DE608450C - Verfahren zum Befestigen von mit Klebstoff versehenen Verstaerkungsstreifen an Papiersaecken und Klebstoffauftragevorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Befestigen von mit Klebstoff versehenen Verstaerkungsstreifen an Papiersaecken und Klebstoffauftragevorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens

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DE608450C
DE608450C DEM120144D DEM0120144D DE608450C DE 608450 C DE608450 C DE 608450C DE M120144 D DEM120144 D DE M120144D DE M0120144 D DEM0120144 D DE M0120144D DE 608450 C DE608450 C DE 608450C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B13/00Machines for sewing sacks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)

Description

  • Verfahren zum Befestigen von mit Klebstoff versehenen Verstärkungsstreifen an Papiersäcken und Klebstoffauftragevorrichtung zur Ausführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Befestigen von mit Klebstoff versehenen Verstärkungsstreifen an Papiersäcken.
  • Bei den bisher am meisten üblichen Verfahren dieser Art wird der Klebstoff durch schmale Rollren stellen- oder streifenweise nahe den Rändern des zu befestigenden Streifens aufgetragen. Dabei wird erst unmittelbar nach erfolgter Vernähimg des Streifens durch eine besondere Operation, nämlich durch Ausstreichen nach der Naht zu, eine Verteilung des Klebstoffes über die Gesamtfläche des Streifens, insbesondere nach der Nahtstelle zu, erstrebt. Meist bleibt aber bei dieser Art des Verfahrens der mittlere Teil des Streifens, der jenseits der Naht um das Sackende herumgreift, durchweg ohne Klebstoffschicht, da vor allem die Naht der weiteren Verteilung des Klebstoffs nach der Mitte zu im Wege ist. Infolge dieser ungenügenden Verteilung des Klebstoffs fällt auch die Verbindung von Sackende und Überlappungsstreifen nicht dicht und haltbar genug aus, um Materialverluste auszuschließen.
  • Zur Behebung dieser Nachteile ergab sich die Forderung, die gesamte Fläche des Streifens von vornherein, d. h. vor dem Vernähen, mit einer durchgehenden gleichmäßigen Klebestoffschicht zu versehen, wobei alsdann die Naht durch den Klebstoff hindurchgelegt werden muß, damit die Stichlöcher mit Klebstoff gefüllt und dadurch geschlossen werden. Das Nähen durch den feuchten Klebstoff hindurch macht jedoch Schwierigkeiten,, wenn man zugleich mit einer guten Abdichtung der Stichlöcher eine einwandfreie Klebwirkung des Streifens erreichen will. Die Schwierigkeit liegt hauptsächlich darin, daß die zur Stichbildung dienenden Werkzeuge sowie die durch die Stichlöcher hindurchgezogenen Fadenteile mit Klebstoff verschmutzen und z. B. die vom Greifer aufzufangenden Nadelfadenschleifen nicht aufgehen und deshalb keine Nahtbildung entsteht.
  • Wegen dieser Schwierigkeiten hat man bereits ein Verfahren vorgeschlagen, dahingehend, daß nach dem Nähen auf der Nadeleintrittsseite von außen ein Klebmittel streifenförmig - auf die fertige Naht aufgetragen wird. Bei diesem Verfahren wird der Streifen jedoch gar nicht oder nur mangelhaft aufgeklebt, sondern im wesentlichen nur vernäht und die Stichlöcher von außen mit Klebstoff gefüllt und abgedichtet.
  • Die vorliegende Erfindung geht nun von der @obenerwähnten Aufgabe aus, einen ganz mit Klebstoff versehenen Streifen durch Aufkleben und unmittelbar anschließendes Vernähen zu befestigen. Die Mittel und Wege zur Lösung dieser Aufgabe in praktisch einwandfreier Weise bestehen erfindungsgemäß darin, daß, in Verbindung mit der Klebstoffauftragung auf den Verstärkungsstreifen eine Anfeuchtung und Abkühlung von Faden und Nadel vorgesehen ist, und zwar unter zweckentsprechender gegenseitiger Regelung der Menge sowohl des aufgetragenen Klebstoffs als auch des Anfeuchtungsmittels für Faden und Nadel.
