DE603989C - Sticknaehmaschine mit parallel zu sich und quer zur Naht bewegter Nadel - Google Patents

Sticknaehmaschine mit parallel zu sich und quer zur Naht bewegter Nadel

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DE603989C
DE603989C DEN34510D DEN0034510D DE603989C DE 603989 C DE603989 C DE 603989C DE N34510 D DEN34510 D DE N34510D DE N0034510 D DEN0034510 D DE N0034510D DE 603989 C DE603989 C DE 603989C
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/02Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for needle-bar movement

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Description

Die Erfindung betrifft eine entweder beispielsweise an vorhandenen Nähmaschinen anbringbare oder in besonders herzustellende Stickmaschinen einzubauende Vorrichtung, durch die der Nadelträger mit seiner Nadel ohne Änderung seiner senkrechten Richtung und ohne
- Beeinträchtigung der Arbeitslage der Nadel zum Greifer beiderseits aus der mittleren Lage zur auf und nieder gehenden Nadelstange versetzbar ist.
Bei bekannten Stickmaschinen ist zu diesem Zweck die Nadelstange in einen oberen, einen Bogenschlitz tragenden und einen unteren, als eigentlichen Nadelträger ausgebildeten Nadel-Stangenteil zerlegt, von denen der untere durch einen Bogenschlitz des oberen Nadelstangenteils derart bei seinen seitlichen Bewegungen geführt wird, daß die jeweilige Nadelhöhenstellung der kreisförmigen Bahn des Greifers angepaßt wird.
Diese an sich bekannte Einrichtung hat indessen den Nachteil, daß der Greiferhaken die gerade vorhandene Linie der Nadelhinundherbewegung dann, wenn sich die durch den Bogenschlitz seitlich geführte Nadel dem sich dreheiiden Greiferhaken seitlich entgegenbewegt, beträchtlich früher erreicht, als wenn sie seitlich im Sinne der Drehung des Greiferhakens durch den Bogenschlitz geführt wird. Im letzten Falle wird sich die Nadel beträchtlich höher aus ihrer unteren Totpunktlage bewegt haben, bevor der Greiferhaken die Fadenschleife erreicht, als im ersten Falle. Aus diesem Grunde kann ein fehlerhaftes Sticken infolge ausgelassener Stiche eintreten, wenn nämlich die Höhenstellung der Nadel nur in bekannter Weise dem bogenförmigen Wege des Greiferhakens angepaßt und dem Zeitfaktor nicht Rechnung getragen wird.
Die Erfindung beseitigt diesen Übelstand und führt nicht nur den Eingriff des Greiferhakens in die Fadenschleifen bei den bisher üblichen Seitenbewegungen, sondern auch bei willkürlich beträchtlich größeren Seitenbewegungen der Nadel, deren Größe etwa dem Durchmesser des Greiferhakenweges entsprechen kann, mit Sicherheit herbei. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Kurvenschlitz so gekrümmt ist, daß die Nadel beim Ausschwingen in dem bzw. entgegen dem Drehsinn des Greiferhakens eine zusätzliche Vor- bzw. Nacheilung erfährt, entsprechend der Zeit, um die die Greiferspitze früher bzw. später die Nadelbahn schneidet.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in der Anwendung auf eine bekannte, im Handel befindliche Nähmaschinenform dargestellt; es zeigen
Fig. ι einen abgebrochen gezeichneten Teil der Vorderansicht der Maschine,
Fig. ia eine abgebrochen gezeichnete Ansicht einer Einzeleinrichtung der Maschine,
Fig. ι b einen Grundriß der Einrichtung nach Fig. ia,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. 1 bzw. 2.
Fig. 4 und 5 sind weitere Darstellungen der Wirkungsweise der Vorrichtung,
Fig. 6 eine Ansicht der Vorrichtung zum Verändern der Fadenspannung. Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht der Gesamteinrichtung der Maschine, die die gegenseitige Beziehung verschiedener bekannter Teile mit dem Erfindungsgegenstand darstellt.
Fig. 9 ist eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung zum gleichzeitigen Verwenden zweier Nadeln.
