DE605847C - Ziffernwerk fuer Buchdruckmaschinen - Google Patents

Ziffernwerk fuer Buchdruckmaschinen

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DE605847C
DE605847C DEF75655D DEF0075655D DE605847C DE 605847 C DE605847 C DE 605847C DE F75655 D DEF75655 D DE F75655D DE F0075655 D DEF0075655 D DE F0075655D DE 605847 C DE605847 C DE 605847C
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Discharge By Other Means (AREA)
  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Description

Bibliofheek
Bur. Ind. Eigendo
11 DEC. 1934·
AUSGEGEBEN AM
19. NOVEMBER 1934
Die Erfindung bezieht sich auf in den Satz von Buchdruckmaschinen einzuschließende Ziffernwerke, bei welchen die Schaltbewegung· der Ziffernscheiben von einem in das Werk eingebauten, durch den Druckzylinder bzw. Tiegel während des Dnickvorganges niederzudrückenden Organ bewirkt wird. Diese Ziffernwerke dienen bekanntlich dazu, Drucksachen, insbesondere Wertpapiere, während des Druckes mit fortlaufenden Nummern zu versehen. Die zur Ablieferung an den Besteller gelangenden Drucksachen sollen selbstverständlich der Nummer nach geordnet sein und in den Stapeln die niedrigste Nummer jeweils zu oberst liegen.
Zählt das Ziffernwerk vorwärts, so liegen in dem von der Buchdruckmaschine abgelegten Stapel die Bogen aber gerade umgekehrt, da der zuerst gedruckte Bogen naturgemäß zu unterst zu liegen kommt. Es macht sich infolgedessen ein Umschichten der Stapel erforderlich. Da dieses von Hand vorzunehmende Schichten, wenn es lediglich dem Ordnungszweck dient, zu teuer ist, verwendet man in den Fällen, wo der Druckvorgang oder die Weiterverarbeitung selbst nicht ein Umschichten erforderlich macht, wie z. B. beim Entfernen der bei wertvollen Drucken zwischengeschossenen Makulaturbogen, rückwärts zählende Ziffernwerke. Diese unterscheiden sich von den vorwärts zählenden Ziffernwerken nicht in der Art der Schaltung, sondern lediglich in der Gestaltung der Ziffernscheiben insofern, als bei den einen die Zahlen der Ziffernscheiben gerade im umgekehrten Sinne aufeinanderfolgen als bei den anderen. Um allen vorkommenden Verhältnissen gerecht werden zu können, müssen deshalb die Buchdruckereien sowohl vorwärts zählende als auch rückwärts zählende Ziffernwerke besitzen. Da nun in der Regel in einer Druckpresse gleichzeitig mehrere Ziffernwerke verwendet werden, ist die Zahl der vorrätig zu haltenden Ziffernwerke und damit das "für diese anzulegende Kapital verhältnismäßig hoch.
Gemäß der Erfindung soll nun zur Behebung dieser Übelstände das in den Satz von Buchdruckmaschinen einzuschaltende Ziffernwerk so gestaltet sein, daß es wahlweise vorwärts oder rückwärts geschaltet werden kann. Zu diesem Zwecke ist es mit einer Vorwärts- und Rückwärtsschaltung versehen und besitzt für die Vorwärts- und Rückwärtsschaltung getrennte oder umzustellende Steuerorgane für die Zehnerschaltung. Ferner arbeitet das von dem Druckzylinder bzw. dem Tiegel bewegte Schaltorgan mit zwei durch dasselbe gegenläufig bewegten Schwinghebeln zusammen, von denen jeder eine Schaltklinke trägt, die wahlweise in oder außer Eingriff mit dem zugehörigen Schaltzahnrad gebracht werden können bzw. von welchen Schwinghebeln wahlweise der eine oder andere mit einer Schaltklinke versehen werden kann.
