DE608367C - Fernschreibanlage mit wechselseitigem Verkehr der Teilnehmerstationen - Google Patents

Fernschreibanlage mit wechselseitigem Verkehr der Teilnehmerstationen

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DE608367C
DE608367C DE1930608367D DE608367DD DE608367C DE 608367 C DE608367 C DE 608367C DE 1930608367 D DE1930608367 D DE 1930608367D DE 608367D D DE608367D D DE 608367DD DE 608367 C DE608367 C DE 608367C
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DE
Germany
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relay
transmission
winding
traffic
traffic direction
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Expired
Application number
DE1930608367D
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English (en)
Inventor
Otto Roemer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 23. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 608367 KLASSE 21 al GRUPPE
21 a1 S 33.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Fernschreibanlagen mit wechselseitigem. Verkehr der TeSL-nehmerstationen, bei denen zur wechselseitigen Impulsübertragung zwischen Sitnplexleitungen, vorzugsweise Ruhestromleitungen, einerseits und Duplexleitungen oder anderen einen gleichzeitigen Verkehr in beiden Richtungen zulassenden Übertragungssystemen anderseits Umsetzerschaltungen, mit polarisierten Relais vorgesehen sind.
Es ist bekannt, solche Schaltungen derart auszubilden, daß von einem Teilnehmer aus der Fernschreibapparat des anderen Teilnehmers eingeschaltet und nach Beendigung der Übermittlung wieder ausgeschaltet werden kann. Ferner sind Schaltungen bekannt, welche es möglich machen, den gebenden Teilnehmer vom empfangenden Teilnehmer aus zu unterbrechen, ohne daß dabei eine besondere Schaltmaßnahme seitens des gebenden Teilnehmers 'erforderlich ist. In diesem Fall kann aber, besonders wenn es sich um Femschreibanlagen mit Selbstanschlußibetriefo handelt, bei der Unterbrechung des gebenden Teilnehmers durch den empfangenden .Teilnehmer leicht eine Störung der Verbindungseinrichtungen eintreten, wenn die Unterbrechung des gebenden Teilnehmers durch den empfangenden Teilnehmer gerade im Augenblick der Zeichengabe !erfolgt.
Erfindungsgemäß werden zur Verhinderung einer derartigen gegenseitigen Blockierung der zur wechselseitigen Imptdsübertra-.
gung dienenden polarisierten Relais Sperrmittel vorgesehen, die jeweils wähnend der Übertragung eines Zeichieninapulses in der einen Verkehrsrichtung in Abhängigkeit von diesen Impuls übertragenden Übertragungsmitteln die Übertragungisfähigkeit von Übertragungsmitteln der entgegengesetzten Verkehrsrichtung aufheben. Insbesondere kann die Anordnung so getroffen sein, daß der Kontakt eines polarisierten Übertragungsrelais der einen Verkehrsrichtung unmittelbar den Stromkreis einer. Wicklung eines polarisierten Übertragungsrelais der entgegengesetztem Verkehrsrichtung in dem Sinne steuert, daß eine Betätigung des letztgenannten Übertragungsrelais so lange unmöglich ■ ist, wie sich der Kontakt des erstgenannten Relais in der Zeichenlage befindet.
Bei Relaisübertragungen für wechselseitigen Verkehr (Simplexbetrieb) ist es zwar bereits bekannt, die Übertragungsrelais der beiden Verkehrsrichtungen in bestimmter Weise voneinander abhängig zu machen, indem jeweils ein Ansprechen des Übertragungsrelais der nicht benutzten Verkehrsriehtung während der Übertragung von Zeichenimpulsen durch 'ein Übertrag^ingsrelais der benutzten Verkehrsrichtung verhindert wird. Hier liegt jedoch eine vollkommen andere Aufgabe vor, da die Blockierung des Übertragungsrelais der unbenutzten Verkehrsrichtung lediglich! den Zweck hat, eine fehlerhafte Reflexion der weiterzugebenden Impulse
*) Von dem Pätentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Römer in Berlin-Siemensstadt.
zu verhindern, die sonst infoige der Verbindung der weiterführenden Leitung· mit dem Übertragungsrelais der nicht benutzten Verkehrsrichtung: möglich wäre. Die Erfindung bezieht sich dagegen auf Schaltungen, die an sich bereits durch ihren Aufbau das Entstehen solcher Reflexiansimpulse vermeiden, und beschäftigt sich mit der Aufgabe, die besonderen Schwierigkeiten zu» vermeiden, die ίο bei derartigen an sich reflexionsfreien. Übertragungssystemen dann auftreten, wenn beide Teilnehmer zu annähernd gleicher Zeit Zeichenimpulse aussenden.