Aus den Zeichnungen ist für den Fachmann erkennbar, daß viele Teile der Maschine in unveränderter Form beibehalten sind. Indessen muß die Wirkungsweise einzelner Teile zürn besseren Verständnis der Erfindung näher erläutert werden.
Der Maschinenständer mit Arm und Kopf 1 sitzt auf der Stofftragplatte 2 und hat Einrichtungen, die von der Welle des Schwungrades 6 (Fig. 8) betätigt werden, insbesondere die Nadelstange 3, den Übertragungshebel 4 und den Greiferhaken 5 (Fig. 1, 3, 4, 5 und 9). Der Kopf trägt den doppelten Drückerfuß 7, der Ständer den Garnhalter 8, die Vorrichtung 9 zum seitlichen Regeln der Anfangsstellung der Nadel und die Hebelanordnung 10, 11, 12, 13 (Fig. 6), die dazu dient, die Bewegungen des nicht dargestellten Kniehebels zum Einstellen der Seitenbewegung der Nadel während des Arbeitens der Maschine zu übertragen. Der Hebel 4 wird durch ein Exzenter 14 (Fig. ia und ib) betätigt, das mit der Querachse 15 fest verbunden ist und in" die Gabel 16 am Ende des Hebels 4 greift. Dieses Ende wird durch einen Lenker 17 gehalten, der mittels eines Gelenkes 19 mit dem Hebel 4 schwingbar verbunden ist. Der Lenker 17 ist auf einem Bolzen 20 schwingbar gelagert, an dem der Arm 21 sitzt. Dieser sitzt fest auf der im Arm 23 angeordneten Welle 22. Das Einstellen des Armes 21 erfolgt durch die in Fig. 8 mit 9 bezeichnete Einrichtung. An der Welle 22 ist ferner ein Arm 13 (Fig. 6) befestigt, der durch einen Kniehebel über das Antriebsgestänge 10,11,12 bewegt wird und die Welle 22 dreht. Hierdurch kann der Hebel 21 zum Verändern der Lage des Bolzens 20 eingestellt werden. Wenn der Arm 21 in eine etwa waagerechte Stellung gedreht wird, so wird das gegabelte Ende 16 des Hebels 4 vermöge der Drehung der Kurvenscheibe 14 nur gehoben und gesenkt, wobei der Gelenkpunkt 19 einen Bogen um den Bolzen 20 beschreibt und die-waagerechte Bewegung des Hebels 4 sehr klein ist. Wenn indessen der Arm 21 zu der senkrechten Lage hin gedreht wird, so wird, wie aus Fig. ia erkennbar, der durch den Drehpunkt 19 beschriebene Bogen eine größere waagerechte Komponente erhalten, wobei die dem Hebel 4 mitgeteilte waagerechte Bewegung und folglich die Seitwärtsbewegung der Nadel entsprechend vergrößert wird. Die Nadel ist zum Hinundherbewegen in einem Gleitrahmen (nicht dargestellt) angeordnet, und der Hebel 4 ist mit diesem Gleitrahmen verbunden und versetzt diesen daher in eine hin und her gehende Gleitbewegung. Alle die angegebenen Einrichtungen sind bereits bekannt. Wie aus den Fig. 1 bis 5 erkennbar ist, ist eine Vorrichtung vorgesehen, die aus einer Platte 24 besteht, die mit der Nadelstange 3 verbunden ist und waagerechte Führungen 25 (Fig. ι und 2) hat, die zum Führen einer zweiten Platte 26 dienen. Diese zweite Platte 26 hat senkrechte Führungen 27, in denen ein einen Halter für die Nadel 29 bildender Block 28 verschiebbar ist. Dieser Block oder Nadelhalter 28 trägt einen Stift 30, der hinten hinausragt, durch einen Längsschlitz 31 der zweiten Platte 26 tritt und in die Kurvennut 32 der Platte 24 hineinragt. Eine Rolle kann auf diesem Stift vorgesehen werden und in die Kurvennut eingreifen. Die Seitenbewegung der Nadel wird nun durch Bewegen der zweiten Platte 26 in den Führungen 25 erreicht. Die Bewegungen der Platte 26 werden mittelbar oder unmittelbar von dem Hebel 4 abgeleitet, dessen Ende gezwungen ist, in waagerechter Richtung hin und her zu gehen, was vermöge der Führungen 35. 36, 37 und eines Stiftes 38, der am Nähmaschinenkopf sitzt, erreicht wird.
