DE608367C - Fernschreibanlage mit wechselseitigem Verkehr der Teilnehmerstationen - Google Patents
Fernschreibanlage mit wechselseitigem Verkehr der TeilnehmerstationenInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 608367 KLASSE 21 al GRUPPE
21 a1 S 33.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Fernschreibanlagen mit wechselseitigem. Verkehr der TeSL-nehmerstationen,
bei denen zur wechselseitigen Impulsübertragung zwischen Sitnplexleitungen, vorzugsweise Ruhestromleitungen,
einerseits und Duplexleitungen oder anderen einen gleichzeitigen Verkehr in beiden Richtungen
zulassenden Übertragungssystemen anderseits Umsetzerschaltungen, mit polarisierten
Relais vorgesehen sind.
Es ist bekannt, solche Schaltungen derart auszubilden, daß von einem Teilnehmer aus
der Fernschreibapparat des anderen Teilnehmers eingeschaltet und nach Beendigung der
Übermittlung wieder ausgeschaltet werden kann. Ferner sind Schaltungen bekannt, welche es möglich machen, den gebenden
Teilnehmer vom empfangenden Teilnehmer aus zu unterbrechen, ohne daß dabei eine besondere
Schaltmaßnahme seitens des gebenden Teilnehmers 'erforderlich ist. In diesem Fall kann aber, besonders wenn es sich um
Femschreibanlagen mit Selbstanschlußibetriefo
handelt, bei der Unterbrechung des gebenden Teilnehmers durch den empfangenden .Teilnehmer
leicht eine Störung der Verbindungseinrichtungen eintreten, wenn die Unterbrechung
des gebenden Teilnehmers durch den empfangenden Teilnehmer gerade im Augenblick
der Zeichengabe !erfolgt.
Erfindungsgemäß werden zur Verhinderung
einer derartigen gegenseitigen Blockierung der zur wechselseitigen Imptdsübertra-.
gung dienenden polarisierten Relais Sperrmittel vorgesehen, die jeweils wähnend der
Übertragung eines Zeichieninapulses in der einen Verkehrsrichtung in Abhängigkeit von
diesen Impuls übertragenden Übertragungsmitteln die Übertragungisfähigkeit von Übertragungsmitteln
der entgegengesetzten Verkehrsrichtung aufheben. Insbesondere kann die Anordnung so getroffen sein, daß der
Kontakt eines polarisierten Übertragungsrelais der einen Verkehrsrichtung unmittelbar den
Stromkreis einer. Wicklung eines polarisierten Übertragungsrelais der entgegengesetztem
Verkehrsrichtung in dem Sinne steuert, daß eine Betätigung des letztgenannten Übertragungsrelais
so lange unmöglich ■ ist, wie sich der Kontakt des erstgenannten Relais in der
Zeichenlage befindet.
Bei Relaisübertragungen für wechselseitigen Verkehr (Simplexbetrieb) ist es zwar bereits
bekannt, die Übertragungsrelais der beiden Verkehrsrichtungen in bestimmter Weise
voneinander abhängig zu machen, indem jeweils ein Ansprechen des Übertragungsrelais
der nicht benutzten Verkehrsriehtung während der Übertragung von Zeichenimpulsen
durch 'ein Übertrag^ingsrelais der benutzten
Verkehrsrichtung verhindert wird. Hier liegt jedoch eine vollkommen andere Aufgabe vor, da die Blockierung des Übertragungsrelais
der unbenutzten Verkehrsrichtung lediglich! den Zweck hat, eine fehlerhafte Reflexion der weiterzugebenden Impulse
*) Von dem Pätentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Römer in Berlin-Siemensstadt.
zu verhindern, die sonst infoige der Verbindung der weiterführenden Leitung· mit dem
Übertragungsrelais der nicht benutzten Verkehrsrichtung: möglich wäre. Die Erfindung
bezieht sich dagegen auf Schaltungen, die an sich bereits durch ihren Aufbau das Entstehen
solcher Reflexiansimpulse vermeiden, und beschäftigt sich mit der Aufgabe, die besonderen
Schwierigkeiten zu» vermeiden, die ίο bei derartigen an sich reflexionsfreien. Übertragungssystemen dann auftreten, wenn beide
Teilnehmer zu annähernd gleicher Zeit Zeichenimpulse aussenden.