  • Die Verbindung der an sich bekannten Merkmale der Klebstoffauftragung über die gesamte Fläche des Streifens und der Anfeuchtung und Abkühlung von Faden und Nadel ermöglichen durch die entsprechend gegenseitig einander angepaBte Regelung das einwandfreie Durchnähen durch den Klebstoff unter Abdichtung der durch die Naht gebildeten Stichlöcher zugleich mit dem einwandfreien Aufkleben des Streifens auf die Unterlage.
  • Die Regelung der Klebstoffdosierung erfolgt durch ein verstellbares Abstreifblech der Klebstoffauftragevorrichtung. Um eine gleichmäßige Verteilung des Klebstoffes zu erzielen, wenn der damit versehene Streifen angelegt wird, und aber gleichzeitig ein Herausquellen des Klebstoffes zwischen den Rändern des Streifens und dem Sack zu vermeiden, ist zweckmäßigerweise die Arbeitskante des Abstreifbleches in der Mitte etwas ausgenommen, so daß dort ein größerer Spalt zwischen Auftragetrommel und Blech besteht, wodurch bei reichlicher Klebstoffzuführung in der Mitte des Streifens durch eine Gegenwalze eine gleichmäßige Verteilung von der Mitte gegen beide Ränder zu erreicht wird. Ferner kann hierzu die Klebstoffwalze an beiden Rändern im Durchmesser verkleinert, z. B. abgekantet :oder abgerundet, und das Abstreifblech dieser Form angepaßt sein. Dadurch erfolgt unmittelbar an den Rändern des Streifens keine Klebstoffauftragung, wodurch das Herausquellen des Klebstoffes und das Auftreten von Wulsten verhindert wird. Diese Maßnahme ist hauptsächlich dann von Vorteil, wenn die Walzenbreite der Breite des Verstärkungsstreifens entspricht.
  • Durch das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung wird durch einfache Mittel und Maßnahmen unter allen Umständen erstens eine völlige Verklebung des Überlappungsstreifens mit dem ganzen Sackende ohne Verschmutzung der Kleberänder erzielt. Es bedarf auch keines Ausstreichens nach dem Vernähen noch etwaiger zu diesem Zweck vorgesehener Preßrollen, um so weniger, als der vorhandene Stoffdrücker der Nähmaschine ohnehin schon pressend auf den Streifen und damit verteilend wirkt. Zweitens wird die durch Kleben bewirkte Befestigung zugleich durch eine Vernähung an der Xleb@estelle unter völliger Abdichtung verstärkt. In der beiliegenden Zeichnung ist die neue Anordnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. z die Gesamtanordnung der Maschine mit dem Klebeapparat, Abb. a den Klebeapparat in Oberansicht, Abb. 3 eine zweckmäßige Ausführung des Abstreifbleches, Abb. 4 den mit Klebstoff versehenen Streifen, so, wie er aus dem Klebeapparat herauskommt, im Querschnitt, Abb. 5 das: vom völlig angeklebten Streifen umschlossene mebrlagige Sackende im Querschnitt.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die allgemeine Anordnung der Maschine bzw. der Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung so getroffen, daß zur Zuführung des zur Klebestoffauftragung und zur Faltung des aufzunähenden und aufzuklebenden Überlappungsstreifens der Streifen s zunächst von der Seite her quer zur Nähvorrichtung, durch einen seitlich angeordneten Klebstoff auftrageapparat K hindurchlaufend, bis unmittelbar vor die Stichvorrichtung herangeführt wird. Vor dieser jedoch wird der Streifen in die 1\Tährichtung umgelenkt und bei dieser Umlenkung zugleich in die senkrechte Lage gewendet, in der er dann in den Faltapparat f eingeleitet wird. Der Klebstoffauftrageapparat K besitzt eine die ganze Breite des Verstärkungsstreifens bestreichende Trommelwalze 1v, Vor dieser Trommelwalze ist ein entsprechend breites verstellbares Abstreifblech b angeordnet, dessen Abstreifkante die Stärke der Klebstoffschicht regelt und zugleich mit der Walze zusammen die gleichmäßige Verteilung des Klebstoffs für die gesamte Streifenbreite von Rand zu Rand sichert. Dieses Abstreifblech ist daher von ganz besonderer Bedeutung, insbesondere was seine Form und seine Einstellungsmöglichkeit für die jeweilig erforderliche Auftragsdichte anbelangt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Abstreifblech an seiner Arbeitskante in der Mitte etwas einzubuchten, so etwa, daß nur die Außenseiten der Kante mit dem Mantel der Trommelwalze