhüten, desgleichen auch bereits Terpentinöl zur Lösung schwer löslicher Verbindungen.
  • Diese Teeröle und Terpene sind im Gegensatz zu den fetten Ölen keine neutralen Grundlagen.
  • Die natürlichen fetten Öle und Fette planzlichen und tierischen Ursprungs dagegen schützen das Saatgut, zersetzen sich und lassen nach Wasserzutritt dann die Keimung vor sich gehen. Man hat ferner auch Pasten, Seifen, Linimente mit Ammoniak und Formaldehyd, Petroleum-Seilen-Emulsion und Emulsionen mit größerem Wassergehalt zum Beizen von Saatgut benutzt.
  • Schließlich ist auch ein Saatgutbeizmittel mit einem geringen Gehalt eines fetten Öles bekannt.
  • Diese bekannten Saatgutbeizmittel kommen jedoch den Saatgutbeizmitteln gemäß vorliegender Erfindung, die reine oder mit flüchtigen Kohlewasserstoffen verdünnte fette Öle oder Fette enthalten, nicht gleich, da bei den bekannten trockenen Mitteln die geringe Menge Öl nur staublindernd -wirkt, bei den nassen das Öl nicht als fettes Öl, sondern als Seife zur Wirkung kommt und ferner noch ein Trocknen des behandelten Gutes erforderlich wird.
  • Auf den Versuchsparzellen ergab sich bei Verwendung des beanspruchten- Mittels gegen Stein-, Flugbrand sowie Streifenkrankheit der Saaten ein voller Erfolg. Ausführungsbeispiele i. Gemisch von o, 5 g Sublimat, 2,5 g Phenol in Äther gelöst, 97 g Rüböl, z. Gemisch von o, i g Quecksilbermethylchlorid und 99,g g Leinöl, 3. Borsäure, Salicylsäure, Ameisensäure mit oder ohne Hg-Verbindungen in den üblichen Prozentsätzen in Schmalz oder Talg gelöst. Aus Sparsamkeitsrücksichten kann das Fett mit der gleichen Merige Kohlewasserstoffe verdünnt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Aus einem natürlichen reinen pflanzlichen oder tierischen fetten Öle oder Fette und einem der bekannten Beizstoffe bestehendes Saatgutbeizmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Beizstoffe sich iii den gegebenenfalls mit Kohlewasserstoffen verdaten fetten Ölen oder Fetten in gelöstem oder suspendiertem Zustande befinden.
DEB120438D 1925-06-20 1925-06-20 Saatgutbeizmittel Expired DE609467C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2706700A (en) * 1951-10-22 1955-04-19 Douglas Chemical And Supply Co Composition of matter for the treatment of rice and other similar small grains

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