Die besondere Aufgabestellung der Erfindung wird im folgenden zunächst an Hand
der in. Abb. 1 gezeijgten Schaltung erläutert,
während die Abb. 2 bis 5 verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung wiedergeben.
Abb. ι zeigt eine Schaltung-, bei der zwei
Teilnehmer T1 und T2 über ein Selbstanschlußfernschreibamt
miteinander verbunden sind. Der Fernschreibverkehr erfolgt in diesem
Beispiel über die Teilnehmiervierbindungsleitungen
VL mit Ruhestrombetrieb, während innerhalb des Amtes und über die Fernleitungen
beispielsweise mit Stromwechselbetrieb und je einer Doppelleitung; für die beiden
Verkehrsrichtungen gearbeitet wird. Der Anruf vom Teilnehmer zum Amt geht über eine
Telegraphierleitung und Erde, während der z Fiernschreibbetrieb über die beiden Leitungsadern verläuft. Die Stromversorgung der
Teilnehmer erfolgt vom Amt aus, und zwar sind für den Ein- und Ausschaltvorgaiig bzw.
für den Fernschreibbetrieb getrennte Batterien aufgestellt (Schalthatüerie SB bzw.
Telegraphierbatterie TB).
Im Ruhezustand liegen die Anker der Empfangsrelais ER1 bzw. ER2, die die vom
Teilnehmer T1 bzw. T2 ankommenden Stromstöße
weiter übertragen, sowie die Anker der Senderelais SR1 bzw. SR2, die den Fernschreibapparat
des Teilnehmers steuern, in der falschen Ruhelage z, die mit der Zeichenlage
oder der Arbeitslage während des Betriebes übereinstimmt. Die Anlaßrelais U1
und U2 der Teilnehmer liegen im Ruhezustand über Schaltbatterie SjB1 bzw. SB2,
Anker Sf1 bzw. Sf2, Wicklung 1 von ER1 bzw.
ER2, α-Ader, Einschalttaste ET1 bzw. ET2,
Kontakt V1 bzw. V2, Wicklung U1 bzw. U2 und
Erde unter Strom und sind angezogen. Die Stromverteilung für die Wicklungen der Relais
ER1 bzw. ERa ist dabei (im Ruhezustand) derart, daß der die Wicklung 1 durchfließende
Strom, der nur den Widerstand der α-Ader und der Wicklung 1 findet, großer ist
als der Strom in der Wicklung 2, der außer dem Widerstand der ö:-Ader und der Wicklung
2 noch die Widerstände der Teilnehmerschaltung V1, M1 und der Nachbildung
im Amt N1 zu überwinden hat. Wird zur Herstellung einer Verbindung z. B. die Taste
ET1 gedruckt, so wird der von der Schaltbatterie
SB1 ausgehende Strom von der α-Ader auf die &-Ader umgeschaltet, so daß
jetzt über die fr-Ader und Nachbildung ./V1 die
Wicklung 2 des Relais ER1 erregt wird, während
die Wicklung 1 infolge der Sperrwirkung der beim Teilnehmer T1 in der ö-Ader
liegenden VeBtUzIeIIeZ1 von einem vernachlässdgbar
kleinem Strom durchflossen wird. Der Anker er1 geht dadurch aus der falschen
Ruhelage 2 in die eigentliche Ruhelage oder Trennlage t, in der er während aller Zeichenpausen
liegenbleibt. Dabei kommt das ReIaIS1X1 zum Ansprechen, welches in bekannter
Weise den Vorwähler des Amtes zum Anlaufen bringt. Dieser Vorwähler gehört zu der Verbmduoigsschaltung VS, die in bekannter
Weise ausgebildet sein kann und z. B. Gruppenwähler und Leitungswähler mit den zugehörigen Einrichtungen und Verbindungsleitungen
enthält.
Der durch das ReMsX1 angereizte Vorwähler
prüft nun in bekannter Weise auf einen freien Gruppenwähler, der 'einen Strom
für die Wicklung des Sienderelais' SR1 des
anrufenden Teilnehmers T1 einschaltet oder umsteuert und dadurch den Anker Sr1 aus der
falschen Ruhelage ζ in die Ruhe- bzw. Trenniage t umlegt. Dadurch wird die Schaltbatterie
SS1 abgeschaltet und gleichzeitig der Fernschreibkreis durch die Anschaltung der
Telegraphierbatterie TjS1 betriebsbereit gemacht.