parallel verlaufen und zwischen den parallelen Stellen eine Einbuchtung besteht. Diese Einbuchtung bedingt, daß zunächst in der Mitte der Trommel die Spaltöffnung zwischen Trommel und Abstreifblech größer ist als an den Rändern und daher immer in der Mitte reichlich Klebstoff auf die Walze gelangen kann; der sich dann bei der Drehung der Walze über die Gesamtfläche des Trommelmantels verteilt. Hierdurch läßt sich sicher die volle gleichmäßige Bedeckung des Streifens erreichen, besonders auch unter Mitwirkung der Gegenwalze v, die durch Federdruck die gleichmäßige Verteilung fördert. Um zu verhindern, daß beim Auftragen des Klebstoffes dieser über die Ränder des Streifens bzw. der Klebstofftrommel herausquillt und Wulste auftreten, sind die Ränder der Walze im Durchmesser verkleinert und die Ecken des Abstreifbleches der Form der Walzenränder angepaßt, so daß an den betreffenden Stellen keine Klebstoffauftragung auf den Streifen erfolgt und die Ränder des Streifens frei von Klebstoff bleiben. Durch geeignete Einstellung des Abstreifbleches erfolgt dann eine derartige Verteilung des Klebstoffes, daß die ganze Breite des Streifens damit versehen, aber jegliches Herausquellen an den Seiten vermieden ist.
  • Nachdem auf diese Weise die richtige Klebstoffdosierung festgestellt ist, wird das Vernähen durch den Klebstoff hindurch nachteilsfrei durch, die Anordnung von Mitteln ermöglicht, welche verhindern, daß Faden und Nadel in ihrer Arbeitsweise durch den Klebstoff beeinflußt werden. Hierzu können bekannte Anfeuchtungs- und Abkühlungsvorrichtungen für Nadel und Faden dienen, wobei als Anfeuchtungs- und Kühlmittel in bekannter Weise Seifenwasser, C51 o. dgl. verwendet werden kann.
  • Wichtig für das vorliegende Verfahren ist, daß die Stärke der Anfeuchtung und der Kühlung der gewählten Klebstoffdosis entsprechend angepaßt wird. Bei richtig gewähltem Verhältnis des Feuchtigkeitsgehalts des Fadens zu der Klebstoffmenge ist das Verfahren praktisch einwandfrei, d. h. mit sicherer Nahtbildung ausführbar.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird die Widerstandsfähigkeit des Sackes bedeutend gesteigert, da das Sackende ganz umklebt und somit besonders dicht und haltbar ist. Des weiteren wird ein Entweichen des Füllgutes beim Reißen der Naht vermieden, was bei längerem Lagern oder großem Transport von besonderer Wichtigkeit ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Befestigen von mit Klebstoff versehenen Verstärkungsstreifen an Papiersäcken, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen mit einer bestimmten Menge Klebstoff versehen und die durch den Klebstoff hindurchnähende Nadel bzw. der Faden entsprechend der gewählten Klebstoffdosierung mehr oder weniger befeuchtet wird. a. Klebstoffauftragevorrichtung mit Abstreifblech zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskante des verstellbar angeordneten Abstreifbleches in der Mitte etwas ausgespart ist, um an dieser Stelle eine reichlichere Zuführung des Klebstoffes als an den Seiten zu erzielen. 3,. Klebstoffauftragevorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffwalze an beiden Rändern im Durchmesser verkleinert und das Abstreifblech dieser Form angepaßt ist.
DEM120144D 1932-06-21 1932-06-21 Verfahren zum Befestigen von mit Klebstoff versehenen Verstaerkungsstreifen an Papiersaecken und Klebstoffauftragevorrichtung zur Ausfuehrung des Verfahrens Expired DE608450C (de)

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DE (1) DE608450C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1090501B (de) * 1955-06-21 1960-10-06 Union Special Maschinenfab Verfahren zum Herstellen von Saecken sowie Naehmaschine zur Ausuebung dieses Verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1090501B (de) * 1955-06-21 1960-10-06 Union Special Maschinenfab Verfahren zum Herstellen von Saecken sowie Naehmaschine zur Ausuebung dieses Verfahrens

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