Zum Erreichen der seitlichen Bewegung der Nadel bis etwa zum Durchmesser der Kreisbahn des Greiferhakens 5 ist ein kurzer Lenker 33 mit dem Hebel 4 bei 34 verbunden und überträgt dessen waagerechte Bewegung mittels des Gelenkbolzens 39 auf einen die Bewegung vergrößernden Hebel 40. Dieser ist bei 41 gelenkig mit dem Nähmaschinenkopf 1 und bei 42 mit einem Block 43 verbunden, der von einem senkrechten Bolzen 44 eines Armes 45 der zweiten Platte 26 geführt ist. Die Führung des Blockes 43 durch den Bolzen 44 gestattet, daß die Platte 26 mittels des Lenkers 33 und des Hebels 40 seitlich bewegt wird, obwohl sich die Platte 26 und der an dieser befestigte Bolzen 44 senkrecht mit der Nadelstange 3 hin und her bewegen. Die waagerechte Bewegung des Hebels 4 wird durch die Teile 33, 40 auf die Platte 26 vergrö- no ßert übertragen, und zwar so, daß sie gleich dem Verhältnis der Entfernung zwischen den Gelenkpunkten 41 und 42 zur Entfernung zwischen den Gelenkpunkten 41 und 39 ist.
Um der Nadel auf ihrem Wege der Seiten- u5 verstellung eine Anfangseinstellung zu geben, kann der kurze Lenker 33 in zwei Teilen ausgeführt sein, die mittels Schraube und Schlitzes verbunden sind, wodurch die wirksame Länge des Lenkers verändert werden kann. Um ferner die Länge der Seitenbewegung der Nadel einstellen zu können, kann die Verbindungsstelle des
Lenkers 33 und des Kulissenhebels 40 in der Längsrichtung dieses Hebels beispielsweise durch einen Schlitz und eine Schraube einstellbar gemacht werden.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist aus Fig. 3 erkennbar. Der Greiferhaken 5 macht Kreisbewegungen um den Punkt 0. Diese Drehung findet unterhalb eines Schlitzes der Stofftragplatte 2 statt, durch den die Nadel bei jedem Hub hindurchtritt. Unabhängig von der Seitenstellung der Nadel hat der Hub eine gleichbleibende Länge a, die durch den Hub der Nadelstange 3 bestimmt wird. Wie indessen aus Fig. 3 erkennbar ist, werden die oberen und unteren Grenzstellungen der Nadel entsprechend der Stellung des im Nadelblock 28 befestigten, durch die Kurvennut 32 gesteuerten Stiftes 30 geändert. Die Nadel wird also bei jedem Hub in eine solche Lage gebracht, daß sich die vom Oberfaden unter dem Grundgewebe gebildete Fadenschleife im Weg des Greiferhakens zu demjenigen Zeitpunkt befindet, in dem die Greiferspitze die Nadel passiert, so daß sie nach der unteren Totpunktlage und beim Beginn des Hochgehens der Nadel in die Fadenschleife greift. Wenn als Grundlage für die Gestalt des Kurven-
- Schlitzes 32, wie es bereits bekanntgeworden ist, der Ort der unteren Totpunkte der Nadelhübe bei verschiedenen Seitenbewegungen, d. h.