In diesem Stromkreis, der über die Auslösetaste AT1, den Nummernscheibenkon-
XSkHNS1, den Sendekontakt S1, den Druckmagneten
M1 und das Verzögerungsrelais, V1
verläuft, liegt ein VCnIiLZ1, welches so geschaltet
ist, daß ein wesentlicher Stromdurchgang durch den genannten Stromkreis nur dann stattfindet, wenn die Telegraphierbatterie
TjS1 eingeschaltet ist. Die Speisung
des Femschreibkreises hat das Ansprechen des Relais V1 beim Teilniehmer T1 zur Folge,
welches infolge seiner Verzögerung auch während der Zeichengabe erregt bleibt. Das
ReIaIsV1 legt seinen Anker V1 um, wodurch
auch beim Teilnehmer die Erdverbindung über das Relais U1 abgetrennt wird. Die Aberregung
des Relais. U1, die bereits vorher
erfolgte, bewirkt das Anlaufen de® Teilnehmerapparates, indem der Antriebsmotor .^1
mittels der Kontakte W11 und U12 an das
Netz N gelegt-wird.
Durch die Einschaltung der Telegraphierbatterie TB1 an Stelle der Schaltbatterie SS1
wurde die Stromrichtung in der vom Anker Sr1 zum ReIaIsE^1 führenden Leitung umgekehrt,
jedoch' bleibt der Anker ^z1 in der
Trennlage t liegen, da jetzt beide Wicklungen
des Relais ER1 in entgegengesetztem Sinne vom Strom durchflossen werden und die
Wicklung ι (linke Wicklung) infolge ihrer
größeren Amperewindungszahl die Wicklung 2,. die vorher allein erregt war, in ihrer
Wirkung überwiegt.
Der anrufende Teilnehmer J1 kann nunmehr
durch Betätigen der Nummernscheibe
ίο NS1 in bekannter Weise die Verbindung mit
einem gewünschten Teilnehmer, z. B. T2, herstellen.
Nach Durchschaltung der Verbindung sind auf beiden Seiten die Schaltbätterien SS1
und 5S2 durch die Senderelais SR1 bzw. SR2
and die Anlaßrelais U1 und U2 durch die
im Femschreibkreis liegenden Relais V1
bzw. V2 abgeschaltet. Die Anker ^r1 und er2
der Empfangsrelais ER1 bzw. ER2 liegen in
den Zeichenpausen in der Trennlagei und gehen während der Zeichengabe vorübergehend
in die Zeichenlage 2. Die Zeichengabe erfolgt durch kurzzeitige Unterbrechungen des Sendekontaktes S1 bzw. S2 beim sendenden
Teilnehmer, während die ankommenden Zeichen von dem Druckmagneten M2
bzw. M1 aufgenommen werden.
Die Empfangsrelais ER1 und ER2 im Amt
haben, wie bereits erwähnt, je zwei getrennte Wicklungen, die einander entgegenwirken,
sich jedoch in ihrer Wirkung nicht aufheben, da die Amperewindungen der Wicklung 1
größer als die der Wicklung 2 sind. In den Zeichenpausen steht der Anker des Relais
unter Einwirkung der überschüssigen Amperewindungen der Wicklung 1 gegenüber Wicklung
2, während der Zeichengabe dagegen nur unter dem Einfluß der Wicklung 2. Die
Relais X1 und X2, welche die Einschaltung
des Vorwählers bewirken, stehen während der Zeichenpausen unter Strom und haben
eine so große Verzögerung, daß sie während der Zeichengabe nicht abfallen.
Die Auslösung der Verbindung nach Beendigung der Übermittlung erfolgt normalerweise
durch Drücken einer Auslösetasite, z. B. von AT1 beim Teilnehmer T1, was den Abfall
des ReIaIsV1 beim Teilnehmer und des
ReIaIsX1 im Amt zur Folge hat. Der Kontakt
V1 bereitet den Ruhestromkreis für das
Anlaßrelais U1 vor, während das ReIaIsX1
die Auslösung der Wähler einleitet.