Zifferndruckscheiben· vorwärts und rückwärts schaltbar zu machen, ist bereits einmal, ohne daß es in die Praxis Eingang gefunden hat, für die Ziffernköpfe von Numerier maschinen vorgeschlagen worden, mit denen die Seifen von Konto-, Notiz- u. dgl. Büchern mit fortlaufen-
den Seitenzahlen versehen werden. Dieses Drucken der Seitenzahlen findet bekanntlich :>o statt, daß von den Blättern des bereits gebundenen Buches zunächst nur die Vorderseiten S mit einer Seitenzahl versehen werden und dann von hinten beginnend die Rückseiten, wobei also erst nur die ungeraden Zahlen vorwärts und dann die geraden Zahlen rückwärts gezählt werden, oder umgekehrt. Da nun das Numederen von Wertpapieren in der Buchdruckpresse aber in ununterbrochener Zahlenfolge entweder nur vorwärts oder nur rückwärts, also nicht abwechselnd erfolgt, lag der Gedanke nicht nahe, diesen theoretischen Vorschlag bei in den Satz von Buchdruckmaschinen einzuschaltenden Zifiernwerken anzuwenden. Der Gedanke lag um so weniger nahe, als die Ziffernwerke für Buchdruckmaschinen von den Ziffernköpfen für Xumeriermaschinen in ihrer Größe, im Aufao bau und Schaltweise so verschieden sind, daß sich die eine wahlweise Vorwärts- oder Rückwärtsschaltung gestattende Bauweise eines Ziffernkopfes auf Ziffernwerke für Druckmaschinen nicht einfach übertragen läßt. Der wesentliche Unterschied des Erfindungsgegenstandes gegenüber der bekannten Einrichtung liegt darin, daß bei der letzteren die Schaltbewegung von einem um die Ziffernscheibenwelle schwingenden und einen großen Weg zurücklegenden Hebel ausgeht, bei dem ersteren aber von einem sich kaum um Millimeter auf und ab bewegenden Organ. Auf der Zeichnung ist das neue Ziffernwerk üi einer beispielsweisen Ausführungsform in wesentlich vergrößertem Maßstabe veranschaulicht. Es zeigen:
Abb. ι eine Seitenansicht,
Abb. 2 eine Draufsicht,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie A-B Abb. 1, Abb. 4 eine Ansicht in Richtung der Pfeile E-F Abb. ι bei abgenommenem. Deckel, Abb. 5 einen Schnitt nach Linie C-D Abb. x, Abb. 6 einen Schnitt nach Linie G-H Abb. 1, Abb. 7 die Seitenansicht einer Ziffernscheibe und
Abb. S die Verriegelungseinrichtung der Ziffemscheiben.
Mit ι ist ein U-förmiges Gestell bezeichnet, dessen beide Schenkel i* als Hohlkörper ausgebildet sind. Zwei Wände 2 und 3 dieser Hohlkörper sind abnehmbar. An dem Gestell ist ein U-förmiger Bügel 4 mittels Schrauben 5 schwingbar befestigt. Dieser U-förmige Bügel 4 verläuft parallel zu der Grundplatte i° des U-förmigen Rahmens 1. Der Steg des U-förmigen Bügels 4 erstreckt sich von einem Schenkel des U-förmigen Gestelles 1 zum anderen. Die Schenkel 4" des Bügels 4 greifen durch entsprechende Ausspaningen in den Hohlraum der Schenkel des Gestelles 1 ein und sind an ihrem Ende gabelförmig gestaltet. Mit diesen gabelförmigen Enden umfassen die Schenkel 4° Zapfen einer Welle 6, welche mit je einem abgeflachten Teil in einem Schlitz der Schenkel ib des U-fÖrmigen Gestelles 1 geführt ist. Die in den Hohlräumen der Schenkel ib des Gestelles liegenden Enden der Welle 6 tragen je einen Stein 7. Die Welle 6 steht unter dem Einfluß zweier in den Hohlräumen der Schenkel i6 des Gestelles 1 untergebrachten Federn 8, die sich mit einem Ende am Boden des Hohlraumes und mit dem anderen Ende an dem Stein 7 abstützen. Die Federn 8 drücken die Welle 6 gegen die die Hohlräume der Schenkel i6 des Gestelles 1 oben, abdeckende Platte 2. Der Führungsschlitz für die Welle 6 in den Sehenkein i* ist so groß, daß die Welle 6 entgegen der Wirkung der Federn 8 einige Millimeter nach der Grundplatte i° des Gestelles 1 zu gedrückt werden kann. Die Parallelverschiebung der AVelle 6 wird durch den Bügel 4 gewährleistet.