ein Bogen, betrachtet wird, der gleich demjenigen des Greiferhakenweges ist und der senkrecht unterhalb dieses Weges liegt, dann ist die für die Drehung des Greiferhakens von der Linie OX in die Hublinie der Nadel während eines bestimmten Hubes erforderliche Zeit vernachlässigt. Wenn sich beispielsweise der Stift 30 in äußerster Linksstellung im Schlitz 32 befindet, so muß sich der Greiferhaken 5 von der Linie OX um einen Winkel c drehen, während für jede folgende Stellung des Stiftes 30 in der Nut 32 nach rechts der Winkel, um den sich der Greiferhaken dreht, allmählich kleiner als der Winkel c wird. Es hat sich daher als zweckmäßig erwiesen, die unteren Totpunktlagen des Nadelhubes α um ein Höchstmaß δ unterhalb - des wirksamen Greiferhakenweges bei äußerster Linksstellung der Nadel zu senken und um ein allmählich abnehmendes Maß bei der äußersten Rechtsstellung. Daher entspricht in der äußersten Linksstellung die Drehzeit des Greiferhakens 5 um den Winkel c der Zeit, die erforderlich ist, um die Nadel aus ihrer unteren Totpunktlage um die Entfernung δ zu heben, und die Schleife des Nadelfadens ist hierbei in richtiger Stellung, um von dem Greiferhaken ergriffen zu werden. In ähnlicher Weise stehen die Zeiten, die von der Drehung des Greiferhakens und dem Heben der Nadel abhängen, für jede Stellung untereinander in Abhängigkeit, und daher wird ein zuverlässiges Eingreifen des Greiferhakens in die Schleife bis zu den äußersten Nadelstellungen erreicht, obwohl die Länge der Seitenbewegung der Nadel bis etwa zum Durchmesser der Greiferhakenbahn reichen kann und sich die .Nadel in den äußersten Stellungen praktisch parallel zu der Greiferbahn bewegt. Um ein Senken des unteren Totpunktes der Nadelhübe in den nach links liegenden Stellungen zu erreichen, ist die Kurvennut 32 etwa wie in Fig. 3 angegeben gestaltet, d. h. sie verläuft nicht kreisförmig, sondern ihr linkes Ende liegt tiefer als das rechte, bezogen auf eine senkrechte Linie durch den Greiferdrehpunkt. Wegen der Unregelmäßigkeit der Greifergeschwindigkeit gegenüber der Seitwärtsbewegung der Nadel braucht die Abnahme der Senktiefe der Nadel gegebenenfalls von links nach rechts nicht vollkommen gleichmäßig zu erfolgen. Nichtsdestoweniger weicht die Gestalt der Nut 32 nur wenig von der in Fig. 3 dargestellten ab. Mit einer Kurvennut wie der dargestellten ist es natürlich möglich, die Mittel wegzulassen, die insbesondere bisher dazu dienten, um dem Greiferhaken eine unregelmäßige Geschwindigkeit zu erteilen und so einen Greifer von gleichbleibender Geschwindigkeit zu benutzen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen die Nadel in der unteren Totpunktlage bei der äußersten Rechtsbzw. Linksstellung. Dabei befindet sich der Greifer 5 in den durch Fig. 3 dargestellten Endlagen, wobei jedoch erkennbar ist, daß in Fig. 4 infolge Abfallens des linken Endes der Kurvennut der Nadelblock 28 und die Nadel 29 niedriger stehen als in Fig. 5, wo sich der Stift 30 in dem höheren rechten Ende der Kurvennut befindet.