Die besondere Aufgabestellung der Erfindung wird im folgenden zunächst an Hand der in. Abb. 1 gezeijgten Schaltung erläutert, während die Abb. 2 bis 5 verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung wiedergeben.
Abb. ι zeigt eine Schaltung-, bei der zwei Teilnehmer T1 und T2 über ein Selbstanschlußfernschreibamt miteinander verbunden sind. Der Fernschreibverkehr erfolgt in diesem Beispiel über die Teilnehmiervierbindungsleitungen VL mit Ruhestrombetrieb, während innerhalb des Amtes und über die Fernleitungen beispielsweise mit Stromwechselbetrieb und je einer Doppelleitung; für die beiden Verkehrsrichtungen gearbeitet wird. Der Anruf vom Teilnehmer zum Amt geht über eine Telegraphierleitung und Erde, während der z Fiernschreibbetrieb über die beiden Leitungsadern verläuft. Die Stromversorgung der Teilnehmer erfolgt vom Amt aus, und zwar sind für den Ein- und Ausschaltvorgaiig bzw. für den Fernschreibbetrieb getrennte Batterien aufgestellt (Schalthatüerie SB bzw. Telegraphierbatterie TB).
Im Ruhezustand liegen die Anker der Empfangsrelais ER1 bzw. ER2, die die vom Teilnehmer T1 bzw. T2 ankommenden Stromstöße weiter übertragen, sowie die Anker der Senderelais SR1 bzw. SR2, die den Fernschreibapparat des Teilnehmers steuern, in der falschen Ruhelage z, die mit der Zeichenlage oder der Arbeitslage während des Betriebes übereinstimmt. Die Anlaßrelais U1 und U2 der Teilnehmer liegen im Ruhezustand über Schaltbatterie SjB1 bzw. SB2, Anker Sf1 bzw. Sf2, Wicklung 1 von ER1 bzw. ER2, α-Ader, Einschalttaste ET1 bzw. ET2, Kontakt V1 bzw. V2, Wicklung U1 bzw. U2 und Erde unter Strom und sind angezogen. Die Stromverteilung für die Wicklungen der Relais ER1 bzw. ERa ist dabei (im Ruhezustand) derart, daß der die Wicklung 1 durchfließende Strom, der nur den Widerstand der α-Ader und der Wicklung 1 findet, großer ist als der Strom in der Wicklung 2, der außer dem Widerstand der ö:-Ader und der Wicklung 2 noch die Widerstände der Teilnehmerschaltung V1, M1 und der Nachbildung im Amt N1 zu überwinden hat. Wird zur Herstellung einer Verbindung z. B. die Taste ET1 gedruckt, so wird der von der Schaltbatterie SB1 ausgehende Strom von der α-Ader auf die &-Ader umgeschaltet, so daß jetzt über die fr-Ader und Nachbildung ./V1 die Wicklung 2 des Relais ER1 erregt wird, während die Wicklung 1 infolge der Sperrwirkung der beim Teilnehmer T1 in der ö-Ader liegenden VeBtUzIeIIeZ1 von einem vernachlässdgbar kleinem Strom durchflossen wird. Der Anker er1 geht dadurch aus der falschen Ruhelage 2 in die eigentliche Ruhelage oder Trennlage t, in der er während aller Zeichenpausen liegenbleibt. Dabei kommt das ReIaIS1X1 zum Ansprechen, welches in bekannter Weise den Vorwähler des Amtes zum Anlaufen bringt. Dieser Vorwähler gehört zu der Verbmduoigsschaltung VS, die in bekannter Weise ausgebildet sein kann und z. B. Gruppenwähler und Leitungswähler mit den zugehörigen Einrichtungen und Verbindungsleitungen enthält.