Auf der Welle 6 sitzen Ziffernscheiben 9, xo", io6 usw., die auf ihrem Umfang als Zehneck ausgebildet sind und auf den Umfangsfiächen in fortlaufender Reihenfolge die Zahlen 0 bis 9 ausweisen. Die Ziffernscheibe 9 stellt die Einerscheibe, die Ziffernscheibe io° die Zehnerscheibe, die Ziffernscheibe io& die Hunderterscheibe usw. dar. Die Einerscheibe 9 ist auf der nach außen gekehrten Stirnfläche mit zehn auf einem konzentrischen Kreis angeordneten und parallel zur Welle 6 verlaufenden Stiften 11 besetzt. An dem zwischen der Einerscheibe 9 und dem nächstgelegenen Schenkel i6 des Gestelles 1 befindlichen Teil der AVelle 6 ist ein Arm 12 befestigt, der nach der Grundplatte ia des Gestelles ι zu gerichtet ist und mit dem freien, abgekröpften Ende unter die Stiftreihe 11 faßt. In diesem verhältnismäßig dick gestalteten abgekröpften Ende ist auf der der Stiftreihe 11 zugekehrten Seite eine Kugel 13 gelagert, die. durch eine Feder 14 gegen die Stiftreihe gedrückt wird. Befindet sich die Einerscheibe 9 in einer solchen Stellung, daß zwei Flächen parallel zur Grundplatte i° des Gestelles 1 stehen, oder mit anderen Worten in der Druckstellung, so greift die Kugel 13 in die Lücke zwischen zwei Stiften 11 ein und verriegelt dadurch die Einerscheibe 9 in jeweiliger Lage. Beiderseits des Armes 12 ist an der Innenseite des benachbarten Schenkels ib des Gestelles 1 je ein zweiarmiger ungefähr parallel zur Grundplatte verlaufender Hebel 15 um einen Stift 16 schwingbar gelagert. Die einander zugekehrten Enden dieser beiden Hebel 15 greifen in eine Aussparung des auf der Welle 6 sitzenden Armes ein und umfassen je einen an dem Arm 12 in der genannten Aussparung vorgesehenen Stift 17. Bei einer Aufundabbewegung der Welle 6 werden infolgedessen die Hebelchen 15 um ihren Aufhängestift 16 zum Ausschlag gebracht. An dem freien Ende des einen Hebelchens 15
ist eine Schaltklinke 18 mittels eines Schräubchens gelenkig befestigt, die in die Stiftreihe ii eingreift. Eine am Gestell ι befestigte Feder 19 drückt diese Schaltklinke 18 gegen die Stiftreihe 11. Wird die Welle 6 nach unten gedrückt, so bewegt sich die Schaltklinke 18 entgegengesetzt dazu nach oben. Die Abmessungen des Hebelchens 15 sind so gehalten, daß bei dieser Relativbewegung der Stiftreihe 11 und der t0 Schaltklinke 18 zueinander die letztere von dem einen Stift der Stiftreihe Ii gerade bis zum nächsten Stift gelangt. Bewegt sich die Welle 6 unter dem Einfluß der Federn 8 wieder nach oben, so senkt sich die Schaltklinke 18 wieder, wobei sie die Einerscheibe 9 um eine Teilung fortschaltet. Je nachdem, an welchem der beiden Hebelchen 15 die Schaltklinke 18 gelenkig befestigt ist, findet die Schaltung der Einerscheibe im Uhrzeigersinne oder entgegen-ZO gesetzt statt oder wird die Einerscheibe vorwärts oder rückwärts geschaltet. Da die Schaltklinke iS an den Hebelchen 15 nur mittels eines Schräubchens leicht lösbar befestigt ist, kann sie rasch, je nach der gewünschten Schaltung, von dem einen Hebelchen nach dem anderen Hebelchen 15 gebracht werden. Dadurch, daß sich die Welle 6 und die Schaltklinke 18 gegenläufig bewegen, braucht zur Vornahme der Schaltung die Welle 6 nur verhältnismäßig wenig zuiückgedriickt zu werden.