Wie oben erwähnt, haben die bekannten, für die vorliegende Erfindung in Betracht kommenden Maschinen einen Nachteil, der darin besteht, daß die Fadenspannung trotz der Änderungen der Nadelseitenbewegungen unverändert too bleiben. Bei der oben beschriebenen Vorrichtung, die gewünschtenfalls ein Vergrößern der Nadelseitenbewegung gestattet, ist es sogar in höherem Grade erwünscht, jegliche Möglichkeit zu vermeiden, daß die Spannung des Nadelfadens die Wirksamkeit der Maschine schädigt. Die Erfindung gibt daher Vorrichtungen an, die gestatten, diesen Übelstand zu vermeiden. Eine Ausführungsform der Vorrichtung, die zürn Anbringen an bestehende Maschinen geeignet ist, ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. Ein Hilfsarm ττα ist mit dem Winkelhebel n verbunden, der einen die Seitenbewegung der Nadel regelnden Teil des Hebelgetriebes bildet. Der Arm iia wirkt über eine Stange 47 auf einen Hebel 46. Das Einstellen der gegenseitigen Lage des Armes ττα und des Hebels 46 erfolgt dadurch, daß diese Stange· zweiteilig gemacht ist und durch Schrauben 49 in ihrer Länge eingestellt werden kann. Auch die Schwingbewegungen des Armes ii" und des Hebels 46 sind dadurch gegeneinander verstellbar, daß die Stange 47
am Arm ΐΐα mittels des 'Gelenkes 50 befestigt ist, das in dem Schlitz 51 des Armes na verstellbar ist. ' Der Hebel 46 ist auf dem Stift 52 schwingbar, der am Maschinenkopf 1- befestigt ist, und ein Zahnradsegment 53 schwingt ebenfalls um den Stift 52 und ist mit dem Hebel 46 verbunden. Das Zahnradsegment 53 greift in ein Zahnrad 54, dessen Nabe mit Innengewinde versehen ist und in ein auf der Achse 55 befmdliches Gewinde greift. Die Achse 55 trägt ein paar kegelförmige Fadenspannplatten 56 sowie eine Druckfeder 57. Es ist klar, daß beim Regehi der Seitenbewegung der Nadel und infolge der Tatsache, daß der Winkelhebel 11 dabei gedreht wird, der Arm ΐΐα vermöge der Übertragung 46, 47 und des Segmentes 53 das Zahnrad 54 dreht, wodurch infolge des Gewindes auf der Achse 55 erreicht wird, daß sich das Zahnrad 54 axial zur Achse 55 bewegt, so daß der so Druck der Feder 57 auf die Platten 56 geändert wird und eine entsprechende Änderung der Spannung des Nadelfadens bewirkt wird. Die Art der Schraubenverbindung muß natürlich derart gewählt werden, daß beim Vergrößern der Nadelseitenbewegungen das Gelenk 54 auf dem Stift 55 nach außen bewegt wird, um die Fadenspannung zu lockern. Beim Verkleinern des Nadelhubes wird das Zahnrad 54 einwärts bewegt, um die Fadenspannung zu vergrößern. Fig. 8 zeigt die vollständige Maschine mit einer Vorrichtung zum Heben und Senken der Grenzen der Nadelhübe in Übereinstimmung mit der Seitenbewegung des Nadelblockes 28 auf der Platte 24, ferner das Gestänge 33, 40 zum Erreichen einer vergrößerten Seitenbewegung des Nadelblockes ohne Änderung der Vorrichtung zum Hinundherbewegen des Hebels 4 sowie den Hilfsarm ii°, der durch das Gestänge 46, 47 und das Zahnradsegment 53 das Zahnrad 54 dreht, um die Fadenspannung zu regeln.
Eine besondere Ausführungsform der oben beschriebenen Vorrichtung ist in Fig. 9 dargestellt. Sie ist mit zwei Nadeln zum Nähen von geteilten Mustern in einer oder zwei Farben versehen. Die Vorrichtung trägt die an der Nadelstange 3 befestigte Platte 24, die Platten 26, 26" mit Schlittenführungen 27, 27® hat, auf denen die Nadelblöcke 28, 28° senkrecht beweglich sind. Der Block 28 umfaßt verschiebbar die unterschnittene Führung 27. Die Platte 26 ist waagerecht in den Schlittenführungen 25 durch den Hebel 4 verschiebbar, dessen Ansatz 46 in die senkrechte Stange 44 mittels eines auf der Stange gleitbaren Blockes 43 greift. Der Nadelblock 28 trägt oberhalb der Nadel 29 einen Stift 30, der in die Kurvennut 32 der Platte 24 greift. Der zweite Nadelblock 28°, der eine Nadel 29" trägt, ist gleitbar auf der Führung 27° der in den Führungen 25 waagerecht bewegbaren Platte 26s angeordnet. Die Platte 26° trägt eine an einem Ansatz 45° befestigte senkrechte Stange 44", die von einem schwingbar mit dem zusätzlichen Hebel 4® verbundenen Block 43° umfaßt wird, durch den die Platte 26° in den Führungen 25 bewegt wird. Oberhalb der Nadel 29® trägt der Block 28« einen Stift 30", der in den Schlitz 32 greift. Die Blöcke 28 und 28** gestatten, daß die Stifte 30, 3Oa erforderlichenfalls im Schlitz 32 dicht zusammengebracht werden können, wobei dann die Nadeln ebenfalls dicht nebeneinanderstehen.