Der durch das ReMsX1 angereizte Vorwähler prüft nun in bekannter Weise auf einen freien Gruppenwähler, der 'einen Strom für die Wicklung des Sienderelais' SR1 des anrufenden Teilnehmers T1 einschaltet oder umsteuert und dadurch den Anker Sr1 aus der falschen Ruhelage ζ in die Ruhe- bzw. Trenniage t umlegt. Dadurch wird die Schaltbatterie SS1 abgeschaltet und gleichzeitig der Fernschreibkreis durch die Anschaltung der Telegraphierbatterie TjS1 betriebsbereit gemacht. In diesem Stromkreis, der über die Auslösetaste AT1, den Nummernscheibenkon- XSkHNS1, den Sendekontakt S1, den Druckmagneten M1 und das Verzögerungsrelais, V1 verläuft, liegt ein VCnIiLZ1, welches so geschaltet ist, daß ein wesentlicher Stromdurchgang durch den genannten Stromkreis nur dann stattfindet, wenn die Telegraphierbatterie TjS1 eingeschaltet ist. Die Speisung des Femschreibkreises hat das Ansprechen des Relais V1 beim Teilniehmer T1 zur Folge, welches infolge seiner Verzögerung auch während der Zeichengabe erregt bleibt. Das ReIaIsV1 legt seinen Anker V1 um, wodurch auch beim Teilnehmer die Erdverbindung über das Relais U1 abgetrennt wird. Die Aberregung des Relais. U1, die bereits vorher erfolgte, bewirkt das Anlaufen de® Teilnehmerapparates, indem der Antriebsmotor .^1 mittels der Kontakte W11 und U12 an das Netz N gelegt-wird.
Durch die Einschaltung der Telegraphierbatterie TB1 an Stelle der Schaltbatterie SS1 wurde die Stromrichtung in der vom Anker Sr1 zum ReIaIsE^1 führenden Leitung umgekehrt, jedoch' bleibt der Anker ^z1 in der
Trennlage t liegen, da jetzt beide Wicklungen des Relais ER1 in entgegengesetztem Sinne vom Strom durchflossen werden und die Wicklung ι (linke Wicklung) infolge ihrer größeren Amperewindungszahl die Wicklung 2,. die vorher allein erregt war, in ihrer Wirkung überwiegt.
Der anrufende Teilnehmer J1 kann nunmehr durch Betätigen der Nummernscheibe
ίο NS1 in bekannter Weise die Verbindung mit einem gewünschten Teilnehmer, z. B. T2, herstellen.
Nach Durchschaltung der Verbindung sind auf beiden Seiten die Schaltbätterien SS1 und 5S2 durch die Senderelais SR1 bzw. SR2 and die Anlaßrelais U1 und U2 durch die im Femschreibkreis liegenden Relais V1 bzw. V2 abgeschaltet. Die Anker ^r1 und er2 der Empfangsrelais ER1 bzw. ER2 liegen in den Zeichenpausen in der Trennlagei und gehen während der Zeichengabe vorübergehend in die Zeichenlage 2. Die Zeichengabe erfolgt durch kurzzeitige Unterbrechungen des Sendekontaktes S1 bzw. S2 beim sendenden Teilnehmer, während die ankommenden Zeichen von dem Druckmagneten M2 bzw. M1 aufgenommen werden.
Die Empfangsrelais ER1 und ER2 im Amt haben, wie bereits erwähnt, je zwei getrennte Wicklungen, die einander entgegenwirken, sich jedoch in ihrer Wirkung nicht aufheben, da die Amperewindungen der Wicklung 1 größer als die der Wicklung 2 sind. In den Zeichenpausen steht der Anker des Relais unter Einwirkung der überschüssigen Amperewindungen der Wicklung 1 gegenüber Wicklung 2, während der Zeichengabe dagegen nur unter dem Einfluß der Wicklung 2. Die Relais X1 und X2, welche die Einschaltung des Vorwählers bewirken, stehen während der Zeichenpausen unter Strom und haben eine so große Verzögerung, daß sie während der Zeichengabe nicht abfallen.