Wird nun aber beispielsweise die gerade; gebende Station T1 von der empfangenden
Station T2 unterbrochen, so kann der Fall
eintreten, daß bei gleichzeitigem Zusammentreffen von Zeichenstrom auf beiden Seiten
die Anker der Empfangs- und Senderelais ER und SR der beiden Stationen gleichzeitig1 in
die Zeichenlage gehen'und dann nicht mehr in die Trennlage zurückkehren, da die beiden
Teilriehmerkreise .bzw. die Empfangs* relais ER1 und ER2 durch die Senderelais
SZ^1 und SR2 gleichzeitig oder kurz hinter'
einander stromlos geworden sind. Die Verzögerungsrelais X1, X2, V1 und V2 bleiben
dann stromlos und fallen ab. Die Relais V1
und V2 schalten wieder über die Schaltbatterie SZJ1 bzw. SB2 das Anlaßrelais CJ1 bzw. C2
ein, so. daß der Teilnehmerapparät stehenbleibt,
während das Stromloswerden der Relais X1 und X2 das Zusammenfallen der
Verbindung zur Folge hat. . .
Die in den Abb. 2 bis 5 dargestellten Schaltungen geben einige Möglichkeiten zur' Vermeidung
dieser. Schwierigkeiten an. :
Abb. 2 zeigt eine Schaltung, die in ihrem grundsätzlichen Aufbau der Abb. 1 entspricht,
aber durch einige zusätzliche Schaltmittel derart ausgebildet ist, daß sie ein Unterbrechen
des gebenden Teilnehmers vom <enn>
fangenden Teilnehmer aus auch während der Zeichengabe ermöglicht, ein Auftrennen der
Verbindung dabei aber verhindert. Die Bezeichnungen entsprechen denen . dear - Abb, ι, &5
jedoch ist jeweils der Index 1 bzw.' 2 weggelassen, da nur eine TeUnehmerstation dargestellt
ist. " ■ " .
Das Senderelais SR erhält außer der normalen Wicklung S^1 eine zweite Wicklung
SR2, die vom Ankere/· des Empfangärelais
£7?-ein- und ausgeschaltet wird. Die Wicklung liegt- beispielsweise zwischen dem Zeichenkontakt
2 und der Sicherungslampe. Um die Schaltungssymmetrie aufrechtzuerhalten,
ist zwischen den Trennkontakt t und die andere Sicherungslampe ein Scheinwiderstand W
eingeschaltet, der den Widerstand der Wicklung SR2 nachbildet. Vor der Wicklung SR^
Hegt ferner zweckmäßig ein Kontakt, der erst 1Qo
bei Durchschaltung der Verbindung geschlossen wird, so daß die Relaiswicklung S^2 im
Ruhezustand abgeschaltet ist. Dieser Kontakt kann z. B., wie dargestellt, ein Kontakt χ des
Relais X sein oder auch eines anderen Relais 1O5
der Vorwählerschaltuing, welches so lange erregt ist, bis die Verbindung ausgelöst wird.
Wird die Teilnehmerstation eingeschaltet, so geht der Ankern in die Trennlage t und
bringt dadurch in beschriebener Weise das Relais X zum Ansprechen. Während der Zeichengabe
fließt dann jedesmal durch die Wicklung SR2 ein Strom, dessen Wirkung auf
den Anker sy entgegengesetzt ist der Wirkung,
die von dem durch die WicklungSÄi fließenden Strom bei Unterbrechung des andern
Teilnehmers ausgeübt wird; Liegt der Ankern/· in der Trennlaget, so kann bei Zeiehengabe
; von selten ; des. unterbrechenden Teilnehmers: jedesmal die Wicklung S/?t zur
Wirkung kommen und den Ankers/' den ZeU-chen
entsprechend aus der Trenn- in die Zei-
chenlage umlegen; wodurch, dann in bekannter
Weise der- Empfängermagnet M gesteuert wird.' Das. Ansprechen wird verhindert,- wenn
der Ankern/· des gebenden Teilnehmers sich.
gerade in der Zeichenlage befindet," da dann die Wirkung der Wicklung SR2 die der Wicklung
5^1 auch, bei Zeicbenstromfluß durch
diese Wicklung aufhebt oder überwiegt. • Im übrigen stimmt die Schaltung auch in
ίο ihrer Wirkungsweise mit der in Abb. ι dargestellten
Schaltung· überein. Jedoch kann im Stromkreis der Telegraphierbatterie TB noch
ein Kontakt r vorgesehen sein, der von einem Relais der Vorwählerschaltung gesteuert wird
und erst dann geschlossen wird, wenn der Gruppenwähler frei ist.