In den Maschinen, für die die oben angegebenen Vorrichtungen verwendbar sind, beginnen zur Bequemlichkeit des Arbeiters beim Einstellen des Arbeitsstückes mit der Vorrichtung 9 in der in Fig. 6 gezeichneten Lage alle Stiche von der linken Musterkante, so daß es nur nötig ist, das Grundgewebe mit der genannten Musterkante unter die äußerste linke Stellung der Nadel zu bewegen, wobei der Kniehebel zum Regeln der Länge der Seitenbewegung betätigt wird, so daß der Faden bei wechselweisen Seitenbewegungen an die rechte Kante des Musters bewegt wird. Bei der mit zwei Nadeln ausgerüsteten Ausführungsform bewegt der Arbeiter das Grundgewebe so, daß die linke Kante des Musters unter die äußerste Linksstellung der Nadel gebracht wird, und stellt den Kniehebel zum Regehi der Länge der gemeinsamen Nadelseitenbewegung so ein, daß diese die rechte Nadel zur rechten Kante des Musters bringt. Das Nähen in dieser Weise bietet keine Schwierigkeit, da der Arbeiter nur auf die ganze Nähbreite zu achten hat, wobei die Verhältnisse der betreffenden, durch die Nadeln genähten Breiten durch geeignete Gestängeanordnungen der in den Fig. ia und ib gezeichneten Art bestimmt werden, die je nach Erfordernis eingerichtet sein können, was jedoch außerhalb der Erfindung liegt. Die betreffenden Hübe der in Fig. 9 dargestellten beiden Nadeln können derart sein, daß eine Verschiedenheit der Muster erzielt wird. Wird beispielsweise ein zweifarbiges, symmetrisches oder nicht symmetrisches Blattmuster gestickt, so kann die linke Nadel diejenige Seite des Blattes, die an der linken ■ Seite der Blattrippe liegt, in einer Farbe sticken, während die rechte Nadel diejenige Blattseite in einer anderen Farbe stickt, die rechts von der Blattrippe liegt, wobei die Bewegungen so angeordnet und geregelt werden, daß trotz der erforderlichen Änderungen der Seitenbewegungen der Nadeln entsprechend der größeren oder geringeren Breite des Blattes die Mittelrippe des Blattes nicht überstickt wird. Bei einem anderen Beispiel, bei dem es sich etwa darum handelt, Blumenblattmuster zu sticken, bei denen eine Farbe in die andere übergeht, können die Hübe der beiden Nadeln sich überlappen, da die Regelgestänge derart ausgebildet sein können, daß sie den Nadeln eine sich überschneidende Rechtsundünksbewegung ver-
leihen. In diesem Falle wird bei der Verbindung der einzelnen in zwei Farben gestickten Teile ein Vermengen der Fäden eintreten, so daß die Farben das Aussehen von gegenseitigen Farbenabstufungen haben.
Aus Vorstehendem wird klar, daß die Erfindung verschiedene Möglichkeiten zum Verbessern des Stickens auf der Nähmaschine durch Abändern bekannter Maschinen gestattet, nämlieh:
a) Vergrößern der Nadelseitenbewegung bei sicherer Stichbildung, wobei sich der Greiferhaken mit der gewöhnlichen unregelmäßigen Geschwindigkeit dreht und daher keine Änderung des den Haken drehenden Getriebes erforderlich wird.