Die Auslösung der Verbindung nach Beendigung der Übermittlung erfolgt normalerweise durch Drücken einer Auslösetasite, z. B. von AT1 beim Teilnehmer T1, was den Abfall des ReIaIsV1 beim Teilnehmer und des ReIaIsX1 im Amt zur Folge hat. Der Kontakt V1 bereitet den Ruhestromkreis für das Anlaßrelais U1 vor, während das ReIaIsX1 die Auslösung der Wähler einleitet.
Wird nun aber beispielsweise die gerade; gebende Station T1 von der empfangenden Station T2 unterbrochen, so kann der Fall eintreten, daß bei gleichzeitigem Zusammentreffen von Zeichenstrom auf beiden Seiten die Anker der Empfangs- und Senderelais ER und SR der beiden Stationen gleichzeitig1 in die Zeichenlage gehen'und dann nicht mehr in die Trennlage zurückkehren, da die beiden Teilriehmerkreise .bzw. die Empfangs* relais ER1 und ER2 durch die Senderelais SZ^1 und SR2 gleichzeitig oder kurz hinter' einander stromlos geworden sind. Die Verzögerungsrelais X1, X2, V1 und V2 bleiben dann stromlos und fallen ab. Die Relais V1 und V2 schalten wieder über die Schaltbatterie SZJ1 bzw. SB2 das Anlaßrelais CJ1 bzw. C2 ein, so. daß der Teilnehmerapparät stehenbleibt, während das Stromloswerden der Relais X1 und X2 das Zusammenfallen der Verbindung zur Folge hat. . .
Die in den Abb. 2 bis 5 dargestellten Schaltungen geben einige Möglichkeiten zur' Vermeidung dieser. Schwierigkeiten an. :
Abb. 2 zeigt eine Schaltung, die in ihrem grundsätzlichen Aufbau der Abb. 1 entspricht, aber durch einige zusätzliche Schaltmittel derart ausgebildet ist, daß sie ein Unterbrechen des gebenden Teilnehmers vom <enn> fangenden Teilnehmer aus auch während der Zeichengabe ermöglicht, ein Auftrennen der Verbindung dabei aber verhindert. Die Bezeichnungen entsprechen denen . dear - Abb, ι, &5 jedoch ist jeweils der Index 1 bzw.' 2 weggelassen, da nur eine TeUnehmerstation dargestellt ist. " ■ " .
Das Senderelais SR erhält außer der normalen Wicklung S^1 eine zweite Wicklung SR2, die vom Ankere/· des Empfangärelais £7?-ein- und ausgeschaltet wird. Die Wicklung liegt- beispielsweise zwischen dem Zeichenkontakt 2 und der Sicherungslampe. Um die Schaltungssymmetrie aufrechtzuerhalten, ist zwischen den Trennkontakt t und die andere Sicherungslampe ein Scheinwiderstand W eingeschaltet, der den Widerstand der Wicklung SR2 nachbildet. Vor der Wicklung SR^ Hegt ferner zweckmäßig ein Kontakt, der erst 1Qo bei Durchschaltung der Verbindung geschlossen wird, so daß die Relaiswicklung S^2 im Ruhezustand abgeschaltet ist. Dieser Kontakt kann z. B., wie dargestellt, ein Kontakt χ des Relais X sein oder auch eines anderen Relais 1O5 der Vorwählerschaltuing, welches so lange erregt ist, bis die Verbindung ausgelöst wird.
Wird die Teilnehmerstation eingeschaltet, so geht der Ankern in die Trennlage t und bringt dadurch in beschriebener Weise das Relais X zum Ansprechen. Während der Zeichengabe fließt dann jedesmal durch die Wicklung SR2 ein Strom, dessen Wirkung auf den Anker sy entgegengesetzt ist der Wirkung, die von dem durch die WicklungSÄi fließenden Strom bei Unterbrechung des andern Teilnehmers ausgeübt wird; Liegt der Ankern/· in der Trennlaget, so kann bei Zeiehengabe ; von selten ; des. unterbrechenden Teilnehmers: jedesmal die Wicklung S/?t zur Wirkung kommen und den Ankers/' den ZeU-chen entsprechend aus der Trenn- in die Zei-
chenlage umlegen; wodurch, dann in bekannter Weise der- Empfängermagnet M gesteuert wird.' Das. Ansprechen wird verhindert,- wenn der Ankern/· des gebenden Teilnehmers sich. gerade in der Zeichenlage befindet," da dann die Wirkung der Wicklung SR2 die der Wicklung 5^1 auch, bei Zeicbenstromfluß durch diese Wicklung aufhebt oder überwiegt. • Im übrigen stimmt die Schaltung auch in ίο ihrer Wirkungsweise mit der in Abb. ι dargestellten Schaltung· überein. Jedoch kann im Stromkreis der Telegraphierbatterie TB noch ein Kontakt r vorgesehen sein, der von einem Relais der Vorwählerschaltung gesteuert wird und erst dann geschlossen wird, wenn der Gruppenwähler frei ist.