Auf der der Zehnerziffernscheibe ioa zugekehrten Seite der Einerziffernscheibe 9 ist an einem Zapfen 20 ein ungefähr halbkreisförmiger Bügel 21 gelagert, der flach auf der Einerscheibe aufliegt und konzentrisch zur Welle 6 verläuft. Dieser Bügel 21 kann, soweit es die von ihm zu einem großen Teil umfaßte Welle 6 gestattet, um seinen Aufhängepunkt 20 bewegt werden. Der Außenumfang des Bügels 21 steht gegen-.40 über dem Umfang der Ziffernscheibe 9 etwas zurück, lediglich das eine mit einer Nase 2ia versehene Ende reicht nahezu bis zum Umfang der Ziffernscheibe 9. Am vorderen Ende des Bügels 21 sitzt ein parallel zur Welle 6 verlaufender Stift 22, der der Zehnerziffernscheibe io° zugekehrt ist und in einer konzentrischen Nut 23 derselben gleitet. Dadurch ist für gewöhnlich ein Pendeln des Bügels 21 um den Aufhängestift 20 unmöglich. Von der konzentrischen Ringnut 23 geht nach jeder Umfangsfiäche der Zehnerziffernscheibe io° eine Ausbuchtung 24 aus. Tritt der Stift 22 des Bügels 21 in eine solche Ausbuchtung 24 ein, so nimmt er bei der Schaltung der Einerziffernscheibe 9 die Zehnerziffernscheibe ioa mit. Dieses entnehmen erfolgt nicht für eine ganze Umdrehung, sondern lediglich für eine Schaltbewegung, wie es bei der Zehnerschaltung selbstverständlich ist. Das Eintreten des Stiftes 22 in eine Ausbuchtung 24 der Ringnut 23 an der Zehnerziffernscheibe ioa wird dadurch bewirkt, daß bei entsprechender Stellung der Einerziffernscheibe 9 die Nase 21° des Bügels 21 auf einen auf der Innenseite des Steges ia des" Gestelles 1 vorgesehenen Anschlag 25 stößt und zurückgedrückt wird, wodurch auch der Bügel 21 unter Spannung einer an ihm sitzenden, sich gegen einen Stift abstützenden Feder 2i6 um seinen Aufhängepunkt 20 bewegt wird. Wird die Einerziffernscheibe 9 durch die Schaltklinke 18 vorwärts geschaltet, so findet die Zehnerschaltung statt, wenn bei der Einerziffernscheibe die 9 in Druckstellung steht. Wird die Einerziffernscheibe aber durch die Schaltklinke 18 rückwärts geschaltet, so findet die Zehnerschaltung statt, wenn die ο in Druckstellung steht. Infolgedessen muß auch der Anschlag 25, der die Zehnerschaltung einleitet, verschiedene Lage haben, je nachdem ob die Schaltklinke 18 vorwärts oder rückwärts schaltet. Aus diesem Grunde sitzt der Anschlag 25 auf einem in einer Quernut des Steges i° des Gestelles 1 beweglichen Schieber 26, der in zwei Endstellungen gebracht werden kann. Je nachdem, ob die Schaltklinke 18 an dem einen oder anderen Hebelchen 15 befestigt ist, muß auch der Schieber 26 in die eine oder andere Endlage gebracht werden.
Auf der Unterseite der Welle 6 ist eine Längsnut 6° vorgesehen, von welcher dicht vor jeder der Scheiben io°, io6 usw. Ouerbohrungen 6* ausgehen. In die Querbohrung 6b ist das eine Ende je eines winkelförmig gestalteten Blechstückes 27 eingeführt, dessen anderer Schenkel sich in die Längsnut 6" einlegt. Die Scheiben ΐοα, ίο6 usw. besitzen nun in ihrer Bohrung zehn Nuten. Befinden sich diese Ziffernscheiben in der Druckstellung, so steht jeweils eine dieser Nuten unmittelbar über dem Blechwinkel 27. Auf die Blechwinkel 27 wirkt nun je eine in einer Bohrung der Welle 6 untergebrachte Feder 28 ein, die den zur Welle 6 parallelen Schenkel des Blechwinkels 27 in die ihr gegenüberliegende Nut der zugehörigen Ziffernscheiben io° usw. drückt. Dadurch sind die Ziffernscheiben ΐοα, ΐοδ usw. in der ihnen jeweils gegebenen Stellung gesichert. Die Einerziffernscheibe 9 und die Zehnerziffernscheibe 10 stehen nun so dicht beieinander, daß der Blech winkel 27 auch zum Teil im Innern des an der Einerziffernscheibe 9 sitzenden Bügels 21 steht. Wird der Bügel 21 beim Auflaufen auf den Anschlag 25 zum Ausschlag gebracht, so drückt er gleichzeitig mit auf den die Zehnerziffernscheibe ioa !■■erriegelnden Blechwinkel 27 und drückt ihn so weit zurück, daß er aus der Nut der Zehnerziffernscheibe io° austritt und diese Zehnerziffernscheibe io° zur Vornahme der Zehnerschaltung freigegeben wird.