Eine ähnliche Maßnahme, wie sie in Abb. 2 für das Senderelais SR dargestellt ist, kann
nach Abb. 3 auch für das. Empfangsrelaisi£"jR
vorgenommen werden. Das Empfangsrelais ER erhält dann außer dem normalen Wicklungspaar ER1 noch eine Zusatzwicklung £7?2>
die von einem Kontakt des Senderelaisi SR gesteuert wird.
Ein besonderer Vorteil der besprochenen Schaltungen ist noch der, daß die normale
Amtsschaltung keine wesentliche Änderung erfährt, da nur ein einziger zusätzlicher Konf·
takt, des RelaisX und eine Zusatzwicklung für das Relais SR bzw. ER 'erforderlich ist.
Will man eine besondere Wicklung für das Empfangsrelais ER vermeiden, welches ja
schon zwei voneinander verschiedene Wicklungen besitzt, so kann nach Abb. 5 auch die
eine dieser beiden Wicklungen zum Sperren benutzt werden. Während bei den Schaltungen
nach Abb. 1 bis 3 die Einschaltung über Erde erfolgte, zeigen Abb. 4 und 5 Schaltungen
ohne Erdschleife, in welchen die AuS-nutzung, der Stromumkehr im Teünehmer;-stromfcreis
(durch Abschaltung der Schaltbatterie SB und Einschaltung der Telegraphierbatterie
TB) durch die Verwendung1 von zwei Ventilen Vt bzw. Vs1 ermöglicht wird.
Der .Ruhestrom fließt von der Schaltbatterie
&S. über &,-Ader, Ventil Vs, Einschalttaste ET,
.Anlaßrelaist/, «-Ader, -Empfangsrelais ER,
Senderelaiskontakt sr (Zeichenlagie z), während der Fernschreibstromkreis in umgekehr,-fcer
Richtung· von der Telegraphierbatterie TB über ö-Ader, Druckmagnet M, SendekontakfS,
Nummernscheibe NS, Ausschaltetaste AT, Ventil·!/* und ö-Adef verläuft. In diesem,
Stromkreis liegt nun' ein verzögertes Relais S; welches nach durchgeschalteter Verbindung
mit" seinem Kontakt s die Schaltbatterie SB- -von der &-Ader abtrennt!
In der Schaltung nach Abb. 4 ist das be-
"Mts? in- Abb. 2 dargestellte Prinzip verwendet
Worden,'indem-das Senderelais SR außer der
normalen' WicklungSRi eine'Hilfswicklung
SR2 besitzt, die vom Anker ^r des Relais EJR
in der Zeichenlage ζ eingeschaltet, wird und im Ruhezustand durch den Kontakt eines zur
Vorwählerschaltung gehörenden Relais, z., B. X3
abgeschaltet ist.
Abb. S zeigt .eine Schaltung, bei der entsprechend
der Abb. 3 das Empfangsrelais! £7? an Stelle des Senderelais SR zur Sperrung benutzt
wird. Jedoch besitzt die Schaltung nach Abb. 5 gegenüber jener den Vorteil,
daß eine besondere Wicklung für das Emp,-fangsrelais,
das ja bereits zwei voneinander verschiedene Wicklungen 1 und 2 besitzt, vermieden
ist, indem eine der vorhandenen Wickhingen zur Sperrung benutzt wird.
Das Relais1 X, welches in oben beschriebener Weise durch den anrufenden Teilnehmer
eingeschaltet wird, bereitet durch Schließen seines Kontaktes jt: einen Hilfsstromkreis für
die Wicklung 2 des Empfangsrelais ER vor, der jedesmal beim Umlegen des Ankers sir
in die Zeichenlage ζ geschlossen wird und dann als Sperrstromkreis wirksam ist. Der
Stromkreis verläuft über die Schaltbatterie 55 und enthält einen Widerstand W, der die richtige
Bemessung des Sperrstromes gestattet. Die Größe des Hilfsstromes ist derart gewählt,
daß jede störende Beeinflussung des Relais ER verhindert ist, wenn der Anker sr
in der Zeichenlage 2 liegt.