Eine ähnliche Maßnahme, wie sie in Abb. 2 für das Senderelais SR dargestellt ist, kann nach Abb. 3 auch für das. Empfangsrelaisi£"jR vorgenommen werden. Das Empfangsrelais ER erhält dann außer dem normalen Wicklungspaar ER1 noch eine Zusatzwicklung £7?2> die von einem Kontakt des Senderelaisi SR gesteuert wird.
Ein besonderer Vorteil der besprochenen Schaltungen ist noch der, daß die normale Amtsschaltung keine wesentliche Änderung erfährt, da nur ein einziger zusätzlicher Konf· takt, des RelaisX und eine Zusatzwicklung für das Relais SR bzw. ER 'erforderlich ist. Will man eine besondere Wicklung für das Empfangsrelais ER vermeiden, welches ja schon zwei voneinander verschiedene Wicklungen besitzt, so kann nach Abb. 5 auch die eine dieser beiden Wicklungen zum Sperren benutzt werden. Während bei den Schaltungen nach Abb. 1 bis 3 die Einschaltung über Erde erfolgte, zeigen Abb. 4 und 5 Schaltungen ohne Erdschleife, in welchen die AuS-nutzung, der Stromumkehr im Teünehmer;-stromfcreis (durch Abschaltung der Schaltbatterie SB und Einschaltung der Telegraphierbatterie TB) durch die Verwendung1 von zwei Ventilen Vt bzw. Vs1 ermöglicht wird. Der .Ruhestrom fließt von der Schaltbatterie &S. über &,-Ader, Ventil Vs, Einschalttaste ET, .Anlaßrelaist/, «-Ader, -Empfangsrelais ER, Senderelaiskontakt sr (Zeichenlagie z), während der Fernschreibstromkreis in umgekehr,-fcer Richtung· von der Telegraphierbatterie TB über ö-Ader, Druckmagnet M, SendekontakfS, Nummernscheibe NS, Ausschaltetaste AT, Ventil·!/* und ö-Adef verläuft. In diesem, Stromkreis liegt nun' ein verzögertes Relais S; welches nach durchgeschalteter Verbindung mit" seinem Kontakt s die Schaltbatterie SB- -von der &-Ader abtrennt!
In der Schaltung nach Abb. 4 ist das be-
"Mts? in- Abb. 2 dargestellte Prinzip verwendet Worden,'indem-das Senderelais SR außer der normalen' WicklungSRi eine'Hilfswicklung SR2 besitzt, die vom Anker ^r des Relais EJR in der Zeichenlage ζ eingeschaltet, wird und im Ruhezustand durch den Kontakt eines zur Vorwählerschaltung gehörenden Relais, z., B. X3 abgeschaltet ist.
Abb. S zeigt .eine Schaltung, bei der entsprechend der Abb. 3 das Empfangsrelais! £7? an Stelle des Senderelais SR zur Sperrung benutzt wird. Jedoch besitzt die Schaltung nach Abb. 5 gegenüber jener den Vorteil, daß eine besondere Wicklung für das Emp,-fangsrelais, das ja bereits zwei voneinander verschiedene Wicklungen 1 und 2 besitzt, vermieden ist, indem eine der vorhandenen Wickhingen zur Sperrung benutzt wird.