Die Hunderter-, Tausenderschaltung u. dgl. erfolgt auf dieselbe Weise wie die Zehnerschaltung. Zu diesem Zwecke trägt jede der Scheiben
ίο6, ioc usw. auf der einen Seite einen um einen Zapfen 20 schwingbaren Bügel 21 mit einem Zapfen 22, während sich auf der anderen Seite eine konzentrische Ringnut 23 mit den Ausbuchtungen 24 befindet. Weiter ist auch für jede dieser Scheiben ein Anschlag 25 vorgesehen. Diese Anschläge 25 sind einander vollkommen gleich und sitzen auf dem gemeinsamen Schütten 26. Da die Anschläge 25 und auch alle anderen Teile für die Zehnerschaltung einander alle gleich sind, kann auch für jede vorhandene Ziffernscheibe eine automatische Fortschaltung vorgesehen werden, während bei den bekannten Zifferwerken mit den immer kleiner werdenden Vordergreifern aus praktischen Gründen die automatische Fortschaltung nur bis zur Tausenderziffernscheibe durchführbar ist und die höheren Ziffernscheiben jeweils von Hand betätigt werden müssen.
Die Fortschaltung der Ziffernscheiben darf selbstverständlich nicht stattfinden, solange die Ziffernscheiben mit dem zu bedruckenden Werkstück in Berührung stehen, da sonst ein Verschmieren der gedruckten Zahlen, das sog. Schmitzen, auftreten würde. Aus diesem Grunde ist eine Vorrichtung getroffen, die die Schaltbewegung so lange verzögert, bis die Ziffern wieder in genügende Entfernung von dem eben mit einer Zahl bedruckten Bogen gelangen. Der wesentlichste Teil dieser Verzögerungseinrichtung besteht aus einem Fühlhebel 29, der auf dem einen Ende der Welle 6 schwenkbar gelagert ist und sich zur Hälfte innerhalb des einen hohl ausgebildeten Schenkels i6 des-Gestelles 1 befindet, während die andere Hälfte durch einen Schlitz der diesen Hohlraum abdeckenden Platte 2 nach außen ragt. Auf den im Hohlraum gelegenen Teil des Fühlhebels 29 wirkt eine Feder 30 ein, die ihn für gewöhnlich in fast waagerechter Lage hält, wobei sich das außenliegende Ende seitlich auf den Schenkel i* des Gestelles auflegt. Bei dieser Stellung befindet sich der Hebel 29 ein Stück unterhalb des Scheitels der Ziffernscheibe 9, io° usw., ♦5 also unter Druckhöhe. Werden die Ziffernscheiben mit der Welle 6 nach unten gedrückt, so richtet sich der Hebel 29 aus seiner waagerechten Lage etwas auf, da sein Drehpunkt mit der Welle 6 nach unten gezogen wird, während der obere Teil des Hebels der Abwärtsbewegung nicht folgen kann, da er sich am Schenkel i6 des Gestelles abstützt. Trotz der Abwärtsbewegung des Hebels 29 hebt sich dabei sein äußeres Ende im gewissen Umfange, und zwar bis in Höhe des Scheitelpunktes der herabgedrückten Ziffernscheiben. Auf der bei ungefähr waagerechter Lage des Fühlhebels 29 obenliegende Kante ist durch einen Ausschnitt 29" eine Art Rast gebildet. In diese Rast schnappt bei der Abwärtsbewegung und gleichzeitigen Drehung des Hebels 29 eine federnde Sperrklinke 30 ein, die auf der Innenseite der den Hohlraum des Schenkels i* des Gestelles abschließenden Wand 3 drehbar gelagert ist. Hört der Druck auf die Ziffernscheiben 9, io° 6= usw. auf und bewegt sich die Welle mit den Ziffernscheiben unter dem Einfluß der Federn 8 wieder nach oben, so kommt der durch die Sperrklinke 30 festgehaltene Fühlhebel 29 noch weiter zum Ausschlag, und zwar so weit, daß schließlich die Sperrklinke 30 von selbst von dem durch die