b) Verzicht auf das gegenwärtig übliche besondere Getriebe zum Drehen des Greiferhakens mit unregelmäßiger Geschwindigkeit unter Beibehaltung sicherer Stichbildung trotz etwaiger Vergrößerung der Seitenbewegung der Nadeln. Für eine neue Maschine ist es zweckmäßig, sich hauptsächlich der unter b genannten Vorteile zu bedienen, indem Einrichtungen getroffen werden, um den Greiferhaken mit gleichförmiger Geschwindigkeit zu drehen, ferner feste Lager (kein Schwinghebel) für die Nadelstange sowie eine Vorrichtung zur seitlichen Nadelschwingung um den üblichen oder einen größeren als den gewünschten Betrag angeordnet werden. Wenn jedoch die erfindungsgemäß eingerichtete und angeordnete Kurvenführung für eine bereits bestehende Maschine verwendet wird, so bedient man sich hauptsächlich der unter a angegebenen Vorteile, wonach eine vermehrte Seitenschwingung durch den beschriebenen, die Übersetzung vergrößernden Hebelmechanismus erreicht wird, während die Vorrichtung zur Drehung des Greiferhakens unverändert gelassen wird. Oder es kann gemäß b die letztgenannte Vorrichtung angeordnet oder nicht angeordnet werden, je nachdem, ob vermehrter seitlicher Nadelhub erforderlich ist oder nicht. Die Erfindung hat mehrere Vorteile. Der klare Vorteil, daß große Muster hergestellt werden können, ohne daß es nötig ist, das Gewebe in mehreren nebeneinanderliegenden Streifen zu besticken oder zuerst einen Randstreifen fertigzustellen und dann den Mittelteil einzutragen, bedeutet eine große Vermehrung der Arbeitsgeschwindigkeit. Außerdem wird durch die große Sicherheit, mit der der Greiferhaken die Nadelschleifen selbst an den äußersten Enden der Nadelseitenbewegung erfaßt, Zeitverschwendung durch Auftrennen und Wiederholen von Arbeit durch herabgefallene Stiche und ferner Garnverschwendung vermieden. Wird vorteilhafterweise ein mit gleichförmiger Geschwindigkeit sich drehender Greiferhaken benutzt, so gestattet die daraus folgende bessere Ausbalancierung und Reibungsverminderung der beweglichen Teile ferner, daß die Maschine mit einer viel größeren Geschwindigkeit laufen kann, als dies bisher möglich war, da diese Geschwindigkeit nur von der Geschicklichkeit des Arbeiters abhängt.
Die oben beschriebenen Stickmaschinen haben nur einen drehbaren Greiferhaken, der mit einer einzigen Nadel oder einer einzigen Gruppe von Nadeln zusammenarbeitet; es ist indessen klar, daß die Erfindung auch auf Maschinen angewendet werden kann, die für besondere Zwecke eine Mehrzahl von Greiferhaken haben, die mit einer gleichen Mehrzahl von Nadeln oder Nadelgruppen zusammenarbeiten.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Sticknähmaschine mit einer Nadel, die um einen regelbaren Betrag quer zur Naht parallel zu sich selbst bewegt und deren tiefste Stellung bei gleichbleibendem Hub mit Rücksicht auf die Bahn des in einer senkrechten, quer zur Nahtlinie liegenden Ebene sich drehenden Greiferhakens in Abhängigkeit von der Größe der Seitenbewegung durch eine Kurvenführung geändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurve außerdem so gekrümmt ist, daß die Nadel beim Schwingen in dem bzw. entgegen dem Drehsinne des Greiferhakens eine zusatzliehe Vor- bzw. Nacheilung erhält, entsprechend der Zeit, um die die Greiferspitze früher bzw. später die Nadelbahn schneidet.
2. Stickmaschine nach Anspruch 1 mit mehreren Nadelträgern, dadurch gekennzeichnet, daß diese unabhängig voneinander durch dieselbe Kurve gesteuert werden.
3. Stickmaschine nach Anspruch 1 oder 2 mit einer die Nadelfadenspannung regelnden Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelfadenspannung selbsttätig in Abhängigkeit von der Einstellung der Größe der Seitenbewegung der Nadel oder Nadeln derart geändert wird, daß bei größerer Schwingweite die Spannung verkleinert wird, und umgekehrt.
4. Stickmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit einer aus zwei Klemmplatten bestehenden Fadenspannvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Spannen der Klemmfeder dienende Mutter durch Zahnbogen (53) und ein Hebelgestänge (na, 46, 47) von der Einstellvorrichtung (10 bis 13) für die Schwingweite der Nadel bzw. Nadeln verstellt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEN34510D 1931-11-30 1932-11-24 Sticknaehmaschine mit parallel zu sich und quer zur Naht bewegter Nadel Expired DE603989C (de)

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