Das Relais1 X, welches in oben beschriebener Weise durch den anrufenden Teilnehmer eingeschaltet wird, bereitet durch Schließen seines Kontaktes jt: einen Hilfsstromkreis für die Wicklung 2 des Empfangsrelais ER vor, der jedesmal beim Umlegen des Ankers sir in die Zeichenlage ζ geschlossen wird und dann als Sperrstromkreis wirksam ist. Der Stromkreis verläuft über die Schaltbatterie 55 und enthält einen Widerstand W, der die richtige Bemessung des Sperrstromes gestattet. Die Größe des Hilfsstromes ist derart gewählt, daß jede störende Beeinflussung des Relais ER verhindert ist, wenn der Anker sr in der Zeichenlage 2 liegt.

Claims (8)

  1. Patentansprüche':
    i. Fernschreibanlage mit wechselseitigern Verkehr der TeDnehmerstatLonen, bei der zur wechselseitigen Impulsübertragung zwischen Sümplexleitungen, vorzugsweise Ruhestromleitungen, 'einerseits und Duplexleitungen oder anderen einen gleich- loo' zeitigen Verkehr in beiden Richtungen zulassenden - Übertragungssystemen anderseits Umsetzerschaltungen mit polarisierten Relais vorgesehen .sind, insbesondere mit Selhstanschlußbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung einer bei gleichzeitiger Zeichensendung in beiden Richtungen möglichen gegenseitigen Blockierung der polarisierten Relais; Sperrmittel vorgesehen sind, die jeweils wäh-.". rend "der Übertragung eines; Zeichenim-
    . pulses in der einen Verfcehrsrichtuing in Abhängigkeit · von diesen Impuls übertoa-
    - genden Übertragungsmittehi die Übertragungsfähigkeit von Übertragungsmittein der entgegengesetzten Verkehrsrichtuing aufheben. :' . .
  2. 2. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn-■ zeichnet, daß· die Stromstoßübertragungseinrichtungen der beiden Verkehrsrichtungen derart voneinander abhängig sind, daß
    bei Zeichengabe in der einen Verkehrs.-richt|ung eine wirksame Beeinflussung der zugehörigen Übertragungseinrichtungein von der anderen Verkehrsrichtung aus verhindert ist.
  3. 3. Einrichtung und Schaltungsanoirdnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein ÜbertraguingsrelaiH der einen. Verkehrslichtung bei Zeichengabe in dieser Richtung ein Übertragungsrelais der anderen Verkehrsrichtung: sperrt.
  4. 4. Einrichtung und Schaitiingsainordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relais der einen Verkehrsrichtung «ine Hilfswicklung· besitzt, die durch -einen Xontakt eines: Relais der anderen Verkehrsrichtung gesteuert wird.
  5. 5. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung· über eine Betriebswicklung oder eine der Betriebswicklungen des, zu sperrenden Relais erfolgt.
  6. 6. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrstromkreis durch einen bei Herstellung bzw. Durchschaltung· der Verbindung umgelegten Kontakt vorbereitet wird.
  7. 7. Einrichtung und Schaltungsanordrnrng nach, einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Amt gehörende, die vom Teilnehmer .ankommenden Impulse empfangende Relais eine Sperrwicklung besitzt, die von dem zugeordneten Senderelais der anderen Verkehrsrichtung ein- und ausgeschal- · tet wird.
  8. 8. Einrichtung und Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden An- φο sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Amt gehörende, die Impulse zum Teilnehmer übertragende Senderelais eine Sperrwicklung1 besitzt, die von dem zugeordneten Empfangisirelais der anderen Verkehrsrichtung 'ein- und ausgeschaltet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930608367D 1930-01-26 1930-01-26 Fernschreibanlage mit wechselseitigem Verkehr der Teilnehmerstationen Expired DE608367C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753962C (de) * 1940-02-16 1954-01-04 Siemens & Halske A G Schaltungsanordnung fuer Telegrafenanlagen
DE765145C (de) * 1937-05-26 1954-05-24 Aeg Fernmeldeeinrichtung fuer fernbetaetigte, verstellbare Organe
US5415159A (en) * 1993-08-18 1995-05-16 Ethicon, Inc. Support structure for abdominal lift

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DE753962C (de) * 1940-02-16 1954-01-04 Siemens & Halske A G Schaltungsanordnung fuer Telegrafenanlagen
US5415159A (en) * 1993-08-18 1995-05-16 Ethicon, Inc. Support structure for abdominal lift

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FR712808A (fr) 1931-10-13
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