Rast 29" gebildeten Zahn abgleitet und den Hebel freigibt. Bei diesem weiteren Ausschlag des Hebels 29 tritt er über die Scheitelhöhe der Ziffernscheiben vor und legt sich gegen den eben bedruckten Bogen bzw. den Druckzylinder der Druckpresse. Das weitere Ausschwingen des Hebels kann infolgedessen nur nach Maßgabe der zunehmenden Entfernung des Druckzylinders von dem Ziffernwerk vor sich gehen. Nun eilt aber beim vollständigen Ausschwenken des Hebels 29 durch die Sperrklinke 30 die äußerste Spitze dieses Hebels 29 der Aufwärtsbewegung der Welle 6 voraus, so daß das Schalten der Ziffernscheiben erst stattfindet, wenn sich der Bogen von ihnen bis auf einen gewissen Abstand entfernt hat. Ein Schmitzen kann deshalb nicht eintreten.

Claims (12)

  1. Patentansprüche:
    i. Ziffernwerk für Buchdruckmaschinen, bei welchem die Schaltbewegung der Ziffernscheiben von einem in dasselbe eingebauten, durch die Druckwalze während des Druck-Vorganges niederzudrückenden Organ bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß es, wie· bei Ziffernköpfen für Numeriermaschinen bekannt, mit einer Vorwärts- und Rückwärtsschaltung versehen ist sowie für Vorwärts- und Rückwärtsschaltung getrennte oder umzustellende Steuerorgane für die Zehnerschaltung besitzt, und daß das von der Druckwalze bewegte Organ mit zwei durch dasselbe gegenläufig bewegten Schwinghebeln zusammenarbeitet, von denen jeder eine Schaltklinke trägt, die wahlweise in oder außer Eingriff mit dem zugehörigen Schaltzahnrad gebracht werden können bzw. von welchen Schwinghebeln wahlweise der eine oder andere mit einer Schaltklinke versehen werden kann.
  2. 2. Ziffernwerk nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß nur für die Einerscheibe (9) ein Schaltrad mit Schaltklinke vorgesehen ist, während zur Zehnerschaltung jede Ziffernscheibe, bis auf die letzte, einen bei bestimmter Stellung der Ziffernscheibe durch einen Anschlag (25) für einen einzigen Schaltvorgang einzurückenden Mitnehmer (21, 22) für die nächsthöhere Ziffernscheibe besitzt.
  3. 3. Ziffernwerk nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schaltung der Einerziffernscheibe (9) zehn auf ihrer . nach außen gekehrten Seite in Form eines konzentrischen Kreises angeordnete Stifte (11) sowie eine wahlweise auf der rechten oder linken Seite der Welle mit der Stiftreihe in Eingriff zu bringende, hakenartige Schaltklinke (18) dienen.
  4. 4. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Festhalten der Einerziffernscheibe in der jeweiligen Stellung eine sich in den Zwischenraum zwischen zwei Stiften (11) der Stiftreihe legende, von einer Feder (14) beeinflußte Kugel (13) dient, die in einem an der Welle (6) befestigten Halter (12) gelagert ist.
  5. 5. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ziffernscheiben (9, ioa, io6 usw.) tragende Welle (6) in dem Gehäuse (1) federnd auf und ab beweglich gelagert ist und je einen rechts und links ihrer Bewegungsbahn am Gehäuse (1) drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel (15) beeinflußt, von denen wahlweise der eine oder andere die Schaltklinke (18) trägt. ,„
  6. 6. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (6) von den am Ende gegabelten Schenkeln (40) eines im Gehäuse (1) schwenkbar gelagerten U-förmigen Bügels (4) getragen wird.