Claims (8)
- Patentansprüche':i. Fernschreibanlage mit wechselseitigern Verkehr der TeDnehmerstatLonen, bei der zur wechselseitigen Impulsübertragung zwischen Sümplexleitungen, vorzugsweise Ruhestromleitungen, 'einerseits und Duplexleitungen oder anderen einen gleich- loo' zeitigen Verkehr in beiden Richtungen zulassenden - Übertragungssystemen anderseits Umsetzerschaltungen mit polarisierten Relais vorgesehen .sind, insbesondere mit Selhstanschlußbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung einer bei gleichzeitiger Zeichensendung in beiden Richtungen möglichen gegenseitigen Blockierung der polarisierten Relais; Sperrmittel vorgesehen sind, die jeweils wäh-.". rend "der Übertragung eines; Zeichenim-. pulses in der einen Verfcehrsrichtuing in Abhängigkeit · von diesen Impuls übertoa-- genden Übertragungsmittehi die Übertragungsfähigkeit von Übertragungsmittein der entgegengesetzten Verkehrsrichtuing aufheben. :' . .
- 2. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn-■ zeichnet, daß· die Stromstoßübertragungseinrichtungen der beiden Verkehrsrichtungen derart voneinander abhängig sind, daßbei Zeichengabe in der einen Verkehrs.-richt|ung eine wirksame Beeinflussung der zugehörigen Übertragungseinrichtungein von der anderen Verkehrsrichtung aus verhindert ist.
- 3. Einrichtung und Schaltungsanoirdnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein ÜbertraguingsrelaiH der einen. Verkehrslichtung bei Zeichengabe in dieser Richtung ein Übertragungsrelais der anderen Verkehrsrichtung: sperrt.
- 4. Einrichtung und Schaitiingsainordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relais der einen Verkehrsrichtung «ine Hilfswicklung· besitzt, die durch -einen Xontakt eines: Relais der anderen Verkehrsrichtung gesteuert wird.
- 5. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung· über eine Betriebswicklung oder eine der Betriebswicklungen des, zu sperrenden Relais erfolgt.
- 6. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrstromkreis durch einen bei Herstellung bzw. Durchschaltung· der Verbindung umgelegten Kontakt vorbereitet wird.
- 7. Einrichtung und Schaltungsanordrnrng nach, einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Amt gehörende, die vom Teilnehmer .ankommenden Impulse empfangende Relais eine Sperrwicklung besitzt, die von dem zugeordneten Senderelais der anderen Verkehrsrichtung ein- und ausgeschal- · tet wird.
- 8. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden An- φο sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Amt gehörende, die Impulse zum Teilnehmer übertragende Senderelais eine Sperrwicklung1 besitzt, die von dem zugeordneten Empfangisirelais der anderen Verkehrsrichtung 'ein- und ausgeschaltet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE608367T | 1930-01-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608367C true DE608367C (de) | 1935-01-23 |
Family
ID=34625013
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930608367D Expired DE608367C (de) | 1930-01-26 | 1930-01-26 | Fernschreibanlage mit wechselseitigem Verkehr der Teilnehmerstationen |
Country Status (4)
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|---|---|
| BE (1) | BE376741A (de) |
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| FR (1) | FR712808A (de) |
| GB (1) | GB371861A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE753962C (de) * | 1940-02-16 | 1954-01-04 | Siemens & Halske A G | Schaltungsanordnung fuer Telegrafenanlagen |
| DE765145C (de) * | 1937-05-26 | 1954-05-24 | Aeg | Fernmeldeeinrichtung fuer fernbetaetigte, verstellbare Organe |
| US5415159A (en) * | 1993-08-18 | 1995-05-16 | Ethicon, Inc. | Support structure for abdominal lift |
-
0
- BE BE376741D patent/BE376741A/xx unknown
-
1930
- 1930-01-26 DE DE1930608367D patent/DE608367C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-01-23 FR FR712808D patent/FR712808A/fr not_active Expired
- 1931-01-23 GB GB230431A patent/GB371861A/en not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765145C (de) * | 1937-05-26 | 1954-05-24 | Aeg | Fernmeldeeinrichtung fuer fernbetaetigte, verstellbare Organe |
| DE753962C (de) * | 1940-02-16 | 1954-01-04 | Siemens & Halske A G | Schaltungsanordnung fuer Telegrafenanlagen |
| US5415159A (en) * | 1993-08-18 | 1995-05-16 | Ethicon, Inc. | Support structure for abdominal lift |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB371861A (en) | 1932-04-25 |
| FR712808A (fr) | 1931-10-13 |
| BE376741A (de) |
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