  7. 7. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 6, f dadurch gekennzeichnet, daß alle Ziffernscheiben (9, ioa usw.), bis auf die letzte, an der der nächsthöheren Ziffernscheibe zugekehrten Seite einen zweiarmigen Hebel (21) tragen, der mit dem einen Ende bis zur Scheitelhöhe der Scheibe vorsteht und an dem anderen, nicht vorstehenden Ende einen zur Welle (6) parallelen Stift (22) trägt und daß jede Ziffernscheibe (ioa, io* usw.), bis auf die erste, an der der vorhergehenden Ziffernscheibe zugekehrten Seite mit einer konzentrischen Ringnut (23) mit zehn gleichmäßig verteilten, nach den Stirnflächen der Ziffernscheiben vorstehenden Aussparungen (24) versehen ist, in welcher Ringnut (23) der Stift (22) der vorhergehenden Scheibe geführt ist, und daß am «Boden (ia) des Gehäuses (1) in der Bewegungsbahn jeden Hebels (21) ein Anschlag (25) vorgesehen ist, der, wenn das vorstehende Hebelende (21) auf ihn auftrifft, den Hebel (21) zum Ausschlag und damit den Stift (22) zum Eingriff in eine Ausbauchung (24) der Ringnut (23) der folgenden Ziffernscheibe bringt, wodurch für einen Schaltvorgang zwei benachbarte Scheiben gekuppelt werden.
  8. 8. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (25) für sämtliche Ziffernscheiben auf einem im Gehäuse verstellbaren Schlitten (26) sitzen.
  9. 9. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bis auf die Einerziffernscheibe (9) jede Ziffernscheibe (ΐοα, ΐοδ usw.) mit Xuten versehen ist, in deren eine ein in einer Nut (6°) der Welle (6) liegender, federnd zurückdrückbarer Keil (27) eingreift, der unter dem Einfluß des zur vorhergehenden Ziffernscheibe gehörigen Anschlags (25) steht.
  10. 10. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile (27) mit einem senkrecht zu ihnen stehenden Arm in einer Bohrung (66) der Welle (6) geführt sind.
  11. 11. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis 10, dadurch, gekennzeichnet, daß die seitlich an den Ziffernscheiben (9, ioa usw.) sitzenden zweiarmigen Hebel (21) halbkreisförmig gestaltet sind und der Keil (27) der nächstfolgenden Ziffernscheibe bis in das Innere dieses halbkreisförmigen Hebels (21) reicht.
  12. 12. Ziffernwerk nach Anspruch 1 bis ir, mit einem zur Verzögerung der Ziffernschältung dienenden, im Gehäuse untergebrachten und ein Stück über das Gehäuse vorstehenden Hebel, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (29) auf dem einen Wellenende drehbar gelagert ist, mit seinem äußeren Ende für gewöhnlich durch eine Feder gegen einenAnschlag des Gehäuses gezogen wird und auf seiner nach oben gekehrten Kante eine einen Zahn bildende Rast (29°) besitzt, in welche beim Herabdrücken der Welle (6) eine am Gehäuse (1) drehbar gelagerte, unter der Wirkung einer Feder stehende Sperrklinke (30) eingreift, die beim Wiederhochgehen der Welle den im allgemeinen ungefähr waagerecht liegenden Hebel (29) nahezu senkrecht stellt, um dann von ihm abzugleiten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1163860B (de) * 1960-06-15 1964-02-27 Giuseppe Re Baratelli Vorwaerts und rueckwaerts laufende Numeriervorrichtung
DE3001321A1 (de) * 1980-01-16 1981-08-06 Esselte Pendaflex Corp. (n.d. Ges.d. Staates Calif.), Garden City, N.Y. Zaehl- oder druckwerk zum fortlaufenden zaehlen oder numerieren
EP2236295A1 (de) * 2006-06-23 2010-10-06 KBA-Giori S.A. Nummeriervorrichtung zum typographischen Nummerieren mit unabhängigen Antrieben

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US8671836B2 (en) 2006-06-23 2014-03-18 Kba-Notasys Sa Numbering device for typographic numbering
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